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Einrichtung in Elektrizitätszählern zur Befestigung und
Justierung des Bremsmagneten
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung in Elektrizitätszählern zur Befestigung und Justierung des
Bremsmagneten, bei welcher die Halteschraube zur Befestigung des Bremsmagneten sowie seines Schwenk- getriebes am Zählergestell gleichzeitig als Drehachse der schwenkbaren Teile dient und ferner zusammen mit drei Stellschrauben die Einstellung der Luftspaltebene des Bremsmagneten zur Zählerscheibe ermög- licht, wobei die Reibungskraft zwischen den festen und beweglichen Teilen des Schwenkgetriebes unab- hängig von der zwischen Halteschraube und Stellschraube wirksamen Kraft ist.
Bei bisher bekannten Einrichtungen dieser Art zur Justierung der Luftspaltebene des Bremsmagneten wird dieser von einer im Zählergestell angebrachten Halteschraube samt Mutter gehalten, welche ihn gegen drei im gleichen Zählergestell angebrachte Stellschrauben presst. Durch entsprechendes Verstellen dieser Halte-bzw. Stellschrauben ist der Bremsmagnet so einstellbar, dass die rotierende Zählerscheibe die Magnetpole nicht berühren kann. Der Bremsmagnet ist durch die Halteschraube am Zählergestellge- lagert und kann gleichzeitig durch ein Schneckengetriebe parallel zur Zählerscheibe geschwenkt werden.
Hiezu dient ein mit dem Bremsmagneten verbundenes Schneckenrad, das in eine gleichfalls am Zählergestell angebrachte Schnecke eingreift, so dass nunmehr auch die Bremskraft des Magneten kontinuierlich und fein einstellbar ist. Da hiebei jedoch der Schaft der Halteschraube zugleich auch die Schwenkachse bildet, kann beim Schwenken die Halteschraube bzw. ihre Mutter gelockert oder auch zu fest angezogen werden, so dass die zur Einstellung des Bremsmagneten erforderliche richtige Reibung - die weder zu gross noch zu klein sein darf - nicht mehr gewährleistet ist.
Bei Justiereinrichtungen dieser Art für Bremsmagnete mit einem Schnecken- bzw. Schwenkgetriebe wurde daher auch vorgeschlagen, die durch das Schwenken bewirkte Verdrehung der Stellschrauben sowie des Bremsmagneten und der Mutter der Halteschraube durch einen Mitnehmer auch auf die Halteschraube selbst zu übertragen, die sich dann beim Schwenken des Bremsmagneten mitdreht und daher - wie auch die Halteschraubenmutter - weder gelockert noch zu fest angezogen werden kann. Die Halteschraubenmutter dient zusammen mit der Halteschraube sowie den drei Stellschrauben-wie bereits erwähnt-zur Befestigung des Bremsmagneten am Zählergestell.
Da nun aber der Bremsmagnet am Zählergestell in gleicher Weise auch schwenkbar gelagert ist, hängt die Grösse der bei seinem Verschwenken in den Lagerteilen und im Schwenkgetriebe auftretenden Reibung von der Grösse der Kraft ab, mit welcher der Bremsmagnet von der Halteschraubenmutter an die Stellschrauben gedrückt wird.
Bei einer andern bekannten Justiereinrichtung für Bremsmagneten wird zwar zur Hemmung der Schwenkbewegung zusätzlich noch die Reibung im Schwenkgetriebe selbst-einem Exzentergetriebesowie ausserdem eine Feststellschraube herangezogen. Auch bei dieser Justiereinrichtung besteht aber noch der grundsätzliche Nachteil, dass die Befestigung des Bremsmagneten durch Anziehen der Halteschraubenmutter nur nach Gefühl vorgenommen werden kann, wobei besonders beachtet werden muss, dass der Bremsmagnet einerseits genügend fest mit dem Zählergestell verbunden ist und anderseits nicht so stark an die Stellschrauben gedrückt wird, dass seine Verstellung durch das Schwenkgetriebe in Frage steht.
