AT223258B - Verfahren zur Herstellung von Verdrahtungen für elektrische Schaltungen, insbesondere der Fernmeldetechnik - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Verdrahtungen für elektrische Schaltungen, insbesondere der Fernmeldetechnik

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AT223258B AT256660A AT256660A AT223258B AT 223258 B AT223258 B AT 223258B AT 256660 A AT256660 A AT 256660A AT 256660 A AT256660 A AT 256660A AT 223258 B AT223258 B AT 223258B
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  Verfahren zur Herstellung von Verdrahtungen für elektrische
Schaltungen, insbesondere der Fernmeldetechnik 
Zur Herstellung von elektrischen Verdrahtungen bedient man sich in zunehmendem Masse der Auto- matisierung. Im Zusammenhang damit ist die Technik der gedruckten Schaltungen bekanntgeworden, die sich jedoch wegen des grossen Aufwandes an teuren Fabrikationseinrichtungen nur für sehr   grosse Stuck-   zahlen lohnt. Ausserdem bringt diese Technik eine grosse Zahl von chemischen Problemen mit sich, die naturgemäss in vielen Betrieben erhebliche Umstellungen erfordern.

   Um diesen Schwierigkeiten aus dem
Wege zu gehen, ist bereits vorgeschlagen worden, den bisher üblichen Schaltdraht zur Herstellung von
Verdrahtungen weiter zu verwenden, diesen jedoch automatisch über einen mit Stützpunkten versehenen
Träger zu führen und dabei um die Stützpunkte herumzuwickeln. Von grundlegender Bedeutung für diese Art der Herstellung einer Verdrahtung ist die Konstruktion der Stützpunkte. Je einfacher die Befestigung des Schaltdrahtes an den Stützpunkten ist, umso leichter lässt sich die gesamte Verdrahtung herstellen. 



  Hiezu ist aus der deutschen Patentschrift Nr. 735364 ein Verfahren bekanntgeworden, nach dem der Schaltdraht an einer als Träger dienenden Platte dadurch festgelegt wird, dass man ihn mittels eines Stempels in Langlöcher eindrückt und dabei den Draht auseinanderquetscht, so dass das Drahtmaterial an den Längsseiten des Langlochs etwas in die Platte eindringt und somit den Draht in der erreichten Lage festhalten soll. Damit der Schaltdraht bei diesem Vorgang nicht seitlich ausweicht, besitzt das Langloch zwei seitliche Aussparungen, in die senkrecht zur Platte stehende Stifte eingezogen sind, die dann eine Führung des Drahtes bei der Stempelbewegung bilden.

   Bei diesem Verfahren handelt es sich nur um ein Anheften des Schaltdrahtes, das insbesondere bei Verwendung des in der Fernmeldetechnik üblichen Schaltdrahtes mit einem Durchmesser unter 1 mm keinerlei mechanische Belastung des Schaltdrahtes erlaubt, wie sie beispielsweise durch angelötet Bauelemente gegeben ist. Der in die Langlöcher eingelegte Schaltdraht kann nämlich nur einer geringen Quetschung unterworfen werden und infolgedessen das Drahtmaterial nur geringfügig in die Platte eindringen, da andernfalls der Schaltdraht zu stark abgeflacht werden und infolgedessen seine notwendige Festigkeit verlieren würde.

   Ausserdem lassen die üblichen als Trägerplatte dienenden Isolierstoffe, wie beispielsweise Hartpapier, ein Eindringen des relativ weichen Schaltdrahtes, für den bekanntlich nur Kupfer in Frage kommt, praktisch überhaupt nicht zu,   d. h.   bei dem vorgesehenen Quetschvorgang schmiegt sich der Schaltdraht allenfalls an die Wandung des Langloches an, ohne sich tatsächlich mit diesem zu verkeilen. Diese Methode der Stutzpunktbildung ist also für die Herstellung von Verdrahtungen, die gewissen mechanischen Belastungen unterworfen werden, wie sie beispielsweise durch angelötete Bauelemente hervorgerufen werden können, ungeeignet. 



   Die Erfindung beseitigt diese Nachteile. Sie bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Verdrahtungen für elektrische Schaltungen, insbesondere der Fernmeldetechnik, bei welchem der die Verdrahtung bildende, nicht vorgebogene Schaltdraht entsprechend dem Schaltschema über eine als Träger dienende Isolierstoffplatte geführt ist und in Abständen mittels eines Stempels unter Schlaufenbildung in Öffnungen (Stützpunkte) der Platte eingedrückt und dort festgehalten wird.

   Durch das   erfindungsgemässe   Verfahren wird insbesondere erreicht, dass die Festlegung des Schaltdrahtes an Stützpunkten mit solcher Sicherheit erfolgt, dass nachträglich der Schaltdraht ohne weiteres jeder mechanischen Belastung unterworfen werden kann, wie sie bei der Weiterverarbeitung einer nach diesem Verfahren hergestellten Verdrahtung und deren betriebsmässigen Handhabung vorkommt. Das Verfahren ist im wesentlichen dadurch 

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 leitet. Mit der weiteren Bewegung des Stempels 5 wird nunmehr die Scheibe 1, wie in Fig. 5c dargestellt, in die Platte 3 eingedrückt, wobei sie den Schaltdraht 2 vor sich herfuhrt und mit in das Loch hineinzieht. Damit sind in einem Arbeitsgang die Herstellung der Scheibe, ihre Befestigung in der Platte und die Fixierung des Schaltdrahtes durchgeführt.

   Selbstverständlich ist es auch möglich, an Stelle der in einem Arbeitsgang vorgenommenen Ausstanzung der Scheibe mit der Fixierung des Schaltdrahtes auch entsprechend vorgerichtete Scheiben zu verwenden. 



