AT22853B - Einrichtung zur Erzeugung von hin und her gehenden Wanderfeldern. - Google Patents

Einrichtung zur Erzeugung von hin und her gehenden Wanderfeldern.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Einrichtung zur Erzeugung von hin und her gehenden Wanderfeldern. 



   Es ist bekannt, dass bei Mehrphaseninduktionsmotoren zwischen dem   Läufer   und Ständer keine elektrische Verbindung besteht.   Mehrphasenströme   (gleicher   Periodenzahl),   welche den einzelnen Ständerphasen zugeführt werden, bringen ein magnetisches Feld hervor, welches sich dreht. Dieses Drehfeld nimmt infolge der im Läufer induzierten Ströme diesen mit und versetzt ihn in Drehung. 



   Wenn man den Induktor eines solchen Motors in eine Ebene abwickelt und ebenso den Anker, so entsteht ein Wanderfoldmotor. Nimmt man einen Ständer von unbegrenzter Länge an, so ergibt sich das Prinzip der tangentialen Traktion ; der bewegliche Teil ist ein Wagen, welcher den Anker trägt, während der Ständer längs des Geleises verlegt ist. 



   Zweck der Erfindung ist aber nicht die Erzielung eines beständig nach einer Richtung sich verschiebenden Feldes, sondern eines Feldes, welches periodisch den Sinn der Verschiobung verändert (hin und her gehendes Wanderfeld).   Hauptsächlich   findet es Verwendung bei Werkzeugen mit hin und her   gehender   Bewegung, wie z. B.   Stossbohrmaschinen.   Die verschiedenen Figuren zeigen das System schematisch. Die Erfindung beruht darauf, dass eine   Zweiphasenwicklung   mit zwei Wechselströmen verschiedener   Periodenzahl   gespeist wird. 



   Man kann sich den Vorgang wie folgt erklären : Nimmt man an, dass die Kurven   a, b, c, d   und a, b', c',   d'in   sinoidaler Form die Ströme wiedergeben, so erkennt man, dass bei a die Ströme gleicher Phase sind, dass die Phasendifferenz wächst bis zum Punkte e, 
 EMI1.1 
 worauf sich   nach f   der Vorgang wiederholt. 



   Nun zeigt   Qine   Rechnung, dass das Vorzeichen, d. h. die Richtung des magnetischen Wanderfeldes, vom Vorzeichen des Sinus des Winkels, welcher durch die Phasendifferenz zwischen den beiden Strömen bestimmt wird, abhängt, woraus folgt, dass die Richtung bei   a,   e   und l sich   ändern muss, wo der Sinus des Winkels den Wert 0   oder-. annimmt.   



   Demnach ist es klar, dass die Anzahl der   Hin-und Hergänge   gleich der Differenz der Periodenzahlen der beiden Ströme ist. Wünscht man also eine gewisse Anzahl Stösse, welche natürlicherweise je nach den Verhältnissen gewählt wird, so können die Periodenzahlen der beiden   Ströme nach Belieben   gewählt werden, vorausgesetzt, dass die Differenz dieser l'eriodenzahlen die vorher bestimmte Anzahl der Stösse ergibt. Sollen z. B. per Sekunde fünf Stösse hervorgebracht werden, so können die Periodenzahlen der beiden   Ströme   und 5 sein, oder 1.   und. M,   oder auch 12 und 7 usw. 



   Der   induzierende   Teil (Ständer) besteht aus einer Reihe von Blechstreifen   9   (Fig. 2) aus weichem Eisen und ist mit   Nuton/ < zur Aufnahme   der Leiter i der Zweiphasenwicklung ausgestattet. 



   Wie Fig. 3 erkennen lässt, werden die   Bleche y durch Endplatten A-und   Bolzen   zusammengehalten.   Der Anker hat die Form eines Zylinders,   um   den magnetischen Widerstand des Luftraumes zwischen dem Induktor und dem Anker zu verringern. 



   Die Leiter i sind mit Isoliermaterial bedeckt und vom Eisen durch eine Isolierschicht   I   (Fig. 4) getrennt. 



   Das Schema der Wicklung ergibt sich ohne   weiteres aus Fig. 5,   in welcher die eine   Phasenwicklung   q ausgezogen, die andere r in punktierten Linien dargestellt ist. Die   aufeinander   folgenden Spulen sind entgegengesetzt gewickelt. 

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 EMI2.1 
 in Richtung der Achse möglich sind und lässt man in die beiden Wicklungen p und r Ströme verschiedener Periodenzahl eintreten, so entsteht, wie oben auseinandergesetzt, ein hin und her gehendes Wanderfold und infolgedessen eine hin und her gehende Bewegung des Ankers. 



   Bei der Verwendung für Bohrwerkzeuge kann somit ein Zwischenglied zwischen Bohrer und Anker fortfallen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Einrichtung zur Erzeugung von hin und her gehenden Wanderfeldern mittels eines zweiphasig gewickelten Ständers, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Phasenwicklungen mit Wechselströmen von untereinander und von 0 verschiedener Periodenzahl gespeist werden.
AT22853D 1904-12-10 1904-12-10 Einrichtung zur Erzeugung von hin und her gehenden Wanderfeldern. AT22853B (de)

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AT22853B true AT22853B (de) 1906-01-25

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