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Schleifeinrichtung für Scheibenschneidmaschinen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schleifeinrichtung für Scheibenschneidmaschinen mit einer rotierendenMesserscheibe und einem das Schneidgut aufnehmenden Schlitten, von dem die Schleifeinrichtung getragen wird, wobei diese eine Scharf- un eine Abziehscheibe besitzt, deren Drehachsen zueinander geneigt und versetzt angeordnet sind.
Es sind bereits Schleifeinrichtungen für Scheibenschneidmaschinen bekannt, bei denen der Schleifapparat wegnehmbar am hin und her beweglichen Materialauflageschlitten angebracht war. Nach dem Schleifen wurde dann der Schleifgrat durch eine am Schleifapparat befestigte drehbare Abziehscheibe entfernt, die zu diesem Zwecke federnd gelagert und in Axialrichtung durch Fingerdruck verstellbar war.
Bei andern bekannten Schleifeinrichtungen für die Messerschneiden von Fleischschneidemaschinen wird sowohl die Schärfscheibe als auch die Abziehscheibe durch gesonderte Druckfedern mittels Daumenhebel in die Arbeitsstellung gebracht.
Die wesentlichen Merkmale der erfindungsgemässen Schleifeinrichtung bestehen nun darin, dass die Scharf- un Abziehscheibe, deren gemeinsames Gehäuse od. dgl. am Schlitten quer zur Messerebene verschiebbar oder verschwenkbar gelagert ist, unter dem Einfluss mindestens einer Feder stehen, deren zur Messerebene senkrechte Kraft während des Schleifvorganges gegen die der Messerscheibe abgewendete Schlittenseite gerichtet ist, und dass mindestens ein Kupplungselement, z. B. das Gehäuse oder die Feder vorgesehen ist, das die Scharf- un die Abziehscheibe in bezug auf Verschiebung In Richtung ihrer Achsen bzw. senkrecht zur Messerebene miteinander verbindet.
Durch diese Gestaltung der Schleifeinrichtung gelingt es, das Schleifen der Kreismesser von Scheibenschneidmaschinen zu vereinfachen und von der Geschicklichkeit des Bedienungspersonals weitgehend unabhängig zu machen, da die Zustellung der den Schleifgrat entfernenden Abziehscheibeselbsttätig erfolgt und die Kraft, mit der diese an das Messer angedrückt wird, nicht mehr im Belieben der Bedienungsperson liegt, sondern vom Hersteller auf genau festgelegte, optimale Werte - durch Wahl entsprechender Federn - eingestellt werden kann.
Ausserdem wird die Unfallgefahr reduziert, da man zum Schleifen des Kreismessers mit den Händen nicht mehr in dessen unmittelbarer Nähe Bewegungen ausführen muss.
In der Zeichnung ist einAusführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen : Fig. 1
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; Fig.Fig. 7 und 8 je einen Schnitt durch die Schleifscheibe und die Abziehscheibe in Ruhestellung, die Fig. 9 und 10 je einen Schnitt analog zu den Fig. 7 und 8 kurz vor dem Schleifen, und die Fig. 11 und 12 je einen Schnitt analog zu den Fig. 7-10 während des Schleifens des Messers,.
In den Fig. 1 und 2 ist eine an sich bekannte, motorisch angetriebene Scheibenschneidmaschine für Fleisch- und Wurstwaren mit vertikalem Messer 1 und horizontal verschiebbarem Materialauflageschlitten 2 dargestellt. Die zur Messerachse verstellbare Anschlagplatte 3 dient zum Einstellen der Scheibendicke, wobei das Verstellen derselben mittels eines Drehknopfes 4 erfolgt, der gleichzeitig den Schalter 5 für den Elektromotor trägt. Ferner ist die Anschlagplatte 3 nachstellbar ausgebildet, so dass der radiale Abstand a zwischen dem Messer und der Anschlagplatte 3 auch bei abgenutztem Messer möglichst konstant, etwa in
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punktiert gezeichnete Lage gebracht.
Sobald die Maschine soweit vorbereitet ist, kann die eigentliche
Schleifeinrichtung in Richtung des Pfeiles C verschoben werden, was durch Verschwenken des Hebels 14 erfolgt. Die Schärf-und die Abziehscheibe 25, 26 sind dabei immer noch in ihrer in den Fig. 5 und 6 be- schriebenen Ruhelage, in der zwischen der Messerfläche und der Stirnseite der Abziehscheibe 25 ein Abstand b (Fig. 9) von vorzugsweise etwa 1 mm vorhanden ist.
