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Verteilerblock mit einer für die Montage mehrerer Ventilgehäuse bestimmten Anbaufläche
Die Erfindung betrifft einen Verteilerblock mit einer für die Montage mehrerer Ventilgehäuse be- stimmten Anbaufläche, die an jeder Ventilanbaustelle eine Gruppe von Öffnungen aufweist, wobei in je- der Gruppe eine zentrale Druckmediumzufuhröffnung, zwei zu beiden Seiten derselben liegende Auslass- öffnungen und zwei zwischen der zentralen Druckmediumzufuhröffnung und je einer der beiden Auslass- öffnungen liegende, für die Hin- und Rückleitung des Mediums zu und von einer Arbeitsmaschine die- nende Leitungsöffnungen vorgesehen sind und wobei alle zentralen Druckmediumzufuhröffnungen mit einem gemeinsamen, in Längsrichtung durch den Verteilerblock verlaufenden Druckmediumzufuhrkanal verbunden sind,
während die Auslassöffnungen und die Leitungsöffnungen durch im Verteilerblock ausgebildete Kanäle mit zugeordneten Rohrleitungsanschlussöffnungen des Verteilerblockes verbunden sind.
Verteilerblöcke dieser Art sind insbesondere zur Verwendung in mit einem Druckmedium arbeitenden Anlagen bestimmt, bei denen die Zuleitung und Ableitung des Druckmediums zu und von pneumatisch oder hydraulisch betriebenen Arbeitsmaschinen oder Reglern durch mehrere Ventile gesteuert wird, die an einer gemeinsamen Befehlsstelle des Betriebes zusammengefasst sind und ihrerseits in vorbestimmter, z. B. programmierter Weise oder auch in Abhängigkeit von andern Vorgängen, vorzugsweise elektromagnetisch, betätigt werden.
Bei einem bekannten Verteilerblock der erläuterten Art sind an jeder Ventilanbaustelle alle fünf zu einer Gruppe gehörenden Öffnungen in einer in Querrichtung zur Längsachse des Verteilerblockes eingefluchteten Reihe angeordnet. Von den beiden Auslassöffnungen führen zwei getrennte Kanäle im Verteilerblock zu Rohrleitungsanschlussöffnungen, die in gegenüberliegenden Seitenflächen des Verteilerblockes ausgebildet sind und von den beiden Leitungsöffnungen führen ebenfalls zwei getrennte Hin-und Rückleitungskanäle weg, von denen jeder an einer Rohrleitungsanschlussöffnung endet, die in derselben Seitenfläche des Verteilerblockes wie eine der beiden Rohrleitungsanschlussöffnungen der Auslasskanäle liegt.
Die an jeder Ventilanbaustelle abgehenden beiden Auslassrohre und die beiden zum Arbeitszylinder führenden Leitungsrohre können daher nicht alle an einer Seite des Verteilerblockes angeschlossen werden, sondern es müssen einige Rohre zur andern Seite hinübergeführt werden, wodurch sich, insbesondere bei grosser Anzahl der Ventile, ein komplizierter und unübersichtlicher Verlauf des Rohrsystem, eine erschwerte Montage und ein relativ grosser Raumbedarf ergibt.
Die Erfindung zielt darauf ab, einen Verteilerblock der eingangs erläuterten Art so auszubilden, dass alle Rohrleitungen an derselben Seitenfläche des Verteilerblockes angeschlossen werden können, um das Rohrsystem zu vereinfachen und die Rohre leichter anschliessen und unterbringen zu können.
Dieses Ziel wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass bei einem Verteilerblock der eingangs erläuterten Art die an die Auslassöffnungen anschliessenden Kanäle im Verteilerblock mit gegen die gleiche Seitenfläche des Verteilerblockes gerichteten Kanalabschnitten zu in dieser Seitenfläche ausgebildeten Rohrleitungsanschlussöffnungen führen und dass die Leitungsöffnungen und die an diese anschliessenden Kanäle im Verteilerblock in einer Parallelebene zu der durch die Auslasskanäle verlaufenden Ebene liegen und zu Rohrleitungsanschlüssen führen, die in der gleichen Seitenfläche des Verteilerblockes wie die
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Rohrleitungsanschlussöffnungen der Auslasskanäle ausgebildet sind.
