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Gärfuttersilo
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Der zylindrisch ausgebildete und luftdicht abgeschlossene Gärfuttersilo ist auf einem Fundament 2 postier. Die Innen- und Aussenflächen des Behälters 1 tragen einen Keramik-Überzug gegen Witterungeinflüsse wie auch gegen Korrosion des gespeicherten Materials.
Der erfindungsgemässeDruckausgleichskörper für den Silo ist ein aufblähbarer, biegsamer Hohlkörper 51, der für Gase und Flüssigkeiten undurchlässig und in dem offenen Oberteil des Behälters 1 angeordnet ist. Der mit einem bestimmten Druck aufgeblasene Hohlkörper hat eine im allgemeinen zylindrische Seitenwand 52 sowie eine konvexe Decken-und Bodenwand 53,54. Der im Inneren des Druckausgleichskör-
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Weise einen luftdichten Siloverschluss dar. Die Deckenwand 53 und der obere Teil der Seitenwand 52 des
Druckausgleichskörpers 51 ragen über die obere Kante des Silos hinaus und schliessen ihn dachförmig ab.
Dabei greift die Bodenwand 54 ziemlich weit in den Silobehälter hinein.
Zum Zwecke der Herbeiführung einer wirksamen Befestigung des Hohlkörpers 51 am Silobehälter 1 ist am Druckausgleichskörper ein kreisrundförmiger Schutzstreifen 55 vorgesehen, der sich nach unten und aussen aus der oberen Umfangskante der Seitenwand 52 erstreckt. Mehrere auf Abstand stehende Augenringe
56 oder andere zweckdienliche Befestigungsvorrichtungen sind nahe der Umfangskante des Schutzstreifens angeordnet, was besonders durch die Fig. 2 verdeutlicht wird. Dabei ergibt sich, dass die Augenringe 56 mit mehreren gleichfalls auf Abstand stehenden Haken 57 zusammenwirken, die mittels Schrauben oder auf andere Weise an der Aussenfläche des oberen Silobehälters 1 angebracht sind. Auf diese Weise ist der
Druckausgleichskörper 51 einwandfrei gesichert und im oberen Silobehälter gehalten.
Auf die konvexe Deckenwand 53 des Ausgleichskörpers 51 auffallendes Wasser wird sofort abgeleitet, wobei in Zusammenwirken mit demSchutzstreifen 55 ein Einsickern von Feuchtigkeit und anderer Fremd- stoffe zwischen derSeitenwand 52 desDruckausgleichskörpers und derSilobehälterinnenwand grundsätzlich vermieden wird. Mit Hilfe eines Kompressoraggregates 58 wird der Druckausgleichskörper 51 auf den ge- wUnschtenKompressionsdruck gebracht. Um dies erreichen zu können, ist der Kompressor mit dem Hohl - körper 51 über eine Rohrleitung 59 verbunden, in der ein Druckregler 60 eingeschaltet ist, um jederzeit den erforderlichen Druck aufrecht erhalten zu können. Der Druckstrom innerhalb der Rohrleitung 59 wird mittels eines Ventiles 61 geregelt.
Druckänderungen im Gärfuttersilo, bedingt durch Temperaturschwankungen oder aber Entfernung gespeicherten Materials bzw. infolge von Gasbildung, machen sich durch Ausdehnen bzw. Zusammenziehen des biegsamen Druckausgleichskörpers 51 bemerkbar. Dabei kommt einer Verringerung des im Silobehälter herrschenden Druckes ein Zusammenziehen des Druckausgleichskörpers 51 gleich. Bei allen Schwankungen entsteht ein genügend hoher Druck im Druckausgleichskörper 51 und Silobehälter. der vollkommen ausreicht, einen dichtenden Verschluss zwischen der Seitenwand 52 des Druckausgleichskörpers und der Innenwand des Silobehälters herzustellen. Bei Verwendung des erfindungsgemässen Druckausgleichskörpers kann keine Verformung des Silobehälters auftreten. was bei starren, luftdichten Speicherbehältern oft der Fall ist.