Schliesslich ist auch eine Justiereinrichtung für Bremsmagnete bekanntgeworden, bei welcher nicht der Bremsmagnet selbst, sondern durch die Halteschraube das Lagergehäuse des Schwenkgetriebes gegen
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die Stellschrauben und damit gegen das Zählergestell gepresst wird. Bei dieser Einrichtung sind zwar die
Reibungskräfte zwischen schwenkbaren und festen Teilen unabhängig vom Druck des Lagergehäuses gegen die Stellschrauben einstellbar, doch ist eine derartige Einrichtung kompliziert und erfordert einen sehr hohen Material- und Fertigungsaufwand.
Nach derErfindung werdennun beiJustiereinrichtungen der eingangs beschriebenen Art für den Brems- magneten in Elektrizitätszählern sämtliche oben angeführte Nachteile dadurch behoben, dass die im
Bremsmagneten eingesetzte Halteschraube mit einem über ihren Schaft vorstehenden gewindelosen Bund an der dem Bremsmagneten abgekehrten Seite eines vom Schwenkgetriebe angetriebenen Schneckenrades fest anliegt und sich mit dem Schraubenkopf über eine Tellerfeder an einer Platte des Zählergestells ab- stützt, wobei dieser Bund höher ist als Platte und Tellerfeder zusammen, jedoch niedriger als diese bei- den Teile samt dem Federweg, und'dass der Bremsmagnet auf den im Schneckenrad eingeschraubten
Stellschrauben aufliegt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Justiereinrichtung in Fig. 1 in
Seitenansicht mit teilweise radialem Schnitt sowie in Fig. 2 in Druntersicht dargestellt.
Der Bremsmagnet 1 ist mit der Halteschraube 2 über drei Stellschrauben 3 sowie über eine Teller- feder 4 an einer Platte 5 des Zählergestells befestigt. Die Halteschraube 2 trägt unter ihrem Kopf 6 einen über den Schaft vorstehenden gewindelosen Bund 7 und ist von der dem Bremsmagneten 1 abgekehrten
Stirnseite eines Schneckenrades 8 her durch eine im letzteren dafür vorgesehene Bohrung 9 gesteckt und mit dem Bremsmagneten 1 verschraubt. Ihr Widerlager findet die Halteschraube 2 hiebei auf der dem
Bremsmagneten 1 abgekehrten Stirnseite des Schneckenrades 8, auf welcher der am Schraubenschaft vor- gesehene Bund 7 mit seiner Stirnseite aufliegt. Der Bremsmagnet 1 wird beim Festziehen der Halte- schraube 2 mit seinem auf den verjüngten Enden der Stellschrauben 3 aufliegenden Flächenteil an diese
Enden gedrückt, bis er unverrückbar darauf festliegt.
Die Fläche, mit welcher der Bremsmagnet 1 auf den verjüngten Enden der Stellschrauben 3 aufliegt, weist vorteilhaft im Wirkungsbereich der Stellschrau- ben 3 eine konische Vertiefung 10 auf, deren Form und Grösse es ermöglichen, dass darin das verjungte
Ende einer Stellschraube 3 ohne Spiel eingreifen kann, wodurch der Bremsmagnet 1 gegen Verdrehen in seiner auf den Stellschrauben 3 festgelegten Lage gesichert ist. Da die Stellschrauben 3 selbst im Schnekkenrad 8, vorzugsweise symmetrisch darauf verteilt, axial verstellbar befestigt sind, bilden der Bremsmagnet 1, die Halteschraube 2, die Stellschrauben 3 und das Schneckenrad 8 einen einheitlichen Bauteil, welcher mittels der Halteschraube2 im Zusammenwirken mit dem auf ihrem Schraubenschaft vorgesehenen Bund 7 zusammengehalten wird.
Zum Befestigen dieses Bauteils und somit des Bremsmagneten 1 an der Platte 5 ist gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel die an der Platte 5 abgestützte, kugelkappenförmige Tellerfeder 4 vorgesehen, welche eine axiale Bohrung 11 zum Durchstecken der Halteschraube 2 mit ihrem Schaft und dem Bund 7 und in ihren Randteilen Ausnehmungen12 zur Aufnahme der Stellschrauben 3 aufweist.
