AT223206B - - Google Patents

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AT223206B
AT223206B AT471560A AT471560A AT223206B AT 223206 B AT223206 B AT 223206B AT 471560 A AT471560 A AT 471560A AT 471560 A AT471560 A AT 471560A AT 223206 B AT223206 B AT 223206B
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Rheinstahl Eisenwerke Muelheim/Meiderich Aktiengesellschaft
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  • Filtration Of Liquid (AREA)

Description


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  Filterelement zum Entwässern von Schlämmen od. dgl. mineralischer oder vegetabilischer Art, insbesondere zur Feinstkornentwässerung von Kohlenschlämmen und Anordnung solcher Filterelemente in einer
Filterpresse 
Die Erfindung betrifft Filterelemente zum Entwässern von Schlämmen od. dgl. mineralischer oder vegetabilischer Art, insbesondere   ur   Feinstkornentwässerung von   Kohlenschlämmen   mit einer Korngrösse von unter 1 mm, vorzugsweise unter 0,5 mm bis herab zu 1   u,   bei welchen insbesondere mit Rücksicht auf die nachfolgende Verkokung eine Entwässerung bis auf 15% Wassergehalt erstrebenswert ist.

   Für diesen Zweck sind genügend enge Entwässerungsspalte notwendig, welche schon mit Rücksicht auf eine wirtschaftliche Arbeitsweise verhältnismässig hohe Pressdrücke bis zu 100 atü und mehr erforderlich machen. 



   Erfindungsgemäss wird vorgeschlagen, die Filterelemente durch eine Vielzahl von abstandslos nebeneinanderliegenden, langgestreckten oder zu einem in sich geschlossenen Ring oder schraubenförmig gebogenen prismatischen Profilstäben zu bilden, welche nach dem zu entwässernden Gut,   d. h.   der Filterfläche hin, scharfkantig profiliert sind und eine glatte Beaufschlagungsfläche bilden. 



   Die Elemente können in der   einfachsten Ausführung einen rechteckigen Querschnitt haben. Zweckmä-   ssigerweise hat mindestens der nach der Filterfläche hin gelegene Profilkopf einen rechteckigen Querschnitt, während der hintere Teil des Profiles z. B. trapezförmig zulaufend oder abgesetzt verjüngt ausgeführt sein kann. 



   Die Mindestbreite des Profilkopfes der Elemente ist durch die Forderung gegeben, dass diese gegen- über einseitigen Drücken parallel zur Filteroberfläche und gegenüber eventuellen Verwerfungen bei der Bearbeitung eine genügende Formsteifigkeit besitzen müssen. Sie beträgt in der Praxis mindestens 3 mm, wobei anderseits die Forderung besteht, möglichst viel Entwässerungsspalte auf kleinstem Raum unterzubringen. 



   Die Höhe der Elemente richtet sich danach, dass sie den Pressdruck im Inneren des Filters aufzunehmen in der Lage sind. Die Breite der aneinanderstossenden Seitenflächen,   d. h.   der Spalte, die durch Hinterschneidungen,   Rueksprünge     od. dgl.   des Profilquerschnittes von der Höhe abweichen kann, und ihre Weite richtet sich allein nach der   Korngrösse   des Gutes und dem zur Überwindung der Kapillarkräfte   1m   Spalt notwendigen Pressdruck, wobei die Seitenflächen je nach der Art des Gutes mehr oder weniger fein bearbeitet,   z. B.   geschliffen sein können.

   Die Seitenflächen zweier aneinanderstossender Elemente können gegebenenfalls auch eine verschiedene Oberflächenbeschaffenheit aufweisen, um dadurch bestimmte   Spaltformen und-weiten   zu schaffen. 



   Die Elemente bestehen vorzugsweise aus metallischem Werkstoff,   z.   B. aus Eisen oder auch Nichteisenmetall, wobei sie mit einem Korrosionsüberzug,   z. B.   einem Rostschutzmittel oder einer entsprechenden Plattierung versehen sein können, wenn man es nicht vorzieht, sie ganz aus korrosionsbeständigem Material herzustellen. Anderseits sind auch keramische Werkstoffe und unter Umständen auch solche aus Gummi, Kunststoffen oder Textilien möglich, wobei man diese gegebenenfalls mit einer Armierung zur Aufnahme des Pressdruckes versehen kann. 

