AT228507B - Verfahren zur Herstellung von Polyesterurethanzusammensetzungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polyesterurethanzusammensetzungen

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AT228507B AT764058A AT764058A AT228507B AT 228507 B AT228507 B AT 228507B AT 764058 A AT764058 A AT 764058A AT 764058 A AT764058 A AT 764058A AT 228507 B AT228507 B AT 228507B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Polyesterurethanzusammensetzungen 
Die Erfindung betrifft härtbare, kautschukartige Polyesterurethanzusammensetzungen. 



   Die hochpolymeren Polyesterurethane und besonders jene, welche von vornherein aus linearen Molekülen aufgebaut sind, haben ausgedehnte kommerzielle Möglichkeiten, da sie eine ausgezeichnete Abriebfestigkeit,   Ölfestigkeit, Zugfestigkeil und   andere wertvolle Eigenschaften für Gegenstände wie Reifen, Riemen   u. dgl.   aufweisen. Ihre Verwendbarkeit wurde jedoch wegen ihrer relativ geringen Beständigkeit bei niederer Temperatur, wie hoher Sprödigkeit und Steifheit beschränkt, welche Eigenschaften in den arktischen Zonen verlangt werden. 



   Es ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung, bei niederer Temperatur ausgezeichnet wirkende Poly-   esterurethanzusammensetzungen   vorzusehen, die auch bei hoher Temperatur zufriedenstellend sind. 



   Es wurde gefunden, dass Polyesterurethanzusammensetzungen mit ausgezeichneten Eigenschaften bei 
 EMI1.1 
 mere zu bilden. Diese Polymere, welche durch Reaktion von etwa äquimolaren Mengen eines organischen Diisocyanats und einem Polyester gebildet werden, sollen   Butylen-l, 4-glykol   in einer Menge von mindestens etwa 30   Mol-%   des Glykols, welches zur Herstellung des Polyesters verwendet wird, enthalten, um die geringste Steifheit und das höchste Ausmass an Nichtsteifheit bei tiefen   TemperatUren, etwa um -300C   oder noch weniger zu erhalten.

   Es wurde auch gefunden, dass, wenn das   Butylen-l, 4-glyko]   in Mengen von mehr als 30   Mol-%   des Glykols des Polyesteranteiles verwendet wird, das erhaltene Polyurethan bemerkenswert leicht zu härten ist, wobei es nur etwa die halbe Menge eines Härtungsmittels des Dialkylperoxydtyps als normalerweise benötigt. Wenn der Anteil des Butylenglykols mehr als 70   Mol-%   beträgt, werden die Eigenschaften der erhaltenen Polyurethane bei tiefer Temperatur vermutlich zufolge ihrer Kristallinität, die durch die Gleichmässigkeit der Butyleneinheiten in der Molekülkette hervorgerufen wird, weitgehend schlechter. Der grössere Anteil des verwendeten Glykols zur Bildung des erfindungsgemässen Polyesters ist vorzugsweise ein Glykol mit weniger als 4 Kohlenstoffatomen, wie Propylen und vorzugswei- ; e Äthylen. 



   Es wurde gefunden, dass die besten Eigenschaften sowohl bei hoher als auch bei tiefer Temperatur   jurch   Verwendung von Adipinsäure als   Dicarbonsäure   bei der Bildung des Polyesters erhalten werden. Diese   Mly- (äthylen-butylen-l, 4)-adipate   zeigen eine ausgezeichnete Zugfestigkeit, Abriebfestigkeit und aniere wertvolle Eigenschaften als auch eine Biegsamkeit bei tiefen Temperaturen.

   Wenn eine Isosebaciniäuremischung, bestehend in erster Linie aus Äthylsuberinsäure als Dicarbonsäure zur Herstellung der Polester verwendet wird, wird eine weitere verringerte Steifheit bei tiefen Temperaturen erhalten, wobei lie Steifheit im allgemeinen geringer ist als solche von   Polyäthylenbutylen-l, 4-adipaturethanen.   Bestimmte andere physikalische Eigenschaften jeodch, wie die Zugfestigkeit und Reissfestigkeit sind nicht zufriedenstellend für bestimmte Anwendungen, die bei verschiedenen Temperaturen gute Eigenschaften verlangen. 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 besser ist.

   Während die Eigenschaften der Polyesterdiisocyanatpolymeren bei tiefen Temperaturen durch Herstellung der Molekülkette aus Kettenabschnitten von längeren Polymethylenglykolen, die eine grosse Beweglichkeit zwischen ihren funktionellen Endgruppen haben, verbessert werden können, ist augenscheinlich für eine solche Kette die Neigung zur Kristallisation sehr gross. Diese starke Neigung zum Kristallisieren im Teil der Molekülkette kann durch Einleitung einer Unordnung in der Molekülkette selbst beträchtlich herabgesetzt werden. Diese Unordnung wird vorzugsweise durch Variierung der Länge und Art der linearen Kettenabschnitte eingeleitet als auch durch Einführung von verzweigten Kettenabschnitten. 



  Es wurde jedoch gefunden, dass der Anteil der Unordnung und das Beladen der Kette selbst mit verschiedenen Substituenten innerhalb gewisser Grenzen kontrolliert werden muss, um die erstrebte Biegsamkeit und Festigkeit in den Polyurethanen über dem angestrebten Temperaturbereich zu erhalten. 



   Während die durch Seitenketten eingeführte Unordnung die Neigung zur Kristallisation wirksam zu unterbinden vermag, kann augenscheinlich die Biegsamkeit und Sprödigkeit des Polymers in grossem Umfange durch ein   sogenanntes"Glassing"-Phänomen   beeinflusst werden, bei welchem die Kettenabschnitte 
 EMI2.1 
 Glassegmente wirken dann als Stützpunkt für   Deforamtionskräfte und vergrössern die Wirkung   der Bindungskräfte in der Molekülkette selbst. Aufdiese Weise können die Biegeeigenschaften eines Polymers mit diesen Glassegmenten bei tiefer Temperatur schwächer sein als die eines kristallinen Polymers, welches amorphe Bereiche zwischen seinen kristallinen Zonen aufweisen kann, um den durch deformierende Kräfte hervorgerufenen Stoss aufzufangen.

