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Halterung für elektroakustische Übertragungssysteme
Die Erfindung bezieht sich auf eine Halterung für elektroakustische Übertragungssysteme, insbesondere für Hörhilfen, die als Hörbrille ausgebildet sind, wobei das System in einem Ausnehmungen auf- weisenden, als Gehäuse dienenden Bügel untergebracht ist.
Es ist bekannt, dass das Problem in der Übertragungstechnik darin liegt, das Übertragungssystem richtig zu befestigen bzw. aufzuhängen, damit schädliche Einflüsse der mechanischen Rückkopplung verringert werden, die eine der grössten Schwierigkeiten bei der Konstruktion elektroakustischer Vorrichtungen ist.
Auf dem Gebiet der Hörhilfen oder Schwerhörigengeräte, z. B. wo Übertragungssysteme aus Mikrophon und Empfänger normalerweise dicht nebeneinander in einem kompakten, festen Gehäuse angeordnet sind, können Schwingungen des Gehäuses auf das Übertragungssystem übertragen werden, die ausserordentlich störend für den Träger sind.
Demgemäss sind zahlreiche Versuche bei früheren Ausführungen gemacht worden, um die Übertragung von Gehäuseschwingungen auf das aus Mikrophon und Empfänger bestehende Übertragungssystem, die durch den normalen Gebrauch der Hörhilfe und auf plötzliche Bewegungen, die durch Stoss oder Schlag auf das Übertragungssystem in dem Gehäuse herrühren, zu eliminieren oder zu dämpfen. Bei den früheren Ausgestaltungen versuchte man, diese Nachteile durch Anordnung verschiedener elastischer Ringe oder Plättchen zu beseitigen, die das Übertragungssystem in dem Gehäuse trugen oder durch elastische Hüllen, welche das Übertragungssystem in dem Gehäuse umgeben.
Trotz allem haben sich die Halterungen bekannter Art nicht als vollkommen befriedigend gezeigt, u. zw. aus einer Reihe von Gründen. So wurde normalerweise zur Halterung Schaum - oder Plättchengummi verwendet, die hohe innere Dämpfungseigenschaften besitzen. Dadurch bewirk : irgendeineAnderung in dem zur Lagerung verwendetenGummimaterial, beispielsweise einSteifwerden, nach einer bestimmten Zeitspanne eine unerwünschte Änderung in den inneren Dämpfungseigenschaften.
Derartige Gummilagerungen sind der Korrosion zugänglich, die sich durch die Einwirkung von Ozon ergibt, oder sie werden auf Grund der Lichteinwirkung brüchig, wie auch die Elastizität unter dem Einfluss der Wärme leidet, und es war dabei bei den früheren Einrichtungen üblich, einen permanenten Sitz zu verwenden, der insgesamt die Aufrechterhaltung einer konstanten gewünschten inneren Dämpfungscharakteristik herabsetzt.
Zweck der Erfindung ist daher die Schaffung einer neuen und verbesserten Halterung für Übertra - gungssysteme, die die Nachteile der bekannten Einrichtungen überwindet.
Das wesentliche Merkmal der Erfindung besteht darin, dass zwischen dem Übertragungssystem und den die Ausnehmung im Bügel begrenzenden Seitenwänden mehrere schlauchförmige Teile angeordnet sind, die nichtlineare Federungs- und Dämpfungseigenschaften besitzen. Die hohlen schlauchförmigen Teile schützen das Übertragungssystem gegen mechanische Rückkopplung, die durch das feste Gehäuse übertragen werden könnte und auch gegen Stösse, die durch Herunterfallen oder eine schnelle Bewegung des Gehäuses hervorgerufen werden können. Hiebei ist erfindungsgemäss zur Dämpfung von Schwingungen grosser Amplitude und kleiner Frequenz, die durch Bewegung und Stösse gegen das Gehäuse hervorgerufen
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Erfindungsgemäss werden die Behälter 24 und die rohrförmigen Teile 26 aus einem relativ inerten visko-elastischen Material gebildet, das verhältnismässig kleine innere Dämpfungseigenschaften besitzt.
Bei früheren Halterungen für Übertragungssysteme wie jene, die aus Gummi nergestellt waren, sollten die Halterungen hohe innere Dämpfung besitzen und das dafür ausgesuchte Material musste diese beson- deren Eigenschaften aufweisen. Ein Nachteil der bekannten Halterungen war der, dass sie eine Tendenz zum Steifwerden zeigten oder eine permanente Lage einnahmen mit dem Ergebnis, dass die inneren
Dämpfungseigenschaften der Halterung mit der Zeit zerstört wurden.
