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Die Erfindung betrifft eine Schaumstoffmatratze der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angeführten Art. Eine solche Matratze dient einer Person als Ruheort zur Erfüllung des Bedürfnisses nach gesundem und erholsamen Schlaf.
Bei einer bekannten Matratze (Gebrauchsmuster 74 29 916) ist der Basiskörper aus Schaumstoff gefertigt. In diesem Basiskörper sind quer zur Längserstreckung der Matratze Ausnahmen angelegt, welche in Reihen angeordnete Tonnenfedern aufnehmen. Die Tonnenfedern sind dabei in ihrer Federwirkung senkrecht zur Liegefläche der Matratze orientiert. Die Oberseite der Matratzenbasis mit den nach oben geöffneten Ausnahmen ist mit einer Schaumstoffplatte abgedeckt.
Eine solche Matratze hat den Nachteil, dass sie sich nicht an die Unterschiede in der Anatomie des Menschen, seiner Gewichtsverteilung in liegender Position sowie seinen individuellen Schlafbedurfnissen wie z. B. einer bevorzugten Rücken-oder Seitenlage anzupassen vermag So liegt der Körper
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Wirbelsaule im Lendenwirbelbereich keine Unterstützung erfährt und durchhangt Desgleichen ist eine härter gefederte Matratze oben erwähnter Bauweise nicht physiologisch, da sie den Hüftbereich des menschlichen Körpers zu sehr abstützt, so dass die Lendenwirbelsäule während des Schlafs zu sehr gebogen wird Des weiteren ist die Produktion einer solchen Matratze recht aufwendig, da die besagten Tonnenfedern nach der Fertigung der Matratzenbasis in diese eingelegt werden müssen.
Aufgabe der Erfindung ist es nun eine Matratze zu entwickeln, die einer ruhenden Person eine optimal angepasste Lagerung des Körpers während des Schlafs erlaubt.
Erfindungsgemäss wird dieses durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 angeführten Massnahmen erreicht, denen folgende besondere Bedeutung zukommt Es genügt die Federn aus Schaumststoff und/oder einem ähnlich gearteten Material zu formen, welches vorzugsweise in einem Arbeitsgang bei der Herstellung des Basiskörpers einer Matratze geschieht. Vorteilhafterweise sind die verschiedenen Bereiche der Matratze unterschiedlich stark gefedert um einer liegenden Person eine möglichst angepasste Unterlage zu bieten.
Naturgemäss wird daher der Mittelbereich der Matratze stärker gefedert sein, als die Kopf-und Fussbereiche der Matratze, da der Mittelbereich den Korperschwerpunkt, die Hüftpartie eines Menschen aufnimmt Von Vorteil ist es ebenfalls wenn, wie in Anspruch 3 ausgeführt, die Federelemente gitterebenenartig in den Ausnehmungen angeordnet sind, da eine solche Verteilung der Federelemente eine optimale Verteilung der
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Federkräfte auf die Matratzenoberseite ermöglicht Ausserdem wird eine gegenuber dem Stand der Technik bessere punktuelle Reaktionsfähigkeit der Matratze erreicht. Nutzlich ist es auch wenn die Federelemente untereinander über Materialstege kommunizieren, da so ein Einknicken einzelner Federelemente bei einer unsachgemässen Handhabung der Matratze verhindert wird.
Um auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Körperausformung flexibler eingehen zu können ist es von Vorteil, wenn die Federelemente in einzelnen Bereichen der Matratze austauschbar sind. Dieses ermöglicht eine optimale Anpassung der Stützkraft der Matratze an die Anatomie des Benutzers. Solche austauschbaren Federelemente können in unterschiedlich harten Schaumstoffen oder ähnlichen Materialien ausgeführt sein, um so insbesondere in den Lordosezonen die günstigste Stützwirkung für die Lendenwirbelsäule zu erzielen. Weitere Massnahmen und Vorteile sind aus den Unteransprüchen 5 und 8 bis 10, der Beschreibung sowie aus den Zeichnungen ersichtlich.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel wie folgt dargestellt :
Fig. 1 in perspektivischer Darstellung eine Queransicht einer Schaum- stoffmatratze,
Fig. 2 in perspektivischer Darstellung einen Basiskörper und eine untere Abdeckplatte einer Schaumstoffmatratze,
Fig. 3 einen Ausschnitt des Basiskörpers der Matratze im Bereich einer Lordosezone mit herausgenommenem lordosen Feder- element.
Die Schaumstoffmatratze 10 nach Fig 1 besteht aus einem Basiskörper 11 und einer unteren und oberen Abdeckplatte 23, welche zusammen den eigentlichen
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Kern der Schaumstoffmatratze 10 ausmachen Es versteht sich hierbei, dass dieser Kern noch mit Bezügen umgeben sein kann, um die vollständige Matratze zu bilden. Ebenso könnten noch Polsterungen vorgesehen sein.
Der Basiskörper 11 und die Abdeckplatten 23 sind in Form und Umfang gleich gestaltet, so dass sie sich in verbundenem Zustand entlang der Flächenseite 12 des Basiskörpers vorsprungsfrei überdecken. Die beiden Abdeckplatten 23 sind punktuell mit dem Basiskörper 11 verklebt und weisen an ihren Oberseiten je eine Liegefläche 24 auf. Die Liegefläche 24 besitzt in ihrem zentralen Bereich eine Hüftanpassungszone 27. An diese schliesst sich parallel zur Matratzenachse je eine Schulterzone an. Die Liegefläche 24 wird beidendig von je einer Kopf-/Fusszone 25 abgeschlossen, die sich an die Schulterzonen 26 anschliessen. Die Schulterzone 26 ist als separates Teil ausgeführt, das vorzugsweise aus zähelastischem Schaumstoff gearbeitet ist, der aber auch punktelastisch und wärmeelastisch ist.