   Auf diese Weise kann erkannt werden, dass wünschenswerte Eigenschaften bei niederer Temperatur, wie eine geringe Sprödigkeit und eine hohe Rückfederung zu einer durch Dehnung verursachten beliebigen Spannung durch Kontrollieren der Art und der Anzahl der Kettenabschnitte erzielt werden kann. 



   Es wurde gefunden, dass Isosebacinsäuren, welche eine Mischung   von Sebacinsäureisomeren, nament-   lich etwa   72-80 Gew.-%   von 2-Äthylsuberinsäure,   12-18% 2, 5-Diäthyladipinsäure   und 6-10% Sebacin- 
 EMI2.2 
 tschukarten bei tiefen Temperaturen zu erhalten. Die Mischung von Sebacinsäureisomeren stellt eine wei- sse, kristalline, bei Raumtemperaturen feste Masse dar, die ein Molekulargewicht von   202, 24 aufweist ;   andere physikalische Eigenschaften der Mischung sind eine Viskosität bei 800C von 78, 5 centipoises, eine Dichte bei   800C   von 1, 02 g/ml und eine Verdampfungswärme bei 226 C von 107 Kal./g. 



   Die bei der Herstellung der Polyester verwendbaren Dicarbonsäuren sind solche mit vorzugsweise von 5 bis 11 Kohlenstoffatomen, wie Glutarsäure, Adipinsäure, Suberinsäure und Sebacinsäure wie auch Deri vate der genannten Carbonsäuren mit einigen an die Kette gebundenen Alkylgruppen, wie   z. B.   2-Äthylsuberinsäure. 



   Gemäss der vorliegenden Erfindung werden die Polyurethanpolymere durch Reaktion einer Dicarbonsäure (vorzugsweise Adipinsäure und/oder eine Isosebacinsäuremischung) gebildet und ein Alkylenglykol, welches zumindest aus etwa 30   Mol-%   Butylen-l, 4-glykol besteht. Wenn-wie oben   ausgeführt - der   Polyesteranteil mindestens 30 Mol-%   Butylen-l, 4-glykol enthält.   werden bessere Polyurethanmaterialien vom Standpunkt des leichten Härtens und mit einer sehr niedrigen Sprödigkeit als auch mit einer ermangelnden Steifheit bei niederen Temperaturen hergestellt. Die   Butylen-1, 4-Glykolgruppen   sind vorzugsweise in Mengen von etwa 35 bis 60 Mol-% des verwendeten Glykols vorhanden. 



   Wenn Isosebacinsäure, welche eine Mischung von Sebacinsäureisomeren mit einem Gehalt von etwa 72 bis   80% 2-Äthylsubeiinsäure   darstellt, an Stelle von Adipinsäure verwendet wird, wird der niedrige Temperaturmodul oder Steifungseffekt herabgesetzt, obwohl bestimmte andere wünschenswerte physikalische Eigenschaften nicht so gut sind. Die Isosebacinester sind vorzugsweise mit   Butylen-l, 4-glykol   esterifiziert ; es werden aber auch zufriedenstellende Resultate bei Verwendung anderer Alkylenglykole vorzugsweise mit Alkylenresten von weniger als 4 Kohlenstoffatomen erhalten.

   Auf diese Weise wird beabsichtigt, dass der als Ausgangsmaterial für die Reaktion mit Diisocyanaten verwendete Polyester so hergestellt wird, dass er aus etwa 40-60. vorzugsweise 50   Mol-%,   der Rest des Glykols und der restliche Anteil aus Dicar-   bonsäureresten   besteht. Ein geeigneter Polyester wird folgendermassen hergestellt : Man vermischt unter   Rühren.   Äthylenglykol (5, 4 Mol) und Butylen-l, 4-glykol (3, 6 Mol) und bringt die Mischung in einen Kessel ein, der 8, 4 Mol Adipinsäure enthält. Die Mischung wird dann unter Rückfluss erhitzt, um das Wasser und das   überschüssige   Glykol zu entfernen. Die Reaktion wird gestoppt, sobald das Molekulargewicht des 
 EMI2.3 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Die Polyurethane selbst werden durch Reaktion gewöhnlich von etwa 0, 9 bis 1, 3 Äquivalentgewichten eines organischen Polyisocyanats, welches vorzugsweise ein Diisocyanat mit etwa einem Äquivalent des
Polyesters ist, hergestellt, obwohl zur Erzielung bester Resultate das Äquivalentgewichtsverhältnis etwa   0,   95-1, 2 sein soll, um die   günstigstenMöglichkeiten   als auch andere wünschenswerte physikalische
Eigenschaften zu erhalten. Werden über 1, 3-Äquivalente von Polyisocyanat verwendet, so kann das er- haltene Produkt nicht leicht gemahlen und kalandert werden. Daher können 1, 4 oder gerade bis zu 1, 5 Äquivalentgewichte verwendet   werden, wenn mahlfähige   kalanderbare Zusammensetzungen nicht verlangt werden.

   Was geeignete organische Diisocyanate betrifft, so sind verschiedene aliphatische und aromatische
Diisocyanate im Handel erhältlich, wie etwa   2, 4-Toluylendiisocyanat, p. p'-Diisocyanatdiphenylmethan,  
Naphthalin-1, 5-diisocyanat und Hexamethylendiisocyanat. 



   Leicht reaktionsfähige Diisocyanate, welche beide Isocyanatgruppen von etwa gleicher Reaktivität haben, werden mindestens zum Teil des gesamten vorhandenen Isocyanats bevorzugt, um das Wachsen der
Polyurethanketten zu   erleichtern. Dreifunktionelle Isocyanate und   ähnliche dreifunktionelle Polyester wir- ken als Vernetzungsmittel und sind in schätzbaren Mengen unerwünscht, wenn nicht eine der funktionellen
Gruppen relativ nichtreaktiv ist. 



