AT225341B - Verfahren zur Herstellung eines fluorhaltigen Werkstoffes für dentalmedizinische Zwecke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines fluorhaltigen Werkstoffes für dentalmedizinische Zwecke

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  Verfahren zur Herstellung eines fluorhaltigen Werkstoffes für dentalmedizinische Zwecke 
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    Gebiet derDentalmedizinwendeten   Kunststoffe liessen in manchen Richtungen noch Wünsche offen, insbesondere in   bezugaufbe-   stimmte mechanische Eigenschaften, wie Dauerbiegefestigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Rissbil- dung. 



   Die vorliegende Erfindung schafft nun hier Abhilfe und schlägt ein Verfahren zur Herstellung eines fluorhaltigen Werkstoffes für dentalmedizinische Zwecke, beispielsweise für die Herstellung von Zahn- prothesen, künstlichen Zähnen, Zahnfüllungen und kieferorthopädischen   Geräten sowie für Unterfütterun-   gen und Reparaturen, vor, das dadurch gekennzeichnet ist, dass ungesättigten organischen polymeri- sierbaren Verbindungen mit endständiger Methylengruppe, wie   Vinyl-und/oder   Acrylverbindungen, vor oder während der Polymerisation ein Mischpolymerisat aus Hexafluorpropylen und Vinylidenfluorid in
Mengen bis zu   75%,   insbesondere von 5   bis 50%,   vorzugsweise von 10 bis   30%,   bezogen auf die unge- sättigte polymerisierbare Verbindung, zugegeben wird. 



   Als ungesättigte organische polymerisierbare Verbindungen können Verbindungen mit endständiger
Methylengruppe verwendet   werden, insbesondere Vinyl-und/oder   Acrylverbindungen, vorzugsweise Ester der Acryl- und Methacrylsäure. Daneben oder gleichzeitig können aber auch andere monomere Verbin- dungen eingesetzt werden, wie Acrylnitril, Vinylester, Vinyläther und Allylverbindungen. 



   Den monomeren Flüssigkeiten können zusätzlich pulverförmige Polymerisate von Verbindungen mit endständiger Methylengruppe, insbesondere Polymerisate der verwendeten monomeren Flüssigkeiten, zu- 
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 tet werden. 



   Durch die folgenden Beispiele soll die Erfindung näher erläutert werden, ohne dass sie hiedurch beschränkt ist. 



     Beispiel l :   In   80 Gew. -Teilen   Methacrylsäuremethylester werden 20 Gew.-Teile eines an sich bekannten Mischpolymerisates aus Vinylidenfluorid und Perfluorpropen unter Rühren gelöst. 35 Gew.-Teile 
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 eine isolierte Gipsform für eine skelettierte Oberkieferprothese gestopft und bei erhöhter Temperatur, beispielsweise   1000C   auspolymerisiert. 



   Beispiel 2 : Eine Platte von 1, 5 mm Dicke aus einem an sich bekannten Mischpolymerisat aus Vinylidenfluorid und Hexafluorpropylen wird mehrmals mit monomerem Metacrylsäuremethylester bestrichen und in einer Form zusammen mit einem aus monomerer Flüssigkeit und pulverförmigem Polymerisat bestehenden Teig zu einer Zahnprothese mit einer weichen Unterfütterungsschicht auspolymerisiert. Die genannte monomere Flüssigkeit besteht entweder aus Methacrylsäuremethylester oder aus 85   Gew.-Teilen   Methacrylsäuremethylester, in denen 15   Gew.-Teile   des Mischpolymerisates ausVinyl- 

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 idenfluorid und Hexafluorpropylen gelöst sind. Das pulverförmige Polymerisat stellt   Polymethacrylsäure -   methylester in Perlform dar, den   0. 10/0 Chlorbenzoylperoxyd   zugemischt wurden.

   Die bei der Polymeri- sation erzielte Verbindung zwischen der weichen Unterfütterung und der harten Basis erweist sich als ausser- ordentlich fest und zeigt auch nach mehrmonatiger Lagerung in Wasser keine Veränderung   ; weder Quel-   i lungserscheinungen noch eine Ablösung der weichen Unterfütterungsschicht   können beobachtet werden.   



   Beispiel 3 : 90 Gew.-Teile eines Mischpolymerisates aus Vinylidenfluorid und Hexafluorpropylen werden mit10   Gew.-TeilenAcrylsäureäthylester verwalkt ; dieserMischung   werden   O. 050/oBenzoilperoxyd   und   0, 03%oCumolhydroperoxyd   zugemischt und diese   Masse zu Platten von 0. 5 bis 2 mm Stärke ausge-   walzt. Werden diese Platten in Metallfolien luftdicht eingeschweisst, so zeigen sie auch bei mehrmonati- 
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 den. 



