AT221819B - Verfahren zur Verformung einer pyrophoren Legierung - Google Patents

Verfahren zur Verformung einer pyrophoren Legierung

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AT221819B
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sep
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pyrophoric
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AT432753A
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Otto Dr Smetana
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Treibacher Chemische Werke Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Verformung einer pyrophoren Legierung 
Pyrophore Legierungen werden gegenwärtig überwiegend durch Giessen in die Form von zylindrischen oder prismatischen Stäbchen gebracht, von denen dann dir endgültigen Zündsteine passender Länge durch
Brechen abgetrennt werden. Obgleich schon vor Jahrzehnten   vorgescnlagen   wurde, den Giessvorgang durch einen Strangpressvorgang zu ersetzen (vgl. deutsche Patentschrift   Nr. 378593),   hat dieses Verfahren nen- nenswerte praktische Bedeutung nicht erlangt, weil die Qualität der im Strang gepressten Steine ihrer grö- sseren Härte wegen nicht an jene der gegossenen Steine heranreichte.

   Auch ist der Meinung Ausdruck ge- geben worden, dass ein durch Strangpressen erhaltener Zündstein eine ungenügende Pyrophorität habe, was darauf zurückgeführt worden ist, dass bei manchen gebräuchlichen Legierungen der Gehalt an knetbare
Eutektikum zu gering werde, um die brüchigen Cer-Eisen-Kristallite, welche als Träger der pyrophoren
Eigenschaften angesehen werden, vor dem Zerbrechen unter den beim Strangpressen auftretenden Verformungen der Masse zu bewahren. Demgemäss wurde auch schon empfohlen, Legierungen mit vermindertem Eisengehalt strangzuverpressen (vgl. brit. Patentschrift Nr.   682, 185),   wodurch eine Vermehrung der eutektischen Grundmasse und damit eine bessere Einbettung der beim Strangpressvorgang zerkleinerten Cer-EisenKristalle gewährleistet werden soll. 



   Es ist nun gefunden worden, dass die Verarbeitung pyrophorer   Cer- (Mischmetall)-Eisen-Legierungen   durch Strangpressen wesentlich erleichtert werden kann, wenn man diesen Legierungen Kupfer oder Zink oder Mischungen dieser Elemente zusetzt, die bei der Presstemperatur für sich allein oder mit andern Bestandteilen der Legierung flüssige Anteile bildet, und welcher Zusatz in einer Menge von 0, 3 bis 2   Gew.-%   der gesamten Legierung anwesend ist. 



   Die Erfindung besteht demgemäss darin, dass eine   Cer- (Mischmetall)-Eisen-Legierung verpresst   wird, die einen beim Verpressen flüssige Anteile bildenden Zusatz eines der Elemente Cu oder Zn oder Mischungen dieser Elemente aufweist, welcher Zusatz zwischen 0, 3 und 2   Gew.-%   der Gesamtlegierung beträgt. 



   Die Erkenntnis, dass es für das Strangpressen von überwiegend aus seltenen Erdmetallen mit Schwermetallzusatz bestehenden Legierungen von grossem Vorteil ist, dass eine bei Strangpresstemperaturen und - drucken flüssig werdenae Komponente in der zu verpressenden Masse anwesend sein soll, lag keineswegs nahe, vielmehr wurde im Gegenteil vor einer solchen Massnahme ausdrücklich gewarnt (vgl. brit. Patentschrift   Nr. 682. 185). In   der Praxis hat es sich aber gezeigt, dass ein solcher Zusatz, für den sich beispielsweise Kupfer gut eignet, die kommerziell geforderte Pyrophorität des Enderzeugnisses keineswegs verschlechtert, dafür aber die zum Strangpressen erforderlichen Drucke herabsetzt, wodurch man mit Pressen leichterer Bauart und geringeren Kraftverbrauches auskommt. 



   Die Strangpresstemperatur kann mit ungefähr 400-500 C angegeben werden. Es ist bekannt, pyrophoren Legierungen zwecks Erzielung bestimmter   Licht-oder Zundeffekte   verschiedene Elemente, namentlich Ca, Mg,   AI,   Ba, Sr, oder zum Zwecke der Änderung der Härte und des spez. Gewichtes Sb, Be, Pb,   Ag, Cd, Cr, Co,   Cu, Mn, Mo, Hg, Ni, Pt,   Si,     Ti, U,   Va,   Bi,   W, Zn, Sn,   Zrzuzusetzen-Manhatjedoch   nicht erkannt, dass manche dieser Zusätze auch die Eigenschaften haben, die Strangpressfähigkeit der Legierung entscheidend zu verbessern, wenn sie in solcher Art und Menge beigegeben werden, dass sie beim Strangpressen   flüssige Anteile in bestimmter Menge liefern.

   Manche   der aufgezählten Elemente, beispielsweise Si, Mo, W würden übrigens die Strangpressfähigkeit, selbst schon in kleinen Mengen zugegeben, verschlechtern. 



   Von den Elementen, welche diese Eigenschaften in einem besonderen Masse verbessern, ist für prak- 

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 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> besonders <SEP> wichtig. <SEP> Das <SEP> ZweistoffsystemCe-Cu% <SEP> Seltene <SEP> Erdmetalle <SEP> 71, <SEP> 8 <SEP> 79,2 <SEP> 70, <SEP> 3 <SEP> 75 <SEP> 78, <SEP> 1 <SEP> 
<tb> % <SEP> Fe <SEP> 22, <SEP> 0 <SEP> 17,2 <SEP> 27,2 <SEP> 24 <SEP> 19, <SEP> 8 <SEP> 
<tb> % <SEP> Mg <SEP> 2, <SEP> 6 <SEP> 1, <SEP> 0 <SEP> 1, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> % <SEP> Al <SEP> 2, <SEP> 1 <SEP> 1, <SEP> 0 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 
<tb> % <SEP> Si <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> 0, <SEP> 3-0, <SEP> 3- <SEP> 
<tb> % <SEP> Cu <SEP> 1, <SEP> 2 <SEP> 1, <SEP> 3 <SEP> 0, <SEP> 7 <SEP> 1, <SEP> 0 <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> 
<tb> % <SEP> Zn.----1, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Verformung einer pyrophoren, überwiegend aus Cer (Mischmetall) und Eisen bestehenden Legierung durch Strangpressen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Legierung verpresst wird, die einen beim Verpressen flüssige Anteile bildenden Zusatz eines der Elemente Cu oder Zn oder Mischungen dieser Elemente aufweist, welcher Zusatz zwischen 0,3 und 2 Gew.-% der Gesamtlegierung beträgt.
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