AT225899B - Verfahren zur Herstellung einer Bahn zur Boden- oder Wandverkleidung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Bahn zur Boden- oder Wandverkleidung

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AT225899B
AT225899B AT68860A AT68860A AT225899B AT 225899 B AT225899 B AT 225899B AT 68860 A AT68860 A AT 68860A AT 68860 A AT68860 A AT 68860A AT 225899 B AT225899 B AT 225899B
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sep
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vinyl resin
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Tayside Floorcloth Company Ltd
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung einer Bahn zur
Boden- oder Wandverkleidung 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Boden- und Wandverkleidungen, bei welchen ein mit Bitumen imprägniertes Grundmaterial aus Filz auf einer Seite mittels einer Druck- walze oder eines Druckstockes eine Dekorationsschicht aus Vinylharz aus der Gruppe der Polyvinylchlori- de, der Copolymere der Polyvinylchloride und Polyvinyliden-Chloride erhält. Üblicherweise werden zur
Herstellung dieser Dekorationsschichten bei   Fussboden- und   Wandverkleidungen, welche ein mit Bitumen imprägniertes Grundmaterial aufweisen, Druckfarbüberzüge von dem Typ der pigmentierten Ölharze verwendet. Die Verwendung von Vinylharzüberzügen aber bringt wesentliche Schwierigkeiten mit sich, da das Bitumen bei einer Temperatur, bei welcher das Vinylharz geliert, bereits schmilzt.

   Man hat daher schon vorgeschlagen, eine oder mehrere Isolierschichten zwischen der Dekorationsschicht und dem mit Bitumen imprägnierten Filz vorzusehen, welche eine stabile wässerige Lösung von Teilchen eines Copolymers von Butadien und Methylmethacrylat aufweist, um das Eindringen des Bitumens in den Vinylharz- überzug zu verhindern. Diese Zwischenschicht erwies sich auch als sehr brauchbares Mittel, um die Dekorationsschicht an das Grundmaterial zu binden. 



   Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung einer Bahn zur Boden- oder Wandverkleidung, bei welchem verhindert wird, dass das Bitumen in die Vinylharzschicht eindringt, und dass der Weichmacher des Vinylharzüberzuges in das Grundmaterial eindringen kann. Wenn nämlich solch ein Eindringen möglich ist, so zeigt die Verkleidung die Tendenz, sich zu werfen, und es besteht die Gefahr, dass sich die verschiedenen Schichten der Verkleidung voneinander lösen. 



   Die Erfindung besteht nun bei einem Verfahren zur Herstellung einer Bahn zur Boden- oder Wandverkleidung, welche aus einer Lage von mit Bitumen imprägniertem Filz als Grundmaterial, einem an der Vorderseite dieser Lage angebrachten einebnenden Anstrich, einer über diesem Anstrich vorgesehenen dekorativen Deckschicht aus einem Vinylharz sowie einem auf der Rückseite der Grundmateriallage aufgebrachten, die Verunreinigung des dekorativen Vinylharzüberzuges beim Zusammenrollen der Verkleidung verhindernden Anstrich im wesentlichen darin, dass vor dem Aufbringen der Deckschicht auf den vorderseitigen Anstrich eine wässerige Lösung von Kasein zusammen mit einer stabilen wässerigen Dispersion von Teilchen eines Copolymers von Butadien und Methylmethacrylat aufgebracht und heiss getrocknet wird,

   worauf unmittelbar abermals eine Beschichtung mit der angegebenen Dispersion und deren Trocknung folgen kann. 



   Es wird auf diese Weise eine Trennschicht gebildet, welche einerseits ein Durchdringen des Bitumens aus dem Filz in die dekorative Deckschicht und anderseits ein Durchdringen von Plastifizierungsmittel aus der dekorativen Deckschicht in die darunter liegenden Schichten verhindert. 



   Ausführungsbeispiel :
Das mit Bitumen imprägnierte Grundmaterial wird auf einer Seite mit einer an sich bekannten Grundfarbe versehen, welche zur Gruppe der Ölharze oder der wasseremulgierten Farben gehören kann. Dann wird der Überzug erhitzt, um eine Trocknung zu erreichen. 



   Auf der der mit Grundfarbe bestrichenen Seite des Grundmaterials abgewandten Seite wird nun eine Schicht aufgebracht, welche an sich als Deckanstrich bekannt ist. Diese Schicht besteht aus einer Lösung von Casein in Wasser und enthält ein oder mehrere anorganische Füllmittel, we z. B. Schlemmkreiae, 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Baryt, Blanc fixe usw. Eine typische Zusammensetzung dieser Schicht ist : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Heisse <SEP> Sodalösung <SEP> 32 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Casein <SEP> 11 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Kaltes <SEP> Wasser. <SEP> 60 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Schlemmkreide <SEP> 45 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Konservierungsmittel
<tb> (z. <SEP> B. <SEP> Natriumpentachlorphenat) <SEP> 1 <SEP> Gew.-Teil
<tb> 149 <SEP> Gew.-Teile
<tb> 
 
Die zweite Überzugsschicht, an sich bekannt als zweiter Deckanstrich, wird nun aufgebracht.