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   Langgestreckte Elemente (Stäbe) können im Rahmen starr gehalten sein, wobei sie erfindungsgemäss noch zusätzlich durch quer zu ihrer Länge verlaufende, auf der Filtervorderseite und/oder Rückseite gele- gene Schweissnähte miteinander verbunden sein können, so dass Filterelemente (Filterwände) von unver- rückbar fester Form erhalten werden, die bequem gehandhabt werden können. i Weiters erstreckt sich die Erfindung darauf, dass die Stäbe durch eine Anzahl quer zu ihnen liegender
Stützen gegenüber einer mit dem Rahmen verbundenen Rückwand abgestützt sind, welche vorzugsweise so weit auseinanderliegen, dass eine gewisse, die Selbstreinigung der Spalte begünstigende Durchbiegung der Stäbe zwischen den Stützen möglich ist. 



   Dabei kann beiderseits der festen, mit dem Rahmen verbundenen Rückwand je eine von den Stützen getragene Filterwand angeordnet sein. Auf diese Weise ist es möglich, doppelwandige Filterelemente zu schaffen, die geeignet sind, eine grosse Presskammer in kleine Räume oder Taschen zu unterteilen, um das zu entwässernde Gut an eine möglichst grosse Filterfläche heranzubringen. 



   Anderseits können die Stäbe in weiterer Ausgestaltung auch lose angeordnet sein und unter seitlichem
Druck stehen, der in seinem Ausmass,   z.   B. mittels Schraubspindeln od. dgl. regelbar ist. Auf diese Weise kann nicht nur die Spaltweite dem zu entwässernden Gut angepasst werden, sondern es ist bei axialer Ent- lastung des Filters eine verhältnismässig einfache Reinigungsmöglichkeit aer Entwässerungsspalte gege- ben. 



   Es sind engspaltige Filterelemente bei   Entwässerungseinrichtungen   bekannt, die durch auf die hohe
Kante gestellte, sehr dünne metallische Lamellen gebildet werden, welche mittels Schrauben   od. dgl.   



   Pressmittel sehr kräftig gegeneinander gedrückt werden müssen. Diese papierdünnen Blätter von zirka
0, 1 mm Stärke weisen eine so geringe Formsteifigkeit auf, dass schon zum Ausgleich der herstellungsmä- ssig bedingten Ungleichmässigkeiten ihrer Form und ferner mit Rücksicht auf die gegenüber dem hohen
Druck notwendige Abstützung ein erhebliches Aufeinanderpressen derselben erforderlich ist, wobei weder auf eine bestimmte filtermässig erforderliche Spaltweite Rücksicht genommen werden kann, noch eine gleichbleibende Spaltweite über die ganze Filterwand garantiert ist. Daher bleiben diese Filter auf Labo- ratoriumsgeräte beschränkt und fanden in der allgemeinen   Entwässerungstechnik   keinen Eingang. 



   Mit den erfindungsgemässen Filterwänden aus langgestreckten Einzelelementen kann   z.   B. in Kam- mer-Filterpressen gearbeitet werden, bei denen in einem Filtergehäuse vorzugsweise mehrere, senkrecht zur Pressrichtung angeordnete, hintereinanderliegende, verschiebbare Filterrahmen angeordnet sind, so dass mehrere Presskammern gebildet werden, welche oben durch einen gesteuerten Schieber gleichzeitig gefüllt und unten durch einen allen Presskammern gemeinsamen Entleerungsschieber vom trockenen Press- kuchen entleert werden. 



   Filterwände   auslanggestreckten   Einzelelementen können jedoch auch für die Bildung der Entwässe- rungskammern von ständig umlaufenden Gliederbändern Anwendung finden, welche sich während des Um- laufes unter Erzeugung des Pressdruckes allmählich verkleinern, wobei eine bevorzugte Ausführung darin   besteht, dass ein Gliederband, welches   auf der Innenseite solche Filterwandungen trägt, ein in ihm befind- liches, um eine Trommel herum gelegtes Gliederband ovalartig so umgibt, dass zwischen beiden Bändern von der Aufgabestelle des zu entwässernden Gutes ausgehend abnehmende Querschnitte entstehen, wobei die Aufgabe   und Abführung   des Gutes in der Nähe der kleinen Krümmung des Ovales des äusseren Bandes erfolgt. 



