<Desc/Clms Page number 1>
Kabelhaspel für Anschlussleitungen zu Tonbandgeräten, insbesondere für Mikrophonkabel
Es ist bekannt, dass die Unterbringung der Mikrophonkabel bei Amateurtonbandgeräten ein Problem dargestellt, weil diese Kabel lose geliefert werden und meistens in irgendwelche Hohlräume des Tonbandgerätes hineingestopft werden, wo sie der Gefahr von Knickungen und sonstigen Beschädigungen ausgesetzt sind. Diese Kabel sind nahezu ausschliesslich aus thermoplastischem Material hergestellt, das sich im warmen Zustand leicht verformt, beispielsweise wenn das Kabel nach Beendigung der Aufnahme in eine Kammer eingebracht wird, die sich im Tonbandgerät befindet und die daher die Betriebstemperatur des Gerätes angenommen hat.
Nimmt man das Kabel nach längerer Zeit heraus, dann weist es zahlreiche Knickstellen und Schleifen auf, die ein gestrecktes Auslegen des Kabels praktisch unmöglich machen. Ein solches Kabel ist unansehnlich geworden und unter Umständen auch nicht mehr einwandfrei.
Um diesem Übelstand abzuhelfen, ist es bereits aus der Starkstromtechnik bekanntgeworden, ein Kabel auf einer Kabelhaspel aufzuwickeln, die im wesentlichen aus einem Kern besteht, der drehbar in zentraler Lage in einem Gehäuse zur Aufnahme des Kabels angeordnet ist. Zweckmässigerweise besitzt das Gehäuse zwei diametral gegenüberliegende Auslässe, durch die das in seiner Mitte in einem Längsschlitz des Kernes liegende Kabel geführt ist.
In der Schwachstromtechnik, insbesondere in der Elektroakustik, genügt eine solche einfache Anordnung jedoch in den meisten Fällen den an sie gestellten Anforderungen nicht, da zur Verbindung verschiedener Aus- und Eingange oftmals Anpassungstransformatoren zwischengeschaltet werden müssen, die, wenn sie lose, d. h. als Einzelstück vorhanden sind, zusätzliche Steckverbindungen erfordern, die leicht zu Störungen Anlass geben können. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit des Vergessens oder einer unbeabsichtigten Beschädigung der meist sehr kleine Dimensionen aufweisenden Anpassungstransformatoren.
Insbesondere können solche Fälle bei der Schallaufnahme mit Tonbandgeräten auftreten, so dass dadurch gelegentlich die Aufnahme eines einmaligen Schallereignisses in Frage gestellt werden kann.
Die Erfindung zielt darauf ab, solche Zwischenfälle mit Sicherheit auszuschalten und eine Vereinfachung einer ganzen Schallaufnahmeanlage zu erreichen..
Zu diesem Zweck wird vorgeschlagen, bei einer Kabelhaspel, die insbesondere zur Aufnahme von Mikrophonkabeln dienen soll und die wenigstens einen drehbaren Kern aufweist, um den das Kabel aufwickelbar ist, und bei der wenigstens ein Kern zentral in ein Gehäuse mit zwei diametral gegenüberliegenden Auslässen, eingesetzt ist, erfindungsgemass wenigstens in einem Kern einen Anpassungstransformator einzubauen, dessen Anschlüsse fest mit den Enden eines zweckmässigerweise in der Mitte aufgetrennten Kabels verbunden sind.
Bei dem in den Kern eingebauten Übertrager wird es sich meist um einen solchen handeln, der zum Anschluss niederohmiger Mikrophone an den hochohmigen Eingang des Tonbandgerätes erforderlich ist. Die Ausgangsanschlüsse dieses Anpassungstransformators können entweder zu Steckanschlüssen im zentralen Kern geführt sein oder erfindungsgemäss mit einem weiteren Kabel verbunden sein, das auf einer aussenliegenden, gleichachsig zum drehbaren Kern angeordneten Kabeltrommel aufwickelbar ist. Diese letztbeschriebene Anordnung ist insbesondere dann verwendbar, wenn es sich um die stereophonische Aufnahme von Schallereignissen handelt.
