AT227630B - Verfahren zum Feststellen von Schußfadenbrüchen an Webstühlen und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Feststellen von Schußfadenbrüchen an Webstühlen und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens

Info

Publication number
AT227630B
AT227630B AT325460A AT325460A AT227630B AT 227630 B AT227630 B AT 227630B AT 325460 A AT325460 A AT 325460A AT 325460 A AT325460 A AT 325460A AT 227630 B AT227630 B AT 227630B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
weft thread
point
time
thread
weft
Prior art date
Application number
AT325460A
Other languages
English (en)
Inventor
Max Breitmeier
Original Assignee
Max Breitmeier
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Max Breitmeier filed Critical Max Breitmeier
Application granted granted Critical
Publication of AT227630B publication Critical patent/AT227630B/de

Links

Landscapes

  • Looms (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Verfahren zum Feststellen von Schussfadenbrüchen an Webstühlen und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



    Wächtervorrichtungen für die berührungslose Überwachung von Fäden u. dgl. sind an sich bekannt. So zeigen z. B. die deutsche Patentschrift Nr. 892429 und die Schweizer Patentschrift Nr. 330444 lichtelektrische Einrichtungen für die Kettfadenkontrolle an Webstühlen. Die Arbeitsweise dieser Einrichtungen ist die bei den sogenannten Lichtschranken übliche : Es besteht ein kontinuierlicher Lichtstrahl, welcher das zu ihm relativ bewegte Objekt abtastet. Der zeitliche Ablauf bei der Überwachung ist dabei belanglos ; der Lichtstrahl"wartet"gewissermassen einfach auf eine allfällige charakteristische Veränderung im überwachten Raum, welche den Strahl unterbricht oder ablenkt. In gleicher Weise arbeiten auch z. B. licht- elektrische Türsteuerungen, Zähleinrichtungen usw. 



  Diese"passive"Arbeitsweise ist nun aber bei der Schussfadenüberwachung nicht brauchbar. Zwar wür- de ein Teil der Störungen (Fadenbrüche oder Leerlaufen der Schussspule) richtig erfasst, aber häufig würde die"abwartende"Lichtschranke auch bei gebrochenem Faden etwa durch ein gebrochenes Fadenende oder irgend einen andern Gegenstand ansprechen und dabei fälschlicherweise einen intakten Schussfaden signalisieren. 



  Ausschlaggebend für das Verfahren und die Einrichtung nach der Erfindung ist die Erkenntnis, dass zwischen der Winkellage der Kurbelwelle und der jeweiligenlage des gespannten Schugfadenabschnittes beim Schusseintrag ein definierter Zusammenhang besteht und dass dadurch die Möglichkeit des" aktiven", be- rührungslosen Abtastens einer wählbaren Sollage des Fadensgegeben ist. 



  Nachstehend werden an Hand der Zeichnung verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert, wobei weitere Einzelheiten ersichtlich werden. Es zeigen : Fig. l schematisch die Situation an einem Webstuhl beiintaktemSchussfaden undFig. 2 bei gebrochenem Schussfaden, Fig. 3 - 6 stellen Beispiele von Überwachungseinrichtungen zur Durchführung des erfin - dungsgemässen Verfahrens dar. 



  Fig. l zeigt schematisch einen Webstuhl von oben. In der gezeichneten Situation bewegt sich der Webschütz 1 längs der Lade 2 von links nach rechts und trägt dabei den Schussfaden 5 in die Webkette 3 ein. Infolge seiner Längsbewegung sowie der gleichzeitigen Querbewegung der Lade 2 beschreibt der Schütz eine räumliche Kurve 6, wobei der Schussfaden 5 zwangsläufig zu einem bestimmten Zeitpunkt den Punkt A passiert. Gestrichelt sind zwei Schützenpositionen kurz vor und nach diesem Zeitpunkt eingezeichnet. Die Sollage des Schussfadens zu den verschiedenen Zeitpunkten ist dabei durch eine Gewebe- kante des Gewebes 4 und durch die Fadenaustrittsöffnung am Schützen 1 gegeben.

