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Die gegenständliche Erfindung betrifft einen Einstiegsschacht für einen in seiner Betriebslage liegend angeordneten, hohlzylindrisch ausgebildeten Tank zur Lagerung eines Gases bzw. einer Flüssigkeit, insbesondere von Flüssiggas, welcher an seiner Mantelfläche mit einer Füllöffnung ausgebildet ist, welche von einem hohlzylindrischen Stutzen umgeben ist, wobei der Einstiegsschacht radial ausserhalb des Stutzens angeordnet ist und sich angenähert vertikal nach oben erstreckt.
Es ist bekannt, radial ausserhalb der Füllöffnung von Lagertanks für Gase oder Flüssigkeiten einen zumindest angenähert vertikal ausgerichteten Einstiegsschacht anzuordnen. Dabei ist der Lagertank im Boden verlegt und ist seine nach oben ausgerichtete Füllöffnung mit einem angenähert hohlzylindrisch ausgebildeten Einstiegsschacht umgeben, durch welchen hindurch die Einfüllöffnung zugänglich ist. Eine dichte Befestigung des Einstiegsschachtes am Tank ist bisher nicht vorgesehen.
Bei bekannten Lagertanks, welche kugelförmig ausgebildet sind, ist der untere Rand des Einstiegsschachtes mit einer in einer zu dessen Rotationsachse vertikalen Ebene befindlichen Begrenzung ausgebildet. Sofeme jedoch anstelle eines kugelförmigen Lagertankes ein in seiner Betriebslage liegend angeordneter zylindrischer Lagertank verwendet wird, welcher an seiner Mantelfläche mit der Einfüllöffnung ausgebildet ist, kann ein an seinem unteren Ende mit einem ebenen Rand ausgebildeter Einstiegsschacht an die Mantelfläche des Lagertanks nicht dicht zur Anlage gebracht werden. Vielmehr bilden sich dabei Spalte aus, durch welche hindurch in den Innenraum des Einstiegsschachtes Erdreich, Schlamm u. dgl. eindringen kann.
Gemäss neuen Vorschriften besteht weiters das Erfordernis, beim Transport von Lagertanks deren Einfüllöffnung, in welcher ein Einfüllventil angeordnet ist, dadurch zu schützen, dass diese vom Einstiegsschacht umgeben ist.
Der gegenständlichen Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, einen Einstiegsschacht zu schaffen, durch welchen die den bekannten Einstiegsschächten anhaftenden Nachteile vermieden werden. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erzielt, dass mehrere Zugelemente vorgesehen sind, welche einerseits im Bereich des oberen Randes des Einstiegsschach-
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tes und andererseits am Stutzen angelenkt sind, wodurch der Einstiegsschacht'am Lagertank befestigbar ist und dass der Einstiegsschacht mit seinem dem Lagertank zugeordneten Rand an den Lagertank dicht anliegt.
Da somit der Einstiegsschacht am Lagertank starr befestigt ist, wird den Erfordernissen zum Schutz des Einfüllventiles während des Transportes des Lagertanks entsprochen. Da zudem der Einstiegsschacht an den Mantel des Lagertankes dicht anschliesst, wird verhindert, dass in den Einstiegsschacht Erdreich, Schlamm od. dgl. eindringen kann.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind drei Zugelemente vorgesehen, mittels welcher der Einstiegsschacht gegenüber dem Lagertank verspannt ist. Vorzugsweise sind am oberen Rand des Einstiegsschachtes Ausnehmungen vorgesehen, in welche die Zugelemente eingehängt sind.
Dabei sind insbesondere im Bereich des oberen Randes des Einstiegsschachtes sechs gleichmässig über den Umfang verteilte Ausnehmungen vorgesehen. Weiters sind vorzugsweise die Zugelemente mit Spannschlössern ausgebildet und sind in die Zugelemente in an sich bekannter Weise Isolatoren eingesetzt.
