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Stirnzahnräder-Getriebe für Wasserfahrzeuge
Es ist ein Stirnzahnräder-Wendegetriebe für Wasserfahrzeuge bekannt, das entweder für gleichsinnigen
Abtrieb oder für ungleichsinnigen Abtrieb zusammengebaut werden kann. Das Wendegetriebe hat eine
Eingangswelle für die Vorwärtsfahrt und eine diese umgebende Eingangswelle für die Rückwärtsfahrt, die je über einen Rädersatz für die Vorwärts-und die Rückwärtsfahrt, bestehend aus zwei bzw. drei Rädern, auf eine gemeinsame Ausgangswelle kuppelbar sind.
Gleichsinniger oder ungleichsinniger Abtrieb wird dadurch ermöglicht, dass die beiden Rädersätze gegeneinander ausgetauscht werden, wobei das für die eine
Fahrtrichtung erforderliche dritte Rad, das Zwischenrad, auf der andern Stirnseite des Gehäuses in einer dafür vorgesehenen Lagerstelle eingebaut wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, gleichsinnigen bzw. ungleichsinnigen Abtrieb der Aus- gangswelle eines Getriebes mit fester Übersetzung für ein Wasserfahrzeug, z. B. mit Verstellpropellern, zu erzielen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass für jede Propellerwelle ein zweistufiges Getriebe mit fester Übersetzung durch zwei Rädersätze vorgesehen ist, von denen der eine auf drei Wellen für gleichsinnigen und der andere auf vier Wellen für ungleichsinnigen Abtrieb angeordnet ist ; für gleichsinnigen Abtrieb hat der die erste Stufe ergebende erste Satz zwei Räder und ist mit dem ersten Rad auf der Eingangswelle und mit dem zweiten Rad auf einer ersten Zwischenwelle angeordnet ;
der die zweite Stufe ergebende zweite Satz hat ebenfalls zwei Räder und ist mit dem ersten Rad auf der ersten Zwischenwelle und mit dem zweiten Rad auf der Ausgangswelle angeordnet ; für ungleichsinnigen Abtrieb weist der erste Rädersatz ein weiteres drittes Rad auf, das auf einer zweiten Zwischenwelle angeordnet ist ; dieses dritte Rad ist ebenso gross wie das zweite ; der zweite Satz hat dieselben Räder wie bei gleichsinnigemAbtrieb, ist mit dem ersten Rad jedoch auf der zweiten Zwischenwelle und mit dem zweiten auf der Ausgangswelle angeordnet. Auf diese Weise benötigt man für den ungleichsinnigen Abtrieb lediglich eine weitere Welle und ein weiteres Rad. Das Getriebegehäuse ist von vornherein für diese beiden Anordnungen mit den notwendigen Lagerstellen versehen. Die ändern Räder und Wellen bleiben an ihren Stellen im Gehäuse.
Erfindungsgemäss ist weiterhin die Eingangswelle nahezu koaxial zur Ausgangswelle angeordnet. Das ergibt eine baulich gedrängte Anordnung des Getriebes auf kleinstem Raum.
Die Eingangswelle kann aber auch an jeder ändern beliebigen Stelle angeordnet werden. Besonders bevorzugt ist die Ausbildung des Getriebes so, dass für die Eingangswelle mehrere Einbau-Anordnungen, z. B. zwei Lagen symmetrisch zur Ebene durch die Zwischenwellen, vorgesehen sind. Das ergibt gegen- über der nahezu koaxialen Anordnung die Möglichkeit, dass der Antrieb hoch und der Abtrieb tief im Fahrzeug gelegen sein können. Auf diese Weise und gegebenenfalls durch ein weiteres Rad auf der Propellerwelle, das mit dem Getriebeausgangsrad kämmt, sind teure Spitzwinkeltriebe für Wasserfahrzeuge vermeidbar. Die gleiche Anordnung symmetrisch zur Ebene durch die Zwischenwelle kann aber auch für dte Ausgangswelle vorgesehen werden. Und schliesslich ist es auch möglich, sowohl für die Eingangs- als auch die Ausgangswelle je zwei symmetrische Einbau-Anordnungen vorzusehen.
In der Zeichnung zeigen Fig. l und 2 das zweistufige Getriebe mit fester Untersetzung in perspektivischer Darstellung, schräg von hinten oben gesehen, für ein Wasserfahrzeug mit zwei gegenläufigen Propellerwellen. Die Gerrieberäder sind der Einfachheit halber nur als Teilkreis-Zylinder dargestellt. Die Gehäuse sind nicht gezeigt.