   Zur Herstellung des Polyurethanmaterials werden der Polyester und das Diisocyanat gemischt und bei irgendeiner geeigneten Temperatur polymerisieren gelassen, vorzugsweise bei einer Temperatur von etwa
115 oder 100 bis   1400C während   einer Zeit von etwa 15 min, obwohl auch eine Zeitspanne von 4 bis 8 h bevorzugt wird. Bei Raumtemperaturen benötigt die Polymerisation eine viel längere Zeit. Das erhaltene Polymer kann dann mit Russ in einer Menge von etwa 5 bis 80 Teilen oder vorzugsweise   15 - 40   Teilen, berechnet auf 100   Gew.-Teile   des Polyurethans, durch Mahlen vermischt werden. Der Russ bewirkt bessere Eigenschaften wie eine verbesserte Zugfestigkeit und Reissfestigkeit als auch eine bessere   Verschleiss- und   Abriebfestigkeit.

   Es können trockene Pigmente wie Ton, kalziniertes Hi-Sil oder Kalziumcarbonat zum Teil oder zur Gänze den Russ ersetzen, um dem vulkanisierten Material eine   wesentliche Verstärkung zu   erteilen. 



   Nach dem Compoundieren und Mahlen werden die Polyurethane   gewöhnlich während 10-120min   bei einem annähernden Dampfdruck von 15,8 bis   34, 0 kg/cm2 (35 - 75   pounds steam pressure) gehärtet. Das bevorzugte Härtemittel ist ein Dialkylperoxyd wie etwa   Dicumylperoxyd- (2, 2'-bis-2, 2'-phenyl) -peroxy-   propan.'
Die organischen Peroxyde entziehen augenscheinlich aktivierten Methylengruppen des Polymers Wasserstoffatome und um freie Radikale in ihren diesbezüglichen Ketten zu bilden, welche die Molekülketten zusammen vernetzen können.

   Geeignete Peroxydhärtungsmittel besitzen die allgemeine Formel   R'-O-O-R, wobeiR   und   R'nichtsubstituierte   organische Gruppen einschliesslich Alkyl, Aralkyl und solche Gruppen beinhalten, die eine oder mehrere nichtfunktionelle Gruppen und/oder Alkylgruppen und Substituenten enthalten. Die R und R*-Gruppen enthalten vorzugsweise eine aliphatische Gruppe mit mindestens 2 Kohlenstoffatomen direkt gebunden an ein   Peroxydsauerstoffatom.

   Während die besten   Ergebnisse mit Dicumylperoxyd erhalten werden, sind andere bevorzugte Härtungsmittel nach Art der Peroxyde Di-t-butylperoxyd,   Di-2, 2'-bis- (t-butyl)-peroxybutan   und   chlorsubstituierte Dialkylperoxyde, wie das     2, 2-bis- (dichlorphenyl)-isopropylperoxyd.   Ebenso wirksam in russhältigen Polyurethankautschukmischun- 
 EMI3.1 
 peroxyd und Benzoylperoxyd. Peroxyde nach dem Dialkyltyp werden vorzugsweise in Mengen von 0, 5 bis   8%   des Polyurethans verwendet. 



   Wenn ein organisches Peroxyd als   Haupthärtungsmittel   verwendet wird, kann die gesamte Menge des verwendeten Diisocyanats pro Mol des Polyesters weniger sein als wenn kein Peroxyd verwendet wird und liegt vorzugsweise im Bereich von 0, 97 bis   1, 04 Mol. Im   allgemeinen soll die Gesamtmenge des Diisocyanats mindestens 0, 95 Mol und nicht mehr als 1, 2 Mol betragen. 



   Beispiel 1 : Es wurde eine Gruppe von langkettigen Polyurethanpolymeren durch Reaktion von etwa äquimolaren Mengen von Dihydroxypolyester mit organischen Diisocyanaten - wie in Tabelle I gezeigt-hergestellt. Die Reaktionsmischung wurde in einem geschlossenen Behälter 6 h bei einer Temperatur von 115 C stehen gelassen. Das erhaltene Polymer wurde in einer Kautschukmühle mit den folgenden Bestandteilen mastiziert, um eine Serie von homogenen Mischungen zu bilden, wie nachstehend gezeigt. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Bestandteile <SEP> Gew.-Teile
<tb> Polymer <SEP> 100
<tb> Russ <SEP> (EPC) <SEP> 25
<tb> Dicumylperoxyd <SEP> : <SEP> 2, <SEP> 2'-bis- <SEP> (2, <SEP> 2'-phenyl)-peroxypropan <SEP> 3
<tb> 
 
Diese Polymeren wurden im Vergleich mit andern gummiartigen Materialien wie GR-S und natürlichem Gummi geprüft. 



   Es wurden die Sprödigkeitspunkte dieser Verbindungen gemäss ASTM   D 746-55   T unter Verwendung von Aceton und Trockeneis als Kühlmedium bestimmt. 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 Tabelle 1 POLYMER 
 EMI5.1 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> Polyurethane <SEP> Type <SEP> des <SEP> Sprödigkeitspunkt
<tb> Nr. <SEP> Polyester <SEP> Diisocyanate <SEP> Kautschukpolymers <SEP> C
<tb> 1 <SEP> 60/40 <SEP> Poly- <SEP> (äthylen-butylen-1,4)-adipat <SEP> p,p'Diisocyanatdiphenylmethan <SEP> Polyurethan <SEP> unter <SEP> -70 <SEP> 
<tb> 2 <SEP> 67/33 <SEP> Poly- <SEP> (äthylen-propylen)-iso- <SEP> p.