   Dabei kann z. B. jedes Band für sich angetrieben werden oder deren Antrieb so miteinander gekoppelt sein, dass das äussere Band gegenüber dem inneren während des ganzen oder eines Teiles des Umlaufes eine
Relativbewegung ausführt. Dadurch wird zusätzlich zum Pressen noch eine gewisse Scherwirkung auf das zu entwässernde Gut ausgeübt, die in vielen Fällen den Entwässerungseffekt erhöht, indem die Hauptbin- dekräfte zwischen Feststoff und Wasser, nämlich die Kapillarität und die Adhäsion unschädlich gemacht werden. 



   Um eine solche Auflockerungswirkung auf das Gut noch zu unterstützen, können auf der Führung des äusseren Bandes, vorzugsweise im letzten Viertel des Pressweges gegebenenfalls noch ein oder mehrere nockenartige Erhebungen angeordnet werden, durch welche das Band an dieser Stelle etwas angehoDen und damit die Entwässerungskammer vergrössert und danach wieder verkleinert wird. 



   Ein besonders guter Entwässerungseffekt wird mit dem   erfindungsgemässen   Filterelement erreicht, wenn das zu entwässernde Gut gegebenenfalls unter Anwendung eines zweiten Filterelementes entlang der Beaufschlagungsfläche des Filterelementes gepresst wird, wobei sich die Einzelelemente längs oder quer zur Bewegungsrichtung des Gutes erstrecken können. 



   Dies kann z. B. in einer Presse erreicht werden, bei welcher in einer Kammer eine Mehrzahl von ver-   hältnismässig   schmalen und langen, sich in Richtung der Bewegung eines gemeinsamen Presskolbens erstrek- 

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 kender, taschenartiger Filterkammern angeordnet ist, denen eine gemeinsame Vorkammer zur Aufnahme des Pressgutes und des gemeinsamen Presskolbens vorgeschaltet ist. 



   Die einzelnen Presskammern haben   z. B.   bei der Entwässerung von Kohlenschlämmen eine Breite bis zu 50 mm und werden durch zweiseitige   Filtereinsätze     gebildet. DasPressgutwandertdurchdie   Kammern, wobei es laufend seine Feuchtigkeit durch die Filterwandungen derselben abgibt. Durch die Aufteilung in schmale Ströme tritt eine besonders intensive Entwässerungswirkung ein, die dadurch verstärkt wird, dass es ständig,   u. zw.   über eine grössere Strecke in Bewegung gehalten wird und dabei Scherwirkungen ausge- setzt ist, so dass es am Ende der Kammern als völlig trockener Kuchen austritt.

   Die Presskammern können an ihren äusseren Enden ständig oder nur vorübergehend während des Pressens geöffnet sein, nachdem sich durch die ersten Pressungen ein genügend kompakter Kuchen am Ende der Kammern gebildet hat, was durch vorübergehendes Verschliessen der Austrittsöffnungen begünstigt wird. 



   Um die Presswirkung nach dem Ende der Kammern hin gegebenenfalls zu verstärken und dadurch die
Entwässerung entlang den Filterwände gleichmässig zu gestalten, können sich erfindungsgemäss die durch zwei einander gegenüberliegende Filterelemente gebildeten Presskammern nach ihren äusseren Enden hin in ihrer ganzen Länge oder in einem Teil ihrer Länge verengen. In besonderen Fällen kann es aber auch günstig sein, wenn sich die Presskammern nach ihren äusseren Enden hin in ihrer ganzen Länge oder in einem Teil ihrer Länge erweitern. 



   Zur Anpassung der Presskammern an das jeweils zu entwässernde   Gut können die Filterwände eventuell   zusammen mit ihren Rahmen gegebenenfalls auswechselbar sein. 