   Die Schützenlage auf der Lade ist bei gleicher Winkellage der Kurbelwelle bzw. gleicher Ladenstellung immer die gleiche, d. h. jedem Zeitpunkt bzw. jeder Winkellage der Kurbelwelle ist eine bestimmte Sollage des Schussfa - dens 5 zugeordnet. Im Punkt A befindet sich ein berührungsloses Überwachungsorgan, welches bei jedem Schuss feststellt, ob zu dem bestimmten, dem Punkt A zugeordneten Zeitpunkt der Schussfaden 5 im Punkt A vorhanden ist. Solange dies zutrifft, ist dies ein Zeichen für einen ununterbrochenen Schussfaden. 



  Fig. 2 zeigt die gleiche Situation wie Fig. l. jedoch mit gebrochenem Schussfaden 5. Je nach dem Zeitpunkt des Schussfadenbruches wird der Schussfaden eine in Fig. 2 angedeutete Lage einnehmen. Auf jeden Fall wird der Faden von der Schussspule nicht weiter abgezogen, und ein allenfalls am Schützen hängender Rest wird infolge der Schützengeschwindigkeit mit einer gewissen Steifigkeit hinter dem Schützen nachgezogen. Auf keinen Fall aber wird der Schussfaden den Punkt A passieren, weil die Verbindung von der Gewebekante zur Austrittsöffnung am Schützen unterbrochen ist. Das berührungslose Überwachungsorgan wird somit bei diesem Schuss zum bestimmten Zeitpunkt im Punkt A keinen Faden registrieren können, was ein sicheres Indiz für einen Fadenbruch oder eine leergelaufene Schussspule ist. 



  Dies bedeutet, dass der Webstuhl stillzusetzen ist, was leicht vom Überwachungsorgan selbsttätig bewirkt werden kann. 



  Die Lage des Punktes A in Fig. l längs einer bestimmten Schussfaden-Sollage ist jenach Webstuhl- typ weitgehend frei wählbar. Das Überwachungsorgan kann deshalb innerhalb oder ausserhalb derGewebebahn angebracht werden. Bei Webstühlen mit gleichzeitig zwei Gewebebahnen kann das Überwachungsorgan zwischen den beiden Gewebebahnen angebracht werden. Kann der Punkt A aus räumlichen Gründen nicht in der Mitte der Gewebebahn gewählt werden, so ist es nötig, auf jeder Seite der Gewebebahn ein Überwachungsorgan anzuordnen, damit jeder Schusseintrag, gleichgültig, ob er von links oder von rechts kommt, überwacht werden kann. Da bezüglich der Winkellage der Kurbelwelle bzw. der Ladenstellung ein Schuss von links einem Schuss von rechts entspricht, gelten alle Überlegungen unabhängig von der Lage des Überwachungsorganes. 



  Fig. 3 zeigt schematisch ein berührungsloses, auf den Punkt A gerichtetes Überwachungsorgan im Querschnitt mit dem Sender 7, bestehend aus einer Strahlenquelle 8 und einer Optik 9 zur Bündelung   

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 welches bei Intensitätsschwankungen des Strahlenbündels entsprechende Impulse an den elektronischen V er- stärker 13 weitergibt. Die verwendeten Strahlen können aus sichtbarem Licht oder aus Ultraviolett-, In- frarot-oder Korpuskularstrahlen bestehen. Das Üherwachungsorganprüftnunbei jedem Schuss in dem dem
Punkt A zugeordneten Zeitpunkt das Vorhandensein des Schussfadens 5 in seiner Sollage.

   Schneidetder
Schussfaden 5 das Strahlenbündel 10 im Punkt A, so wird dessen Intensität infolge mindestens teilwei- ser Unterbrechung derart verändert, dass das Element 12 einen Impuls auf den Verstärker 13 gibt, was be- deutet, dass der Schussfaden intakt ist. Das Ausbleiben eines solchen Impulses im betreffenden Zeitpunkt bedeutet hingegen einen unterbrochenen Schussfaden. Mit dem Verstärker 13 kann ein elektrisches Relais
14 oder direkt ein Elektromagnet gesteuert werden, welcher in diesem Fall über den Abstellmechanismus des Webstuhles diesen stillsetzt. 



