AT227844B - Regeleinrichtung zur Stabilisierung von Wirkleistungs-Synchronmaschinen - Google Patents

Regeleinrichtung zur Stabilisierung von Wirkleistungs-Synchronmaschinen

Info

Publication number
AT227844B
AT227844B AT317162A AT317162A AT227844B AT 227844 B AT227844 B AT 227844B AT 317162 A AT317162 A AT 317162A AT 317162 A AT317162 A AT 317162A AT 227844 B AT227844 B AT 227844B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
regulator
voltage
control device
active power
angle
Prior art date
Application number
AT317162A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Siemens Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Ag filed Critical Siemens Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT227844B publication Critical patent/AT227844B/de

Links

Landscapes

  • Control Of Eletrric Generators (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Regeleinrichtung zur Stabilisierung von
Wirkleistungs-Synchronmaschinen 
Phasenschieber und Synchronmaschinen werden bei Überschreiten der natürlichen Stabilitätsgrenzen in bekannter Weise dadurch stabilisiert, dass bei Vergrösserung des Lastwinkels der Maschine ihre Erregerspannung erhöht wird. Um dies zu erreichen, ist bei einer bekannten Ausführung die Erregermaschine eines Synchrongenerators mit einer zusätzlichen Feldwicklung versehen, deren Erregung in Abhängigkeit von der Auslenkung des Polrades im verstärkenden Sinne beeinflusst wird. Diese Art der Regelung wird als Winkelregelung bezeichnet.

   Bei Synchrongeneratoren, die in üblicher Weise mit einem Spannungsregler versehen sind, ist die Änderung der Erregung auch schon durch Beeinflussung des Spannungsreglers durch einen Winkelregler vorgenommen worden, der bei Überschreiten der natürlichen Stabilitätsgrenze den Spannungsregler mit einer vom Polradwinkel abhängigen Grösse beaufschlagt. Diese Art der Stabilisierung von Synchrongeneratoren jenseits der natürlichen Stabilitätsgrenzen kann nur in solchen Fällen angewendet werden, in denen der Synchrongenerator auf ein "starres" Netz geschaltet ist. Ist das Netz "weich" oder ist der Generator über Transformatoren und Leitungen mit dem Netz verbunden, so ist beim Eingreifen der Stabilisierungseinrichtung die Spannungshaltung an den Generatorklemmen nicht mehr gewährleistet. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Regeleinrichtung zu schaffen, die die Spannungshaltung bei Wirkleistungs-Synchronmaschinen durch geeignete Bemessung und Verschaltung von Spannungund Winkelregler bei Überschreiten der natürlichen Stabilitätsgrenzen ermöglicht. Die Lösung besteht darin, dass der Spannungsregler ein Integralregler und der Winkelregler ein von einem integralen Verhalten freier Regler, vorzugsweise ein Regler mit vorwiegend proportionalem Verhalten, ist, und dass Spannungs-und Winkelregler über einen gemeinsamen Erregerverstärker mit dem Feldkreis der Erregermaschine verbunden sind. 



   Die Erfindung wird an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Regeleinrichtung für eine Turbomaschine und Fig. 2 Kennlinien zur Erläuterung der in Fig. 1 dargestellten Regeleinrichtung nach der Erfindung. 



   Der Generator 1 mit seiner Erregermaschine 2 ist über eine Leitung und einen Transformator an das Netz 4 angeschlossen. Transformator und Leitung sind als Reaktanzglied 3 dargestellt. Zur Regelung der Spannung dient der Spannungsregler 5, der die Erregung beeinflusst. Auf die Erregung wirkt ferner der Winkelregler 6, der mit einem Schwellglied 9 versehen ist. 