Hiebei dient jede Kabelhälfte als selbständiges Mikrophonkabel, wobei die beiden Enden in der erfindungsgemässen Kabelhaspel entweder direkt mit dem zum Tonbandgerät führenden Kabel in entsprechender Weise verbunden sind, oder über besondere, in die Haspel ein-
<Desc/Clms Page number 2>
gebaute Übertrager erfolgt.
Schliesslich kann man die aussenliegende Kabeltrommel noch mit einem Deckel aus vorzugsweise durchsichtigem Material abschliessen, wobei der Deckel gemeinsam mit der Kabelhaspel nach der Erfindung eine in sich geschlossene Verpackung darstellt.
EMI2.1
der erfindungsgemässen Kabelhaspel und deren Weiterbildungensindnungen dargestellt, in denen Fig. l eine Aufsicht und Fig. 2 einen Querschnitt zeigen. In Fig. 3 ist die erfindungsgemässe Kabelhaspel mit einer aussenliegenden, zusätzlichen Kabeltrommel dargestellt. Fig. 4 zeigt die als Verpackung für das Mikrophon ausgebildete erfindungsgemässe Haspel ohne eingebauten Übertrager, Fig. 5 dieselbe, aber mit eingebautem Übertrager.
Aus Fig. l ist die äussere Ansicht der erfindungsgemässen Kabelhaspel zu erkennen. Das Gehäuse 1 hat im wesentlichen ein Quadrat zum Grundriss, bei dem zwei diagonal gegenüberliegende Ecken stark abgerundet sind. An den nicht abgerundeten Ecken sind die Auslässe 4 und 5 vorgesehen, aus denen die
Mikrophonstecker ü und 7 hervorschauen. In der Mitte des Gehäuses l, d. h. im geometrischen Mittelpunkt, ist eine kreisförmige Ausnehmung vorgesehen, in die der zentrale Kern 2 drehbar eingesetzt ist.
Dessen Anordnung ist besser im Schnittbild der Fig. 2 zu erkennen. Er ist gegenüber der Ausnehmung im
Gehäuse 1 etwas abgesetzt, so dass er eine Führung erhält, die zwar eine Verdrehung gestattet, das Her- ausfallen des Kernes aus dem Gehäuse jedoch verhindert. Der Kern 2 weist, in an sich bekannter Weise, eine im Durchmesser liegende Ausnehmung oder Bohrung 3 auf, in die der Mittelteil des aufzuwickeln- den Kabels eingelegt wird. Eine scheibenförmige Trennwand 8 sorgt dafür, dass jede Kabelhälfte in einem gesonderten Raum aufgewickelt wird, so dass Verwicklungen praktisch vollkommen ausgeschlossen sind.
In Fig. 2 ist die eine Kabelhälfte mit 9, die andere mit 10 bezeichnet.
Eine solche Kabelhaspel kann bis zu 12 m Mikrophonkabel aufnehmen, wobei der Vorteil darin liegt, dass das Aufwickeln doppelt so rasch vor sich geht wie bei einer gewöhnlichen Kabelhaspel, bei der ein Ende in der Haspel fixiert ist.
Erfindungsgemäss ist der zentrale Kern, um den die beiden Kabelhälften aufgewickelt werden, so gross, dass ein Mikrophonübertrager, der insbesondere bei Verwendung niederohmiger Mikrophone an Tonband- geräten mit hochohmigem Eingang erforderlich ist, untergebracht werden kann. In Fig. 2 ist die Stelle, an der beispielsweise der Übertrager eingebaut werden kann, mit 11 bezeichnet.
Eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemässen Kabelhaspel ist in Fig. 3 dargestellt. Diese Aus- führungsform, die insbesondere für Stereoanlagen gedacht ist, zeigt eine an das Gehäuse 1 angebaute weitere Kabeltrommel 12, die zur Aufnahme des Kabels 13 mit dem Stecker 14 dient. Die Kabel 9 und
10 verbinden jeweils ein Mikrophon mit der Kabelhaspel und das Kabel 13 stellt die Verbindung von der
Kabelhaspel zum Tonbandgerät her. Selbstverständlich kann man in dem zentralen Kern der Kabelhas- pel, wenn erforderlich, auch gleichzeitig die notwendigen Mikrophonübertrager vorsehen und fest mit den Kabel Aus- bzw. Eingängen verbinden. Dadurch, dass das Aufwickeln der beiden Mikrophonkabel 9 und 10 synchron erfolgt, sind die freien Kabelteile immer gleich lang, was eine besonders übersichtli- che Anordnung der ausgelegten Kabel ergibt.
