AT229151B - Reibscheibenkupplung für Kraftfahrzeuge - Google Patents

Reibscheibenkupplung für Kraftfahrzeuge

Info

Publication number
AT229151B
AT229151B AT196162A AT196162A AT229151B AT 229151 B AT229151 B AT 229151B AT 196162 A AT196162 A AT 196162A AT 196162 A AT196162 A AT 196162A AT 229151 B AT229151 B AT 229151B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
clutch
friction disc
springs
disc clutch
motor vehicles
Prior art date
Application number
AT196162A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Luk Lamellen & Kupplungsbau
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Luk Lamellen & Kupplungsbau filed Critical Luk Lamellen & Kupplungsbau
Application granted granted Critical
Publication of AT229151B publication Critical patent/AT229151B/de

Links

Landscapes

  • Mechanical Operated Clutches (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Reibscheibenkupplung für Kraftfahrzeuge 
Die Erfindung betrifft eine Reibscheibenkupplung für Kraftfahrzeuge mit einer als Kupplungsfeder dienenden Tellerfederscheibe, die mit ihrem äusseren Rand in eine Druckplatte eingreift und die zu beiden Seiten von Widerlagern abgestützt ist, welche mit der Schwungscheibe in geeigneter Weise verbunden sind, wobei die Tellerfeder bei eingerückter Kupplung vorgespannt in Planlage ist und bei gelöster Kupplung in eine ihrer Ruhelage entgegengesetzte kegelstumpfförmige Lage durchgestülpt ist. 



   Diese bekannten Kupplungen sind, da sie aus wenigen Teilen bestehen, einfach im Aufbau und haben den Vorteil einer geringen axialen Baulänge. Sie werden daher bevorzugt dort eingebaut, wo bei grosser Drehmomentübertragung axial und radial nur begrenzter Raum für den Einbau der Kupplung vorhanden ist. Wegen des bekanntermassen stets geringen Raumes, der bei dem Einbau einer Kupplung zur Verfügung steht, muss zur Übertragung eines vorgegebenen Drehmomentes bei kleiner Reibscheibe der Anpressdruck der Druckplatte hoch gehalten werden. Die Folge hievon ist eine zwangsläufige Vergrösserung der Werkstoffbeanspruchung der Tellerfeder, die diesen erhöhten Anpressdruck erzeugt. Die Reibscheibe und damit die Tellerfeder müssen bekanntlich auch schon deswegen im Durchmesser klein gehalten werden, weil von deren Abmessungen die Grösse des Schwungmomentes hauptsächlich abhängt.

   Die hohen Belastungen führen dahin, dass die Randspannungen in der Tellerfeder die zulässigen Werte überschreiten und aus dem Elastizitätsbereich des Werkstoffes gelangen können. Hiedurch wird ein rasches Abnehmen der Dauerfestigkeit bedingt, so dass bei entsprechend grossem Drehmoment die Gewähr für eine ausreichende, den sonstigen Kupplungsteilen angemessene Lebensdauer nicht mehr gegeben ist. 



   Durch die Erfindung wird eine Kupplung der eingangs erwähnten Art derart ausgebildet, dass trotz gleichbleibender Baumasse der Kupplung eine wesentliche Steigerung der Drehmomentübertragung ermöglicht ist. 



   Gemäss der Erfindung wird dies erreicht durch Anordnung von mindestens zwei mit ringförmiger Flächenberührung aufeinanderliegenden und zusammenwirkenden Zungentellerfedern, die in der Druckplatte in an sich bekannter Weise durch einen Sprengring festgehalten sind. Vorteilhaft sind zwei oder mehr Zungentellerfedern gleich ausgebildet und dimensioniert, so dass sie dicht aufeinander zu liegen kommen. 



  Hiedurch ist es möglich, die Federbeanspruchung der einzelnen Feder auf ein vertretbares Mass zurückzuführen, so dass eine ausreichende Lebensdauer gesichert ist. Die Enden der Tellerfederzungen können in an sich bekannter Weise in entsprechende Ausnehmungen des Druckkorbes, der mit dem Ausrücklager in Verbindung steht, eingreifen und durch diesen Druckkorb gegen Verdrehen gesichert sein. Zur Vermeidung unnötiger Reibung zwischen den beiden Platten kann eine Gleitschicht oder eine Gleitmasse vorgesehen sein, beispielsweise durch Auftragen eines an sich bekannten Molybdänsulfides. 



