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Deckelverriegelungseinrichtung für rotierende Maschinen
Gewisse rotierende Maschinen, wie Zentrifugen, Mischer, Separatoren sind mit Deckeln verschlossen, die wegen einer Unfallverhütung erst nach Stillstand der Maschine geöffnet werden sollen. Zur Vermei- dung von Unfällen ist daher eine Deckelverriegelungseinrichtung erforderlich, die verhindert, dass der
Deckel geöffnet wird, bevor die Maschine still steht.
Zur Erreichung dieses Zweckes sind Einrichtungen bekannt, die durch die Fliehkraft rotierender Mas- sen aber ein Gestänge eine Deckelverriegelung mechanisch oder mit Hilfe eines Schalters elektrisch betä- tigen.
Diese auf der Fliehkraft beruhenden Deckelverriegelungseinrichtungen haben den Nachteil, dass eine verhältnismässig grosse Umfangsgeschwindigkeit erforderlich ist, um die Verriegelung des Deckels zu be- wirken, und dass daher die Entriegelung des Deckels schon bei einer Drehzahl der Maschine erfolgt, die für die bedienende Person noch gefährlich ist.
Eine andere bekannte Deckelverriegelungseinrichtung beruht darauf, dass zwei Scheiben mit ihren ebenen Flächen durch eine Feder aneindergepresst werden. Eine der Scheiben wird dach den Elektromotor angetrieben. Die zweite Scheibe kann nur eine Winkeldrehung zwischen zwei Anschlägen ausführen und wird durch Federkraft gegen die Drehrichtung zu einem Anschlag gezogen. Bei Anlauf des Motors nimmt die angetriebene Scheibe die zweite Scheibe entgegen der Federkraft von einem Anschlag zum andern Anschlag mit und hält sie, solange der Motor läuft, in dieser Stellung. Bei Stillstand des Motors zieht die Rückzugfeder beide Scheiben mit dem Läufer des Motors in die Ausgangsstellung zurück.
Die mitgenommene Scheibe vollfuhrt bei Anlauf des Motors eine Schaltbewegung in Drehrichtung und bei Stillstand des Motors in die entgegengesetzte Richtung und betätigt hiedurch einen Schalter, der den Dekkel bei Lauf der Maschine verriegelt und ihn bei Stillstand der Maschine zum Öffnen freigibt. Da sich beim Lauf der Maschine die treibende Scheibe mit hoher Geschwindigkeit an der getriebenen Scheibe vorbeibewegt, ist die Vorrichtung einer grossen Abnützung unterworfen.
Der Grundgedanke der vorher beschriebenen Deckelverriegelungseinrichtung wurde bei einer andern Ausführung dahin verbessert, dass die Mitnahme des Schaltgliedes, hier eines Hohlzylinders, nicht durch Reibung direkt erfolgt, sondern indirekt durch Vermittlung einer Flüssigkeit.
Es ist auch eine Deckelverriegelungseinrichtung bekannt, bei welcher der durch die rotierende Maschine erzeugte Luftzug einen mit dem Gehäuse fest verbundenen und um eine waagrechte Achse drehbaren Blechwinkel anhebt und ihn hiebei über einen an dem Deckel befestigten und mit einer kerbeförmigen Ausnehmung versehenen Bolzen schiebt. Solange der Luftzug stark genug ist, den Blechwinkel in der angehobenen Lage zu halten, kann der Deckel nicht geöffnet werden.
Mit vorliegender Erfindung soll eine einfache, keiner Abnützung unterworfene Deckelverriegelungseinrichtung geschaffen werden.
Sie benützt zum Betätigen der Deckelverriegelung keine mechanisch übertragenen Kräfte, sondern die durch rotierende Maschinen entstehende natürliche oder durch Hilfsmittel erzeugte oder verstärkte Luftströmung.
Der Deckelverschluss der Maschine wird dabei so ausgeführt, dass der Deckel nach dem Schliessen mechanisch verriegelt bleibt, bis er durch Einschalten eines Elektromagneten entriegelt wird. Ein elektrischer Widerstand. mit grossem negativen Temperaturkoeffizienten. ein sogenannter Heissleiter, der je nach der Type z. B. im kalten Zustand bei 250 C, einen 20-fach grösseren Widerstandswert hat als im warmen Zustand bei 800 C, wird durch eine getrennt angebrachte Heizwicklung erwärmt. Der He1sslei-
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ter und die Heizwicklung sind so angeordnet, dass der Luftstrom der rotierenden Maschine die Erwärmung des Heissleiters verhindert. Solange die Maschine rotiert, bleibt der Heissleiter kalt. und hat einen grossen Widerstandswert.
Nach Stillstand der Maschine, wenn die Kühlung durch den Luftstrom ausbleibt, erwärmt sich der Heissleiter rasch auf etwa 800C. und sein Widerstand sinkt auf ein zwanzigstel seines Wertes bei 25 C. Der-Heissleiter ist in einem Gleichstromkreis einem Transistor oder einer Zenerdiode vor-. geschaltet und steuert über diese Schaltglieder den Elektromagneten der Deckelverriegelung direkt oder mit Hilfe eines Relais.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt. Der Heissleiter 1 wird durch die Heizwicklung 2 erwärmt und ist in den Emitter-Basis-Kreis des Transistors 3 geschaltet. Im Ausgangskreis des Transistors liegen die Spule eines Relais 4 und die Gleichstromquelle 5. Solange die Maschine rotiert, führt der dadurch entstehende Luftstrom 7 die von der Heizwicklung 2 erzeugte Wärme ab, der Heissleiter 1 bleibt kalt und sperrt durch seinen hohen Widerstandswert den Transistor 3. Nach Stillstand der Maschine wird der Heissleiter rasch warm und schaltet durch seinen jetzt kleinen Widerstandswert über den Transistor 3 und das Relais 4 den Elektromagneten 6 der Deckelverriegelung.
PATENTANSPRÜCHE :
EMI2.1
werke u. dgl., mit einem Schloss, das den Deckel nach dem Schliessen mechanisch verriegelt und so lange geschlossen hält, bis es mittels einer bei Stillstand der Maschine ansprechenden Schalteinrichtung durch Einschalten eines Elektromagneten entriegelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein durch eine Heizwicklung erwärmter Widerstand mit negativem Temperaturkoeffizienten so angeordnet ist, dass ihn der durch die rotierende Maschine erzeugte Luftstrom kühlt, wobei in diesem kalten Zustand sein hoher Widerstand mit Hilfe der Schalteinrichtung den Stromzufluss zu dem Elektromagneten praktisch sperrt,
nach Stillstand der Maschine aber infolge der durch den Wegfall der Kühlung erfolgenden Verminderung seines Widerstandes über die Schalteinrichtung den Stromzufluss zu dem Elektromagneten freigibt und dadurch das Schloss entriegelt.