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Seilaufzug
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her bekannten aussermittigen Aufhängung bei jedem beliebigen Belastungsfall der Kabine immer einige Führungselemente unbelastet bleiben, - wenn man berücksichtigt, dass ein Führungsschuh drei Führungelemente darstellt, weil er drei Führungsflächen hat. Deswegen wirkt sich jede kleinste Veränderung des Schienenabstandes als"Luft"in der Führung aus, die Kabine kann während des Fahrens von einer zur andern Schiene schlagen und damit ist die Führung nicht einwandfrei.
Die Verwendung von Führungsschuhen bedingt ein Schmieren der Führungsschienen, wodurch sich unerwünschterweise das Schmiermittel mit dem Staub vermischt. Eine technisch bessere Lösung ist die Führung mitRollenführungen. Für die Führung einer Kabine werden bei den üblichen Konstruktionen zwölf Rollen benötigt. Aus Preis-und Platzgründen und wegen des schmalen Schienenkopfes können nur verhältnismässig kleine Rollen zur Anwendung kommen, was sich in hoher Flächenpressung nachteilig auswirkt und dem Einsatz der Rollenführung in bezug auf Tragkraft nach oben bald die Grenze setzt.
Als Sicherheit gegen Seilbruch und Überlastung der Tragfläche wird jede Kabine mit zwei durch
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Geschwindigkeitsreglergen der Schienentoleranzen, verschiedenem Schmierzustand und andern Faktoren praktisch selten erreicht.
Die sich dadurch ergebende Differenzkraft, welche den Fangrahmen parallelogrammartig zu verformen versucht, muss durch die Steifigkeit desselben aufgenommen werden. Die Grösse dieser Differenzkraft ist unbekannt und damit auch die ausreichende Steifigkeit des Rahmens oft in Frage gestellt. Keinesfalls wird heutzutage ein Fangrahmen für den extremen Fall, nämlich einseitiges Fangen, dimensioniert.
Ausser bei Trommelaufzügen erfolgt. der Antrieb über eine Antriebsmaschine durch Reibungsschluss der Seile mit der Treibscheibe, wobei die Antriebsmaschine sich in dem oberhalb, unterhalb oder neben dem Schacht angeordneten Maschinenraum befindet.
In jedem Falle werden Kabine und Gegengewicht an Führungsschienen geführt, die ihrerseits im
Schacht an Befestigungselementen verschiedener Art befestigt werden müssen. Der Einbau und das fluch- tende Ausrichten dieser Befestigungselemente und der daran befestigten Führungsschienen ist aber sehr auf- wendig und damit teuer.
Ein wesentlicher technischer und wirtschaftlicher Fortschritt gegenüber den. oben beschriebenen Aus- führungen kann nun erfindungsgemäss bei einem Seilaufzug, enthaltend eine in einem Schacht geführte Kabine mit an dieser angelenkten, auf mindestens zwei gegenüberliegenden Schachtwänden abrollenden Führungsrädern, durch die Kombination mehrerer Massnahmen erreicht werden, nämlich, dass eine einzige in unmittelbarer Nähe der durch den Aufhängepunkt der Kabine gehenden Lotrechten angebrachte Fangvorrichtung vorgesehen ist, die an einer im Schacht starr oder federnd aufgehängten, vorzugsweise biegeschlaffen, auf Zug beanspruchbaren Fangschiene angreift, die Kabine an dem Aufhängeseil aussermittig aufgehängt ist und Führungsrollen od. dgl.
ausschliesslich an Stellen angeordnet sind, die infolge der aussermittigen Aufhängung der Kabine das Bestreben haben, sich den Schachtwänden zu nähern.
Der Entfall der Führungsschienen macht auch den Einbau von Haltebügeln für diese überflüssig und es entfällt das kostspielige Ausrichten der Führungsschienen. Dies ermöglicht, die Kabine aussermittig aufzuhängen, ohne dabei die Führungsbahnen infolge der grösseren Belastung durch eine teuerere Ausrüstung ersetzen zu müssen. Die Schachtwand ist jetzt ein starker kontinuierlicher Träger im Gegensatz zu den sonstigen Führungsschienen, bei welchen die Bügelabstände ein Mass für die Steifigkeit der Schienen bedeuten.
Der Ersatz der Führungsschienen als Führungsbahnen durch Schachtwände, bringt aber auch eine Erhöhung der Masstoleranzen der Führungsbahnen mit sich, wodurch die heutzutage übliche statisch überbestimmte Führung der Kabine durch eine bestimmte Führung ersetzt werden kann, was bei der aussermittigen Aufhängung dadurch erreicht wird, dass die Führungsrollen od. dgl. ausschliesslich an Stellen angeordnet sind, die infolge dieser aussermittigen Aufhängung der Kabine das Bestreben haben, sich den Schachtwänden zu nähern.
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gen zu müssen, wird aber dabei durch den Vorteil weit überboten, dass diese Ableitrolle an der Unter- seite der Schachtdecke angebracht werden kann, wodurch die Anordnung eines Maschinenraumes ver- mieden werden kann.