   Je nach Ausführung des elektronischen Verstärkers 13 kann das Strahlenbündel dauernd oder impuls- artig wirken. Der Überwachungsimpuls kann dabei vom vorbeifliegenden Schützen z. B. auf induktivem
Wege ausgelöst werden. Die Impulshöhe wird dann am Element 12 verschieden hoch ausfallen, je nachdem, ob sich zum gegebenen Zeitpunkt ein Schussfaden im Punkt A befindet oder nicht. 



   Fig. 4 zeigt schematisch ein   Überwachungsorgan, bei demSender   und   Empfänger auf dergleichen Sei-   te der Sollage des Schussfadens angeordnet sind. Das Strahlenbündel 10 wird dabei von dem den Punkt A passierenden Schussfaden 5 mindestens teilweise reflektiert, wodurch ein Teil des reflektierten Strahles wieder auf das Element 12 trifft und den analogen Vorgang auslöst, wie für Fig. 3 bereits beschrieben wur- de, indem wieder das Auftreten des Impulses im betreffenden Zeitpunkt auf einen intakten Schussfaden hinweist. Diese Anordnung eignet sich speziell für Metallgewebe mit blanken Schussfäden. 



   Fig. 5 zeigt schematisch ein Überwachungsorgan, bei dem Sender und Empfänger auf ein und derselben Seite der Sollage vereinigt sind. Das Strahlenbündel 10 wird von einem Rückstrahler 15, welcher auf der gegenüberliegenden Seite der Schussfaden-Sollage angebracht ist, nach dem Prinzip der Autokollimation reflektiert. Ein teildurchlässiger Spiegel 16, welcher sich im Strahlengang befindet, lenkt die reflektierten Strahlen auf das Element 12. Passiert nun der Schussfaden 5 den Strahlengang im Punkt A, was im Interesse eines möglichst guten Signalverhältnisses möglichst nahe am Reflektor 15 geschehen soll, so wird die Intensität des Strahlenbündels in dem der Sollage A zugeordneten Zeitpunkt wieder derart verändert, dass vom Element 12 ein Stromimpuls auf den Verstärker 13 gelangt. 



   Fig. 6 zeigt schematisch ein Überwachungsorgan, das als Plattenkondensator ausgebildet ist. Zwischen den beiden Kondensatorplatten 17 besteht ein elektrisches Feld, dessen Grösse vom Dielektrikum zwischen den beiden Platten abhängig ist. Passiert nun der Schussfaden 5 zu einem bestimmten Zeitpunkt den Punkt A und damit den Feldraum zwischen den Kondensatorplatten, so ändert sich die   Dielektrizitätskonstante   des Kondensators, was eine Feldstärkeänderung zur Folge hat. Der so erzeugte Stromimpuls gelangt direkt zum Verstärker 13 und wird dort analog zu Fig. 3 verstärkt und weitergeleitet. 



   Besteht das Schussmaterial aus ferromagnetischen Materialien, so kann statt des elektrischen Feldes auch ein magnetisches Feld zur Anwendung gelangen. Prinzipiell bleibt sich die Anordnung dabei gleich wie in   Fig. 6,, nur dass statt eines   Kondensators mit veränderlichem Dielektrikum ein induktiver Fühler mit einem den Punkt A überbrückenden Luftspalt von veränderlicher magnetischer Leitfähigkeit die Sollage des Schussfadens überwacht. 



   Die beschriebenen Verfahren und Einrichtungen haben gegenüber den bisher'angewandten den grossen Vorteil, dass die Schussfaden-Überwachung berührungslos erfolgt. Eine Rücksichtnahme auf die Fadenspannung, wie bei der mechanischen Abtastung, ist deshalb nicht erforderlich und eine Beschädigung des Schussmaterials ausgeschlossen. Die elektronischen und optischen Mittel erlauben eine derart feine Einstellung des Überwachungsorganes, dass auch feinste Schussfäden einwandfrei festgestellt werden können. 