   Die erfindungsgemässe Reibscheibenkupplung hat den weiteren Vorteil, dass bei ihr der bekannte Nachteil vermieden ist, wonach die relativ grossen Streuungen'der Kupplungsfedern im Druck, die durch Schwankungen in der   Werkstoffzusammensetzung   und in den Werkstofftoleranzen sowie durch das Herstellungsverfahren bedingt sind, vermieden werden. Derartige Streuungen können auch durch die an der Zulässigkeitsgrenze liegenden Randspannungen auftreten und gegenüber dem Solldruckwert sowohl als höherer als auch als niedrigerer Druck auftreten, so dass es gegenüber dem Sollwert einen mehr oder weniger grossen Streubereich gibt.

   Da ein solcher Streubereich technisch nicht vertretbar ist, mussten bisher Tellerfedern, die einen zu grossen Streubereich aufwiesen, als Ausschuss betrachtet oder durch 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 langwierige Nacharbeit auf den Sollwert zurückgeführt werden, was ausserordentlich kostspielig ist. 



     Bei der erfindungsgemässen Anordnung   von mindestens zwei Tellerfedern ist es nun überraschend möglich, durch entsprechendes Zusammenstellen von Tellerfedern mit Druckwerten, die vom Solldruckwert aus gesehen die gleiche Streuung haben, jedoch einmal oberhalb und einmal unterhalb dieses Solldruckwertes zu liegen kommen, die Gesamtstreuung der Tellerfedern auszugleichen oder aufzuheben oder in einen vorher bestimmten, gewünschten Toleranzbereich zurückzuführen, ohne dass dabei, wie bisher, Tellerfedern als Ausschuss aus der Produktion ausgeschieden werden müssen. Es ist somit auch möglich, den zulässigen Streubereich nicht mehr, wie bisher, in engen Grenzen zu halten, da ein Ausgleich immer möglich ist. 



   Bei Kupplungen ist zwar schon das Zusammenlegen von Schrauben oder Blattfedern bekannt. Bei den bekannten Reibscheibenkupplungen hat man bisher jedoch stets nur einzelne Federblätter, die beispielsweise als Hebel wirksam sind, verdoppelt. 



   Es wurde nämlich weiter gefunden, dass sich beim Einbau von zwei oder mehr Zungentellerfedern die bei Kupplungen mit einer Tellerfeder bekannte Hysterese entgegen der Annahme der Fachleute nicht entsprechend der Zahl der Federn summiert, sondern verringert. Besonders günstige Ergebnisse erhält man, wenn zwischen die satt aufeinanderliegenden Federn das Gleitmittel gebracht wird, durch das nicht nur die Reibung der aneinanderliegenden Federn und dadurch der Verschleiss verringert, sondern zusätzlich noch die Hysterese günstig beeinflusst wird. Dieses Gleitmittel kann beispielsweise ein Trockengleitmittel sein oder es muss die Möglichkeit bieten, in die Poren der Oberfläche der Federn einzudringen. 



   Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Fig. 1 zeigt die erfindungsgemässe Kupplung in eingerücktem, Fig. 2 im ausgerückten Zustand in einem Axialschnitt ; Fig. 3 zeigt einen Teilausschnitt der Kupplung, u. zw. die Enden der Zungentellerfedern in einem Druckkorb des Ausrückers gelagert. 



   Mit 1 ist die Schwungscheibe bezeichnet, die (in nicht näher dargestellter und bekannter Weise) mit der Motorwelle verbunden ist ; 2 ist die mit dieser zu kuppelnde Getriebewelle eines Kraftfahrzeuges. Mit 
 EMI2.1 
 gende Druckplatte 7 weist Nocken 7'. auf, die durch entsprechende Ausnehmungen 8'der Grundplatte 8 hindurchgreifen. Die Grundplatte 8 bildet zusammen mit dem entsprechend umgebogenen Ende des Deckels 9 das Widerlager für dieTellerfedern 10,10', die plan aufeinandergelegt zwischen der Anlage 11 des Nockens   7'und   dem in diesen Nocken eingesetzten Sprengring 12 gehaltert sind. Die Grundplatte 8 und der Deckel 9 sind durch Schrauben 13 mit der Schwungscheibe 1 fest verbunden.

