AT230265B - Halbfester Belag und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Halbfester Belag und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Description
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Halbfester Belag und Verfahren zu seiner Herstellung
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die Verwendung von mit Kohlenwasserstoff umhüllten, bestimmt zusammengesetzten Materialien, die insbesondere - nach optimaler Verdichtung - einen ausreichend grossen Prozentsatz (in der Grössenordnung von 15'o) an Hohlräumen aufweisen, um das Eindringen des Mörtels über einen mehr oder weniger grossen
Bruchteil der Dicke der Belagschicht zuzulassen.
Um dieses Ergebnis zu erreichen, musste die Körnung besonders studiert werden, damit zwischen den einzelnen, die Grundmasse bildenden Teilen elementare Hohlräume geringer Abmessung (zwischen 1 und
5 mm) bestehen bleiben können.
Da die Teilstücke untereinander durch die Häutchen aus dem Kohlenwasserstoffbindemittel verbunden sind, die zwischen den konvexen Elementen des mineralischen Skelettes eine plastische Bindung schaf- fen, bildet der Mörtel nach Abbindung in situ künstliche konkave Teilstücke nach Massgabe der Hohlräu- me, wobei diese konkaven Teilstücke selbst mit den übrigen Teilen der Grundmasse durch die einhüllen - den Filme des plastischen Bindemittels verbunden sind, wie dies aus der schematischen Zeichnung ersicht- lich ist, in welcher mit 1 die im allgemeinen konvexen Körner oder Körper des natürlichen Aggregates,
mit 2 das sie umschliessende Häutchen aus Kohlenwasserstoff und mit 3 die konkaven künstlichen Teile bezeichnet sind
Die Ausführung der halbfesten Beläge nach dem erfindungsgemässen Verfahren besteht aus der Folge der nachstehend angeführten Arbeitsgänge :
1. Aufbringen der Schicht in üblicher Weise aus mit Kohlenwasserstoffen umhüllten Materialien, deren Körnung den vorerläuterten Bedingungen entspricht, wobei Art und Viskosität des Kohlenwasserstoff- bindemittels dem Verwendungszweck des Belages entsprechend sorgfältig gewählt wurden.
So wird beispielsweise für eine Flugzeugpiste das Bitumen 180/200 gewählt, für einen Belag zu einem Fabriksboden, der starken Punktierungen unterliegt, jedoch ein Bitumen 80/100 vorgezogen.
2. Nach schwachem Überwalzen dieser Schicht, Verteilung des zugerichteten und erfindungsgemäss zusammengesetzten Mörtels auf dieser Schicht und Einverleibung desselben in diese Schicht mit Hilfe von Besen oder der unter dem Namen "Broom-drag" bekannten Geräte, die für diesen Zweck ganz besonders gebaut sind.
3. Verdichtendes, endgültiges Walzen und nachfolgende Glättung der Oberfläche des Belages, um diese endgültig fertigzustellen.
Die Menge an Mörtel per m wird als Funktion der Dicke des Belages, der Korngrösse der gewählten Masse sowie auch mit dem Bruchteil der Schichtdicke veränderlich sein, die man-zu durchsetzen wünscht.
Im Mittel muss man 4 - 5 1 auf den m rechnen.
4. Der Mörtel kann durch Zusatz mineralischer oder organischer Pigmente gefärbt werden, damit ein in sich gefärbter Belag entsteht.
5. Nach Abbinden des Mörtels kann man erfindungsgemäss ein oder mehrere in die Mörtelmasse eindringende Harze auf der Oberfläche des Belages pulverisieren, um dessen Undurchlässigkeit zu erhöhen.
Die erfindungsgemässen halbfesten Beläge zeigen die nachfolgenden Haupteigenschaften :
1. Festigkeit gegen Lochungen und Punktierungen, wodurch der Verkehr von Kraftmaschinen mit metallischen Laufflächen, die Lagerung schwerer Lasten usw. ermöglicht wird.
2. Plastizität, die es dem Belage ermöglicht, Deformationen des Untergrundes zu folgen, ohne dass Risse oder Sprünge einträten.
