AT223023B - Sektorensteuerstift für photographische Sektorenverschlüsse - Google Patents

Sektorensteuerstift für photographische Sektorenverschlüsse

Info

Publication number
AT223023B
AT223023B AT242059A AT242059A AT223023B AT 223023 B AT223023 B AT 223023B AT 242059 A AT242059 A AT 242059A AT 242059 A AT242059 A AT 242059A AT 223023 B AT223023 B AT 223023B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sector
socket
control pin
photographic
shutters
Prior art date
Application number
AT242059A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Agfa Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Agfa Ag filed Critical Agfa Ag
Priority to AT242059A priority Critical patent/AT223023B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT223023B publication Critical patent/AT223023B/de

Links

Landscapes

  • Shutters For Cameras (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Sektorensteuerstift für photographische Sektorenverschlüsse 
Gegenstand der Erfindung ist ein Sektorensteuerstift für photographische Sektorenverschlüsse. 



   In photographischen Zentralverschlüssen werden die zum Öffnen und Abdecken der Verschlussöffnung benutzten Sektoren im allgemeinen von einem während des Verschlussablaufs bewegten Sektorenring ge- steuert. Dabei sind z. B. die Sektoren um   geMsefeste   Drehpunkte gelagert und mit dem Sektorenring durch eine Stift-Schlitz-Anordnung beweglich verbunden. Bekannt ist auch eine umgekehrte Anordnung der Elementenpaare, d. h. eine drehgelenkige Verbindung zwischen Sektoren und Sektorenring und eine
Stift-Schlitz-Anordnung zwischen den Sektoren und dem Gehäuse. 



   Bekanntlich ist man bei kurzen Verschlusszeiten gezwungen, die Sektoren aus Material von nur we- nigen hundertstel Millimeter Stärke auszuführen, um die zu bewegenden Massen klein zu halten. Da die Sektoren möglichst frei, d. h. ohne grössere Reibung gegeneinander oder gegenüber den Begrenzungsflä- chen des   Sektorenraumes,"fliegen"müssen,   ist es zweckmässig, den Schlitz des einen Elementenpaares dem Sektor zuzuordnen. Bei kurzen Verschlusszeiten, z. B. von 1/500 sec treten nun so erhebliche Be- schleunigungen auf, dass trotz der geringen Sektorenmasse erhebliche Beschleunigungskräfte an den Stel- len der Bewegungsübertragung und in den Lagerungen auftreten und aufzunehmen sind.

   Es ist leicht einzusehen, dass insbesondere an den Sektorenschlitzen infolge der ungünstigen   Berührungsbedingungen   erheb- liche Materialbeanspruchungen auftreten müssen. Bei sehr hohen Schalthäufigkeiten, z. B. von 105 Schal- tungen, wie sie mitunter für Spezialaufgaben gefordert werden, kommt es hier zu merklichen Abnutzun- gen selbst dann, wenn die Sektoren im Bereich der Schlitze etwa durch aufgenietete Bandstahlplättchen bereits verstärkt wurden. Diese Abnutzungen können in zweifacher Hinsicht zur Ursache von Störungen werden. Einmal entsteht an den Abnutzungsstellen Grat, durch den eine erhöhte Reibung zwischen dem
Sektor und den Begrenzungsflächen des Sektorenraumes hervorgerufen werden kann. Die nicht unerhebli- che Bildung bzw.

   Aufwerfung von Grat am Sektorenschlitz lässt auf plastische Verformungen während des
Verschlussvorganges   schliessen.   Die Folge hievon kann eine Verminderung der Verschlussgeschwindigkeit, d. h. eine Verlängerung der Verschlusszeiten, sein. Zum andern kann durch die infolge Abnutzung in den
Sektorenschlitzen vergrösserten Bewegungsspiele und unter Wirkung der Schwerkraft eine Unsymmetrie in die am öffnen und Schliessen beteiligten Sektoren gelangen, die schliesslich zu einem"Zusammenschla- gen" der sich schliessenden Sektoren führt. Im letzteren Fall wird der Verschluss funktionsunfähig. 



   Zur Verminderung bzw. Beseitigung der genannten Schwierigkeiten sind schon Vorschläge bekanntge- worden. So wurde vorgeschlagen, die Reibungsverhältnisse durch Einführen zylindrischer Laufbuchsen zu verbessern. Die Massnahme setzt, um ein tatsächliches Abrollen zwischen Buchse und Sektorenschlitz zu gewährleisten, ein nur schwer zu verwirklichendes Durchmesserverhältnis von Zapfen und Buchse voraus. 