Beim Füllen des Gârfuttersilos wird der Druckausgleichskörper 51 aus dem oberen Teil des Silos herausgenommen und zur Herstellung einer gewölbten Unterlage für das einzuschüttende Silogut ein bieg samerHohlkörper 62 in der Mitte des Fundamentes 2 und in einem Abstand von den Innenwänden des Gärfuttersilos angeordnet. Wie Fig. 1 zeigt, ist der Durchmesser des Hohlkörpers 62 kleiner als der Innendurchmesser des zylindrischen Silobehälters. Dieser Hohlkörper samt seinem radialenUmfangsring 66 steht über die Leitungen 59 und 63 mit dem Kompressor 58 in Verbindung, wobei ein in der Rohrleitung 63 angeordnetes Ventil 64 den Druckstrom zum Hohlkörper 62 regelt. Vor dem Füllen des Silos wird der Kompressor 58 eingeschaltet, dessen Druckregler 60 einen vorbestimmten Druck im Hohlkörper 62 aufrecht hait.
Nach dem Einschütten desSilogutes wird dieDruckausgleichsvorrichtung 51 eingesetzt und im beschriebe-
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nung aus dem Silobehälter, wobei der in Fig. 1 dargestellte Hohlraum 65 verbleibt.
In Fig. 3 ist nun eine weitere Ausführungsform. des erfindungsgemässen Ausgleichskörpers dargestellt.
Hiebei ist ein ringförmiges Winkeleisen 67 in derNähe der oberen Silowand mit mehreren Schraubenbolzen 68 befestigt. Zwei im wesentlichen kreisrunde Membranen 69 und 70 werden an ihren Peripherien mit der oberen'Fläche des Winkeleisens 67 durch einen Haltering 71 und Schraubenbolzen 72 gefasst. Eine ringförmige Dichtung 73 aus federnd nachgiebigem Material liegt zwischen den Membranen und stellt eine federnde Verbindung dar. Eine eine Öffnung in der oberen Membran verschliessende Rohrleitung 74 dient der Druckluftzuführung aus dem Kompressor 58, so dass nach dem Aufblasen dieses Membrankörpers ein zylindrischer Kantenabschnitt 75 gebildet wird, der sich an die Innenfläche der Silov'and aniegt, um einen Verschluss gegen das Ein- und Aussickem von Gasen zu bilden.
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Fig. 4 zeigt eine noch weiter abgeänderte Form eines biegsamen Druckausgleichskörpers gemäss der Erfindung. Hiebei bedient man sich eines aufblasbaren biegsamen Körpers 78 ringförmiger Gestalt, der in den oberen Teil des Silos 1 eingesetzt wird. Die aussen liegende zylindrische Fläche des Hohlkörpers 76 liegt an der Innenwand des Silos an und bildet einen Verschluss. Mit diesem Hohlkörper steht eine Rohrleitung 77 in Verbindung, die zum Kompressor und der Regelvorrichtung führt. Nach dem Aufblasen dieses Hohlkörpers 76 wird eine Mittelöffnung 7S gebildet, durch die der Silo gefüllt wird. Erst dann wird die Öffnung 78 durch einen zweiten aufblasbaren HQhlkörper 79 verschlossen. Auch dieser Hohlkörper 79 steht aber eine Rohrleitung 80 mit dem Kompressor 58 und dem Druckregler 60 in Verbindung.
Eine biegsame Schutzdecke 81 mit einer Anzahl von Augenringen 82 oder andern nahe der Umfangskante vorhandenen Befestigungsvorrichtungen wird daraufhin über die Hohlkörper 76 und 79 gelegt und durch Haken 83 gesichert, die an der Aussenwand des Silos angebracht sind. Die auf diese Weise befestigte Schutzdecke 81 hält die Hohlkörper in richtiger Ausrichtung und verhütet das Einsickern von Feuchtigkeit und Fremdstoffen zwischen Silo und den Hohlkörpern 76 und 79.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gärfuttersilo mit einer nachgiebigen, luftdicht abdeckenden Kappe, gekennzeichnet durch einen flexiblen, geschlossenen Hohlkörper (51 ; 69, 70 ; 78,79), der sich unter dem Druck eines eingefüllten Gases an die Innenwand des Gärfuttersilos abdichtend anschmiegt.