Die Abdeckplatte 23 an sich, besteht in diesem Ausführungsbeispiel aus einem hochelastischen Schaumstoff der eine starke Rückstellkraft sowie eine grosse Punktelastizität aufweist. Die Hüftanpassungszone 27 verfügt über einen von der Liegefläche 24 ausgehenden zentralen Einschnitt 28, der sich senkrecht zur Flächenseite 12 der Abdeckplatte 23 und senkrecht zur Längsachse der Schaumstoffmatratze 10 erstreckt. Von diesem zentralen Einschnitt 28 ausgehend sind in der Hüftanpassungszone 27 weitere, in Richtung der Schulterzonen 26 vergente, Einschnitte 29 in die Liegeflächen 24 eingelassen, die parallel zum zentralen Einschnitt 28 verlaufen und das Anformen der Schaumstoffmatratze 10 an die Hüftpartie einer ruhenden Person unterstützen.
Aus Fig. 2 wird der Aufbau des Basiskörpers 11 deutlich, der aus einem zentralen Mittelbereich 15 und zwei an diesen angrenzenden seitlich angeordneten Kopf-/Fussbereichen 13 besteht. In den genannten Bereichen befinden sich Ausnahmen in denen die Federelemente 16,17 angeordnet sind Zwischen dem Mittelbereich 15 und den seitlich nachfolgenden Kopf-
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/Fussbereichen 13 befindet sich in diesem Ausführungsbeispiel jeweils eine Lordosezone 14 In den einzelnen Bereichen 13,15 sind die Federelemente 16,17 in den Ausnahmen so angeordnet, dass sie eine gitterebenenartige Struktur erzeugen Im Mittelbereich 15 sind die Federelemente 16 dicht angeordnet und in ihrem Umfang kleiner ausgebildet, als die in den Kopf- /Fussbereichen 13 angeordneten Federelemente 17 die dort weniger dicht angeordnet sind.
In Fig 3 wird deutlich, dass die Federelemente 16,17 untereinander durch Materialstege 18 verbunden sind, während die aussenliegenden Federelemente 16,17 in dieser Ausführungsform an die randlichen Bereiche der Ausnahmen 21 angeformt sind. Zwischen den einzelnen Federelementen 16,17 und den Materialstegen 18 sind Lüftungskammern 22 ausgespart. Die erfindungsgemässe Federelementanordnung in den Kopf-/Fussbereichen 13 sorgt für ein weiches Einsinkverhalten bei Belastung, das in idealer Weise mit den Schulter- 26 und Kopf-/Fusszonen 25 der Abdeckplatten 23 zusammenwirkt.
Die kleiner gestalteten und dichter angeordneten Federelemente 16 des Mittelbereichs 15 hingegen bewirken ein härteres Einsinkverhalten im Hüftbereich das mit der schräg eingeschnittenen Hüftanpassungszone 27 der Abdeckplatte 23 zusammen für eine flexible Anpassung an die Hüftpartie der ruhenden Person sorgt.
Eine Abstimmung der Härte der Zonen auf das Personengewicht ist durch Variation der Federelemente 16,17 im Durchmesser in einfacher Weise möglich. In den Lordosezonen 14 befindet sich in dem Ausführungsbeispiel in Fig. 3 jeweils eine lordose Federelementgruppe 19 in der Ausnahme 20. Diese lordosen Federelementgruppen 19 sind günstigerweise einstückig und in Form einer Leiste ausgeführt.
Die Lordosezone 14 mit den lordosen Federelementgruppen 19 bewirkt einen nach orthopädischen Gesichtspunkten günstigen Gegendruck an den am stärksten gekrümmten Bereich der Wirbelsaule, der Lendenwirbelsäule Es sei hier noch erwähnt, dass die Harte des Materials der lordosen Federelementgruppe 19 in Abhangigkeit von der
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geforderten Stutzwirkung für die Lendenwirbelsäule der benutzenden Person frei gewählt werden kann Wie bereits anfangs erwahnt ist die dargestellte Ausfuhrungsform nur eine beispielhafte Verwirklichung der Erfindung, diese ist jedoch nicht darauf beschränkt. Es sind noch mancherlei Abänderungen möglich. Die Form der Matratze insgesamt muss nicht unbedingt die gezeigte quaderförmige Gestalt aufweisen, sie könnte z. B. auch eine kreisrunde Gestalt aufweisen.
In einer weiteren Ausführungsform könnte z. B. auch eine der Abdeckplatten direkt an den Basiskern der Matratze angeformt sein. Die Form der Federelemente kann in anderen Ausführungsformen anders gewählt sein. So könnten die Federelemente z. B. auch rechteckige, quaderförmige oder ovale Umrisse haben.
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Bezugszeichenliste.
10 Schaumstoffmatratze 11 Basiskörper 12 Flächenseite des Basiskörpers 13 Kopf-/Fussbereich 14 Lordosezone 15 Mittelbereich 16 Federelement (klein) 17 Federelement (gross) 18 Materialstege 19 Federelement (-gruppe, lordose) 20 Ausnahme (im Bereich der Lordosezone) 21 Ausnahme (in den Mittel-, Kopf- und Fussbereichen) 22 Lüftungskammern 23 Abdeckplatte 24 Liegefläche 25 Kopf-/Fusszone 26 Schulterzone 27 Hüftanpassungszone 28 zentraler Einschnitt 29 vergenter Einschnitt