Zweckmässigerweise ist noch ein Deckel 15 vorgesehen, der über die aussenliegende Kabeltrommel aufsetzbar ist und mit der erfindungsgemässen Kabelhaspel eine Einheit bildet, die gleichzeitig als Ver- packung dient.
Um zu einer noch kompakteren Unterbringung der für Tonbandaufnahmen erforderlichen Utensi- lien zu gelangen, wird gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung die Kabelhaspel noch mit einem
Aufsatz versehen, der Raum zur Unterbringung eines Mikrophons bietet, und der zum Schutze des Mikrophons mit einem Deckel abgeschlossen werden kann. Dieses Ausführungsbeispiel ist in Fig. 4 dargestellt.
Die Kabelhaspel ist wieder mit 1 bezeichnet, auf ihr sitzt ein mit einer Ausnehmung für das Mikrophon 16 versehener Körper 17. Dieser Körper 17 kann mit Flanschen ausgerüstet werden, so dass das Kabel 13, das die Verbindung zum Tonbandgerät herstellt, dort aufgewickelt werden kann. Das Ganze ist mit einem vorzugsweise durchsichtigen Deckel 15 abgedeckt und gegen Beschädigung beim Lagern geschützt.
Eine komplette Einheit, die praktisch alles enthält, was ausser dem Tonbandgerät noch zur Aufnahme eines Schallereignisses erforderlich ist, ist in Fig. 5 dargestellt. Gegenüber dem in Fig. 4 beschriebenen Ausführungsbeispiel ist hier auch noch der oder die erforderlichen Übertrager 11 in die Einheit einbezogen, so dass es nicht möglich ist, bei Aussenaufnahmen irgendeinen Teil zu vergessen. Zweckmä- ssigerweise wird man den Übertrager an der in Fig. 5 mit 11 bezeichneten Stelle einbauen.
Es ist selbstverständlich, dass man die Einheit ebensogut auch zur Unterbringung von zwei Mikrophonen für eine stereophonische Aufnahme einrichten kann, wozu dann gegebenenfalls auch zwei eingebaute Übertrager gehören.
Durch diesen engen Zusammenbau der organisch zusammengehörigen Teile ergibt sich, wie bereits
<Desc/Clms Page number 3>
erwähnt, ein äusserst übersichtlicher Aufbau einer betriebsfertigen Anlage. Die erforderlichen Handgriffe sind auf ein Minimum reduziert und beschränken sich ausschliesslich auf das Zusammenstecken weniger Teile. Es liegen keine überflüssigen Kabellänge herum und auch der Abbau der Anlage ist in wenigen Minuten vollzogen. Nach Lösen der Steckverbindungen und Aufwickeln der Mikrophonkabel, wobei beide Kabel gleichzeitig mit einerDrehbewegung aufgespult werden, ist nur das Verbindungskabel von der Haspel zum Tonbandgerät in der üblichen Art aufzuwickeln. Dann sind nur mehr beide Mikrophone in die für sei bestimmten Ausnehmungen in der Kabelhaspel einzulegen und der Deckel zu schliessen.
Vergleicht man dagegen die derzeit üblichen umständlichen Massnahmen beim Auf- und Abbau von Schallaufzeichnungsanlagen für Amateure, so ist der durch die erfindungsgemässe Kabelhaspel erzielte Fortschritt beträchtlich.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kabelhaspel für Anschlussleitungen zu Tonbandgeräten, insbesondere für Mikrophonkabel, bei der wenigstens ein zentraler, drehbarer Kern vorgesehen ist, um den das Kabel aufgewickelt werden kann und wenigstens ein Kern zentral in ein Gehäuse mit zwei diametral gegenüberliegenden Auslässen eingesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens in einem Kern (2) ein Anpassungstransformator (11) eingebaut ist, dessen Anschlüsse fest mit den Enden eines zweckmässigerweise in der Mitte aufgetrennten Kabels (9,10) verbunden sind.