AT228451B - Flachdach oder Decke - Google Patents
Flachdach oder DeckeInfo
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Description
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Flachdach oder Decke
Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer als Flachdach oder Decke verwendbaren Fertigteilkonstruktion. die sich durch einfache und billige Herstellbarkeit, geringes Gewicht und leichte und rasche
Verlegbarkeit bzw. Montierbarkeit auszeichnet, wobei weitgehend Blechelemente zur Verwendung kom- men sollen.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Flachdach oder eine Decke und zeichnet sich im wesentlichen durch rechteckige oder quadratische Randflanschen und vorzugsweise gegen den Boden geneigte Seitenwände aufweisende Blechwannen aus, die, neben-und hintereinander angeordnet, an der offenen Unterseite mit ihren einander überlappenden Randflanschen und an der Oberseite mit Deckblechen vorzugsweise durch Punktschweissung zu einer steifen Platte verbunden sind. Es wird also das Dach oder die Decke von einer Vielzahl aus dünnem Blech tiefgezogener Blechwannen gebildet, so dass Tafeln entstehen, die bei verhältnismässig grossen Abmessungen ein geringes Gewicht haben und daher leicht gehandhabt werden können.
Zwischen den Blechwannen entstehen beim Zusammensetzen kastenförmige Hohlträger, die längs und quer verlaufen und einen tragenden Rost bilden, so dass jede Belastung über die ganze Tafel gleichmässig verteilt wird und sich keine punktförmigen Auflagen ergeben, d. h. es wird die Dach- bzw Deckenlast auch gleichmässig auf die Stützwände verteilt. Die Dach- bzw Deckentafeln werden in entsprechenden Grössen vorgefertigt zur Baustelle geliefert und brauchen dort nur auf den Stützwänden befestigt und gegebenenfalls, sollte eine Tafel zur Deckung nicht ausreichen, untereinander verschweisst zu werden.
Um dem gebildeten Druckgurt grössere Festigkeit zu verleihen, sind die Deckbleche in an sich bekannter Weise mit Auspressungen in Form von Sicken od. dgl. versehen.
Damit sich bei der Überlappung der Randflanschen keine Höhenversetzung der Blechelemente ergibt und alle jeweils unten liegenden Flanschen in einer Ebene liegen, sind jeweils zwei benachbarte Randflanschen einer Blechwanne gegenüber den beiden andern Randflanschen etwa um Blechstärke der Höhe nach versetzt. Um eine ebene Untersicht zu erzielen, können herkömmliche Untersichtplatten durch Schrauben oder sonstige Befestigungsmittel an den Blechwannen befestigt werden. Das besondere Material erlaubt es aber auch, die Untersichtplatten an den Randflanschen mit Haftmagneten zu befestigen, in welchem Fall sich eine weitere Montagevereinfachung ergibt.
Die Heftmagnete können in den Untersichtplatten eingelassen oder an diesen angeklebt sein. Als Untersichtplatten selbst sind wegen ihrer guten Isoliereigenschaf- ten und ihres geringen Gewichtes sogenannte Weichfaserplatten vorzuziehen.
Handelt es sich um ein Dach, tragen die Deckbleche eine Isolierauflage vorzugsweise aus hartem Schaumkunststoff, die durch eine folienartige Dachhaut abgedeckt ist, so dass das Dach die erforderlichen Wärme- und Schallisoliereigenschaften und die notwendige Dichtheit erhält.
Für den Randabschluss der Dachplatte ist erfindungsgemäss ein unten offen U-förmiges Gesimsblechprofil mit Blechwannenhöhe vorgesehen, dessen verlängerter innerer U-Schenkel unten waagrecht abgewinkelt und mit den Randflanschen der äussersten Blechwannen verbunden ist, wobei die Deckbleche mit der Isolierauflage das Gesimsblechprofil übergreifen und die Dachhaut über die Unterkante des äusseren U - Schenkels gezogen ist. so dass auch seitliche Abdichtung und Korrosionsschutz für das Gesimsblechprofil gewährleistet sind.
Zwischen zwei einander gegenüberliegend auf einer Mittelwand gemeinsam abgestützten Dachplatten sind zweckmässig zwei dem Wannenquerschnitt entsprechende durchlaufende Blechprofile nebeneinander angeordnet, die von den Deckblechen samt Isolierauflage mit überdeckt werden und zwischen sich eine
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Senke mit Dachrinneneinsatz bilden. Auf diese Weise wird für die Verbindung der Dachplatten unterein- ander gesorgt und gleichzeitig eine Möglichkeit für den Regenwasserablauf geschaffen. Selbstverständlich könnten die beiden Blechprofile auch zu einem einzigen Blechrinnenprofil zusammengefasst sein.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen Fig. l eine Blechwanne für sich allein im Schaubild, Fig. 2 eine Dach-bzw. Deckentafel im Querschnitt. Fig. 3 eine 'Decke in Untersicht schaubildlich, Fig. 4 den Aussenabschluss eines Daches im Schnitt und Fig. 5 den An- schluss eines Daches an eine Mittelstützwand ebenfalls im Schnitt.
Die wichtigsten Elemente des Daches bzw. der Decke sind Blechwannen 1 von rechteckiger oder quadratischer Grundform mit gegen den Boden geneigten Seitenwänden 2 und breiten Randflanschen 3, 4.