   Die Austrittsöffnung der   Presskammern   kann dabei in ihrer Weite durch einen gemeinsamen, platten- artigen Schieber regelbar sein. Durch diesen Schieber kann nicht nur die Austrittsöffnung der Kammern zum mindesten bei Beginn des Pressens so lange abgesperrt werden, bis sich dort ein genügend kompakter
Kuchen gebildet hat, welcher dem Pressdruck Widerstand zu leisten in der Lage ist ; vielmehr kann auch   z. B.   durch teilweise Schliessung der Öffnung eine gewisse Regelung des   Wassergehaltes des Presskuchens,   der sonst durch die Breite der Kammern festgelegt ist, in dem Sinne erfolgen, dass durch Verengen der Austrittsöffnung der Wassergehalt des Presskuchens erniedrigt wird. 



   Ist   z. B.   die Breite der Presskammern mit 40 mm gewählt und wird bei einem Feinstkorngehalt bis
1 mm und voll geöffnetem Schieber ein Wassergehalt des Kuchens von 17 bis 19% erreicht, so kann durch Schliessen des Schiebers auf 23 - 30 mm Austrittsöffnung der Wassergehalt des Kuchens auf weniger als
15% gebracht werden, wobei selbstverständlich von Fall zu Fall das Fliessvermögen des Presskuchens berücksichtigt werden muss. 



   Zwecks Vergrösserung der EntwässerungsflächekönneninsolchenPressenauch die Seitenwand der Vorkammer und die Vorderseite des Presskolbens mit Filterelementen versehen sein, was vor allem für die Vorentwässerung des Gutes wichtig ist. 



   Eine besonders günstige Ausführung solcher taschenartige Filterkammer mit längs der Filterfläche vorbeigeführtem Pressgut wird erfindungsgemäss mit Ringen als Einzelelemente von sonst gleichem Querschnittsprofil wie die Stabelemente erreicht, wodurch Ringsäulen gebildet werden können, an deren innerer oder gegebenenfalls auch äusserer Zylinderfläche das Pressgut vorbeigeführt wird. 



   Der besondere Vorteil der Ringe besteht darin, dass sie gegenüber den Stäben verhältnismässig billig herstellbar sind. Sie sind in der Lage, die radial gerichteten Komponente des Pressdruckes unter Vermeidung äusserer Kräfte selbst aufzunehmen, so dass die Filtersäulen nur in axialer Richtung kraftschlüssig gehalten zu werden brauchen, was in regelbarer Weise z.   B. durch   eine einzige Schraubspindel erfolgen kann. 



  Die sonst notwendigen Verankerungen der Filterkammer können in Fortfall kommen. 



   Derartige Filter können daherohneweiteresin die Druckleitung von Dickstoffpumpen (Schlammpumpen) eingeschaltet werden, ohne dass es eines besonderen druckfesten Filtergehäuses bedarf. Es ist dabei lediglich für den getrennten Ablauf des entwässerten Pressgutes und der Flüssigkeit zu sorgen. 
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 hältnismässig grosse Entwässerungsfläche, welche durch die Summe aller Spalte gegeben ist, untergebracht werden. Der lichte Durchmesser der Ringelemente ist mit Rücksicht darauf zu   wählen, dass pro cm2 Durch-   lassquerschnitt eine der Art des Pressgutes angepasste entsprechend grosse Spaltfläche zur   Verfügung   steht, um eine maximale Entwässerungswirkung zu   erzielen. So kommen z.

   B. für   die   Feinstkornentwässerung   von   Kohlenschlämmen   lichte Ringdurchmesser von 20 bis 80 mm, in Sonderheit 30 bis 50 mm je nach Korngrösse in Frage. 



   Diese günstigen Verhältnisse lassen sich mit einem einsäuligen Filter nicht immer erreichen. Daher ist es zweckmässig, gleichzeitig mehrere, parallel geschaltete Ringsäulen anzuwenden, wobei die einzelnen Ringsäulen vorzugsweise durch eine gemeinsame axiale Spannvorrichtung, welche regelbar ist, zu- 

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 genden   Seitenflächen   der Stäbe ebenfalls kleiner ist. 



   Die Breite de. Seitenflächen (Tiefe der Spalte) sowie die Weite der Spalte richtet sich nach der Art des zu entwässernden Gutes und nach dem zur Überwindung der Kapillarkräfte im Spalt notwendigen Press- druck, wobei die Seitenflächen   2, 2', 2" je   nach der Art des Gutes mehr oder weniger fein bearbeitet, z. B. geschliffen sind. Ebenso können die Stirnflächen 3   z. B.   geschliffen sein. 