   Wie bereits erwähnt, ist die Form der Scheiben dem Durchmesser der Löcher so angepasst, dass die
Scheiben ein ausreichendes Übermass besitzen, um stramm in die Löcher hineinzupassen. Unter   Berück-   sichtigung einer gewissen Elastizität und Plastizität der Scheiben und des Materials der als Träger die- nenden Platte ergibt sich damit ein fester Sitz der Scheiben in den Löchern. 



   Die Sicherheit dieses Sitzes kann man nun noch dadurch erhöhen, dass man nach Eindrücken der
Scheiben in die Löcher auf die Scheiben einen Gegendruck ausübt. Die Scheiben werden nämlich beim
Eindrücken in Richtung der Stempelbewegung durchgewölbt. Wenn man diese Wölbung zurückdrückt, ergibt sich damit eine radiale Ausdehnung der Scheibe, wodurch die Spannung, unter der die Scheibe in der Platte sitzt, erhöht und damit ihr Festsitz verbessert wird. Eine Rückwölbung der Scheibe lässt sich dadurch erzielen, dass bei Erreichen ihrer Endlage in der Platte durch einen Gegendruck die Wölbung zurtickgedrückt wird. 



   Ein Mittel zur Erzeugung dieses Gegendruckes ist in den Fig. 5a, b und c dargestellt. Hier ist ein Stift 16 dargestellt, der von unten in das Loch in der Platte 3 hineinragt. Dieser Stift besitzt eine ebene Stirnseite (abgesehen von einer Facette), der beim Eindrücken der Scheibe 1 unter Mitziehung des Schaltdrahtes 2 ein Gegenlager bildet. Hiebei spielen sich folgende Vorgänge   ab :   Beim Eindrücken der Scheibe 1 wird diese nach Auftreffen auf die Oberfläche der Platte 3 infolge ihres Übermasses in Richtung der Stempelbewegung durchgewölbt.

   Wenn nun der Draht 2 auf die Stirnseite des Stiftes 16 auftrifft und der Stempel 5 von oben nachrückt, dann wird unter diesem Druck die Wölbung der Scheibe 1 zurückgedrückt, die sich damit radial ausdehnt, wodurch die radialen Druckkräfte der Scheibe 1 gegen die Wandung des Loches in der Platte 3 vergrössert werden und damit ihr Festsitz verbessert wird. 



   Wenn sich die Scheibe beim Eindrücken in die Platte an ihrem Rand etwas hochzieht, so lässt sich dieser Effekt ebenfalls zur Verbesserung des Festsitzes der Scheibe ausnutzen, indem man nämlich den bereits erwähnten Stift 16 nach Erreichen der Endlage der Scheibe einen kurzen Hub in Richtung auf den Stempel 5 ausführen lässt. Hiebei werden die hochgezogenen Ränder, die bei diesem Hub von der Platte festgehalten werden, wieder zuruckgeformt, wodurch sich ebenfalls eine Erhöhung der radialen Spannung der Scheibe erreichen lässt. 



   Die vorstehend beschriebenen Verfahrensschritte zur Verbesserung des Festsitzen der Scheiben machen sich eine besondere Eigenschaft der letzteren zunutze. welche durch den im gleichen Arbeitstakt enthaltenen Stanzvorgang entsteht. Bei diesem Stanzvorgang wird nämlich automatisch ein Stanzgrad gebildet, der an dem dem Stempel zugewandten Rand der Scheibe liegt. Der gegenüberliegende Rand der Scheibe ist demgegenüber durch den Stanzvorgang leicht abgerundet. Infolgedessen besitzt die Scheibe eine den Eindrtickvorgang erleichternde Form, die anderseits aber die spätere Sicherung der Befestigung der Scheibe durch Zurückdrücken ihrer Wölbung begünstigt. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von Verdrahtungen für elektrische Schaltungen, insbesondere der Fernmeldetechnik, bei welchem der die Verdrahtung bildende, nicht vorgebogene Schaltdraht entsprechend dem Schaltschema über eine als Träger dienende Isolierstoffplatte geführt und in Abständen mittels eines Stempels unter Schlaufenbildung in Öffnungen (Stützpunkte) der Platte eingedrückt und dort festgehalten wird, dadurch gekennzeichnet, dass an den vorgesehenen Stützpunkten (10) der Stempel (5) jeweils ein Klemmelement in ein darunter befindliches Loch, über das der Schaltdraht (2) geführt ist, drückt und diesen unter Spannung in das Loch hineinzieht.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Klemmelement (1) der Schaltdraht (2) nur so weit in die Platte (3) hineingezogen wird, dass dieser nicht bis an die dem Schaltdraht abgewandte Plattenoberfläche heranreicht.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Klemmelement eine runde Scheibe (1) verwendet wird, die mit zwei gegenüberliegenden Ausnehmungen zur Aufnahme des Schaltdrahtes (2) versehen ist und die stramm in das Loch passt.
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (1) so weit in das in der <Desc/Clms Page number 4> Platte (3) befindliche Loch gedruckt wird, dass oberhalb und unterhalb der Scheibe Plattenmaterial übersteht.
    5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (1) beim Eindruck - ken in Richtung der Stempelbewegung durchgewölbt wird und bei Erreichen ihrer Endlage durch einen Gegendruck die Wölbung zwecks sicherer Befestigung der Scheibe in der Platte (3) zurückgedrückt wird.
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Arbeitsakt der Stempel (5) die Scheibe (1) aus einem Blechstreifen (6) ausstanzt und in das jeweilige Loch drückt.
AT256660A 1959-04-10 1960-04-04 Verfahren zur Herstellung von Verdrahtungen für elektrische Schaltungen, insbesondere der Fernmeldetechnik AT223258B (de)

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