   <SEP> p'-Diisocyanatdiphenylmethan <SEP> Polyurethan <SEP> unter-69
<tb> sebacat <SEP> *)
<tb> 3 <SEP> 70/30 <SEP> Poly-(äthylen-butylen-1,4)-adipat <SEP> p,p'-Diisocyanatdiphenylmethan <SEP> Polyurethan <SEP> unter-66
<tb> 4 <SEP> 80/20 <SEP> Poly- <SEP> (äthylen-propylen)-adipat <SEP> p. <SEP> p'-Diisocyanatdiphenylmethan <SEP> Polyurethan <SEP> unter-65
<tb> + <SEP> 0, <SEP> 5% <SEP> Butyldiäthanolamin
<tb> 5 <SEP> 80/20 <SEP> Poly- <SEP> (äthylen-propylen)-adipat <SEP> p,p'-Diisocyanatdiphenylmethan <SEP> Polyurethan <SEP> unter-63
<tb> + <SEP> 0,3% <SEP> Heptadecanol
<tb> 6 <SEP> Polyäthylenisosebacat <SEP> p,p'-Diisocyanatdiphenylmethan <SEP> Polyurethan <SEP> unter-63
<tb> 7 <SEP> 80/20 <SEP> Poly- <SEP> (äthylen-propylen)-adipat <SEP> p,p'-Diisocyanatdiphenylmethan <SEP> Polyurethan <SEP> unter <SEP> - <SEP> 62 <SEP> 
<tb> 8 <SEP> Polyäthylenglutarat <SEP> p.

   <SEP> p'-Diisocyanatdiphenylmethan <SEP> Polyurethan <SEP> unter-61
<tb> 9 <SEP> Polyäthylenadipat <SEP> p,p'-Diisocyanatdiphenylmethan <SEP> Polyurethan <SEP> unter-55
<tb> + <SEP> 0, <SEP> 51o <SEP> 2-Äthylbutanol-l
<tb> 10 <SEP> Natürlicher <SEP> unter-54
<tb> Kautschuk
<tb> treadstock
<tb> 11 <SEP> 67/33 <SEP> Poly-(äthylen-propylen)-adipat <SEP> p,p'-Diisocyanatdiphenylmethan <SEP> Polyurethan <SEP> unter-54
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 6> 

   Tabelle 1   (Fortsetzung)
POLYMER 
 EMI6.1 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> Polyurethane <SEP> Type <SEP> des <SEP> Sprödigkeitspunkt
<tb> Nr. <SEP> Polyester <SEP> Diisocyanate <SEP> Kaütschukpolymers <SEP>  C <SEP> 
<tb> 12 <SEP> 90/10 <SEP> Poly-(äthylen-butylen-1,4)-adipat <SEP> p,p'-Diisocyanatdiphenylmethan <SEP> Polyurethan <SEP> unter-48
<tb> 13 <SEP> p.

   <SEP> p'-Diisocyanatdiphenylmethan <SEP> GR-S <SEP> (Copolymer <SEP> unter-47
<tb> von <SEP> Butadien
<tb> und <SEP> Styren)
<tb> 14 <SEP> Polyäthylenadipat <SEP> p. <SEP> p'-Diisocyanatdiphenylmethan <SEP> Polyurethan <SEP> unter-45 <SEP> 
<tb> 15. <SEP> Polyäthylenadipat <SEP> Naphthalin-1,5-diisocyanat <SEP> Polyurethan <SEP> unter-45
<tb> 16 <SEP> 70/30 <SEP> Poly-(äthylen-butylen-1,3)-adipat <SEP> p,p'-Diisocyanatdiphenylmethan <SEP> Polyurethan <SEP> unter <SEP> -38
<tb> 
 *) Die Isosebacatester wurden mit Hilfe einer Mischung von Sebacinsäureisomeren, enthaltend 75% 2-Äthylsuberinsäure,
15% 2,5-Äthyladipinsäure und   10% Sebacinsäure   hergestellt. 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 



   Die   GR-S   und natürlichen Kautschukmischungen wurden für die Proben in der oben angegebenen Tabelle gemäss folgendem Rezept hergestellt : 
GR-S Zusammensetzung 
 EMI7.1 
 
<tb> 
<tb> Bestandteile <SEP> Gew.-Teile
<tb> GR-S <SEP> 1712 <SEP> 57, <SEP> 9 <SEP> 
<tb> GR-S <SEP> 1500 <SEP> 42, <SEP> 1 <SEP> 
<tb> Feiner <SEP> Russ <SEP> (Philblack <SEP> 0) <SEP> 48, <SEP> 90 <SEP> 
<tb> Stearinsäure <SEP> 1, <SEP> 68 <SEP> 
<tb> Zinkoxyd <SEP> 2, <SEP> 52 <SEP> 
<tb> Schwefel <SEP> 1, <SEP> 71
<tb> Diphenylaminacetonreaktionsprodukt <SEP> (B-L-E) <SEP> 0, <SEP> 42 <SEP> 
<tb> 6-Äthoxy-l, <SEP> 2-dihydro-2, <SEP> 2, <SEP> 4-trimethylquinolin <SEP> (Santoflex <SEP> AW) <SEP> l, <SEP> 26 <SEP> 
<tb> Aromatisches <SEP> Petroleumöl <SEP> (Philrich <SEP> 5) <SEP> 5, <SEP> 04 <SEP> 
<tb> Diphenyläthylendiamin <SEP> (Stabilite) <SEP> 0,

   <SEP> 42 <SEP> 
<tb> Paraffin <SEP> 2,65
<tb> N-Cyclohexyl-2-benzothiazolsulfonamid <SEP> (Santocure) <SEP> 0, <SEP> 95 <SEP> 
<tb> 
 Natürliche Kautschukzusammensetzung 
 EMI7.2 
 
<tb> 
<tb> Bestandteile <SEP> Gew.-Teile
<tb> Kautschuk <SEP> 100
<tb> Feiner <SEP> Russ <SEP> (Philblack <SEP> 0) <SEP> 75
<tb> Stearinsäure <SEP> 2
<tb> Zinkoxyd <SEP> 5 <SEP> 
<tb> N <SEP> -Cyclohexyl-2-benzothiazolsulfonamid <SEP> (Samocure) <SEP> 1 <SEP> 
<tb> Schwefel <SEP> 2
<tb> Weichmacher <SEP> 35
<tb> 
 
Die Tabelle I veranschaulicht, dass ein sehr niedriger Sprödigkeitspunkt bei Verwendung von   Butylen-1, 4   und 2-Äthylsuberinsäuregruppen in der Molekülkette der Polymeren erhalten wird.