   Wie aus den Fig.   4-6   hervorgeht, sind die Filterstäbe 1 an ihren Enden in einem Rahmen 4 gehalten und stützen sich mittels quer zu ihnen liegender Stützen 5 auf der mit dem Rahmen 4 verbundenen Rück- wand 6 ab. Die Filterstäbe 1 sind in Fig.   4-6   an ihrer Vorderseite und in Fig. 4 zusätzlich noch auf ihrer
Rückseite durch quer zu ihnen-verlaufende Schweissnähte 7 miteinander verbunden, so dass sie mit Sicher- heit in ihrer Lage zueinander gehalten werden und der Filterwand eine feste Form verliehen wird. An ir- gendeiner Stelle zwischen der Filterwand und der Rückwand sind nicht gezeichnete Abflüsse für die Flüs- sigkeit vorgesehen. 



   In Fig. 7 bezeichnet 8 das Gehäuse der Presse, welche durch den Presskolben 9 angetrieben wird. Die
Presskammern 10 werden an den Enden des Gehäuses durch einseitige Filtereinsätze 11 gemäss Fig. 4 und dazwischen durch doppelseitige Filtereinsätze 12   gemäss   Fig. 5 gebildet, welche in der Mitte noch durch eine Stange 13 geführt sind. 14 ist der Rückschubkolben, durch welchen die Filtereinsätze nach dem Pres- sen in ihre Ausgangsstellung zurückgebracht werden. 



   15 ist die Zuführungsleitung für das Pressgut, welche durch einen gesteuerten Schieber 16 absperrbar ist. Von dieser verteilt sich das Pressgut über das Verteilerrohr 17 gleichmässig auf die einzelnen   Presskam-     mern l O. Unter   der Presse ist ein allen Presskammern gemeinsamer Entleerungsschieber 18 angeordnet, der von einem Kolben 19 betätigt wird und nach dem Pressen die Presskammern zur Entleerung des trockenen
Presskuchens nach unten freigibt. 



   Das ausgepresste Wasser fliesst durch unten in den Filtereinsätzen befindliche Langlöcher 20 und entsprechende, im Filtergehäuse angeordnete Abflusskanäle 21 nach aussen ab. 



   Die Steuerung der Filterpresse kann vollständig automatisch erfolgen. 



   In Fig. 8 und 9 bezeichnet 22 die senkrecht stehende Antriebstrommel der Gliederbandpressen, die   z. B.   in einem feststehenden Rahmen gelagert ist und auf welcher das innere Gliederband 23 aufgespannt ist. 



   Gegenüber der Trommel 22 sind die   Kopf- und Fussplatten 24   um einen Betrag verschiebbar angeordnet. Die Platten tragen je eine ovale Führung 25, die zur Führung des äusseren Bandes 26 dient. Die Trommel 22 ist senkrecht zur Längsachse der Platten 24 um einen Betrag von z. B. 50 mm exzentrisch angeordnet, so dass zwischen den Bändern von der Aufgabestelle des Gutes ausgehend um die Trommel herum abnehmende Abstände entstehen, die sich   z. B.   um die Hälfte verkleinern. Die Verschiebbarkeit der Platten 24 wird mit Hilfe zweier in ihnen angeordneter hydraulischer Kolben 27 und Zylinder 28 bewirkt, wodurch der Abstand zwischen den Bändern 23 und 26 und damit der Auspressdruck beeinflusst wird sowie gleichzeitig auch das äussere Band 26 gespannt wird. 



   Die Aufgabe des zu entwässernden Gutes erfolgt durch einen in der Nähe der freien, kleinen Krümmung des Ovales angeordneten Stutzen 29, aus welchem dieses über einen vorentwässernd wirkenden Schrägrost 30 der Trommel 22 an der Stelle aufgegeben wird, wo von deren Seitenwänden 31 und den Bändern 23 und 26 ein geschlossener   Entwässerungsraum   gebildet wird. Der Austrag des trockenen Gutes erfolgt über ein Abstreifblech   32   und eine Schnurre 33 an einer der Aufgabestelle gegenüberliegenden Stelle der freien Ovalkrümmung. Der in der Mitte der Trommel 22 angeordnete Flansch 34 dient lediglich zur nochmaligen Abstützung des inneren Bandes 23. 