Vorzugsweise weist der Einstiegsschacht an seinem an den Tank anliegenden Rand einen sinusförmigen Verlauf auf. Weiters ist vorzugsweise der Einstiegsschacht an seinem an den Lagertank anliegenden Rand mit einer Dichtungsleiste ausgebildet. Schliesslich ist vorzugsweise der untere Rand des Einstiegsschachtes mit zwei gegeneinander um 900 versetzte Ausnehmungen für den Durchtritt einer Gasentnahmeleitung ausgebildet. Nach weiteren bevorzugten Merkmalen ist der Einstiegsschacht mit einer mittels eines Scharnieres angelenkten Abdeckung ausgebildet, wobei diese Abdekkung gegenüber dem Einstiegsschacht zumindest um 1800 verschwenkbar ist. Weiters kann vom oberen Rand des Einstiegsschachtes ein Bolzen vertikal abragen, welcher eine an der Oberseite der Abdeckung angeordnete Bohrung durchsetzt, wobei die Abdeckung mittels eines Schlosses versperrbar ist.
Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 einen Lagertank mit einem erfindungsgemässen Einstiegsschacht, in axonometrischer Darstellung,
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Fig. 2 den erfindungsgemässen Einstiegsschacht, in gegenüber Fig. 1 ver- grösserter, axonometrischer Darstellung, Fig. 3 ein Detail des erfindungsgemässen Einstiegsschachtes, im Schnitt, und die Fig. 4 und 4a einen erfindungsgemässen Einstiegsschacht, in zwei unterschiedlichen Stellungen am Lagertank, in Seitenansicht.
Wie dies aus Fig. 1 ersichtlich ist, dient ein anmeldungsgemässer Einstiegsschacht 1 dazu, auf einen liegend angeordneten, angenähert zylindrisch ausgebildeten Lagertank 2 aufgesetzt zu werden, um dessen nach oben gerichtete Einstiegsöffnung zu umschliessen. Die Einstiegsöffnung ist von einem zylindrischen Stutzen 21 umgeben, welcher sich an der nach oben gerichteten Mantelfläche des Lagertanks 2 befindet. Innerhalb dieses Stutzens 21 ist ein nicht dargestelltes Füllventil vorgesehen. Vom Stutzen 21 geht eine Leitung 22 ab, durch welche aus dem Lagertank 2 in diesem befindliches Medium, z. B. Flüssiggas, entnommen werden kann. Der Stutzen 21 ist über seinem Umfang verteilt mit drei Laschen 24 ausgebildet, welche zur Befestigung des Einstiegsschachtes 1 dienen.
Der Einstiegsschacht ist durch ein zylindrisches Rohrstück gebildet, welches aus einem mit Kunststoff beschichteten Metallblech hergestellt ist. Die untere Berandung 11 des Einstiegsschachtes 1 weist einen sinusförmigen Verlauf auf. Hierdurch ist gewährleistet, dass der Einstiegsschacht 1 an die zylindrische Mantelfläche des Lagertanks 2 dicht anliegt. Weiters ist die untere Berandung 11 des Einstiegsschachtes 1 mit zwei gegeneinander im Winkel von 900 versetzten Ausnehmungen 12 ausgebildet, von welchen eine derselben von der Leitung 22 durchsetzt wird. Aufgrund dieser Anordnung der Ausnehmungen 12 können die Leitungen 22 nach unterschiedlichen Seiten abgehen bzw. kann der Einstiegsschacht 1 unabhängig davon, nach welchen Richtungen die Leitungen 22 abgehen, in zwei um 1800 verdrehten Lagen auf den Lagertank 2 aufgesetzt werden.