   Es wurde festgestellt, dass das 60/40   Poly- (äthylen-butylen-l, 4)-adipatpolyurethan   und das 67/33 Poly- (äthylen-   -propylen)-isosebacatpolyurethan   die niedrigsten Sprödigkeitspunkte aufweisen und sogar niedriger als die handelsüblich verwendeten GR-S-Polymeren für Reifen sind. Während das 67/33   Poly- (äthylen-propylen) -   isosebacaturethan einen niedrigen Sprödigkeitspunkt aufweist, sind andere gleichfalls wichtige Eigenschaften, wie die Eigenschaften bei Raumtemperaturen einschliesslich Reissfestigkeit und Zugfestigkeit, relativ gering, wodurch das Polymer für Gegenstände wie Reifen   u. dgl.   nicht geeignet erscheint. 



   Für verschiedene Anwendungen bei tieferer Temperatur ist der relative Mangel an Steifheit, wie er durch einen relativ geringen Modul angegeben wird, wichtiger als der Sprödigkeitspunkt des Polymers. Die niedrigen Temperaturmodulwerte eines Polymers und seine Veränderungen beim Absinken der Temperatur werden durch das folgende Beispiel veranschaulicht. 



   Beispiel 2 : Polyesterurethanpolymere wurden ähnlich wie in Beispiel 1 hergestellt. Ihre Zusammensetzung geht aus Tabelle   II   hervor, welche auch einen Überblick auf die Resultate der Untersuchungen der Steifheit bei niederen Temperaturen im Vergleich mit dem Polyurethan und den GR-S-Polymeren 
 EMI7.3 
 der Stränge gemessen. Je grösser die Zusammenziehung, umso besser ist die Beständigkeit. Je tiefer die Temperatur, bei welcher das Rückstellvermögen möglich ist, umso besser ist die Eignung bei tiefer Temperatur für ein gegebenes perzentuelles Rückstellvermögen. 

 <Desc/Clms Page number 8> 

 



  Tabelle II 
 EMI8.1 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> Temperatur <SEP> (0 <SEP> Centigrade)
<tb> Nr. <SEP> Beschreibung <SEP> % <SEP> Rückstellung
<tb> 90 <SEP> 70 <SEP> 50 <SEP> 10
<tb> 1 <SEP> 70/30 <SEP> Poly-(äthylen-butylen-1,4)-isosebacat <SEP> -22 <SEP> -33 <SEP> -36 <SEP> -42
<tb> 2 <SEP> Handelsübliches <SEP> Copolymer <SEP> von <SEP> Butadien-20-30-32-41
<tb> und <SEP> Styren
<tb> 3 <SEP> 60/40 <SEP> Poiy- <SEP> (äthylen-butylen-1, <SEP> 4)-adipat,-17-27-32-40 <SEP> 
<tb> 4 <SEP> Polyäthylenisosebacat-24-28-31-34
<tb> 5 <SEP> 80/20 <SEP> Poly- <SEP> (äthylen-propylen)-adipat-20-26-28-34
<tb> 6 <SEP> 80/20 <SEP> Poly-(äthylen-butylen-1,4)-adipat <SEP> -18 <SEP> -24 <SEP> -28 <SEP> -33
<tb> 7 <SEP> 80/20 <SEP> Poly- <SEP> (äthylen-propylen)-isosebacat-19-27-29-34
<tb> 8 <SEP> 70/30 <SEP> Poly-(äthylen-butylen-1,3)

  -adipat <SEP> -19 <SEP> -22 <SEP> -24 <SEP> -30
<tb> 9 <SEP> 80/20 <SEP> Poly- <SEP> (äthylen-neopentyl)-adipat-12-18-22-29
<tb> 10 <SEP> 80/20 <SEP> Poly-(äthylen-2,2-diäthyl- <SEP> -10 <SEP> -18 <SEP> -23 <SEP> -29
<tb> propandiol-1, <SEP> 3)-adipat
<tb> 11 <SEP> 67/33 <SEP> Poly-(äthylen-propylen)-adipat <SEP> -14 <SEP> -18 <SEP> -21 <SEP> -26
<tb> 
 
Die oben erwähnten Polyesterurethane wurden alle unter Verwendung von   Methylen-bis-4-phenyl-   isocyanat als Polyisocyanatverbindung hergestellt. Die Proben wurden während 1 h   auf -730C   vorgekühlt. 



  Die Temperatur der Proben wurde pro Minute um 1 C erhöht und die Temperatur bei 10,50, 70 und   90%   Rückstellvermögen gemessen. 



   Es wurde festgestellt, dass das Beispiel   1,   enthaltend Butylen-1, 4-glykol und 2-Äthylsuberinsäuregruppen in seiner molekularen Kette auch   bei-42 C   ein   10joignes   Rückstellvermögen aufrecht hielt, was eine Verbesserung gegenüber dem handelsüblichen GR-S-Material darstellt. Das 60/40   Poly- (äthylen-   
 EMI8.2 
 butylen-l, 4)-adipaturethandern es waren andere Eigenschaften wie die Reissfestigkeitum vieles schlechter gegenüber dem GR-S-Kautschuk und Polybutylen-1, 4-glykol enthaltende Urethanproben, die in der vorstehenden Tabelle mit 1 und 3 bezeichnet sind. 



   Beispiel 3 : Proben von   Polyurethanpolymeren   und GR-S-Proben wurden, wie in Beispiel 2, geprüft. Die Ergebnisse lassen eine grosse Verbesserung erkennen, wenn'Butylen-1, 4-glykol als Grundmaterial für Polyester in Mengen von mindestens 30   MOl-% verwendet   wird. 