   Gemäss der Erfindung ist der Spannungsregler 5 ein Integralregler und der Winkelregler 6 ein von einem integralen Verhalten freier Regler, vorzugsweise ein Regler mit vorwiegend proportionalem Verhalten. Spannungs- und Winkelregler sind ferner auf ein gemeinsames Summierglied 10 geschaltet, das über einen Erregerverstärker 7 mit dem Erregerkreis der Erregermaschine 2 verbunden ist. Die im Summierglied 10 überlagerten Signale des Spannungsreglers und des Winkelreglers werden gemeinsam vom Erregerverstärker 7 der Feldwicklung der Erregermaschine 2 verstärkt zugeführt. Hiebei kann die Erregermaschine auch durch einen steuerbaren Gleichrichter ersetzt werden, auf dessen Steuerteil der Erregerverstärker 7 zur Einwirkung gebracht wird. Die Wirkungsweise der soweit beschriebenen Regeleinrichtung wird an Hand der Fig. 2 näher erläutert. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   In der Fig. 2 sind eine Kurve a konstanter Wirkleistung und Kurven   b,b,b   konstanter Blindleistung   inAbhängigkeitvomPolradwinkel-8   und der Erregerspannung UR eines Turbogenerators dargestellt. Bei fest eingestellter Turbinenleistung liegt der Betriebspunkt A des Generators auf der Kurve a konstanter
Wirkleistung. Die Grösse des   Polradwinkels,   hängt von der eingestellten Erregerspannung UE ab. Die Er- regerspannung wird vom Spannungsregler 5 so geführt, dass die Klemmenspannung des Generators kon- stant bleibt. Steigt die Klemmenspannung des Generators auf Grund irgendwelcher Veränderungen des
Netzzustandes, so verkleinert der Spannungsregler die Erregerspannung und der Schnittpunkt A bewegt sich entsprechend der nach unten bewegten Geraden   s   auf der Kurve a nach rechts.

   Würde bei dieser   Verlei-     nerung der   Erregerspannung der Polradwinkel von 900 überschritten, so ergäbe sich kein Schnittpunkt mehr zwischen der Geraden (S2) und der Kurve a und der Generator würde instabil. Um dies zu vermeiden, greift bei Überschreiten der   natürlichen Stabilitätsgrenze   der Winkelregler 6 in die weitere Regelung ein. Hiezu istdas Schwellwertglied 9 des Winkelreglers so bemessen, dass dann, wenn der   Polradwinkel-1     die "natür-   liche   Stabilitätsgrenze" überschreitet,   auch der Schwellwert überschritten wird. 



   Auf diese Weise wird an das Summierglied 10 ein Signal w2 abgegeben, das über den Erregerverstär- ker 7 eine mit wachsendem Polradwinkel steigende Erregung einstellt. Hiedurch ergibt sich wieder ein stabiler Schnittpunkt B mit der Kurve a konstanter Wirkleistung. Die Steilheit des Anstieges vom Winkelreglersignalverlauf gibt dessen Proportionalverstärkung wieder. Durch die Erhöhung der Erregung wird ein
Ansteigen der Klemmenspannung der Maschine bewirkt, so dass der Spannungsregler 5 sein Signal   verlei-   nert, wodurch sich wieder der Arbeitspunkt der Maschine weiter nach rechts verschiebt (Punkt C). 



   Die in Fig. 2 dargestellten Kurven   b,b,b   konstanter Blindleistung sind so bezeichnet, dass die Indizes mit der Grösse der untererregten Blindleistung übereinstimmen. Aus der Figur kann man ersehen, dass durch die Verschiebung des Arbeitspunktes nach rechts, die Synchronmaschine mehr untererregte Blindleistung liefert. Der untererregte Blindstrom ruft an dem Reaktanzglied 3 einen Spannungsabfall hervor, der die Klemmenspannung der Synchronmaschine 1 absenkt. Die Spannungshaltung an den Maschinenklemmenkannalso auch nach Eingreifen der Winkelregelung gewährleistet werden, da durch das integrale Verhalten des Spannungsreglers 5 dafür gesorgt ist, dass der Arbeitspunkt der Maschine genügend weit nach rechts rückt. Dadurch, dass der Spannungsregler 5 ein integraler Regler ist, stellt sein Signal das zeitliche Integral der Klemmenspannungsabweichung dar.

   Das heisst, das Spannungsreglersignal wird so lange verkleinert, bis der Arbeitspunkt so weit nach rechts gerückt ist, dass keine Spannungsabweichung mehr besteht. 