   Wird das Ausrücklager 14 in Richtung des Pfeiles A axial verschoben, so drücken sich die Tellerfedern 10,   10'aus   der Planlage gemäss Fig. 1 in eine annähernd kegelförmige Lage, wie es in Fig. 2 dargestellt ist, in der die Druckplatte 7 von der Kupplungsscheibe 5 mit Reibbelägen 6, 6'abgehoben ist. Die Kupplung ist gelöst bzw. ausgerückt. Die Enden der Zungentellerfedern 10, 10'können sich deckend übereinanderliegend angeordnet sein und in an sich bekannter Weise in einen Druckkorb 15 einmünden und dadurch gegen Verschiebung festgelegt sein. Die Ausnehmungen, durch welche die Enden 10a,   10a'der   Tellerfedern 10,10' hindurchgreifen, sind mit 15'in Fig. 3 bezeichnet. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Reibscheibenkupplung für Kraftfahrzeuge mit einer als Kupplungsfeder dienenden Tellerfederscheibe, die mit ihrem   äusseren Rand   in eine Druckplatte eingreift und die zu beiden Seiten von Widerlagern abgestützt ist, die mit der Schwungscheibe, in geeigneter Weise miteinander verbunden sind, wobei die Tellerfeder bei eingerückter Kupplung vorgespannt in Planlage ist und bei gelöster Kupplung in 
 EMI2.2 
 mindestens zwei mit ringförmiger Flächenberührung aufeinanderliegende Zungentellerfedern (10, 10'), die in der Druckplatte (7) in an sich bekannter Weise durch einen Sprengring (12) festgehalten sind.

Claims (1)

  1. 2. Reibscheibenkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Zungenenden (10a, 10a') der Tellerfedern (10,10') gemeinsam in entsprechende Ausnehmungen (15') des Druckkorbes (15) des Ausrücklagers (14) eingreifen und durch diesen gegen Verdrehung festgelegt sind. <Desc/Clms Page number 3>
    3. Reibscheibenkupplung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Zungentellerfederscheiben (10, 10') eine Gleitschicht oder ein Gleitmittel vorgesehen ist.
AT196162A 1961-03-16 1962-03-09 Reibscheibenkupplung für Kraftfahrzeuge AT229151B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE229151X 1961-03-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT229151B true AT229151B (de) 1963-08-26

Family

ID=5867616

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT196162A AT229151B (de) 1961-03-16 1962-03-09 Reibscheibenkupplung für Kraftfahrzeuge

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT229151B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102016207116B3 (de) Kupplung mit Momentenflussaufteilung zur partiellen Verstärkung
DE3527458C2 (de)
DE102009057353A1 (de) Lamellenkupplung mit einer Federeinrichtung
DE102008033030A1 (de) Kupplungsaggregat
DE69722166T2 (de) Kupplungsmechanismus für eine reibkupplung mit verringertem lösekraftaufwand
EP1832769A2 (de) Reibungskupplung
DE102016211217B3 (de) Fliehkraftkupplung mit reibungsminimiertem Koppelbolzen und Antriebsstrang
DE3227004C2 (de)
DE2029334A1 (de) Reibungskupplung
DE1425249B2 (de) Selbsttaetige und stufenlos wirkende mechanische nach stellvorrichtung fuer die reibscheibe einer elektromagnetisch betaetigten reibungskupplung oder bremse
DE3142107A1 (de) &#34;vorrichtung fuer eine kupplung&#34;
AT229151B (de) Reibscheibenkupplung für Kraftfahrzeuge
DE19703333B4 (de) Reibungskupplung für Kraftfahrzeuge
CH392280A (de) Reibscheibenkupplung, insbesondere für Kraftfahrzeuge
DE4440411C2 (de) Membranfederkupplung mit Null-Durchgang
DE10126776B4 (de) Druckplattenbaugruppe mit Anpresskraftverstärkung
DE3241248A1 (de) Reibungskupplung mit abgefederter membranfedereinspannung
DE3712898A1 (de) Reibkupplung
DE102004029881A1 (de) Elastische Anpresskraftübertragungsplatte und Herstellungsverfahren
DE1104269B (de) Tellerfeder
DE10148435A1 (de) Reibungskupplung, insbesondere Mehrscheibenkupplung
EP3874174A1 (de) Reibungskupplung
DE1924458A1 (de) Elektromagnetische Kupplung
DE1160697B (de) Federnde Abstuetzung der Reibscheiben von Lamellen-Schaltkupplungen
DE102014217279A1 (de) Doppelkupplung