Diese Ausbildung ermöglicht es, dass nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die beiden an die
Auslassöffnungen einer Gruppe anschliessenden Kanäle im Verteilerblock durch eine Querwand voneinan- der getrennt sind, die gegebenenfalls durchlocht werden kann, um einen den beiden Auslassöffnungen gemeinsamen Auslasskanal zu bilden. Die Querwand kann in einfacher Weise mit einem durch die der
Rohranschlussseite des Verteilerblockes näher gelegene Auslassöffnung eingeführten Bohrer durchbohrt wer- den. Bei dieser Ausführungsform ist für beide Auslässe eines Ventils nur eine gemeinsame Auslassrohrlei- tung erforderlich.
Bei einer besonders bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemässen Verteilerblockes ist an die- sem eine Kammer ausgebildet, die sich entlang der den Rohrleitungsanschlussöffnungen der Auslasskanäle und der Leitungskanäle gegenüberliegenden Seitenwand des Verteilerblockes erstreckt und zur Aufnahme elektrischer Steuerleitungen für die am Verteilerblock montierten Ventile dient. In dieser Kammer kön- nen alle elektrischen Steuerleitungen für die Betätigung von am Verteilerblock montierten elektroma- gnetischen Ventilen in übersichtlicher Weise angeordnet werden, wodurch auch das Anschliessen der zu den einzelnen Ventilen führenden Abzweigleitungen erleichtert wird.
Beim Zusammenbau mehrerer Ver- teilerblöcke bilden die Kammern einen geschlossenen fortlaufenden Kanal, dessen einzelne Abschnitte nach Abnahme der einzelnen Deckelplatten zur Ausführung von Schaltarbeiten zugänglich sind.
Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf ein in den Zeichnungen dargestelltes Ausfüh- rungsbeispiel des Verteilerblockes näher erläutert. Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines erfindungsgemä- ssen Verteilerblockes mit daran montierten Ventilen. Fig. 2 ist eine Draufsicht auf den Verteilerblock allein, gesehen in Richtung der Pfeile 2-2 in Fig. 1. Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie 3-3 in
Fig. 1. Fig. 4 ist ein Querschnitt nach der Linie 4-4 in Fig. 1, der zu einem Arbeitszylinder führende Leitungskanäle erkennen lässt, und Fig. 5 ist ein Querschnitt nach der Linie 5-5 in Fig. l, der die Aus- lasskanäle erkennen lässt.
An dem in der Zeichnung dargestellten Verteilerblock 10 sind mit Hilfe von (nicht dargestellten) Schraubenbolzen Ventilgehäuse 12,14 und 16 von z. B. elektromagnetisch betätigten Ventilen befestigt.
Auf einer Stirnseite eines jeden Ventilgehäuses befindet sich eine Abdeckplatte 18, während an der andern Stirnseite ein Elektromagnetgehäuse 20 angeordnet ist.
In jedem Ventilgehäuse ist in einer Bohrung 22 eine (nicht dargestellte) Schieberspuleelektromagne- tisch verstellbar. Überdies sind in jedem Ventilgehäuse eine Druckmediumzufuhrkammer P, zwei Auslasskammern El und E2 und zwei mit einer hydraulisch oder pneumatisch angetriebenen Arbeitsmaschine oder Regeleinrichtung, z. B. mit den beiden Seiten eines doppelt wirkenden Zylinders verbundene Arbeitskammern Cl und C2 vorgesehen. Die beiden ArbeitskammernCl undC2 münden am Boden des Ventilgehäuses in Öffnungen 24 und 26, während die Druckmediumzufuhrkammer und die beiden Auslasskammern am Boden des Ventilgehäuses mit Öffnungen 23, 30 und 32 münden, die quer zum Verteiler- block ausgerichtet und in Abständen von den Öffnungen 24 und 26 angeordnet sind.