   Gemäss Fig. 10 und 11 bestehen die Bänder 23 und 26 aus abstandslos aneinanderliegenden, quer zur Laufrichtung der Bänder liegenden Stäben 35 von T-förmigem Querschnitt, welche den Stäben 1 entsprechen und von mehreren, in Längsrichtung der Bänder verlaufenden Drahtseilen 36 gegeneinander beweglich gehalten werden. Durch Drahtseile 36 ist auch das innere Band 23 auf der Antriebstrommel 22 festgehalten. 



   Am äusseren Band 26 sind in gewissen Abständen Mitnehmer 37 angeordnet, die durch Kettenglieder 38 miteinander verbunden sind. Ausserdem tragen die Mitnehmer 37 Rollen 39, welche das Band an den beiden seitlichen Führungen 25 der Platten 24 entlang führen. Die Rollen 39 werden dabei von den Zähnen 40 der Antriebstrommel 22 mitgenommen, wobei es möglich ist, durch eine entsprechende Ausbildung der Zähne 40 dem Band 26 gegenüber dem Band 23 eine geringe Relativbewegung zu erteilen, die eine Scherwirkung und demzufolge eine Auflockerung des Gutes hervorruft. 



   In Fig. 12 und 13, welche eine weitere Ausführung von Bändern mit quer zur Laufrichtung des Bandes liegenden Stäben zeigen, sind die Stäbe 35 zu mehreren mit Hilfe von Bolzen 41 auf je zwei Kettengliedem 38 beweglich befestigt, welche mit entsprechenden Haltern 42 versehen sind. 

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   Um auch hier ein Zusetzen der Spalte zwischen den Stäben 35 zu vermeiden, die hier keine durch den Lauf des Bandes bedingte Bewegung gegeneinander ausführen, ist es zweckmässig, sie durch An- schläge oder   z. B. Federn   43 zu bewegen, die zwischen ihnen und den Kettengliedern 33 angeordnet sind. 



   Zwischen den auf diese Weise gebildeten einzelnen Filterflächen sind flexible Zwischenstücke 44 ange- ordnet. 



   In Fig. 14 und 15 bilden in Laufrichtung angeordnete, mit entsprechenden Gelenken 45 versehene kettengliederartige Stäbe 46 selbst das Gliederband, so dass besondere Zugkettenglieder fortfallen können. 



   In Fig. 16 bezeichnet 47 die Vorkammer und 48 die taschenartigen Presskammern, die sich in Rich- tung der Bewegung des gemeinsamen Presskolbens 49 erstrecken und sich nach ihrem äusseren Ende hin gleichmässig   verengen. Die Presskammern   48   werden durch einseitige Filtereinsätze   50 gemäss Fig. 4 bzw. 5 gebildet, welche sich entsprechend verbreitern. Gegebenenfalls können auch noch die Seitenwandungen 51 der Vorkammer'47 sowie die Vorderseite 52 des Kolbens 49 als Filtereinsätze ausgebildet sein. 



   Vor dem Ende der Presskammern 48 ist ein allen gemeinsamer, plattenartiger Schieber 53 angeord- net, welcher mit den Austrittsöffnungen 55 der Presskammern 48 entsprechenden Öffnungen 54 versehen ist. Durch ihn können die Austrittsöffnungen 55 ganz oder teilweise abgesperrt   werden. Durch das vollstän-   dige Schliessen derselben wird beim Anfahren der Presse die anfängliche Bildung des Presskuchens bewirkt und durch teilweises Schliessen der Wassergehalt des Pressgutes geregelt. 



   Das Pressgut gelangt je nach seinem Zustand entweder als Schüttgut von oben in die Vorkammer 47 oder es wird durch die   Einfüllöffnung   56 in dieselbe eingepumpt. 



   Um den Rückgang des Presskolbens 49 nach dem Pressvorgang zu erleichtern, sind im vorliegenden Falle im unteren Ende der Vorkammer 47 ein oder mehrere Ventile oder Schieber 57 angeordnet, durch welche beim Rückgang des Kolbens 49 Aussenluft angesaugt werden kann. Diese Luft lässt man beim Einfüllen des Pressgutes in die Vorkammer 47 durch diese Ventile oder Schieber wieder entweichen. Ein Teil derselben wird mit durch die   Presskammern   48 gedrückt, wo sie mit zur Entwässerung des Pressgutes beiträgt. Die Schieber oder Ventile 57 werden gegebenenfalls in Abhängigkeit von der Presskolbenbewegung gesteuert. 