An seiner Oberseite ist der Einstiegsschacht 1 mit einem Deckel 3 ausgebildet, welcher am Einstiegsschacht 1 mittels eines Gelenkes 31 verschwenkbar befestigt ist. Das Gelenk 31 ist dabei durch ein Paar vom äusseren Rand des Einstiegsschachtes 1 abragenden Stegen 32 und ein Paar vom äusseren Rand des Deckels 3 abragenden Stegen 33 gebildet, welche
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Stege 32 und 33 an ihren freien Enden mit Bohrungen ausgebildet sind, welche von einem Zapfen 34 durchsetzt sind. Hierdurch ist gewährleistet, dass der Deckel 3 gegenüber dem Einstiegsschacht 1 um weit mehr als 1800 verschwenkbar ist, was deshalb zweckmässig ist, um den Einstiegsschacht l ohne Behinderung durch den Deckel 3 betreten zu können.
Weiters ragt von der Innenseite der oberen Berandung des Einstiegsschachtes 1 ein Zapfen 16 ab, welchem in der Fläche des Deckels 3 eine Bohrung 36 zugeordnet ist. Der Zapfen 16 ist an seinem oberen Ende mit einer Bohrung ausgebildet, welche zur Aufnahme des Schliessbolzens eines Schlosses dient. Da sich somit der Verschluss des Deckels 3 an dessen Oberseite befindet, ist dieser leicht zugänglich bzw. ist die Gefahr von Vereisungen wesentlich geringer, als wenn sich der Verschluss in der Mantelfläche des Einstiegsschachtes 1 befindet. Zudem ist der Einstiegsschacht 1 nahe seiner oberen Berandung an dessen Innenseite mit einem Reifen 13 ausgebildet, welcher über dem Umfang verteilt mit sechs Öffnungen 14 ausgebildet ist, welche zur Anlenkung von drei Zugelementen 4 dienen.
Unterhalb des Reifens 13 ist der Einstiegsschacht 1 mit einer Vielzahl von Belüftungsöffnungen 19 ausgebildet. Zudem ist die untere Berandung 11 mit einer Dichtungsleiste 18 ausgebildet.
Wie dies insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist der Stutzen 21 mit drei Laschen 24 ausgebildet, und sind die Zugelemente 4 einerseits in die Öffnungen 14 und andererseits in die Laschen 24 eingehängt. Weiters sind die Zugelemente 4 mit Spannschlössern 41 und mit Isolatoren 42 ausgebildet.
Mittels der drei Zugelemente 4 kann der Einstiegsschacht 1 am Lagertank 2 starr befestigt werden, was insbesondere auch für dessen Transport wichtig ist.
Da weiters der untere Rand 11 des Einstiegsschachtes 1 mit einer sinusförmigen Begrenzung ausgebildet ist, welche zudem von einer Dichtungsleiste 18 umgeben ist, liegt der Einstiegsschacht 1 an den Lagertank 2 dicht an.
Aus Fig. 3 ist das obere Ende eines Zugelementes 4 ersichtlich, welches in eine der am oberen Rand des Einstiegsschachtes 1 befindliche Öffnung 14 eingesetzt ist.
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Aufgrund der Ausbildung des Einstiegsschachtes 1 mit sechs Öffnungen 14, welche längs dessen oberer Berandung in gleichen Abständen voneinander angeordnet sind, wobei sie sich jeweils in einem Winkelabstand von jeweils 60 voneinander befinden, und weiters aufgrund der Ausbildung von zwei am unteren Rand des Einstiegsschachtes 1 angeordneten Ausnehmungen 12 kann der Einstiegsschacht 1, wie dies in den Fig. 4 und 4a dargestellt ist, in zwei gegeneinander um 180 versetzten Lagen auf den Lagertank 2 aufgesetzt und an diesem mittels der Zugelemente 4 befestigt werden, wodurch den spezifischen Erfordernissen hinsichtlich der Öffenbarkeit des Deckels 3 in unterschiedliche Richtungen bzw. der Anordnung der Gasentnahmeleitung 22 entsprochen werden kann.
Da sich der durch den Bolzen 16 und die zugeordnete Bohrung 36 gebildete Verschluss an der Oberseite der Abdeckung 3 befinden, werden Vereisungen weitgehend vermieden.