Jedes Ventil hat eine obere Kammer 34, die über einen Seitenkanal 36 mit dem Verteilerblock für die Ventile in solcher Weise verbunden ist, dass die Leitungen für die Betätigung des Elektromagneten durch das Ventilgehäuse hindurch in den Verteilerblock geführt werden können.
Der Verteilerblock besteht aus einem Gussteil 40 und hat eine offene Seitenkammer 42, die mittels einer Seitenplatte 44 abgeschlossen werden kann. Öffnungen 46 an den Enden des Verteilerblockes ermöglichen eine durchgehende Verbindung von mehreren hintereinander angeordneten Verteilerblöcken.
Die nach unten führenden Seitenkanäle 36 der Ventilgehäuse münden in Durchlässe 48 an der Oberseite des Verteilerblockes, die zuerst in einer Längsebene des Blockes schräg nach unten verlaufen und dann in ebenfalls schräg nach unten führende Querkanäle 50 übergehen, welche in die Seitenkammer 42 münden.
Das Druckmedium wird im Verteilerblock durch einen gemeinsamen Druckmediumzufuhrkanal 52 geleitet, der axial durch den Verteilerblock und parallel zu der schon erwähnten Seitenkammer 42 verläuft.
Am Ende des Verteilerblockes ist eine geeignete Öffnung 54 für den Anschluss eines Schlauches, Rohres oder einer sonstigen Zuleitung für das Druckmedium vorgesehen.
In jedem Ventilanbaubereich befinden sich vier L-förmige Kanäle, u. zw. zwei für die beiden zu einem Zylinder führenden Leitungen und zwei für die Verbindung mit den Auslässen. In Fig. 4 ist ein Lförmiger Zylinderkanal dargestellt, der einen an eine Öffnung 24 des Ventilgehäuses anschliessenden vertikalen Schenkel 56 und einen horizontalen Schenkel 58 hat, der sich quer durch den Verteilerblock erstreckt und zu einer Anschlussöffnung 60 für eine zum Zylinder der Arbeitsmaschine führende Leitung am Boden des Verteilerblockes führt, wobei auch an einer Seitenwand des Verteilerblockes eine Anschlussöffnung 62 für eine zum Zylinder führende Leitung vorgesehen ist.
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Der andere L-förmige Zylinderkanal hat einen vertikalen Schenkel 66, der an eine Öffnung 26 des
Ventilgehäuses anschliesst und in Längsrichtung des Verteilerblockes abgeknickt ist und anschliessend nach unten zu einem horizontalen Schenkel 68 führt, der ähnlich dem Schenkel 58 ist und in eine Anschluss- öffnung 72 für eine Zylinderleitung an einer Seitenwand des Verteilers sowie in eine ähnliche Anschluss- öffnung 70 für eine weitere Zylinderleitung am Boden des Verteilerblockes (Fig. 3) mündet. Somit bilden die beiden L-förmigen Schenkel, die in bezug aufeinander gegensinnig angeordnet sind, die zu den
Zylinderleitungsanschlussöffnungen führenden Kanäle.
Gemäss Fig. 5 werden auch die Auslasskanäle durch zwei L-förmige Kanäle gebildet, die ineinander verschachtelt sind. An eine Öffnung 28 des Ventilgehäuses ist der vertikale Schenkel 80 des einen L-för- migen Auslasskanals angeschlossen, der über einen horizontalen Schenkel zu einer Öffnung 82 an einer
Seitenwand des Verteilerblockes führt, während der andere Auslasskanal einen vertikalen Schenkel 84 und einen horizontalen Schenkel 86 aufweist, wobei der vertikale Schenkel 84 an die Öffnung 32 der
Ventilkammer E2 anschliesst, während der horizontale Schenkel 86 in einer seitlichen Öffnung 88 des
Verteilerblockes mündet. Zwischen den beiden L-förmigen Auslasskanälen verläuft der Druckmediumzu- fuhrkanal 52.