   Tabelle III 
 EMI8.3 
 
 EMI8.4 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> Beschreibung <SEP> des <SEP> Polymers <SEP> (Polyrethans, <SEP> hergestellt <SEP> Temperatur <SEP> (0 <SEP> Centigrade) <SEP> 
<tb> Nr. <SEP> aus <SEP> der <SEP> Reaktion <SEP> von <SEP> Methylen-bis-4-phenyl-% <SEP> Rückstellung <SEP> 
<tb> isocyanat <SEP> mit <SEP> dem <SEP> bezeichneten <SEP> Polyester).

   <SEP> 90 <SEP> 70 <SEP> 50 <SEP> 30 <SEP> 10
<tb> 1 <SEP> Polyäthylenadipat-16-26 <SEP> 
<tb> 2 <SEP> 80/20 <SEP> Poly-(äthylen-butylen-1,4)-adipat <SEP> -18 <SEP> -25 <SEP> -28 <SEP> -33
<tb> 3 <SEP> 70/30 <SEP> Poly-(äthylen-butylen-1,4)-adipat <SEP> -19 <SEP> -28 <SEP> -32 <SEP> -36
<tb> 4 <SEP> 60/40 <SEP> Poly-(äthylen-butylen-1,4)-adipat <SEP> -17 <SEP> -27 <SEP> -32 <SEP> -40
<tb> 5 <SEP> GR-S <SEP> handelsüblich <SEP> -20 <SEP> -28 <SEP> -32 <SEP> -41
<tb> 
 

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   Beispiel 4 :   Es wurden Steifheitsprüfungen bei niederen Temperaturen an drei Polyurethanelastomeren mit GR-S und natürlichem Kautschuk durchgeführt, um deren Neigung zur Kristallisation während längerer Lagerzeiten bei niederer Temperatur. oder ihre Neigung zum Kristallisieren unter relativ starker Spannung festzustellen.

   Die Tendenz zum Kristallisieren unter längerem Aussetzen tiefer Temperaturen wurde mittels eines TR-50 Testes durchgeführt, nach welchem die Proben 48 h lang   bei-70 Ceiner     50% gen   Dehnung ausgesetzt werden. Die Neigung zum Kristallisieren unter hoher Spannung wurde nach dem TR-250 Test durchgeführt, nach welchem die Proben bis zu einer   250% gen   Dehnung gestreckt wurden. Die gemessene perzentuelle Rilckstellung wurde berechnet nach dem Steifheitskoeffizient auf der Basis, dass der Grad der Steifheit umgekehrt proportional ist der perzentuellen Rückstellung. Daraus ergibt sich, dass, je höher der Steifheitskoeffizient, umso steifer das Polymer ist. 

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  Tabelle IV 
 EMI10.1 
 
 EMI10.2 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> Beschreibung <SEP> TR-50 <SEP> Test <SEP> konditioniert <SEP> 1 <SEP> h <SEP> TR-50 <SEP> Test <SEP> konditioniert <SEP> 48 <SEP> h <SEP> TR-250 <SEP> Test <SEP> konditioniert <SEP> 1 <SEP> h
<tb> Nr. <SEP> -73 C <SEP> Temperatur <SEP> in <SEP>  C-70 C <SEP> Temperatur <SEP> in <SEP>  C-70 C <SEP> Temperatur <SEP> in <SEP> oc
<tb> Steifheitskoeffizient <SEP> Steifheitskoeffizient <SEP> Steifheitskoeffizient <SEP> 
<tb> 2 <SEP> 3 <SEP> 5 <SEP> 10 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 5 <SEP> 10 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 5 <SEP> 10
<tb> 1 <SEP> Natürlicher <SEP> Kautschuk <SEP> für <SEP> die <SEP> -36 <SEP> -42 <SEP> -46 <SEP> -52 <SEP> -31 <SEP> -32 <SEP> -35 <SEP> -36 <SEP> -30 <SEP> -34 <SEP> -39 <SEP> -47
<tb> Carcass <SEP> in <SEP> Reifen
<tb> 2 <SEP> GR-S-Kautschuk <SEP> Zusammen- <SEP> -28 <SEP> -32 <SEP> -33 <SEP> -35 <SEP> -21

  <SEP> -23 <SEP> -25 <SEP> -26 <SEP> -33 <SEP> -37 <SEP> -38 <SEP> -40
<tb> setzung <SEP> für <SEP> Reifen
<tb> 3 <SEP> 80/20 <SEP> Poly- <SEP> (äthylen-propylen)--22-27-29-30-23-25-27-28 <SEP> + <SEP> 1-12-21-26 <SEP> 
<tb> adipat-polyurethan
<tb> 4 <SEP> 60/40 <SEP> Poly- <SEP> (äthylen-butylen- <SEP> -27 <SEP> -31 <SEP> -32 <SEP> -33 <SEP> -24 <SEP> -29 <SEP> -32 <SEP> -33 <SEP> -7 <SEP> -16 <SEP> -24 <SEP> -29
<tb> - <SEP> 1, <SEP> 4)-adipat-polyurethan <SEP> 
<tb> 5 <SEP> 60/40 <SEP> Poly- <SEP> (äthylen-butylen--34-35-36-38-32-34-35-37 <SEP> *) <SEP> 
<tb> - <SEP> 1, <SEP> 4)-isosebacat-polyurethan
<tb> 
 *) Ungenügende Dehnung auf 250%, so dass die Probe zur Überprüfung nicht eingespannt werden konnte. 

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   In der vorstehenden Tabelle wurde das Polyurethanpolymer durch Reaktion der bezeichneten Polyester mit etwa äquimolekularer Menge von Methylen-bis-4-phenylisocyanat hergestellt. Wie aus Tabelle IV hervorgeht, wurden bei höheren Temperaturen im Falle bestimmter Polyurethane gleichwertige Steifheitkoeffizienten erzielt, wie im Falle der Verwendung von natürlichem Kautschuk oder von GR-S-Proben. 