Da zum einwandfreien Schneiden von Scheiben der Abstand a durch Nachregulierung auch bei ab- genutzten - also im Durchmesser kleineren - Messern angenähert konstant gehalten wird, wandert der
Anschlag 52 ebenfalls mit, so dass die Relativlage der Schleifscheiben 25, 26 bezüglich der Messerschnei- de bei neuem wie auch bei abgenutztem Messer während des Schleif Vorganges angenähert erhalten bleibt.
Durch die Verstellung des Schiebers 8, tritt der Anschlagbolzen 50 in die Nut 51 der Anschlagplat- te 3 ein. Beim Verschieben des Materialauflagetisches 2 von Hand in Pfeilrichtung D (Fig. 9 und 10) nähert sich die Schleifeinrichtung 11 dem Messer und kommt dort vorerst mit der schräg liegenden Schärfscheibe 26 in Berührung. Der Materialauflageschlitten 2 wird nun weitergeschoben bis der Anschlag- bolzen 50 des Gehäuses 10 am Bolzen 52 der Anschlagplatte ansteht (Fig. 11). Dabei drückt das Messer 1 die Spitze 44 der Schärfscheibe 26 gegen die Blattfeder 28, welche SOlT'it in Richtung gegen die Deckplatte 46 gedrückt wird.
Durch diese Schwenkbewegung der Blattfeder 28 wird die ebenfalls gegen sie anliegende Abziehscheibe 25 zum Anliegen an das Messer gebracht, d. h. der zuvor eingenommene Abstand b der Abziehscheibe 25 gegenüber dem Messer 1 entfällt. Dadurch wird der beim Schleifen entstehende Grat entfernt.
Sobald das Messer geschliffen ist, wird der Schlitten 2 von Hand in die ursprüngliche Lage zurückgezogen und die Abziehscheibe 25 kehrt unter der Kraft der Blattfeder 28, die Schärfscheibe 26 hingegen unter der Kraft der Blattfeder 28 und der Schraubenfeder 41 In ihre Ruhelage zurück. Sodann wird der Hebel 14 zurückverschwenkt, so dass der Schieber und mit ihm die Schleifeinrichtung durch die Feder 16 In die In Fig. 3 dargestellte, ursprüngliche Lage zurückbewegt werden. Die Feder 16 ist dabei stärker als die Feder 41 und die Blattfeder 28 zusammen, damit der Schieber 8 beim Schleifen nicht selbsttätig gegen das Messer verschoben wird.
Eine Ausführungsvariante der Schleifeinrichtung besteht darin, dass sich die Spitze 27 der Abziehscheibe 25 gegen ein festes Gegenlager an der Deckplatte 46 abstützt, also axial nicht verstellbar ist. Die Druckfeder 41 der Schärfscheibe 26 wird sodann stärker ausgebildet als die Druckfeder 16 des Schiebers. Beim Anfahren an das Messer 1 wird dadurch der Schieber 8 in Achsrichtung gegen das Messer 1 verschoben bis die Abziehscheibe 25 mit ihm in Berührung kommt und den Schleifgrat entfernt.
Es wäre auch denkbar, dass die Schleifeinrichtung statt fest auf einem beweglichen Schieber, wegnehmbar am Materialauflageschlitten befestigt wird. Ausserdem könnte das Schneidmesser und damit der Materialauflagetisch in einer Schräglage (z. B. 45 ) angeordnet sein. Ferner wäre es unter bestimmten Umständen möglich, bei der erstbeschriebenen Variante auf der Feder 41 unter Beibehaltung der axialen
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te würde darin bestehen, dass an Stelle einer Blattfeder 28 ein um eine Achse schwenkbarer Hebel vorhanden ist, der mittels einer Feder gegen die Spitzen 27 und 44 angedrückt wird.
An Stelle einer geradlinigen Zustellung der Schleifeinrichtung wäre es auch denkbar, diese um eine vertikale Drehachse verschwenkbar zu machen, um sie in und ausser Bereich mit dem Schneidmesser zu bringen.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Schleifeinrichtung fürScheibenschneidmaschinen mit einer rotierenden Messerscheibe und einem
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sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Scharf- un Abziehscheibe (26, 25), deren gemeinsames Gehäuse (10) od. dgl. am Schlitten (2) quer zur Messerebene verschiebbar oder verschwenkbar gelagert ist, unter dem Einfluss mindestens einer Feder (16, 28) stehen, deren zur Messerebene senkrechte Kraft während des Schleifvorganges gegen die der Messerscheibe abgewendete Schlittenseite gerichtet ist, und dass mindestens ein Kupplungselement, z. B. das Gehäuse (10) oder die Feder (28) vorgesehen ist, das die Schärfund die Abziehscheibe In bezug auf Verschiebung in Richtung ihrer Achsen bzw. senkrecht zur Messerebene miteinander verbindet.