   Würde auch der Winkelregelkreis ein integrierendes Glied aufweisen, so würde die durch den Spannungsregler erzielte Verschiebung des Arbeitspunktes wieder rückgängig gemacht. Hätte weder der Winkelregler noch der Spannungsregler integrierendes Verhalten, so würde der Arbeitspunkt der Synchronmaschine nicht genügend weit nach rechts rücken. In beiden Fällen wäre die Spannungshaltung nicht gewährleistet. 



   Der Spannungsregler kann ohne Einfluss auf die Spannungshaltung zusätzlich zu dem erfindungsgemässen Integrierglied noch Integrationen und Vorhalte (Regler mit Differentialquotientenaufschaltung) höherer Ordnung enthalten. Der Winkelregler darf ausser der proportionalen Verstärkung Vorhalte erster und höherer Ordnung enthalten, jedoch kein Integrierglied. 



   Mit der erfindungsgemässen Regeleinrichtung ist es möglich, die Spannungshaltung einer Synchronmaschine in einem weiten Bereich jenseits der natürlichen Stabilitätsgrenze zu gewährleisten. Dieser Bereich wird jedoch bei einem sehr grossen Polradwinkel durch die Überlastgrenze und die transienten Stabilitätsgrenzen der Synchronmaschine begrenzt. In vorteilhafter Weise hat der Spannungsregler ein Begrenzungsglied 8, das so bemessen ist, dass es das Signal des Spannungsreglers nach unten begrenzt. Auf diese Weise wird verhindert, dass der Arbeitspunkt über die erwähnten Grenzen hinaus verschoben werden kann. 



   Da die Überlastgrenzen und die transienten Stabilitätsgrenzen bei kleiner Wirklast der Synchronmaschine weit und bei grosser Wirklast eng gezogen sind, ist es zweckmässig, den Eingang des gemeinsamen Summiergliedes 10 mit einem den Wirkstrom oder die Wirkleistung der Synchronmaschine erfassenden Messfühler 11 zu verbinden. Auf diese Weise wird dafür gesorgt, dass durch Addition eines von der Wirkleistung oder dem Wirkstrom abgeleiteten Signals    P   im Summierglied 10 bei grosser Wirklast die grösste Rechtsverschiebung des Arbeitspunktes kleiner ist als bei geringer Wirklast.

   Zur besseren Ausnutzung. des durch die Stabilisiereinrichtung erschlossenen Arbeitsbereiches jenseits der natürlichen Stabilitätsgrenze ist es zweckmässig, das dem Summationspunkt 10 zugeführte, vom Wirkstrom oder der Wirkleistung ab-   hängige-Signal nach einer   durch ein nichtlineares Glied realisierten Kurve so zu führen, dass sich diegrösste Rechtsverschiebung des Arbeitspunktes dem Verlauf der Kurven   t, t anpasst..   

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Die in Fig. 2 gezeigte natürliche Stabilitätsgrenze beim   Polradwinkel,   von 90  gilt für Turbomaschinen. Bei Schenkelpolmaschinen ist diese Grenze eine Funktion der von der Maschine abgegebenen Wirkleistung. Da die Winkelregelung in jedem Fall unmittelbar bei Überschreiten der natürlichen Stabilitätsgrenze ansprechen soll, ist es zweckmässig, den Einsatzpunkt der Regelung von der abgegebenen Wirkleistung abhängig zu machen. Das kann in vorteilhafter Weise dadurch   geschehen, dass   das dem Winkelregler 9 nachgeschaltete Schwellwertglied so bemessen ist, dass der Schwellwert in Abhängigkeit von der Wirkleistung der Synchronmaschine verstellbar ist, oder dadurch, dass dem Signal des Winkelreglers ein entsprechendes, von der Wirkleistung oder dem Wirkstrom abgeleitetes Signal addiert wird. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Regeleinrichung zur Stabilisierung von Wirkleistungs-Synchronmaschinen, deren Erregung bei Überschreiten der natürlichen Stabilitätsgrenzen von einem Winkelregler und einem Spannungsregler beeinflusst wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannungsregler (5) ein Integralregler und der Winkelregler (6) ein von einem integralen Verhalten freier Regler, vorzugsweise ein Regler mit vorwiegend proportionalem Verhalten, ist, und dass Spannungs- und Winkelregler über einen gemeinsamen Erregerverstärker (7) mit dem Feldkreis der Erregermaschine (2) verbunden sind.