   Nachteilig erweist sich auch die zusätzliche Lagerluft zwischen Buchse und Zapfen. Schliesslich werden auch   die Berührungsverhaltnisse zwischen Buchse und Sektorenschlitz   nicht verbessert. Deshalb wurde auch schon vorgeschlagen, die Buchse abzuflachen, so dass die zu übertragenden Kräfte sich auf einen weiteren
Berührungsbereich verteilen können. Die Folge hievon sind wieder ungünstiger Reibungsverhältnisse ; auch gilt das bezüglich der zusätzlichen Lagerluft bereits Gesagte. 



   Gemäss der Erfindung wird zur Beseitigung der genannten Nachteile ein Sektorensteuerstift vorge- schlagen, der aus   einer Metallbuchse   mit einem hohen Elastizitätsmodul, etwa wie von Stahl oder Bronze, und aus einer Kunststoffhalterung mit einem geringen Elastizitätsmodul, etwa wie von "Nylon" besteht. 



  Mit Rücksicht auf die gedrängten Raumverhältnisse wird vorzugsweise die Buchse nach beiden Seiten hin mit einem Innenkegel versehen. Die Buchse ist dann zweckmässig unter Verformung der Halterung auf 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 diese kraftschlüssig aufgezogen. Gemäss einer andern Ausführungsform der Erfindung kann die Buchse aber als zylindrischer Kreisring ausgebildet sein und die Halterung mittig eine Ringwulst aufweisen. 



   Mit der Erfindung werden die genannten Schwierigkeiten dadurch beseitigt, dass der Stift der Stift-
Schlitz-Anordnung als elastisches Lager ausgebildet wird. Dadurch werden die Spitzen der auftretenden
Lagerkräfte so weitgehend gedämpft, dass es zu keinen plastischen Verformungen mehr an der   Beri'hrungs-   stelle zwischen Sektorenschlitz und Stift kommt. Demgemäss werden die Verschleisserscheinungen auf ein unschädliches minimales Mass herabgesetzt. Die aus einem Material mit hohem Elastizitätsmass, z. B. 



   Stahl oder Bronze, bestehende Buchse steht mit ihrer zylindrischen Aussenfläche im Eingriff mit dem Sek- torenschlitz. Sie wird von der Halterung, die aus einem Material mit geringem Elastizitätsmass, z. B. 



   Nylon, besteht, im unbelasteten Zustand lagerichtig gehalten. Die Halterung ist im Verschlussgehäuse so angeordnet, dass die Buchse bei zunehmender Kraftwirkung in Richtung der Kraft geringfügig ausweichen kann. Sie bindet dabei einen Teil der Bewegungsenergie der Sektoren, die diesen infolge der Elastizität der Halterung nach Erreichen der grössten Deformation zum grossen Teil wieder zugeführt wird. Insbesondere bei kurzen Verschlusszeiten wirkt sich dies als zusätzlicher Vorteil der Erfindung aus. 



   Durch die konische Anordnung der Buchse wird erreicht, dass die Halterung auf Biegung beansprucht und nicht so leicht abgeschert werden kann. Möglich ist es auch, die Aufnahmelöcher in den den Sektorenraum begrenzenden Platinen anzusenken, um gegebenenfalls eine weitere Verminderung der Biegesteifigkeit der Halterung zu erreichen. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Buchse beidseitig in Senkungen der Platinen eingelassen. Sie besitzt axial genügend Bewegungsspiel, um unter der   Wirkung der Sektorenkräfte   seitlich ausweichen zu können. Die Senkungen sind so gross gehalten, dass gegebenenfalls noch auftretende Gratbildungen zu keiner reibenden Berührung mehr mit den Platinen führen können. 



   Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, u. zw. zeigt :
Fig. 1 eine mögliche Ausgestaltung der Erfindung im Schnitt, Fig. 2 eine andere Ausführungsform der Erfindung. 



   In Fig. 1. sind die den Sektorenraum begrenzenden Platinen 1, 2 mittels einer in die Platine 2 eingenieteten Distanz-Gewindebüchse 3 und einer Schraube 4 miteinander verbunden. Die Platinen 1, 2 weisen für die Aufnahme der Halterung 5 Bohrungen 6, 7 sowie für die Aufnahme der Buchse 8 Senkungen 9,10 auf. Die Buchse 8 ist aussen zylindrisch mit einem der Schlitzweite des Sektors 11 angepassten Durchmesser und innen mit zwei sich   zur Mitte hin verjüngenden Hohlkegebtümpfen   12,13 geformt. Der mittels Nieten 14 durch Plättchen 15 verstärkte Sektor 11 wirkt je nach seiner Lage innerhalb des Sektorenraumes mit einer Kraft auf die Buchse 8, die senkrecht oder geneigt gegen diese gerichtet sein kann. 