Diese Blechwannen 1 werden gemäss Fig. 2 und 3 schachbrettartig so zusammengesetzt, dass die Flanschen
3. 4 einander überlappen. Aus Fig. l und 2 ist ersichtlich, dass die Flanschen 4 gegenüber den Randflan- schen 3 etwa um die Blechstärke der Höhe nach versetzt sind, so dass alle unteren Flanschen in einer Ebene liegen. Die Flanschen 3, 4 werden durch Punktschweissung verbunden. Ferner sind zur Verbindung der Blech- wannen obere Deckbleche 5 vorgesehen, die ebenfalls angepunktet werden und zur Erzielung grösserer
Steifigkeit mit Auspressungen in Form nicht dargestellter Sicken od. dgl. versehen sind.
Die Seitenwände 2 der Blechwannen 1 weisen Löcher 6 auf, um Installationsleitungen durchführen zu können. Zur Bildung einer ebenen Untersicht werden an den Randflanschen 3 Weichfaserplatten 7 od. dgl. gegebenenfalls mit (nicht dargestellten) Haftmagneten befestigt.
Gemäss Fig. 4 ist mit 8 eine äussere Stützwand beliebiger Konstruktion bezeichnet, mit der die von den Blechwannen 1 gebildeten Tafeln verschraubt sind. Um einen Randabschluss zu erzielen, ist ein unten offeru-förmiges Gesimsblechprofil 9 vorgesehen, dessen verlängerter innerer U-Schenkel 9a unten waag- recht abgewinkelt und mit dem Randflansch 3 der äussersten Blechwannen 1 verbunden ist. Die Deckbleche
5 sind auswärts verlängert und übergreifen das Blechprofil 9. Sie tragen eine Isolierauflage 10 aus hartem
Schaumkunststoff, die durch eine zweckmässig ebenfalls von einer Kunststoffolie gebildete Dachhaut 11 abgedeckt ist. Die Dachhaut 11 ist aussen über die Unterkante des äusseren U-Schenkels 9b des Gesims- blechprofiles 9 gezogen.
Nach Fig. 5 ist eine aus einem Rohrfachwerk 12 bestehende tragende Mittelwand vorgesehen, auf der von beiden Seiten Dachplatten aufliegen. Zwischen den Randblechwannen 1 der einander gegenüberliegen- den Dachplatten sind zwei dem Wannenquerschnitt entsprechende durchlaufende Blechprofile 13 neben- einander angeordnet, die von den Deckblechen 5 samt Isolierauflage 10 mit überdeckt werden und zwi- schen sich eine Senke 14 bilden. In der Senke ist ein Rinnenprofil 15 eingesetzt, wobei die Dachhaut- folie 11 das Rinnenprofil oben überdeckt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Flachdach oder Decke, gekennzeichnet durch rechteckige oder quadratische Randflanschen (3, 4) und vorzugsweise gegen den Boden geneigte Seitenwände (2) aufweisende Blechwannen (1), die, neben- und hintereinander angeordnet, an der offenen Unterseite mit ihren einander überlappenden Randflanschen und an der Oberseite mit Deckblechen (5) vorzugsweise durch Punktschweissung zu einer steifen Platte ver- bunden sind.
Claims (1)
- 2. Flachdach oder Decke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckbleche (5) in an sich bekannter Weise mit Auspressungen in Form von Sicken od. dgl. versehen sind.Flachdach oder Decke nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei benachbarte Randflanschen (4) einer Blechwanne (1) gegenüber den beiden andern Randflanschen (3) etwa um Blechstärke der Höhe nach versetzt sind.4. Flachdach oder Decke nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an den Randflanschen (3) Untersichtplatten (7) mit Haftmagneten befestigt sind.5. Flachdach oder Decke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den Seitenwänden (2) der Blechwannen (1) Löcher (6) zur Durchführung von Installationsleitungen vorgesehen sind.6. Flachdach nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckbleche (5) eine Isolierauflage (10) vorzugsweise aus hartem Schaumkunststoff tragen, die durch eine folienartige Dachhaut (11) abgedeckt ist.7. Flachdach nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass für den Randabschluss der Dachplatte ein unten offen U-förmiges Gesimsblechprofil (9) mit Blechwannenhöhe vorgesehen ist, dessen verlängerter innerer U-Schenkel (9a) unten waagrecht abgewinkelt und mit den Randflanschen (3) der äussersten Blechwannen (1) verbunden ist, wobei die Deckbleche (5) mit der Isolierauflage (10) das <Desc/Clms Page number 3> Gesimsblechprofil übergreifen und die Dachhaut (11) über die Unterkante des äusseren U-Schenkels (9b) gezogen ist.8. Flachdach nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei auf sinter Mittelwand (12) einander gegenüberliegend gemeinsam abgestützten Dachplatten zwei dem Wan- lenquerschnitt entsprechende durchlaufende Blechprofile (13) nebeneinander angeordnet sind, die von den Deckblechen (5) samt Isolierauflage (10) mit überdeckt werden und zwischen sich eine Senke (14) mit Dachrinneneinsatz (15) bilden.
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1963
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