AT224906B - Stabilisiertes, für die Verarbeitung in wässeriger Dispersion bestimmtes Kunstharzcompound - Google Patents

Stabilisiertes, für die Verarbeitung in wässeriger Dispersion bestimmtes Kunstharzcompound

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AT224906B
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AT
Austria
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synthetic resin
aqueous dispersion
processing
resin compound
compound intended
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AT491059A
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Karl-Ludwig Blau
Josef Dr Lintner
Alfons Herr
Otto Wilhelm
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Vinypal S A Sa
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Stabilisiertes, für die Verarbeitung in wässeriger
Dispersion bestimmtes Kunstharzcompound 
Die Erfindung bezieht sich auf ein trockenes, feinstpulveriges Kunstharzcompound, welches durch blosses Einrühren in Wasser in eine stabile wässerige Kunstharzdispersion gebracht und aus dieser durch An- säuern, beispielsweise mittels sauer reagierender Metallsalze, wieder ausgefällt werden kann. 



   Zur Verbesserung von Zelluloseprodukten wurde bereits vorgeschlagen, den wässerigen Brei aus Holzi und Zellulosefasern, wie er in der Holzfaserplatten-, in der Karton- und in der Papierindustrie verwendet wird, thermoplastische Kunststoffe in feinster Verteilung zuzusetzen, diese im Faserbrei möglichst gleich- mässig zu verteilen und sie dann gemeinsam mit dem Fasermaterial abzufiltern. Die technische Ausfüh- rung dieses Verfahrens stösst jedoch auf erhebliche Schwierigkeiten besonders dann, wenn stark wasserab- weisende (hydrophobe) Kunstharze, wie etwa Polyvinylchlorid und seine Copolymere verwendet werden sollen. Es hat sich gezeigt, dass es äusserst schwierig ist, diese Kunstharze nur unter Anwendung mechani- scher Mittel gleichmässig und in feinster Verteilung in Wasser zu suspendieren.

   Auch der Vorschlag, dem
Faserbrei zur Erleichterung des Dispergierungsvorganges Netzmittel und Emulgatoren zuzugeben, führte nicht zum gewünschten Erfolg. Es stellte sich heraus, dass diese Zugaben nicht nur die Wasserfestigkeit der Fertigprodukte herabsetzen, sondern darüber hinaus auch die Kunstharzverluste bei der Filtration eines derartigen mechanischen Gemisches von Fasermaterial und thermoplatischem Kunstharz in Wasser in un- erträgliche Weise erhöhen. Um so mehr als man bei der Herstellung der Faservliese meist mit Faser- konzentrationen in Wasser von weniger als 0, 5% arbeitet, bei denen auch ohne Zusätze die Kunstharz- verluste bei der Filtration schwer in technisch tragbaren Grenzen zu halten sind. 



   Schliesslich bereitet die erforderliche thermische Stabilisierung des thermoplastischen Kunststoffes in derartigen mechanischen Gemischen einzelner Komponenten in wässeriger Phase gleichfalls sehr erhebli- che Schwierigkeiten. Aus diesen Gründen haben mechanische Gemische von in Wasser aufgeschlämmten
Fasermaterialien   mitKunstharzdispersionen   zur Herstellung von kunstharzhaitigen Faservliesen bisher auch kaum praktische Verwendung gefunden. 



   Daraus ergab sich dieder Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, nach der ein in trockener, pulveriger
Form vorliegendes, thermoplastisches Kunstharz zu schaffen war, dessen Einzelteilchen thermisch stabi- lisiert sein sollen, welches sich mit einfachen mechanischen Mitteln in eine stabile wässerige Dispersion bringen lässt und welches aus dieser Dispersion beispielsweise durch Zugabe eines mehrwertigen, sauer reagierenden Metallsalzes wieder ausgefällt, insbesondere auf Fasermaterialien in körniger Form aufge- fällt werden kann. 