  Bei senkrechter Kraftrichtung und mittigem Kraftangriff wird die Halterung 5 als Träger auf zwei Stutzen auf Biegung beansprucht. Bei aussermittigem Kraftangriff oder geneigter Kraftangriffsrichtung tritt noch eine zusätzliche Torsionsbeanspruchung der Halterung auf. 



   Eine andere Ausführungsform des Sektorensteuerringes ist in Fig. 2 gezeigt. Hier ist die Buchse 8 als zylindrischer Kreisring ausgebildet, was die Fertigung gegenüber der Ausführungsform gemäss Fig. 1 wesentlich erleichtert. Dagegen ist die Halterung mittig mit einer Ringwulst 16 versehen, was bei gespritzten Kunststoffteilen leicht herstellbar ist, und auf welche die zylindrische Buchse 8 aufgezogen wird. Im Ausgangszustand, also vor Aufziehen der Buchse B, hat die Halterung 5 die gestrichelteingezeichnete Form. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Sektorensteuerstift für photographische Sektorenverschlüsse, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einer Metallbuchse mit einem hohen Elastizitätsmodul, etwa wie von Stahl oder Bronze, und aus einer Kunststoffhalterung mit einem geringen Elastizitätsmodul, etwa wie von "Nylon" besteht.

Claims (1)

  1. 2. Sektorensteuerstift nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchse nach beiden Seiten mit einem Innenkegel versehen ist.
    3. Sektorensteuerstift nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchse unter Verformung der Halterung auf diese kraftschlüssig aufgezogen ist.
    4. Sektorensteuerstift nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchse als zylindrischer Kreisring ausgebildet ist und die Halterung mittig eine Ringwulst aufweist ;
AT242059A 1959-03-27 1959-03-27 Sektorensteuerstift für photographische Sektorenverschlüsse AT223023B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT242059A AT223023B (de) 1959-03-27 1959-03-27 Sektorensteuerstift für photographische Sektorenverschlüsse

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT242059A AT223023B (de) 1959-03-27 1959-03-27 Sektorensteuerstift für photographische Sektorenverschlüsse

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT223023B true AT223023B (de) 1962-08-27

Family

ID=3534021

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT242059A AT223023B (de) 1959-03-27 1959-03-27 Sektorensteuerstift für photographische Sektorenverschlüsse

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT223023B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2423299C3 (de) Mutter für Kugelumlaufschraubgetriebe
DE69910309T2 (de) Kugelumlaufspindel
DE2247528C2 (de) Kugelbüchse
DE2514734A1 (de) Spurlager fuer den schaft einer offenend-spinnturbine
DE2114491A1 (de) Einstellbares Reibungsgelenk
DE1267915B (de) Homokinetische Wellenkupplung
DE2262275B2 (de) Elastisches Zapfenlager und Verfahren zu dessen Herstellung
DE4214936A1 (de) Zapfentyp-spurwaelzlager
DE2624765A1 (de) Selbstregulierende vorrichtung fuer die automatische arretierung von sicherheitsgurt-aufwickelrollen
DE2327468A1 (de) Rollenfuehrung, insbesondere fuer schnellaufendes walzgut
AT223023B (de) Sektorensteuerstift für photographische Sektorenverschlüsse
DE2039965B2 (de) Gleichlaufgelenkkupplung
CH685019A5 (de) Lageranordnung mit einem Radiallager.
DE60123918T2 (de) Druckerwagenanordnung mit bewegbarem Druckkopf
DE1094579B (de) Sektorensteuerstift fuer fotografische Sektorenverschluesse
DE3004570C2 (de) Gleichgang-Wellengelenk
DE102013112812A1 (de) Bremsbacke für eine Trommelbremse, und Trommelbremse für ein Fahrzeug
DE584924C (de) Abfederung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge mit die Raeder tragenden Schwinghebeln
DE69206728T2 (de) Winkelhebel, insbesondere für Webstuhlverbindungen
DE69504427T2 (de) Befestigungsende für beim Wickeln benutzte Kerne
EP0304735B1 (de) Bremszylinder für Schienenfahrzeuge
DE6936853U (de) Flexibles gleitlager
DE2248515C3 (de) Lagerung für drehbare Uhrwerksteile
DE3238351A1 (de) Simplex-bremse
DE2162597A1 (de) Kugelgelenk