Claims (1)

  1. 2. Regeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannungsregler ein Begrenzungsglied (8) hat, das so bemessen ist, dass es das Signal des Spannungsreglers nach unten begrenzt.
    3. Regeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingang des gemeinsamen Erregerverstärkers zusätzlich mit einem den Wirkstrom oder die Wirkleistung der Synchronmaschine erfassenden Messfühler (11) verbunden ist.
    4. Regeleinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem den Wirkstrom oder die Wirkleistung erfassenden Messfühler (11) ein nichtlineares Glied nachgeschaltet ist, das derart bemessen ist, dass eine Begrenzung des Arbeitsbereiches der Maschine nach einer vorgegebenen Kurve (t t erfolgt.
    5. Regeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Winkelregler (6) ein Schwellwertglied (9) nachgeschaltet ist, das so bemessen ist, dass der Schwellwert in Abhängigkeit von der Wirkleistung der Synchronmaschine verstellbar ist.
AT317162A 1961-08-31 1962-04-17 Regeleinrichtung zur Stabilisierung von Wirkleistungs-Synchronmaschinen AT227844B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE227844T 1961-08-31

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT227844B true AT227844B (de) 1963-06-10

Family

ID=29593854

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT317162A AT227844B (de) 1961-08-31 1962-04-17 Regeleinrichtung zur Stabilisierung von Wirkleistungs-Synchronmaschinen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT227844B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3103969C2 (de) &#34;Versorgungsspannungstreiber für einen Differentialverstärker&#34;
AT227844B (de) Regeleinrichtung zur Stabilisierung von Wirkleistungs-Synchronmaschinen
DE19856091A1 (de) Steuersignalprozessor und diesen verwendender Leistungskreiskonstanthalter
DE1588750B2 (de) Verfahren und einrichtung zur uebertragung von gleichstrom
CH396170A (de) Regeleinrichtung zur Stabilisierung von Wirkleistungs-Synchronmaschinen
DE102016203123A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Regelung eines Wechselrichters
DE2007694C3 (de) Spannungsregelgerät mit schaltendem Stellglied
DE3129276C2 (de)
DE1006012B (de) Magnetverstaerkerendstufe
DE1463673A1 (de) Schaltungsanordnung zur Gleichlastregelung
EP0067891B1 (de) Drehzahlkonstantregeleinrichtung eines Gleichstromnebenschlussmotors bei Netzspannungsschwankungen
DE975797C (de) Regeleinrichtung fuer elektrische Maschinen
DE845665C (de) Anordnung zur Regelung der Drehzahl elektrischer Generatoren
DE1098543B (de) Hochempfindlicher Magnetverstaerker fuer kleine Leistungen
DE102004036536B4 (de) Linearer Dezibel-Regelverstärker
DE1516193A1 (de) Stromwandler mit in seinem Sekundaerkreis angeordneten Mitteln zur Verringerung seines Fehlwinkels
DE970692C (de) Einrichtung zur selbsttaetigen Regelung der Erregung von Synchronmaschinen
DE635489C (de) Einrichtung zur Regelung der Spannung elektrischer Maschinen mit Hilfe von Elektronenroehren
DE1812266C3 (de) Anfahrschaltung für einen Regler mit nachgebender Rückführung
DE1513876C (de) Anordnung zur selbsttätigen Regelung einer Wechselspannung
DE975149C (de) Anordnung zur Regelung der Drehzahl bzw. der Ankerspannung eines im Ankerstromkreis ueber Magnetverstaerker gespeisten Gleichstrom-Nebenschlussmotors
AT245122B (de) Einrichtung zur Steuerung der Drehzahl eines Gleichstrommotors
DE1173577B (de) Magnetverstaerkeranordnung
CH330637A (de) Anordnung zur Erzielung einer geknickten Kennlinie
DE1144377B (de) Einrichtung zur Regelung der Spannung bzw. Blindleistung von Synchronmaschinen