  Wenn jedoch die Polymermischungen vor dem Versuch 48 h lang liegen gelassen wurden, ergaben die 
 EMI11.1 
 den. Es sind so für Anwendungen von Kautschukmischungen bei übereinstimmender niedriger Temperatur, wobei eine relativ hohe Dehnung nicht benötigt wird, die oben erwähnten   Polyurethankautschukmischul1"   gen bezüglich ihrer Steifheitseigenschaften besser als handelsüblicher, natürlicher Kautschuk und GR-SZusammensetzungen. 



   Es wurde in einigen Fällen gefunden, dass, wenn die Polyesterketten mit gewissen Verbindungen wie 
 EMI11.2 
 begrenzenden Mittel benötigen augenscheinlich eine Hydroxylgruppe und eine Hauptkette oder Seitenkette von mindestens 4 Kohlenstoffatomen. Diese Mittel sind vorzugsweise mit dem Polyester und den Polyisocyanatanteilen von 0, 5 bis 3   Grew.-%   des Polyesters zur Reaktion gebracht worden und werden für die beste Ausführung des Verfahrens und Erniedrigung des Sprödigkeitspunktes bevorzugt, obwohl Anteile herunter bis   0, 1%   und herauf bis 6 und   81o   verwendet werden können. 



   Andere Begrenzungen der Kette wie Stearinsäure und Ölsäure erhöhen augenscheinlich den Sprödigkeitspunkt in geringem Ausmass. 



   Es können jedoch üblicherweise Schmiermittel wie Stearinsäure, Ölsäure, Acrawax C und Silikonfett der Polyurethanmischung in geringen Anteilen von etwa 1/10 bis 8   Gew.-Teilen   pro 100 Teile des Urethanpolymers zugesetzt werden, um die Neigung des Polymers auf der Oberfläche der Mühle zu kleben, herabzusetzen. Schmiermittel, wie z. B. Stearinsäure und Ölsäure, können eine Erhöhung des Sprödigkeitspunktes des Polyurethans bewirken, obwohl der sich ergebende Sprödigkeitspunkt noch immer viel niedriger ist als bei Polyurethanmischungen, die nicht gemäss der Erfindung hergestellt wurden. 



   Beispiel 5: Dieses Beispiel veranschaulicht die Tatsache, dass die Eigenschaften eines Polyesterurethans mit endständiger Stearinsäure bei niedriger Temperatur noch recht gut sind. Das Beispiel zeigt auch, dass die erfindungsgemässen Polyesterurethane sowohl bei hohen als auch bei tiefen Temperaturen ausgezeichnet sind. 



   Eine Serie von 60/40 Poly- (äthylen-butylen-1,   4)-adipat-p, p'-diisocyanatdiphenylmethanpolyure-     than-Mischung, welche an ihren Enden mit 0, 6 Gew.-% Stearinsäure   versehen wurde, wurde mit Acrawax C (ein Stäubungsmittel mit einem Schmelzpunkt von 140 bis 1420C und einem spezifischen Gewicht von 0, 975) Russ und Dicumylperoxyd vermengt. Die compoundierten Polyurethane wurden dann bei 27 kg Dampfdruck (60 pounds) bei 1520C   (3070F)   während 45 min   gehärtet. Die   Polyurethanmischung wurde sowohl bei hohen als auch bei tiefen Temperaturen geprüft und folgende Resultate erhalten. 

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  Tabelle V 
 EMI12.1 
 
<tb> 
<tb> ABCDE
<tb> NCO/OH-Verhältnis <SEP> 1,044 <SEP> 1,008 <SEP> 0,997 <SEP> 0,974 <SEP> 0,945
<tb> Plastizität <SEP> Williams <SEP> 104 <SEP> 125 <SEP> 127 <SEP> 113 <SEP> 95
<tb> Acrawax-C <SEP> 2 <SEP> 2 <SEP> 2. <SEP> 2 <SEP> 2
<tb> Russ <SEP> (HAF) <SEP> 25 <SEP> 25 <SEP> 25 <SEP> 25 <SEP> 25
<tb> Dicumylperoxyd <SEP> 0, <SEP> 8 <SEP> 1, <SEP> 2 <SEP> 2, <SEP> 0 <SEP> 2, <SEP> 4 <SEP> 2, <SEP> 4 <SEP> 
<tb> Mooney <SEP> Scorch <SEP> Probe <SEP> ASTM-30 <SEP> min <SEP> (68-68) <SEP> 30 <SEP> min <SEP> (19-23) <SEP> 30 <SEP> min <SEP> (18-21) <SEP> 30 <SEP> min <SEP> (0-0)
<tb> Probe <SEP> D <SEP> 1077-49T
<tb> 300% <SEP> Modul <SEP> (kg/cm2) <SEP> 75 <SEP> 98 <SEP> 163 <SEP> 203 <SEP> 170
<tb> Zug <SEP> (kg/cm2) <SEP> 294 <SEP> 322 <SEP> 346 <SEP> 357 <SEP> 322
<tb> Dehnung <SEP> (lo)

   <SEP> 750 <SEP> 680 <SEP> 500 <SEP> 450 <SEP> 450
<tb> Setzen <SEP> (%) <SEP> 9,0 <SEP> 9,0 <SEP> 6,0 <SEP> 3,0 <SEP> 6,0
<tb> Reissfestigkeit <SEP> (kg/mm2) <SEP> 0,183 <SEP> 0,171 <SEP> 0,168 <SEP> 0,130 <SEP> 0,133
<tb> Shore <SEP> "A" <SEP> 63 <SEP> 60 <SEP> 63 <SEP> 66 <SEP> 63
<tb> 2050 <SEP> Zug <SEP> 1850 <SEP> 1450 <SEP> 1250 <SEP> 1350 <SEP> 1300 <SEP> 
<tb> Dehnung <SEP> (0 <SEP> ;