   Diese Schicht besteht aus einer Lösung von Casein in Wasser, zusammen mit einer stabilen wässerigen Dispersion von Teilchen eines Copolymers von Butadien und Methylmethacrylat. Diese Schicht wird auf die erste Schicht aufgebracht. Hierauf wird wieder erhitzt, um das Wasser auszutreiben. Eine typische Zusammensetzung für diese zweite Schicht ist :

   
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Die <SEP> Schutzemulsion, <SEP> wie <SEP> sie <SEP> für
<tb> die <SEP> erste <SEP> Schicht <SEP> verwendet <SEP> wird <SEP> 50 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Butadien-Methylmethacrylat
<tb> in <SEP> latexartiger <SEP> Konsistenz <SEP> 50 <SEP> Gew.-Teile
<tb> 100 <SEP> Gew.-Teile
<tb> 
 
Eine dritte Schicht, an sich bekannt als dritter Deckanstrich, besteht aus einer stabilen, wässerigen Dispersion von Partikeln eines Copolymers von Butadien und Methylmethacrylates und wird auf das, bereits mit einem doppelten Deckanstrich auf der einen Seite und auf der andern Seite grundierte, imprägnierte Grundmaterial aufgebracht. Nach Aufbringung der Schicht wird erhitzt, um das Wasser zu verdampen. 



   Auf dieses mit einem dreifachen Deckanstrich und einem Grundanstrich auf der andern Seite versehene imprägnierte Grundmaterial wird nun ein Überzug von plastifiziertem   Vinylchlorid-Polymerkunst-   harz, welchem entsprechende Pigmente und Stabilisatoren beigemengt wurden, aufgebracht. Dies kann in an sich bekannter Weise durch Druckwalzen oder   Druckstöcke erfolgen. Auf   diese Weise kann die Dekorationsschicht jede gewünschte Musterung erhalten. Nach Aufbringung der Dekorationsschicht wird wieder eine Wärmebehandlung vorgenommen,   u. zw.'bei   einer Temperatur, die es ermöglicht, das Harz gelieren zu lassen.

   Eine typische Zusammensetzung dieser Schicht ist wie folgt : 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> Polyvinylchlorid <SEP> 1125 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Dialkyl-79-phthalat <SEP> 375 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Cyclische <SEP> Ketonharz <SEP> 135 <SEP> Gew.-Teile <SEP> 
<tb> Stabilisator <SEP> 15 <SEP> Gew.-Teile <SEP> 
<tb> 1650 <SEP> Gew.-Teile
<tb> 
 
Verschiedene Pigmente entsprechend der gewünschten Farbe können in der Grössenordnung von 1 bis   loto,   in gewünschtem Masse verdünnt mit Testbenzin, um eine zum Drucken geeignete Viskosität zu erhalten, beigemischt werden. 



   Unter Bezeichnung. Dialkyl-79-phthalat sind Diheptylphthalat, Dioctylphthalat und Dinonylphthalat zu verstehen. Es können auch andere Weichmacher als   Dialkyl-79-phthalat, welche   als Beispiel angeführt wurden, verwendet werden, u. zw. : Di-2-äthylhexylphthalat, Dicaprylphthalat, Dibutylphthalat, Diisooctylphthalat u. a. Zu den oben angeführten primären Weichmachern können noch sekundäre Weichmacher zugesetzt werden. Die sekundären Weichmacher sind weniger geeignet als die primären, aber trotzdem sehr brauchbar, da sie über spezielle Fähigkeiten verfügen. Unter den sekundären Weichmachern sind die monomeren Weichmacher zu nennen, welche verwendet werden, um die Flexibilität bei niederer Temperatur zu verbessern, und die polymeren Weichmacher, welche verwendet werden, um die   Beständig-   keit zu erhöhen.

   Ein Zusatz von Weichmacherverdünnungsmitteln, z. B. von chlorierten Paraffinen oder chlorierten Wachsen, ist ebenfalls möglich. 



   Die synthetischen Harze auf Basis der cyclischen Ketone, welche in der obigen Zusammensetzung aufscheinen, sind an sich bekannt in plastischen Überzügen als Viskositätsstabilisatoren und als zur Verbesserung der Adhäsion des Überzuges an der anschliessenden Oberfläche.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung einer Bahn zur Boden- oder Wandverkleidung, bestehend aus einer Lage von mit Bitumen imprägniertem Filz als Grundmaterial, einem an der Vorderseite dieser Lage angebrachten einebnenden Anstrich, einer über ihm vorgesehenen dekorativen Deckschicht aus einem Vinylharz, wie beispielsweise aus Polyvinylchlorid, Copolymeren von Polyvinylchlorid und Polyvinylidenchlorid sowie Copolymeren von Polyvinylchlorid und Polyvinylacetat sowie einem auf der Rückseite der Grundmateriallage aufgebrachten, die Verunreinigung des dekorativen Vinylharzüberzuges beim Zusammenrollen der Verkleidung verhindernden Anstrich, dadurch gekennzeichnet,
    dass vor dem Aufbringen der Deckschicht auf den vorderseitigen Anstrich eine wässerige Lösung von Kasein zusammen mit einer stabilen wässerigen Dispersion von Teilchen eines Copolymers von Butadien und Methylmethacrylat aufgebracht und heiss getrocknet wird, worauf unmittelbar abermals eine Beschichtung mit der angegebenen Dispersion und deren Trocknung erfolgen kann.
AT68860A 1959-01-30 1960-01-29 Verfahren zur Herstellung einer Bahn zur Boden- oder Wandverkleidung AT225899B (de)

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