   Gegebenenfalls kann auch die   Einfilllöffnung   56 für das Pressgut durch nicht gezeichnete, gesteuerte Schieber geöffnet und geschlossen werden. 



   Der Querschnitt des Presskolbens 49 bzw. der Vorkammer 47 braucht dabei durchaus nicht der Querschnittsform des Gehäuses der Presskammern 48 zu entsprechen, also rechteckig zu sein ; er kann vielmehr   z. B.   auch rund sein, wodurch er sich gegenüber den Seitenwandungen 51 der Vorkammer 47 besser abdichten lässt. 



   Die Presse ist von einer starken Rahmenkonstruktion 58 umgeben, welche in der Lage ist, Pressdrücken bis zu 100 atü und mehr standzuhalten. 



   In Fig. 17 und 18, welche einen Ringsäulenfilter darstellen, bezeichnet 59 die Verteilerscheibe des aus mehreren Ringsäulen 60 mit eisernen   Ringelementen 61 bestehenden Filters, 62 den im Verteilerkopf 63   befestigten Haltebolzen, 64 die Distanzstücke der Filtersäulen und 65 den äusseren Zentriermantel der Filtersäulen. 



   Den hinteren Abschluss der Filtersäulen bildet die mit nach aussen abgebogenen Austrittsöffnungen 66 versehene Stützplatte 67. Zwischen den Teilen 59,   62 - 65   sind die Ringsäulen   60-mittels   der auf dem Haltebolzen 62 aufgeschraubten Mutter 68 axial eingespannt. 



   Auf der Stützplatte 67 ist der Ringschieber 69 angeordnet, welcher auf dem Umfang der Stützplatte 67 verschraubbar ist und dessen Bohrungen 70 je nach dem erforderlichen Gegendruck mit den Öffnungen 66 der Stützplatte 67 mehr oder weniger zur Deckung gebracht werden   können. Mit   71 ist der Flüssigkeitsaustritt bezeichnet. Die Filtereinrichtung kann als Ganzes von der Presse abgenommen und ausgewechselt werden. 



     "'Fig. 19   zeigt Ringelemente 61 mit rechteckigem Querschnitt ähnlich Fig. 1, die mit der vollen Breite 72 ihrer Seitenflächen aufeinanderliegen. 



   Fig. 20 zeigt Ringelemente 61, bei denen nur der nach der Filterfläche hin gelegene Profilkopf einen rechteckigen Querschnitt hat ähnlich Fig. 2, während sich der hintere Profilteil in Form eines Trapezes verjüngt. Dementsprechend ist die Breite   72'der Seitenflächen, d. h. also   der Spalte, kleiner. 



   In Fig. 21 und 22, welche sonst dieselben Bezeichnungen aufweisen wie Fig. 17 und 18 ist hinter der Stützplatte 67 ein mit einem Griff versehener plattenartiger Schieber 73 angeordnet, dessen Bohrungen 74 die   Austrittsöffnungen   75 der Stützplatte 67 ganz oder teilweise je nach dem erforderlichen Pressdruck überdecken. Der Schieber 73 ist mit Hilfe der Mutter 76 ebenfalls auf dem Haltebolzen 62 festgehalten. 



   Wie aus Fig. 22 hervorgeht. kann der Filter in einfachster Weise durch den Anbau weiterer Teile 60', 

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64', 65'in radialer Richtung vergrössert und damit der Pressgutstrom weiter unterteilt werden. 



   Es bezeichnet 77 den Presskolben mit dem Klappenventil 78, welcher über ein Verbindungsstück 79 mit dem Saugkolben 80 verbunden ist, wobei der Druckraum 81 des Kolbens 77 mit dem Saugraum 82 des
Kolbens 80 durch eine durch das Innere der Kolben und des Verbindungsstückes geführte Leitung 83 ver- bunden ist. Im Saugraum 82 ist ein nicht gezeichnetes Fussventil angeordnet. 84 ist der ebenfalls mit dem
Verbindungsstück 79 verbundene Antriebskolben, welchem ein Dichtungskolben 85 vorgeschaltet ist. Mit
86 ist die am Verbindungsstück 79 angeschlossene Steuerstange für den Kolben 84 bezeichnet. 