   <SEP> 0). <SEP> 600 <SEP> 400 <SEP> 240 <SEP> 210 <SEP> 240
<tb> Bleibende <SEP> Verformung <SEP> 36, <SEP> 51o <SEP> 27% <SEP> 12,4% <SEP> 8,5% <SEP> 9,2%
<tb> Rebound, <SEP> Healey <SEP> 64,1% <SEP> 64,6% <SEP> 67,8% <SEP> 69% <SEP> 67%
<tb> DeMattia <SEP> flexes <SEP> 100 <SEP> 000+ <SEP> 100 <SEP> 000+ <SEP> 20 <SEP> 000 <SEP> 4000 <SEP> 3500
<tb> Goodrich <SEP> Flex-AT <SEP> (OF) <SEP> (Failed <SEP> in <SEP> (Failed <SEP> in <SEP> 44  <SEP> 400 <SEP> 380
<tb> Set <SEP> (%) <SEP> 6 <SEP> min) <SEP> 9 <SEP> min) <SEP> 4,1% <SEP> 2,4% <SEP> 2,1%
<tb> Proben <SEP> bei <SEP> niedriger <SEP> Temperatur:

   <SEP> Sprödigkeitspunkt <SEP> ( C)
<tb> - <SEP> 70 <SEP> unter-73 <SEP> unter-73 <SEP> unter-73 <SEP> unter-73 <SEP> 
<tb> Temperatur <SEP> - <SEP> Rückstellungsprobe <SEP> ( C)
<tb> TR-10 <SEP> -38,5 <SEP> -38,5 <SEP> -38,5 <SEP> -38,5 <SEP> -38,5
<tb> 50-26-29. <SEP> 5-32, <SEP> 5-32, <SEP> 5-32 <SEP> 
<tb> 70-18-23-26-26-25
<tb> 90-10-15-18-18-16
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 13> 

 
Wie in Tabelle V veranschaulicht, sind die Eigenschaften bei tiefer Temperatur ausgezeichnet. 



  Gleichzeitig sind auch andere Eigenschaften wie   Zugfestigkeit, Reissfestigkeit, 300% Modul usw. gut.   



   Es wurde gefunden, dass ein Polypropylenadipat mit endständigem Octylalkohol als Plastifizierungsmittel verwendet werden kann, um sowohl die Herstellung als auch die Eigenschaften der Polyurethane bei niedrigen Temperaturen zu verbessern. Etwa 10   Gew.-Teile   von etwa 1 Mol Polypropylenadipat mit vorzugsweise 2 Mol Octylalkohol an den Enden vermögen den Sprödigkeitspunkt des Urethanpolymers wie jene der vorliegenden Erfindung von 3 bis   100C   herabzusetzen. Im allgemeinen erniedrigen Polyester wie Polypropylenadipat mit endständigem Octylalkohol von einem höheren Molekulargewichtsbereich, beispielsweise von 2000 bis 5000, die Sprödigkeit mehr als Polyester mit einem niedrigen Molekulargewicht von 750 bis 1500 bis zu 2000.

   Andere Polyester, soferne sie mit dem Urethanpolymer verträglich sind, wie Polyäthylenadipat oder gemischtes   Poly- (äthylen-propylen) -adipat   können im Polyesterteil substituiert werden. So kann der Octylalkohol, welcher als Modifizierungsmittel dient, durch andere Alkohole von relativ längerer Kette wie   Hetpyl-und Duodecylalkohol, welche   bis zu 12 Kohlenstoffatome haben, ersetzt werden. 



     Das Polypropylenadipat mit endständigem   Octylalkohol wird als   Plastifizierungsmittelim allgemeinen in   Mengen von    bis u Gew.-Teilen   des Urethanpolymers verwendet, obwohl auch bis zu 30 Teilen verwendet werden können, bevor Unverträglichkeit auftritt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung einer Polyesterurethanzusammensetzung mit ausgezeichneten Eigenschaften bei niederer Temperatur, dadurch gekennzeichnet, dass etwa 0, 9-1, 5 Äquivalentgewichte eines organischen Polyisocyanats mit 2 - 3 Isocyanatgruppen und etwa 1 Äquivalentgewicht eines Polyesters mit endständigen Dihydroxygruppen mit einem Molekulargewicht von mindestens 500 gemischt und zur Reaktion gebracht werden, wobei der Polyester das Reaktionsprodukt einer organischen Dicarbonsäure mit 5-11 Kohlenstoffatomen mit einer Mischung von Polyglykol darstellt, welches etwa 30 - 70 Mol-% Butylen-l, 4-glykol enthält.' 2.
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozentgehalt des Butylen-1, 4-gly- kols in der Mischung der Glykole etwa 35-60 Mol-% beträgt.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Äquivalentgewichte von Polyisocyanat zu Polyester etwa 0, 95 : l-1, 2 : l beträgt.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicarbonsäure Adipinsäure ist.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die DicarbonsäureeineMi- schung von Säuren mit etwa 72- 80 Gew.-% 2-Äthylsuberinsäure, 12-18% 2, 5-Diäthyladipinsäure und 6 bis 10% Sebacinsäure darstellt.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Polyesterurethan einen Sprödigkeitspunkt nicht wesentlich höher als-50 C hat und in dem die Glykolmischung aus 30 Mol-% Äthylenglykol und 30 - 70 MOl-% Butylen-1, 4-glykol besteht.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein organisches Peroxyd der allgemeinen Formel R'-O-O-R, in der R und R'organische Kohlenwasserstoffgruppen, die Alkyl und Alkyl-Aryl-Radikale aufweisen, darstellen, in einer Menge von etwa 1/2 bis 8 Grew.-%, berechnet nach dem Polyesterurethan, mit dem Polyester gemischt und dann gehärtet wird.
    8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Polyisocyanat und der EMI13.1
    11. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Äquivalentgewichtsverhältnis von Polyisocyanat zu Polyester etwa 1 : 1 beträgt.
    12. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zu dem genannten Polyesterurethan vor seiner Härtung etwa 5-80 Gew.-Teile Russ, berechnet auf 100 Gew.-Teile des Polyesterurethans, beigemischt werden.
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