AT221817B - Stabilisierte Mischpolymerisate aus Vinylchlorid und Acrylsäureestern - Google Patents

Stabilisierte Mischpolymerisate aus Vinylchlorid und Acrylsäureestern

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Stabilisierte Mischpolymerisate aus Vinylchlorid und
Acrylsäureestern 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren, das es gestattet, Mischpolymerisate aus Vinylchlorid und Acryl-   säureestern, besonden   solchen höherer Alkohole, durch Bleiverbindungen so zu stabilisieren, dass das bei der Verarbeitung beobachtete Kleben und das Unbrauchbarwerden des Polymerisats verhindert wird. 



   Mischpolymerisate aus Vinylchlorid und Acrylsaureestern, besonders solchen höherer Alkohole können leicht verarbeitet werden und besitzen ausserdem auch bei tiefen Temperaturen eine gute Flexibilität und
Schlagfestigkeit. Sie besitzen daher für spezielle Anwendungen in der Technik ein besonderes Interesse. 



   Je nach den Eigenschaften, die man dem Mischpolymerisat zu geben wünscht, kann man z. B. Methyl- acrylat, Äthylacrylat, Propylacrylat, n-Butylacrylat,   n-oder Isoamylacrylate, n-oder Isohexylacrylate,     n-oder lsoheptylacrylate, n- oder Isooctylacrylate, n- oder Isononylacrylate, n-oder Isododecylacrylate,   
Laurylacrylat oder die Acrylsäureester anderer Alkohole, insbesondere der geradkettigen oder verzweigten aliphatischen Alkohole mit   1-18   Kohlenstoffatomen, allein oder im Gemisch miteinander mit Vinylchlorid mischpolymerisieren.

   Im allgemeinen sollen diese Mischpolymerisate mindestens 30, vorzugswei- se 50%, Vinylchlorid enthalten, jedoch können auch Mischpolymerisate mit < 30% Vinylchlorid erfolgreich mit dem erfindungsgemässen Verfahren stabilisiert werden.   Zweckmässig   sollen die   Mischpolymeri-   sate mindestens 5% Acrylsäureester enthalten. Besonders günstige mechanische Eigenschaften zeigt ein Mischpolymerisat aus   2-Âthylhexylacrylat   und Vinylchlorid. 



   Diese Mischpolymerisate, besonders die mit Acrylsaureestern höherer (etwa ab 4 Kohlenstoffatomen) Alkohole, zeigen bei nicht genügender Stabilisierung die technisch äusserst unerwünschte Neigung, in den Verarbeitungsapparaten festzukleben. Es ist bekannt, dass diese Klebeneigung durch Zusatz gewisser Bleiverbindungen verhindert werden kann. Diese Bleiverbindungen bewirken jedoch bei der Verarbeitung der Mischpolymerisate innerhalb kurzer Zeit eine so starke Veränderung in deren Struktur, dass das Material praktisch unbrauchbar wird. Die Veränderungen in der Struktur des Polymerisats äussern sich vor allem in einer rauhen Oberfläche und verschlechtern mechanische Eigenschaften. Sie sind auf eine durch die Bleiverbindung hervorgerufene Vernetzung zurückzuführen. 



   Es wurde nun gefunden, dass man überraschenderweise Mischpolymerisate aus Vinylchlorid und Acrylsaureestern der oben genannten Zusammensetzung mit an sich bekannten Bleiverbindungen ohne eine innerhalb kurzer Zeit auftretende starke Vernetzung stabilisieren kann, wenn man einer solchen Mischung als Vernetzungsinhibitorer Merkaptoverbindungen von Heterocyclen, die in Nachbarstellung zu dem CAtom, das die Merkapto-Gruppe trägt, 1 oder 2 Stickstoffatome im Molekül besitzen, zusetzt. 



   Durch das erfindungsgemässe Verfahren gelingt es, Mischpolymerisate aus Vinylchlorid und Acrylsäureestern mit Bleiverbindungen so zu stabilisieren, dass die Klebeneigung dieser Polymerisate verhindert wird und für die Verarbeitung eine genügend lange Zeit zur Verfügung steht, ohne dass das Material durch Vernetzung technisch unbrauchbar wird. 



     Geeignete Merkaptoverbindungen sind 7.. B.   2-Merkaptoimidazol,   2-Merkaptoimidazolin,     2-Merkapto-   benzimidazol. Auch Verbindungen, die noch andere Heteroatome, z. B. Schwefel, im Molekül enthalten wie 2-Merkaptobenzthiazol, sind als Zusätze im Sinne der Erfindung brauchbar. Besonders günstige Ergebnisse erhält man mit   2-Merkaptobenzimidazol.   