  Ist das   Überwachungsorgan'auf   den feinsten Schussfaden eingestellt, so werden automatisch auch alle gröberen Garne richtig erfasst, weil die Garndicke lediglich einen Einfluss auf die Impulshöhe hat. Für die Funktionssicherheit ist aber nur die kleinste Impulshöhe massgebend. Ein Einstellen auf verschiedene Garndicken und Garnqualitäten erübrigt sich somit. Man hat nun also die Möglichkeit, einen automatischen Schusswächter auch in allen jenen Fällen einzusetzen, in denen es aus den eingangs geschilderten technischen Gründen nicht möglich war. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Feststellen von Schussfadenbrüchen an Webstühlen, dadurch gekennzeichnet, dass <Desc/Clms Page number 4> zu einem durch die jeweilige Ladenstellung bzw. die Winkellage der Kurbelwelle gegebenen Zeitpunkt die Anwesenheit oder Abwesenheit des Schussfadens (5) in seiner diesem Zeitpunkt zugeordneten Sollage (A) berührungslos festgestellt wird.
    2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an einer vom Schussfaden (5) zu einem immer gleichen Zeitpunkt des Webvorganges quer zur Schussfaden- Längserstreckung durchlaufenen Stelle (Sollage A) eine an sich bekannte, ortsfeste Wächtervorrichtung (8, 12 ; 17) zum berührungslosen Nachweisen des Vorhandenseins des Schussfadens in dieser Sollage vorgesehen ist, und dass eine an sich bekannte Steuereinrichtung zum Wirksammachen der Wächtervorrichtung nur in dem dem ordnungsgemässen Durchgang des Schussfadens durch die Sollage entsprechenden Zeitpunkt an- geordnet ist.
AT325460A 1959-09-14 1960-04-29 Verfahren zum Feststellen von Schußfadenbrüchen an Webstühlen und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens AT227630B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH227630X 1959-09-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT227630B true AT227630B (de) 1963-05-27

Family

ID=4455156

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT325460A AT227630B (de) 1959-09-14 1960-04-29 Verfahren zum Feststellen von Schußfadenbrüchen an Webstühlen und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT227630B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1548199C3 (de) Elektrische Einrichtung zum berührungsfreien Prüfen des Vakuumzustandes von verschlossenen Verpackungsbehältern
EP0786026B1 (de) Einrichtung zur überwachung der schussfäden an einer rundwebmaschine
CH391608A (de) Fadenwächter für Textilmaschinen
EP0837829B1 (de) Optoelektronische sensorvorrichtung und schussfaden-messspeichergerät
DE2264831C3 (de) Photoelektrischer Schußfadenwächter für Webmaschinen
DE1934004A1 (de) Optischer Schussfadenwaechter fuer eine Webmaschine
AT227630B (de) Verfahren zum Feststellen von Schußfadenbrüchen an Webstühlen und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE3110462C2 (de) Elektronischer Schussfadenwächter
DE2105559A1 (en) Weft thread detector - fitted to air jet shuttless looms
DE931820C (de) Fotoelektrischer Schussfadenwaechter fuer Webschuetzen
DE3327450A1 (de) Verfahren und geraet zum identifizieren flaechiger gegenstaende mit hilfe von mikrowellen i
DE1192988B (de) Vorrichtung zum UEberwachen von Schussfaeden bei Webstuehlen
DE1710106C3 (de) Vorrichtung zum Überwachen einer automatischen Spulmaschine
DE3832100C2 (de) Vorrichtung zum Feststellen eines Schußfadenbruchs in einer Mehrphasen-Webmaschine
DE686382C (de) Auf Verdunkelung ansprechendes Lichtrelais
DE1785035A1 (de) Vorrichtung zur UEberwachung des Schussfadens bei schuetzenlosen Webstuehlen
CH557538A (de) Photoelektrische einrichtung zum optischen abtasten von objekten.
AT235222B (de) Fadenwächter für Webmaschinen
DE2645819A1 (de) Durch einen metalldetektor betaetigbare sortierweiche
DE1535609C (de) Vorrichtung zur Überwachung mehrerer Faden einer Faden verarbeitenden Textil maschine
DE2059270A1 (de) Schussfadenwaechter fuer Webmaschinen
CH326501A (de) Lichtelektrischer Schussfadenwächter an einem Webstuhl
CH669221A5 (de) Verfahren und optoelektronische vorrichtung zur schussspulenueberwachung.
DE1949930C3 (de) SchuOfadenwächter
DE2712698A1 (de) Verfahren und vorrichtung fuer einschusskontrolle bei webmaschinen