Erfindungsgemäss werden diese unerwünschten Eigenschaften früherer Lagerungen beseitigt, da die
Dämpfungsfunktion durch die sich bewegende Luftsäule innerhalb der rohrförmigen Teile in Kombination mit den Dämpfungseigenschaften der Lagerung hervorgerufen werden und nicht eine Funktion des zur La- gerung verwendeten Materials an sich sind. Es hat sich gezeigt, dass ein formbares visko-elastisches Ma- terial, wie beispielsweise Silikon, welches von der Dow-Corning Company hergestellt wird, für diese
Zwecke sehr befriedigt, weil es kleine innere Dämpfungseigenschaften aufweist. Schliesslich ist es relativ inert und ist beständig gegen die Einwirkung von Ozon, Licht und Wärme.
Selbstverständlich können auch andere Arten visko-elastischer Materialien, die gute Eigenschaften haben, verwendet werden und andere innere Dämpfungseigenschaften aufweisen, für die Herstellung der erfindungsgemässen Halterung des Übertragungssystems verwendet werden, denn die Gesamtdämpfung, die sich erfindungsgemäss ergibt, ist die Summe der Dämpfung, die durch die Bewegung der Luft innerhalb der rohrförmigen Teile und der
Dämpfung des visko-elastischen Materials selbst erzielt wird. Vorzugsweise jedoch soll das Material, aus dem die Teile bestehen, welche die rohrförmigen Teile untereinander verbinden, so gewählt werden, dass ihre inneren Dämpfungseigenschaften normalerweise keine Rolle bei der Isolierung durch die Halterung spielen.
Es ist ausserordentlich wünschenswert, dass die Halterungen für elektroakustische Übertragungssyste- me eine sehr kleine Resonanzfrequenz aufweisen. Vorzugsweise soll der Resonanzfrequenzbereich derarti- ger Halterungen weit unterhalb des Verstärkungsfrequenzbereiches liegen, damit keine unerwünschte Mo- dulation von Audio-oder Streufeldtönen stattfindet. Ausserdem ist diese Eigenschaft wünschenswert, um die Dämpfung der mechanischen Schwingungen, die von dem Gehäuse auf das Übertragungssystem übertragen werden, zu fördern. Die Resonanzfrequenz der Halterung des Übertragungssystems jedoch lässt sich nicht unter eine gewisse untere Frequenzgrenze herabdrücken, ohne dass dadurch neue Probleme auftreten.
Gemäss einem Merkmal der Erfindung haben die neuen hohlen, rohrförmigen Teile der Halterung die begrüssenswerten Eigenschaften einer niedrigen Resonanzfrequenz für kleine Ablenkungen und eine erhöhte Resonanzfrequenz für grosse Ablenkungen. Daher wird die Halterung für das Übertragungssystem keine grosse ungedämpfte Amplitude haben und Schwingungen kleiner Frequenz und Oszillationen schnell auslöschen. Diese ausserordentlich vorteilhaften Merkmale werden auch Probleme, die sich bei den bekannten Halterungen ergaben, nämlich die Zerstörung von Leitungen während des Transportes der Übertragungssysteme durch Bewegung und Stösse auf das Gehäuse beseitigen.
Diese erfinderischen Merkmale werden auf Grund der nicht linearen Dämpfung und nicht linearen Federeigenschaften erhalten, die durch die neue Ausgestaltung erzielt werden. Die nicht lineare Federeigenschaft der Erfindung ist so, dass in dem Masse, wie der Druck oder die Verformung zunimmt, die Halterung steifer wird. Die nicht lineare Dämpfung indessen ergibt sich dadurch, dass für irgendeine geeignete Frequenz die Dämpfung ansteigt, wie die Schwingungsamplitude ansteigt. Daher bewirken die nicht lineare Dämpfung und die nicht lineare Federung eine Verringerung der Gefahr, dass die Halterung irgendeine grosse Amplitude niedriger Schwingungsfrequenz erhält, die im allgemeinen dann entsteht, wenn das Gehäuse einer heftigen Bewegung, einem Stoss oder einer Berührung od. dgl. ausgesetzt ist.
Die Halterung für das Übertragungssystem umfasst eine Mehrzahl offenendiger hohler, rohrförmiger Teile, wie in Fig. 2 gezeigt. Diese hohlen rohrförmigen Teile dienen zur Isolierung des Übertragungssystems gegen die Wirkungen mechanischer Rückkopplungsschwingungen durch die Verwendung einer sich bewegenden Luftsäule innerhalb der Rohrteile, wodurch sich eine ausserordentlich wünschenswerte, nicht lineare Dämpfung und eine nicht lineare Federeigenschaft ergibt. Bei einem bestimmten Ausführungsbeispiel der Erfindung, welches mit grossem Erfolg angewendet worden ist, hat sich gezeigt, dass jeder rohrförmige Teil eine hohe Isolierwirkung gegen mechanische Schwingungen ergibt, wenn er mit einem Aussendurchmesser von etwa 1 mm und einem Innendurchmesser von etwa 0,75 mm und einer Länge von etwa 2, 5 mm ausgeführt ist.
Diese Abmessungen dienen jedoch lediglich der Veranschaulichung, und andere Abmessungen können erfindungsgemäss ebenfalls angewendet werden.
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