<Desc/Clms Page number 1>
Schleuderstrahlmaschine
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
mittel selbst zur Abdichtung verwendet. Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Schleuderstrahlma- schine der obengenannten Art, bei welcher jede Vorrichtung zur Abdichtung aus mindestens ein'-m in der
Nähe der Öffnung um das zu behandelnde Gut herum angeordneten Magneten besteht, der zum zu behan- delnden Gut hin ein Magnetfeld bildet, welches das in der Nähe befindliche Strahlmittel magnetisiert und i es im Bereich der Öffnung als Abdichtungsmittel festhält.
Durch die neue Abdichtung werden die bisher vorhandenen Schwierigkeiten der Abdichtung mit den bekannten Mitteln beseitigt.
Der Vorteil der erfindungsgemässen Abdichtungen liegt zur Hauptsache darin, dass das Strahlmittel selber Dichtungsmittel bildet, so dass kein Verschleiss auftritt.
Als weiterer Vorteil ist die Tatsache zu bewerten, dass die erfindungsgemässe Abdichtung absolut temperaturunabhängig ist, was bei den bisher bekannten Abdichtungen aus Gummi, beispielsweise mit
Manschetten oder angepassten Klappen, nicht der Fall ist.
Die Abdichtung gemäss der vorliegenden Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass durch einen Strahl- mittelvorhang im Magnetfeld Werkstücke von verschiedener Form und mit veränderlichem Profil hindurch- gezogen werden können, ohne die Wirkung der Abdichtung zu vermindern.
Die Zeichnung stellt mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dar. Es zeigen : Fig. l einen Vertikalschnitt durch eine Schleuderstrahlmaschine mit einer erstenAusführungsform einer Abdich- tung. Fig. 2 einen Teilschnitt durch eine weitere Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, Fig. 3 einen
Schnitt nach der Linie III - III in Fig. 2 und Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV - IV in Fig. 2.
In Fig. 1 ist in einem Teilschnitt eine Schleuderstrahlmaschine mit einem Putzhaus 10 dargestellt.
Auf dem letzteren ist ein Schleuderrad 12 angeordnet, welches Strahlmittel aus einem Silo 14 durch ein - Zuleitungsrohr 16 und einen Zuteiltrichter 18 erhält. Der untere Teil des Putzhauses 10 ist zum Sam- meln des gebrauchten Strahlmittels trogförmig ausgebildet, das mittels einer Förderschnecke 20 dem Fuss eines Brecherwerkes 22 zugeführt wird, von wo es wieder in den Silo 14 gelangt.
Wie Fig. 1 zeigt, ist am Putzhaus 10 auf jeder Längsseite eine Öffnung 21 bzw. 23 zum Durchschie- ben von Putzgut 13 in Richtung des Pfeiles 15 vorgesehen. Daraus geht hervor, dass die Länge der Putz- gut-Stücke, z. B. Eisenprofile verschiedener Art und Querschnitte, unbeschränkt ist. Oberhalb und unter- halb des Putzgutes 13 sind auf jeder Seite des Putzhauses 10 hufeisenförmig ausgebildete Dauermagnete
24 vorgesehen, die das magnetisierbare Strahlmittel anziehen. Die Gehäuse 26 der Dauermagnete 24 können aus Holz, Metall oder andern Werkstoffen bestehen ; für den Fall, dass sie aus Eisen bestehen, ist es notwendig, einen Belag 28 aus unmagnetischem Werkstoff anzubringen, um die gegeneinander gerich- teten Pole der Dauermagnete 24 vom Putzhaus 10 zu isolieren (s. Fig. 1).
In den zwischen den Dauerma- gneten 24 und dem durchgeführten Putzgut 13 vorhandenen Luftspalten oder Zwischenräumen entstehen aut den beiden Putzhausseiten Magnetfelder 25 bzw. 27, in denen sich magnetisierte Strahlmittel-Teilchen ansammeln und dadurch in dargestellter Weise einen, gegen den Austritt von Staub, Sand usw. dichtenden
Abschluss des vorhandenen Luftspaltes ergeben.
Beim Inbetriebsetzen der Schleuderstrahlmaschine wird vorteilhaft von Hand etwas Strahlmittel in die Magnetfelder 25 und 27 um das Putzgut 13 herum angeordnet, um schon zu Beginn einen sicherenAb- schluss zu haben. Nach dem Inbetriebsetzen wird fortlaufend aus dem Silo 14 durch eine Zufuhrleitung 32 eine kleine Menge Strahlmittel in einen Zuteil-Behälter 30 gebracht, so dass beim Durchführen des Putz- gutes 13 in Richtung des Pfeiles 15 ein abdichtender Vorhang aus als Dichtungsmittel dienendem Strahl- mittel bestehen bleibt. Sollte indessen die Menge des durch die Zufuhrleitung 32 nachfliessenden Strahl- mittels zu gross sein, so kann der Überschuss in einem Sammeltrog 34 gefasst und durch einen Kanal 35 in den Putzhaustrog 19 zurückgeführt werden.