Für die Montage des. Bremsmagneten l auf der Platte 5 des Zählergestells wird die Halteschraube 2 mit ihrem Schaft und dem Bund 7 durch die Bohrung 11 der Tellerfeder 4 sowie eine in der Platte 5 dafür vorgesehene Bohrung und der Schaft der Halteschraube 2 durch die Bohrung 9 des Schneckenrades 8 durchgesteckt und mit dem auf den verjüngten Enden der Stellschrauben 3 aufliegenden Bremsmagneten 1 verschraubt, der-wie bereits erwähnt-durch das in seine konische Vertiefung 10 hineinragende verjüngte Ende einer Stellschraube 3 bereits von vornherein eine bestimmt festgelegte und in seiner Ebene unver- rück- und unverdrehbare Lage auf den Stellschrauben 3 einnimmt.
Der Schraubenschaft der Halteschraube 2 ist vorzugsweise so lang, dass bei Beginn des Verschraubens der Halteschraube 2 mit dem Bremsmagneten 1 der Schraubenkopf 6 die Tellerfeder 4 noch nicht berührt. Während des Anziehens der Halteschraube 2 nähern sich der Bund 7 und der Schraubenkopf 6 ihren Widerlagern, dem Schneckenrad 8 bzw. der Tellerfeder 4, wobei es erforderlich ist, dass beim Einschrauben der Halteschraube 2 der Schraubenkopf 6 eher auf der Tellerfeder 4 zum Anliegen kommt als der Bund 7 auf dem Schneckenrad 8. Dies ist nun einerseits davon abhängig, wie stark die Tellerfeder 4 gewölbt ist, d. h. welchen Federweg sie aufweist, und anderseits von der Höhe des Bundes 7, welche Teile 4, 7 demgemäss entsprechend aufeinander abgestimmt sein müssen.
Sobald der Schraubenkopf 6 an der Tellerfeder 4 anliegt, wird in weiterer Folge die Halteschraube 2 unter Einwirkung der Spannkraft der Tellerfeder 4 mit dem Bremsmagnet 1 verschraubt, welche Spannkraft umso grösser wird, je näher sich der Schraubenkopf 6 durch den Schraubvorgang in axialer Richtung auf den Bremsmagneten 1 hin bewegt. Sobald der Bund 7 sein Widerlager, das Schneckenrad 8, erreicht hat, kommt die Axialbewegung der Halteschraube 2 zum Stillstand und jedes weitere Anziehen der Halteschraube bewirkt lediglich, dass der Bremsmagnet mehr und mehr an die verjüngten Enden der Einstellschrauben 3 herangezogen und an diese gedrückt wird. Eine weitere Kraftüber-
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tragung auf die Tellerfeder 4 und somit auf die Platte 5 kann nicht mehr erfolgen.
Dadurch sind die Grö- sse der Kraft, mit welcher der Bremsmagnet 1 an die Stellschrauben 3 gedrückt, und die Grösse der Kraft, mit welcher der Bremsmagnet 1 im Zusammenwirken mit der Halteschraube 2 über die Stellschrauben 3, das Schneckenrad 8 und die Tellerfeder 4 an der Platte 5 festgehalten wird, voneinander völlig unabhän- gig, da die erstere nur durch das Festziehen der Halteschraube 2 und die letztere nur durch die Spann- kraft der Tellerfeder 4 bewirkt wird. Zur Einstellung der Luftspaltebene bezüglich der Zählerscheibe 13 des Zählers werden bekannterweise die Stellschrauben 3 axial entsprechend verstellt. Die Bremskraft des
Bremsmagneten 1 wird, wie ebenfalls bekannt, mittels eines Schnecken- bzw. Schwenkgetriebes einge- stellt, wozu eine Schnecke 14 mit dem Schneckenrad 8 im Eingriff steht.