Dies ist insbesondere bei Flachdachbauten von ausschlaggebender Bedeutung. In
Verbindung mit dieser Ausführung ist auch die Verwendung handelsüblicher Räder mit angebauter Brems- einrichtung denkbar.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgedankens dargestellt, u. zw. stellen die
Fig. 1 und 2 im Aufriss bzw. Grundriss eine einseitig aussermittige Aufhängung dar, wobei die Führung- räder in entsprechend ausgebildeten Laufbahnen der Schachtwände laufen, die Fig. 3 und 4 sind ein Auf- riss bzw. Grundriss einer zweiseitigen aussermittigen Aufhängung, bei der die Lage der Kabinein beiden
Richtungen durch Führungsräder sichergestellt ist, die an glatten Schachtwänden laufen, die Fig. 5 und 6 stellen im Aufriss bzw. Grundriss eine Anordnung des Gegengewichtes analog der Ausführung nach den
Fig. 1 und 2 dar und die Fig. 7 und 8 sind ein Aufriss bzw. Grundriss einer kompletten Anlage.
Die mit 1 bezeichnete Kabine ist bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 im Punkt A einsei- tig aussermittig aufgehängt. Infolgedessen werden die Führungsrollen 2 bzw. 3 durch das durch die ausser- mittige Aufhängung bedingte Kräftepaar an die beiden gegenüberliegenden Schachtwände angepresst. Die seitliche Führung der Kabine ist dabei durch eine rillenförmige Ausbildung 4 der Schachtwände erreicht,
Wie in den Fig. 3 und 4 gezeigt, kann diese Aufhängung auch zweifach aussermittig angeordnet wer- den (PunktB), wodurch es möglich wird, durch Anordnung von zwei weiteren senkrecht zu den ersten ste- henden Führungsrollen 5 die Kabine an glatten Schachtwänden zu führen.
Die Fig. 5 und 6 zeigen eine analoge Anordnung für das Gegengewicht, wobei auch hier durch die aussermittige Aufhängung im Punkt C eine einwandfreie Anlage der Führungsräder an den Laufflächen er- reicht wird. Der Schwerpunkt des Gegengewichtes muss dabei unterhalb der Diagonalachse liegen. damit entsprechende Stabilität erreicht wird.
Während bei den bisher bekannten Ausführungen eine stets wechselnde, von der Lage der Last abhän- gige, Beanspruchung der Führungsmittel vorlag, wirkt diese in der gezeigten Ausführung immer in der gleichen Richtung und ist nur in Abhängigkeit der Last verschieden gross. Eventuelle Unebenheiten an den Laufflächen der Schachtwände können dabei durch einen schwingung-un schalldämpfenden Belag weitgehend ausgeglichen werden. Damit ist aber auch eine Geräuschbildung weitgehend vermieden.
In den Fig. 7 und 8 ist ein Beispiel einer Gesamtanordnung in erfindungsgemässer Ausführung dargestellt, wobei die Kabine wieder mit 1 und die Laufräder mit 2,3 und 5 bezeichnet sind. Die Anordnung der Führungsräder ist dabei in der einen Führungsebene mit kleinem Achsabstand in der Vertikalebene ausgeführt. Dadurch ist die Anpresskraft derselben an die Führungsebene wesentlich erhöht. Es soll damit gezeigt werden, dass darin eine Möglichkeit liegt, Aufzüge mit Antrieb über eine Treibscheibe verschiedener Tragkraft mit denselben Führungsrädern bei gleichbleibender Flächenbelastung auszuführen. Es ist dann möglich, mit einer kleiner Zahl handelsüblicher und daher besonders billiger Räder grosse Lastbereiche einwandfrei beherrschen zu können.
Umgekehrt ist bei allen Ausführungen, bei denen der Antrieb an der Kabine angebracht ist, die Forderung nach einem der Tragkraft entsprechenden Reibungsschluss ebenfalls dadurch beherrschbar, dass man die Hebelarme für die Führungsrollen dem Fall nach variiert. Die mit 6 angedeutete Fangvorrichtung greift ihrerseits beim Fangen an dem Seil 7 an. Dieses ist mit der Feder 8 gespannt und federt beim Fangvorgang nach, so dass bei einer entsprechenden Auslegung der Feder die Weichheit des Fangens variiert und eingestellt werden kann. Dit. als Seil ausgebildete Fangschiene ist dabei in der Nähe der Aufhängung der Kabine angebracht, wodurch wieder erreicht ist, dass auch beim Fangvorgang die auftretenden Momente in derselben Richtung wirken, wie beim normalen Fahrvorgang, so dass auch für diesen Fall eine einwandfreie stabile Lage für Fahrkorb und Gegengewicht gegeben ist.
Selbstverständlich kann auch die Anordnung einer Fangvorrichtung am Gegengewicht in gleicherWeise durchgeführt werden. Der Vollständigkeit halber sei noch die Treibscheibe 9 erwähnt, die inihrer Grösse so augelegt werden kann, dass sie den Abstand zwischen Fahrkorb und Gegengewicht überbrückt, ohne deshalb unzulässige Abmessungen zu erhalten.
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