Demnach sind die Zylinderleitungs- und Auslasskanäle für jede Ventilanbaustelle in sehr raumsparender Weise angeordnet. Die Schieberspule in der Ventilbohrung 22 dient dazu, das Druckmedium je- weils einer Zylinderseite der Arbeitsmaschine zuzuführen, während die andere Seite des Zylinders an den
Auslass angeschlossen wird und umgekehrt. Die Steuerleitungen für den Elektromagneten befinden sich innerhalb des Ventilgehäuses und des Verteilerblockes, wodurch sich eine übersichtliche und betriebssichere Installation ergibt, die leicht überwacht werden kann und es gegebenenfalls ermöglicht, mehrere Verteilerblöcke hintereinander anzuordnen.
Da die zu den vom Druckmedium betriebenen Einrichtungen führenden Rohrleitungen wahlweise an in der Seitenwand oder gegebenenfalls auch im Boden des Verteilerblockes vorgesehene Öffnungen angeschlossen werden können, ergibt sich eine grosse Anpassungsfähig- keit des erfindungsgemässen Verteilerblockes an verschiedene Betriebserfordernisse. Die jeweils nicht verwendeten Öffnungen können durch eine Verschlussschraube oder aber durch eine dichtende Abdeckung verschlossen werden.
In der Zeichnung ist zwar eine Ausführungsform dargestellt, bei der jedes Ventil zwei getrennte Auslassöffnungen aufweist, doch können erforderlichenfalls die Auslasskanäle 80 und 86 durch Ausbohrendes diese beiden Kanäle trennenden Steges 90 (Fig. 5) von der Oberseite des Verteilerblockes aus vereinigt werden. Der dargestellte Steg wird dünn ausgeführt, damit das erwähnte Ausbohren leicht vorgenommen werden kann. Auf diese Weise kann z. B. ein einziger Geräuschdämpfer für den gemeinsamen Auslass angewendet werden. Wenn ein Auslass verengt oder seinerseits für die automatische Steuerung eines andern Ventils verwendet werden soll, so wird die getrennte Anordnung der Auslasskanale bevorzugt. Die verschachtelte Anordnung der Auslasskanäle erhöht somit ebenfalls die Anpassungsfähigkeit des Verteilerblockes an besondere Betriebsbedingungen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verteilerblock mit einer für die Montage mehrerer Ventilgehäuse bestimmten Anbaufläche, die an jeder Ventilanbaustelle eine Gruppe von Öffnungen aufweist, wobei in jeder Gruppe eine zentrale Druckmediumzufuhröffnung, zwei. ; zu beiden Seiten derselben liegende Auslassöffnungen und zwei zwischen der zentralen Druckmediumzufuhröffnung und je einer der beiden Auslassöffnungen liegende, für die Hin- und Rückleitung des Mediums zu und von einer Arbeitsmaschine dienende Leitungsöffnungen vorgesehen sind und wobei alle zentralen Druckmediumzufuhröffnungen mit einem gemeinsamen, in Längsrichtung durch den Verteilerblock verlaufenden Druckmediumzufuhrkanal verbunden sind,
während die Auslassöffnungen und die Leitungsöffnungen durch im Verteilerblock ausgebildete Kanäle mit zugeordneten Rohrleitungsanschlussöffnungen des Verteilerblockes verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die an die Auslassöffnungen anschliessenden Kanäle (80,84) im Verteilerblock (40) mit gegen die gleiche Seitenfläche des Verteilerblockes gerichteten Kanalabschnitten zu in dieser Seitenfläche ausgebildeten Rohrleitungsanschlussöffnungen (82,88) führen und dass die Leitungsöffnungen und die an diese anschlie- ssenden Kanäle (56,66) im Verteilerblock in einer Parallelebene zu der durch die Auslasskanäle verlaufenden Ebene liegen und zu Rohrleitungsanschlüssen (62,72) führen, die in der gleichen Seitenfläche des Verteilerblockes (40) wie die Rohrleitungsanschlussöffnungen (82,88) der Auslasskanäle (80,84)
ausgebildet sind.