Beim Drehen der Schnecke 14 wird das mit dieser im Eingriff stehende Schneckenrad 8 ebenfalls gedreht, und da der Bremsmagnet 1 mit dem Schneckenrad 8, wie vorstehend beschrieben, verbunden ist, wird der Bremsmagnet 1 entsprechend mitbewegt. Da die Stellschrauben 3 vom Schneckenrad 8, in welchem sie verschraubt sind, stirnseitig beiderseits herausragen und mit ihren dem Bremsmagneten 1 abgekehrten Endteilen von den Ausnehmun- gen 12 der Tellerfeder 4 aufgenommen werden, bewegt sich auch die letztere beim Drehen des Schnek- kenrades 8 mit, so dass beim Schwenken des Bremsmagneten 1 alle Teile 2,3, 4 und 8, die mit dem
Bremsmagneten 1 verbunden sind, bewegt werden und daher nicht zu befurchten ist, dass durch stehen- bleibende Teile die Halteschraube 2 gelockert bzw. zu fest angezogen werden könnte.
Damit jedoch der
Bremsmagnet 1 über die mit ihm drehbar verbundenen Teile 2,3 und 8 die Drehbewegungen überhaupt ausführen kann, sind, wie aus Fig. 2 ersichtlich, in der Platte 5 entsprechend geformte längliche Öffnun- gen 15 vorgesehen, in denen die den Bremsmagneten 1 haltenden Stellschrauben 3 in Dreh-bzw. Schwenk- richtung bewegt werden können.
Durch die besondere Ausbildung der Halteschraube 2, mit welcher der
Bremsmagnet 1 einerseits mit dem Schneckenrad 8 und anderseits im Zusammenwirken mit der Tenerife- der 4 an der Platte 5 befestigt ist, kann nunmehr jede gewünschte Reibung, welche beim Schwenken des
Bremsmagneten 1 zwischen den an der Platte 5 anliegenden drehbaren Teilen 4,8 und der Platte 5 auf- treten soll, völlig unabhängig von der Kraft, mit welcher der Bremsmagnet 1 mit den dreh-bzw. schwenkbaren Teilen 2,3 und 8 verbunden ist, festgelegt werden.
Da die diese Reibung verursachende
Kraft identisch mit der Kraft ist, durch welche der Bremsmagnet 1 am Zählergestell festgehalten wird, diese Kraft aber allein durch die Spannkraft der Tellerfeder 4 im Zusammenwirken mit dem Bund 7 ver- ursacht wird, ist durch eine entsprechend dimensionierte Tellerfeder wie einen entsprechend dimensio- nierten Bund 7 jede erforderliche Reibung, welche beim Schwenken des Bremsmagneten 1 zwischen den an der Platte 5 aufliegenden Teilen 4, 8 und der Platte 5 auftritt, festlegbar, u. zw. unabhängig von der
Kraft, durch welche der Bremsmagnet mit den drehbaren Teilen 2,3, 4 und 8 verbunden ist.
Eine allfällige Nachkorrektur der Spannkraft der Tellerfeder 4 lässt sich noch durch Beilagscheiben, welche in der Zeichnung jedoch nicht gezeigt sind, erreichen. Die dafür vorgesehenen Beilagscheiben sind entweder auf den Bund 7 oder aber auf den Schraubenschaft der Halteschraube 2 aufgeschoben und liegen auf der Stirnfläche des Schraubenkopfes 6 bzw. der Stirnfläche des Bundes 7 auf. Im ersteren Fall wild dadurch der Bund 7 verkürzt, so dass beim Verschrauben der Halteschraube 2 mit dem Bremsmagne- ten l der Schraubenkopf 6 über die Beilagscheiben eher an die Tellerfeder 4 anzuliegen kommt und die letztere daher mehr durchgedrückt und dementsprechend auch mehr gespannt wird. Im zweiten Fall ist es gerade umgekehrt.
Der Schraubenkopf 6 wird durch die zwischen dem Bund 7 und dem Schneckenrad 8 liegenden Beilagscheiben in axialer Richtung weiter von der Tellerfeder 4 abgerückt, so dass er beim
Verschrauben der Halteschraube 2 auch dementsprechend weniger stark auf die Tellerfeder 4 einwirken kann, wodurch auch die Spannkraft der Tellerfeder 4 entsprechend geringer ist.
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