AT230318B - Verfahren zur Erhöhung der Auflage von Ölpräparationen auf Fäden aus vollsynthetischen Fasern - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Auflage von Ölpräparationen auf Fäden aus vollsynthetischen Fasern

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  Verfahren zur Erhöhung der Auflage von   Ölpräparationen   auf Fäden aus vollsynthetischen Fasern 
Für das Verstricken und Verwirken von vollsynthetischen Fäden, Garnen und Zwirnen ist eine   Ölauf-   lage auf den Fäden erforderlich, um ein verbessertes Gleiten der Fäden über die verschiedenartigen Führungsorgane der Strick- und Wirkmaschinen zu erreichen, den Metallabrieb, der sich als sogenannte Pla-   tinenstreifen in der gewirkten Rohware bemerkbar macht, zu verringern, und   schliesslich ist in manchen Fällen eine Gewichtserhöhung der Fäden erwünscht. Nicht mit 01 präparierte Fäden benötigen eine erhöhte Ablaufspannung, was, wie später noch erörtert wird, nachteilige Folgen für das Gewirke hat. 



   Die Auflagehöhe der   Ölpräparationen, im Wirkerei- und   Strickereibetrieb meist als Spulöle bezeichnet, lässt sich zwar steigern, indem man höher viskose   Öle - es   kommen dafür sowohl Mineralöle verschiedener Raffinationsgrade mit und ohne Emulgatorzusatz, gegebenenfalls im Gemisch mit pflanzlichen oder tierischen Ölen zur Verwendung - als Spulöle gebraucht. Üblich sind Öle mit Viskositäten zwischen 4 und   8      E/200C. Für   die höhere Ölauflage, die sich mit höher viskosen   Spullen   erreichen lässt, muss jedoch der Verarbeiter erhöhte Ablaufspannungen in Kauf nehmen.

   Die beispielsweise aus derart präparierten Helanca-Garnen unter erhöhter Ablaufspannung gewirkten Waren zeigen nach dem Verlassen der Wirkmaschinen Schrumpfungen von   30%   und mehr. Sie werden damit für eine Verwendung unbrauchbar, Es ist also erwünscht, hohe Ölauflagen mit niedrig viskosen Ölen zu erreichen, die eine Verarbeitung der synthetischen Fäden, Garne oder Zwirne bei niedrigen Ablaufspannungen ermöglichen. 



   Es wurde nun   gefunden, dass   Zusätze von Dimethylsiloxanölen zu den üblicherweise verwendeten Mineral-   ölen oderMineralölgemischenmit verseifbaren Ölen und/oder   Emulgatoren überraschenderweise eine Erhöhung der Ölauflage auf Synthesefäden um ein Vielfaches erreichen lassen, ohne dass dabei Viskositätssteigerungen der Spulöle eintreten. Vorteilhafterweise setzt man Dimethylsiloxanöle mit einer Viskosität zwischen 60 und 500 cSt/20 C in Mengen von mehr als   0, 03 Gew.-%, berechnetauf   den Ölanteil des Spulöls ein. Mit 
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 zielen, ohne dass Emulgatorzusätze diesen Effekt beeinträchtigen. Die Dimethylsiloxanöl-Zusätze verhindern   überdies bei emulgatorhaltigen   Spulölen die Hautbildung auf den Spulbädern, die oft zu recht unangenehmen Betriebsstörungen Anlass gibt. 



   Es ist zwar bekannt, Siliconöle als Schmiermittel bei der Herstellung synthetischer Fäden durch Auspressen aus einer Düse oder bei der Verarbeitung solcher Fäden zu verwenden   (vgl. **Silicones   and their   Uses",   Rob. Roy. Mc. Gregor, New York, London, Toronto 1954, S. 216, D). 



   Bei der erfindungsgemässen Anwendung von Dimethylsiloxanölen in Präparationen als Auflage für voll synthetische Fasern ist kein Schmiereffekt massgebend, vielmehr bewirken diese Dimethylsiloxanöle eine Erhöhung der Präparationsauflage, wodurch eine erhebliche Steigerung des Gewichtes des Fasergutes erreicht wird, ohne dass die sonstigen Eigenschaften der synthetischen Fäden irgendwie nachteilig beeinflusst werden. 



   Die in den nachstehenden Beispielen aufgeführten Versuche wurden alle unter den gleichen Bedingungen gefahren. Die Fadengeschwindigkeit betrug 180 m/min. Die Tauchwalze machte 6   Umdr/min   in Fadenlaufrichtung. Die Fadenspannung betrug 3 g. Die Temperatur lag jeweils bei   28'C   und   6, WO   relativer Luftfeuchtigkeit. 

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 kommen    & ei   von Platinenstreifen.

   Der Zusatz von Emulgatoren wie äthoxyliertem Alkylphenol, äthoxyliertem Fettalkohol oder anionaktiven Emulgatoren, wie Fettalkoholsulfonaten, Mersolaten oder sonstigen Sulfonaten beeinträchtigte die relative Ölauflage nicht. 
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 erbrachte eine Auflage von   3, 2f1/0.   Wurden 80 Teile des genannten Paraffinöls mit 20 Teilen Ölsäuretriglycerid gemischt und 0, l% Dimethylsiloxanöl zugesetzt, ergab sich die gleiche Auflageerhöhung beim Spulen, unabhängig von der zum Färben des Garnes verwendeten Farbstoffklasse. 



   Beispiel 3 : Ein Garn aus Polyestermaterial rohweissmiteinem Titer 100/36/350 S wurde mit einer 
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E/20 C0,1% Dimethylsiloxanöl auch eine Verdreifachung der Ölauflage. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Erhöhung der Auflage von   Ölpräparationen auf vollsynthetischen Fäden,   dadurch gekennzeichnet, dass den Präparationen Dimethylsiloxanöle mit einer Viskosität von 60 bis 500 cSt/20 C zugesetzt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens 0,03% Dimethylsiloxanöle zugesetzt werden.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass den mineralöl-und dime- thylsiloxanölhaltigen Präparationen verseifbare Öle und/oder Emulgatoren zugesetzt werden.
AT354661A 1960-11-08 1961-05-05 Verfahren zur Erhöhung der Auflage von Ölpräparationen auf Fäden aus vollsynthetischen Fasern AT230318B (de)

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