   Neben der Polymerisation der genannten Mischungen bei   erhöhter Temperatur   kann die Polymerisation durch Zusatz entsprechender Beschleuniger auch bei Raumtemperatur   oder nur wenig erhöhter   Temperatur durchgeführt werden. Als Beschleuniger kommen hiebei für die Polymerisation bei niederen Temperaturen bekannte Katalysatorsysteme in Frage, beispielsweise Redoxsysteme aus Perverbindungen, wie organische
Peroxyde, und Reduktionsmitteln. Auch Schwermetalle und weitere Aktivatoren können zur schnellen Er- härtung der Polymerisationsansätze verwendet werden. Daneben ist es möglich,   Full- un   Farbstoffe dem jeweiligen Verwendungszweck des Kunststoffes entsprechend mitzuverwenden. 



   Der erfindungsgemässe Werkstoff bringt bei seiner Anwendung für dentalmedizinische Zwecke, bei- spielsweise als Werkstoffe für Zahnprothesen, künstliche Zähne, Zahnfüllungen, kieferorthopädische Geräte oder auch für Unterfütterungen erhebliche technische Fortschritte. Er zeigt besonders hohe Wärmebe- ständigkeit, Schlagzähigkeit und Stossfestigkeit. Die Wasseraufnahme ist ausserordentlich gering, so dass auch bei sehr langer Tragdauer keine Veränderungen durch die Einwirkung von Körpersekreten auftreten können. 



   Die Verbindung zwischen den fluorhaltigen Polymerisaten und Mischpolymerisaten und den bisher für diese Zwecke verwendeten Werkstoffen ist sehr gut und zeigt auch nach mehreren Monaten noch keine Veränderung. Bei dem neuen Werkstoff erweisen sich die   hohe Dauerbiegefestigkeit und die Widerstands-   fähigkeit gegen Rissbildung als besonders überraschende Vorteile. Die hohe Dauerbiegefestigkeit erlaubt eine sehr grazile Gestaltung der Zahnprothesen, was insbesondere bei skelettierten Prothesen einen besonderen Fortschritt darstellt und von dem Träger dieser Prothesen als sehr angenehm vermerkt wird.

   Trotz ihrer wesentlich dünneren Ausführung erweisen sich die so hergestellten Prothesenplatten als sehr widerstandsfähig, sie können den Bewegungen des Mundes eher nachgeben, ohne dass sie brechen und werden deshalb in geringerem Masse als bisher als störende Fremdkörper empfunden. 



   Die Widerstandsfähigkeit der erfindungsgemäss hergestellten Kunststoffe gegen die Ausbildung von feinen Rissen, die als   Craquelesprünge   bei der Einwirkung organischer Flüssigkeiten bekannt sind, bringt erhebliche technische Fortschritte bei der Anwendung der Kunststoffe für dentalmedizinische Zwecke, da damit keine Möglichkeit mehr für die Ansammlung von Bakterien und sonstigen Verunreinigungen besteht und gleichzeitig die Gefahr von Verfärbungen und insbesondere von störenden Geruchsbildungen ausgeschaltet wird. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung eines fluorhaltigen Werkstoffes für dentalmedizinische Zwecke, beispielsweise für die Herstellung von Zahnprothesen, künstlichen Zähnen, Zahnfüllungen und kieferorthopädischen Geräten sowie für Unterfütterungen und Reparaturen, dadurch gekennzeichnet, dass ungesättig- 
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 gen auf die ungesättigte polymerisierbare Verbindung, zugegeben wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass den monomeren Flüssigkeiten zusätzlich pulverförmige Polymerisate von Verbindungen mit endständiger Methylengruppe, insbesondere Polymerisate der verwendeten monomeren Flüssigkeiten, zugegeben werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als monomere Flüssigkeit Methacrylsäuremethylester und als zusätzlich verwendetes pulverförmiges Polymerisat Polymethacrylsäuremethylester in Perlform verwendet wird. <Desc/Clms Page number 3>
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischpolymerisat aus Vinyliden fluorid undHexafluorpropylen inMethacrylsäuremethylester gelöst, diese Lösung mit Polymethacrylsäuremethylester angeteigt und auspolymerisiert wird.
AT105561A 1960-07-09 1961-02-08 Verfahren zur Herstellung eines fluorhaltigen Werkstoffes für dentalmedizinische Zwecke AT225341B (de)

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