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Die Fig. 3 und 4 zeigen dieselbe Räderanordnung in Teilkreisen, von hinten gesehen, jedoch mit wei- teren Anordnungsmöglichkeiten der Ein- und Ausgangswelle.
Das Getriebe hat eine Eingangswelle 10 und eine Ausgangswelle 11 sowie eine erste Zwischenwelle 12 und eine zweite Zwischenwelle 13. Die Eingangswelle 10 kann an eine Kupplung beliebiger Bauart an- schliessen, deren Antriebshälfte mit einer Antriebsmaschine, z. B. mit einem Dieselmotor, verbunden ist. Die Ausgangswelle 11 führt zur Propellerwelle, z. B. mit Verstellpropeller. Der erste Rädersatz be- steht aus zwei Rädern 14 und 15 bzw. als Dreirädersatz noch aus einem weiteren Rad 16. Dieses Rad 16 ist gleich gross wie das Rad 15, so dass die erste Untersetzungsstufe sich nur zwischen den Rädern 14 und 15 ergibt. Der die zweite Untersetzungsstufe ergebende Rädersatz besteht aus den Rädern 17 und 18.
Wie durch die Pfeile angedeutet ist, zeigt Fig. 1 das Getriebe mit gleichsinnigem Abtrieb und Fig. 2 das Ge- triebe mit ungleichsinnigem Abtrieb. Der ungleichsinnige Abtrieb wird mit dem weiteren Rad 16 auf der
Zwischenwelle 13 und durch Umstecken des Rades 17 auf die Welle 13 erzielt.
Die Fig. 3 und 4 lassen erkennen, dass die. Eingangswelle 10 nahezu koaxial zur Ausgangswelle 11 angeordnet ist, ferner, dass man die Eingangswelle 10 oben als Eingangswelle 10'mit dem Rad 14 oder die Ausgangswelle 11 oben als Ausgangswelle 11'mit dem Rad 18 anordnen kann, je nachdem, wie es die Antriebsanlage des Fahrzeuges erfordert. Dementsprechend kann das Gehäuse mit passenden Lagerstellen, z. B. symmetrisch zur Ebene durch die Zwischenwellen 12 und 13, eingerichtet sein.
Zweistufige, vorzugsweise mit Untersetzungsstufen ausgestattete Getriebe der Bauart gemäss der Erfindung haben den grossen Vorteil, dass man mit einer geringen Anzahl Räder und Wellen die beiden Abtriebsdrehrichtungen mit demselben Gehäuse erreichen kann. Es ist auch möglich, durch Zufügen eines Rädersatzes für Rilckwärrsfahrt das Getriebe als zweistufiges Wende- und Untersetzungsgetriebe zu verwenden. Ein derartiges Wendegetriebe ist bereits Gegenstand eines älteren Patentes.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Stirnzahnräder-Getriebe für Wasserfahrzeuge, z. B. mit zwei Propellerwellen, dessen Gehäuse, Wellen und Räder so ausgebildet und angeordnet sind, dass es für die Vorwärtsfahrt mit gleichsinnigem oder mit ungleichsinnigem Abtrieb der Getriebe-Ausgangswelle verwendet werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass für ein Wasserfahrzeug, z.
B. mit Verstellpropellern für jede Propellerwelle ein zweistufiges Getriebe mit fester Übersetzung durch zwei Rädersätze, für gleichsinnigen Abtrieb auf drei oder für ungleichsinnigen Abtrieb auf vier Wellen, vorgesehen ist, u. zw. für gleichsinnigen Abtrieb der die erste Stufe ergebende erste Satz mit zwei Rädern, mit dem ersten Rad (14) auf der Eingangswelle (10) und mit dem zweiten Rad (15) auf einer ersten Zwischenwelle (12), sowie der die zweite Stufe ergebende zweite Satz ebenfalls mit zwei Rädern, mit dem ersten Rad (17) auf der ersten Zwischenwelle (12) und mit dem zweiten Rad (18) auf der Ausgangswelle (11), oder für ungleichsinnigen Abtrieb der erste Satz mit einem weiteren dritten Rad (16) auf einer zweiten Zwischenwelle (13), das ebenso gross ist wie das zweite Rad (15), und der zweite Satz mit denselben Rädern (17,18),
mit dem ersten Rad (17) jedoch auf der zweiten Zwischenwelle (13) und mit dem zweiten Rad (18) auf der Ausgangswelle (11).