   In Fig. 23 wird die Filtersäule 60 durch ein einziges schraubenfederartiges Element 87 gebildet. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Filterelement zum Entwässern von Schlämmen   od. dgl.   mineralischer oder vegetabilischer Art, insbesondere zur Feinstkornentwässerung von   Kohlenschlammen,   bestehend aus einer Vielzahl nebenein- anderliegender Einzelelemente, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelelemente langgestreckte oder zu einem in sich geschlossenen Ring oder schraubenförmig gebogene prismatische Profilstäbe sind, deren nach der Beaufschlagungsseite hin gelegener Profilkopf bei einer Breite vonmindestens 3 mm scharfkantig pro- filiert ist, während der dahinter gelegene Teil des Profiles rechteckig, trapezförmig oder abgesetzt ver-   jongt   ist, wobei die Profilstäbe eine glatte Beaufschlagungsfläche bilden, abstandslos aneinanderliegen und gegebenenfalls in ihrer Gesamtheit in an sich bekannter Weise unter z.

   B. von einer Schraubenspindel her- vorgerufenem Druck stehen.

Claims (1)

  1. 2. Filterelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die aneinanderstossenden Seitenflächen der Einzelelemente je nach der Art des zu entwässernden Gutes mehr oder weniger fein be- arbeitet, z. B. geschliffen sind.
    3. Filterelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelelemente aus einem korrosionsfreien metallischen Werkstoff bestehen bzw. mit einem Korrosionsschutzmittel, z. B. einer Plattierung versehen sind.
    4. Filterelement nach Anspruch l, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelemente aus einem keramischen Werkstoff, Gummi, Kunststoff oder Textilien bestehen, welche armiert sein können.
    5. Filterelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die stabförmigen Einzelelemente durch einen Rahmen zusammengehalten werden, wobei sie gegebenenfalls durch quer zu ihrer Länge verlaufende, auf der Beaufschlagungs- und/oder der Rückseite gelegene Schweissnähte noch zusätzlich miteinander verbunden sein können.
    6. Filterelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die stabförmigen Einzelelemente durch eine Anzahl quer zu ihnen liegender Stützen gegenüber einer mit dem Rahmen fest verbundenen Rückwand abgestützt sind, welche vorzugsweise so weit auseinander liegen, dass eine gewisse, die Selbstreinigung des Filterelementes begünstigende Durchbiegung der Stäbe möglich ist.
    7. Filterelement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass beiderseits der festen, mit dem Rahmen verbundenen Rückwand je ein von den Stützen getragenes Filterelement angeordnet ist.
    8. Filterelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stäbe in Richtung ihrer Stossflächen beweglich gegeneinander sind, wobei sie auf der Rückseite der Beaufschlagungsfläche durch flexible Mittel, z. B. durch quer zu ihnen verlaufende Drahtseile miteinander verbunden oder durch Federn gegenüber dem sie haltenden Rahmen abgestützt sind.
    9. Anordnung von Filterelementen nach einem der Ansprüche 1 bis 8 in einer Filterpresse, dadurch gekennzeichnet, dass das zu entwässernde Gut vorzugsweise unter Anwendung eines zweiten Filterelementes senkrecht zur Beaufschlagungsfläche des Filterelementes geführt wird.
    10. Anordnung von Filterelementen nach einem der Ansprüche 1 bis 8 in einer Filterpresse, dadurch gekennzeichnet, dass das zu entwässernde Gut gegebenenfalls unter Anwendung eines zweiten Filterelementes entlang der Beaufschlagungsfläche des Filterelementes geführt wird, wobei sich die Einzelelemente längs oder quer zur Bewegungsrichtung des Gutes erstrecken können.
    11. Anordnung von Filterelementen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich der durch zwei einander gegenüberliegende Filterelemente oder durch ein einziges ringförmiges Filterelement gebildete Pressraum nach der Austrittsöffnung des Pressgutes hin über seine ganze Länge oder einen Teil derselben je nach Art des zu entwässernden Gutes verengt oder erweitert.
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