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   Die eingesetzten Mengen an den genannten Vemetzungsinhibitoren können zwischen 0, 01 und 5%, bezogen auf das Polymere, betragen. Zweckmässig setzt man jedoch 0,   1-0, 5% ein.   



   Als Bleistabilisatoren, bei deren Anwendung die erfindungsgemässen Inhibitoren wirksam sind, seien beispielsweise erwähnt Bleisilikat, basisches Bleisilikat, basisches Bleiphthalat, zweibasisches Bleiphosphat, basisches Bleicarbonat, zweibasisches Bleiphosphit, Bleiseifen der gebräuchlichen Fettsäuren wie Stearinsäure, Ölsäure, Laurinsäure,   Ricinolsäure,   Palmitinsäure oder andere Fettsäuren, insbesondere solche mit 8-18 C-Atomen, basisches Bleisulfat, Bleioxyde, Alkyl-, Aryl-, Aralkyl-,   Tetraaryl- und   Tetraalkylbleiverbindungen, Bleiphenolate, insbesondere solche mit höheren Alkylresten etwa von 4 bis 10 C-Atomen. 



   Üblicherweise werden diese Stabilisatoren in Mengen von 0,5 bis 5%, zweckmässig von 1 bis 3%, bezogen auf das Polymere, eingesetzt. Das Einbringen der Stabilisatoren in das Polymere geschieht vorteilhaft so, dass man die Bleiverbindung und den   Vemetzungsinhibitor   in dem gewünschten Verhältnis miteinander vermischt und das Gemisch auf einer Mischwalze oder in einem Extruder in das Polymerisat einarbeitet. Falls gewünscht, können natürlich auch die Bleiverbindung und der Vernetzungsinhibitor getrennt in das Polymere eingearbeitet werden. 
 EMI2.1 
 20   Gew.-Teilen   2-Äthylhexylacrylat, 3 g 3 PbO. PbSO.

   H20, 1 g Bleistearat und 2 g Polyäthylen und Gemische der gleichen Zusammensetzung, die jedoch ausserdem noch 0, 2 g Merkaptobenzimidazol   II,   0,   2 g o, o'-Di-tert. -Butyl-p-Kresol 1lI   bzw.   0, 2g4, 4'-Thio-bis- (6-tert.-Butyl-m-Kresol) IV ent-   halten, werden bei 1650C verwalzt. In Abständen von 5 Minuten werden Proben aus dem Walzfell entnommen und deren Vernetzungsgrad durch   Auflösen   in Cyclohexanon bestimmt. Trägt man die unlöslichen, also vernetzten Anteile gegen die Walzdauer auf, so erhält man die in der Zeichnung gezeigten Kurven. 



   Bei 8, 5% unlöslichem Anteil wurde in allen Fällen das Walzfell rauh und damit für eine weitere Verarbeitung ungeeignet. Dieser Zustand tritt bei einer Mischung nach obiger Rezeptur 1 bereits nach etwa 25 Minuten Walzdauer ein. Bei Zusatz von 0,2%   Merkaptobenzimidazolnach 11   wird der gleiche Vernetzungsgrad erst nach 60 Minuten erreicht. 



   Ähnliche Ergebnisse werden erhalten, wenn man Mischpolymerisate aus Vinylchlorid und Butylacrylat oder Äthylacrylat (80 : 20) stabilisiert. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Mischpolymerisate aus Vinylchlorid und Acrylsäureestern, die an sich bekannte Bleistabilisatoren und ausserdem als   Vernetzungsinhibitoren Merkaptoverbindungen von Heterocyclen. die   in Nachbarstellung   zudem C-Atom, dasdieMerkapto-Gruppe trägt, 1 oder 2 Stickstoffatome im Molekül besitzen, enthalten.   

Claims (1)

  1. 2. Mischpolymerisate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Vemetzungsinhibitor Merkaptobenzimidazol enthalten.
    3. Mischpolymerisate nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass diese den Vernetzungsinhibitor in Mengen von 0,01 bis 5%, vorzugsweise 0, 1 - 0, 50/0, enthalten.
AT299360A 1959-04-22 1960-04-20 Stabilisierte Mischpolymerisate aus Vinylchlorid und Acrylsäureestern AT221817B (de)

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