   Diese Aufgabe wurde durch die erfindungsgemässe Schaffung eines trockenen, feinstpulverigen Kunst- harzcompounds gelöst, dessen Einzelkörnchen a) aus Polymeren des Vinylchlorids, Vinylidenchlorids, Vinylacetats oder den Copolymeren dieser
Produkte, b) aus feinstpulverigen, wasserunlöslichen Stabilisatoren und c) aus dem Alkalisalz einer höhermolekularen organischen Säure als Elementarteilchen bestehen, die d) mit Hilfe des freien Anteiles einer höhermolekularen organischen Säure zu einem Compound-
Einzelkörnchen verklebt sind, welches kleiner als   50/l   ist. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 sondernBeispiel 2 : 100 kg Polyvinylchlorid (s.

   Beispiel   1)   werden mit 53 kg feinpulvrigem, zweibasischem Bleistearat, 41 kg feinpulveriger Stearinsäure und 10 kg feinpulvrigem, trockenem Natriumstearat in einem Pulvermischer   (z. B.   einem Drais-Mischer) innig vermischt. Dabei erwärmt sich das Material infolge der inneren Reibung. Nach dem Erkalten wird die Mischung auf eine Teilchengrösse von kleiner als 30 p gemahlen. 



   20 kg dieses Gemisches werden sodann mit 190 kg Polyvinylchlorid (s. Beispiel   1)   neuerlich im Pulvermischer gemischt und diese Mischung wird nach dem Erkalten auf eine Teilchengrösse von etwa 5 bis   zo   gemahlen. Die Dispergierung erfolgt wie in Beispiel 1 beschrieben. 



   Beispiel 3 : In 1 m3   einer wässerigen   PVC-Dispersion mit einem Feststoffgehalt von etwa   40%, in   der das in Beispiel 1 genannte PVC nach der Polymerisation anfällt, werden 0, 250 kg   Ätznatron-als   verdünnte, wässerige Lösung und 20 kg einer   50% eigen   wässerigen Paste von zweibasischem Bleistearat, so wie diese bei der Herstellung dieses Produktes nach der Filtration anfällt, eingetragen. Das Gemisch wird sodann unter Rühren auf etwa   750C   erwärmt, und bei dieser Temperatur werden 10 kg geschmolzene Stearinsäure unter gutem Rühren langsam eingetragen.

   Es wird während etwa 10 Minuten weitergerührt, das Gemisch wird dann einem für die Trocknung von PVC-Dispersionen üblichen   Düsentrockner   zugeführt und in Luft von etwa 75 bis   800C   eingedüst. Das nach dem Trocknen erhaltene Kunstharzpulver wird nun auf eine Korngrösse kleiner als   30 tel,   vorzugsweise auf eine Teilchengrösse von etwa 5 bis 15   J1   vermahlen. Die Dispergierung erfolgt wie im Beispiel 1 beschrieben. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Stabilisiertes, für die Verarbeitung in wässeriger Dispersion bestimmtes Kunstharzcompound, bestehend aus thermoplastischen Polymerisationskunstharzen, wasserunlöslichen Stabilisatoren und einer höhermolekularen organischen Säure, dadurch gekennzeichnet, dass Elementarteilchen von Polymeren des Vinylchlorids, Vinylidenchlorids, Vinylacetats oder den Copolymeren dieser Produkte und   Elementarteil-   chen der wasserunlöslichen Stabilisatoren mit Hilfe einer höhermolekularen organischen Säure, die teilweise in ihr Alkalisalz   übergeführt   ist, zu Einzelkörnchen von einer Grössenordnung unter 50 p verklebt sind.

Claims (1)

  1. 2. Stabilisiertes, für die Verarbeitung in wässeriger Dispersion bestimmtes Kunstharzcompound nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als höhermolekulare organische Säuren höhere Fettsäuren, Naphthensäuren, Harzsäuren oder ein Gemisch dieser Säuren und/oder ihrer Alkalisalze enthält.
    3. Stabilisiertes, für die Verarbeitung in wässeriger Dispersion bestimmtes Kunstharzcompound nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass es wahlweise die für das betreffende Kunstharz üblichen Stabilisatoren enthält, sofern sie wasserunlöslich sind und eine Teilchengrösse kleiner als 20 11. aufweisen.
AT491059A 1959-05-23 1959-07-06 Stabilisiertes, für die Verarbeitung in wässeriger Dispersion bestimmtes Kunstharzcompound AT224906B (de)

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