3. Fehlen von Stossstellen, was die Ausführung grosser Flächen einer ununterbrochenen Decke zulässt.
4. Gänzliche Undurchlässigkeit gegen Wasser, so dass das Verfahren zum Bau von Böschungen für Kanäle, von Schutzdämmen, Wehren u. dgl. zulässig ist.
5. Festigkeit gegen Öle und Lösungsmittel, die die Masse bzw. das Verfahren besonders zur Herstellung von petroleumbeständigen Pisten für Luftfahrzeuge, von Fabriksböden, welche der Einwirkung von Ölen und Lösungsmitteln ausgesetzt sind, von Parkplätzen und Verkehrswegen geeignet macht.
6. Grosse Festigkeit gegen thermische Einwirkungen, welche Zerstörungen durch den Auspuff der Antriebsmaschinen auf die Pisten von Luftfahrzeugen mit Reaktionsmotoren vermeiden lässt.
7. Rauhheit, die gleitsichere Laufflächen ergibt.
8. Leichte Erhaltungsmöglichkeit, da sich diese Art von Belägen wie solche reparieren lassen, die aus in üblicher Weise mit Kohlenwasserstoffen umhüllten Massen bestehen.
Die Anwendungsmöglichkeiten des erfindungsgemässen Verfahrens sind daher auf dem Gebiete öffentlicher Arbeiten ungemein zahlreich. Nur als nichteinschränkende Beispiele hiefür seien angeführt :
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Bauten für Luftfahrtzwecke : Abflugpisten, die der Einwirkung von Flugzeugen mit Strahlantrieb und der Einwirkung der Triebstoffe nach Art des Benzins widerstehen.
Für die Industrie : Fabriksböden und Beläge für Zirkulationswege von Fabriken.
Für städtische Bauten : Parkplätze, Abstellflächen, Perrons von Bahnhöfen. i Für Wasserbauten : Beläge der Böschungen von Kanälen und Abdichtungen für Wehre.
Für Strassenarbeiten : Undurchlässige und griffige Beläge für stark befahrene Strassen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Halbfester Belag aus Materialien, die mit einem Kohlenwasserstoff-Bindemittel umhüllt sind, da- durch gekennzeichnet, dass die Räume zwischen den umhüllten Materialien durch künstliche Aggregate gefüllt sind, die durch Abbinden eines Mörtels, bestehend aus Zement, Wasser, inerten Bestandteilen, wie feinpulverisierte Füllstoffe, und wenigstens eines in der Kälte innerhalb der Mischung polymeriSieren- den Harzes gebildet worden sind.
Claims (1)
- 2. Belag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Harz ein Vinylharz ist.3. Belag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mörtel Farbstoffe enthält.4. Belag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der verwendete Mörtel aus 60 Teilen Zement, 40 Teilen kalkiger, inerter Füllmittel, 70 Teilen Wasser, 5 Teilen Polyvinylazetat, 5 Teilen Harnstoff-Formaldehyd-Harz und 0,5 Teilen Chlorammonium besteht.5. Verfahren zur Herstellung von halbfesten Belägen nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn- zeichnet, dass ein Mörtel, wie er in den vorangehenden Ansprüchen genannt ist, einer mit Bitumen um- hüllten Grundmasse einverleibt wird, die nach Verdichtung Hohlräume aufweist, in die der Mörtel ein- dringen kann, wobei die Körnung der Grundmasse so ausgeführt ist, dass die zwischen den mineralischen Bestandteilen bestehenden Hohlräume geringe Abmessungen, vorzugsweise zwischen 1 und 5 mm, auf- weisen.6. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zuerst die eigent- liche Belagmasse, welche aus einem mit Kohlenwasserstoff-Bindemittel gebundenen Gemenge besteht, an Ort und Stelle gebracht und dann zur Bildung der Hohlräume leicht verdichtet wird, worauf ein Mörtel in die Hohlräume eingebracht und schliesslich endgültig verdichtet wird, wobei die Konsistenz dieses Mörtels ein Eindringen desselben über die gesamte oder bloss einen Teil der Schichtdicke zulässt.7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Oberfläche der Schicht nach Einverleibung und Abbindung des Mörtels Harzpulver aufgebracht wird, das in die Mörtelmasse eindringt und deren Undurchlässigkeit erhöht.
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