An der Austrittsseite (in Fig. 1 links) des Putzhauses 10 ist ebenfalls ein Sammeltrog 36 angeordnet, der das etwa vom Putzgut 13 herunterfallende Strahlmittel sammelt und durch einen Kanal 37 wieder dem Putzhaustrog 19 zuführt
In der Ausführungsform nach Fig. l sind hufeisenförmige Dauermagnete 24 vorgesehen. Es ist natürlich ohne weiteres möglich, andere Mittel zum Erzeugen eines Magnetfeldes zu verwenden. Es könnten beispielsweise stabförmige, runde, oder andere Dauermagnete oder Elektromagnete in beliebiger Anordnung und Zusammensetzung Verwendung finden.
In den Fig. 2 - 4 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt, wobei mit 40 die Wandung auf der Austrittsseite eines beliebig ausgebildetenPutzhauses für dieDurchlaufbehandlung von Putzgut 13 in Richtung des Pfeiles 15 bezeichnet ist. Mittels Schrauben 44 ist ein Magnet-System 42 in einem Rahmen, bestehend aus einer Grundplatte 46 mit einer Öffnung 47 und Seitenwänden 48 an der Wandung 40 befestigt. Gruppen von keramischen Dauermagneten 50 in Form von Stäben sind oberhalb und unterhalb der Durch-
<Desc/Clms Page number 3>
gangsöffnung 41 für das Putzgut 13 mittels. einer Hülse 52 aus magnetisch weichem Material im Rahmen
48 gehalten.
Um die Störungen im Magnetfeld der Magnete 50 auf einem Minimum zu halten, sind die letzteren beidseitig durch Gummi-Zwischenlagen 54 und durch Gummiplatten 56 zwischen den Magne- ten 50 und der Hülse 52 isoliert. Die Unterseite der oberen und die Oberseite der unteren Magnetgruppen
50 sind, wie Fig. 2 zeigt, mit einem Aluminiumbelag 58 versehen. Vorzugsweise werden jedoch an den
Aussenseiten des einen oder beider Aluminiumbeläge 58 Bördel 59 angebracht, um die Menge des beim
Durchführen des Putzgutes 13 in Richtung des Pfeiles 15 mitgenommenen Strahlmittels zu vermindern.
Da auf Schleuderstrahlmaschinen der beschriebenen Art Profile der verschiedensten Art und Abmes- sungen behandelt werden können, empfiehlt es sich, die Öffnung 41 im Putzhaus 40 reichlich zu bemessen und die Öffnung 47 der Grundplatte 46 des Magnet-Systems 42 der Form des letzteren bzw. den Ab- messungen des Putzgutquerschnittes anzupassen. Für die gleiche Schleuderstrahlmaschine werden somit eine Reihe verschiedener Grundplatten 46 mit entsprechend ausgebildeten Magnet-Systemen 42 zur Ver- fügung stehen, die jedoch leicht auswechselbar sind und nach Bedarf Verwendung finden.
In den Fig. 2 und 3 ist dargestellt, dass auch Mittel vorgesehen sind, um beim Putzvorgang magne- tisch gewordene Strahlmittel-Teilchen, die beim Austritt des Putzgutes 13 am letzteren hängen bleiben, zurückzugewinnen. Dazu ist eineEntmagnctisier-Vorrichtung 60 vorgesehen, die aus einem Elektromagne- ten 62 mit zentraler Öffnung 64 für den Durchgang des Putzgutes 13 besteht. Diese Vorrichtung kann durch Konsolen 66, 67 an der Putzhauswandung 40 befestigt werden. Beim Erregen der Magnetspule 62 durch Wechselstrom, der mittels Leitungsdrähte 68 zugeführt wird, werden die noch am Putzgut 13 an- haftenden, magnetisch gewordenen Strahlmittelteilchen entmagnetisiert und fallen in einen Sammel- trog 70, von wo sie dem Putzhaus 10 wieder zugeführt werden können.
Bei allen hier beschriebenen und dargestellten Schleuderstrahlmaschinen sind Einrichtungen zum fort- laufenden Reinigen des Putzmittels vorzusehen, um Verunreinigungen wie Sand, Rost, Zunder, gebroche- nes Strahlmittel und Staub auszuscheiden. Diese Einrichtungen sind jedoch in der Zeichnung nicht darge- stellt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schleuderstrahlmaschine, bestehend aus einem Putzhaus mit einem Schleuderrad, welches magne- tisierbares Strahlmittel gegen das zu behandelnde Gut schleudert, wobei das Putzhaus für den Durchlass des zu behandelnden Gutes Öffnungen aufweist, die zur Verhinderung des Austrittes von Strahlmittel mit
Vorrichtungen zur Abdichtung versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass jede Vorrichtung zur Abdich- tung aus mindestens einem in der Nähe der Öffnung um das zu behandelnde Gut herum angeordneten
Magneten (24,50) besteht, der zum zu behandelnden Gut (13) hin ein Magnetfeld bildet, welches das in der Nähe befindliche Strahlmittel magnetisiert und es im Bereich der Öffnung als Abdichtungsmittel fest- hält.