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Verfahren zum Herstellen eines mit thermoplastischem Kunststoff ausgekleideten Behälters
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines mit thermoplastischem Kunststoff ausgekleideten Behälters, der vorzugsweise einen zylindrischen Mantelteil und einen in diesen eingesetzten Beutel aus Kunststoff sowie einen Deckel und einen Boden umfasst.
Die bisher auf dem Markt befindlichen, mit Kunststoff ausgekleideten Behälter haben gegenüber den Glasflaschen verschiedene Vorzüge, so z. B. den Vorteil der Unzerbrechlichkeit, aber gleichzeitig auch den spürbaren Nachteil des hohen Preises.
Es sind bereits Verfahren zur Herstellung derartiger ausgekleideter Behälter bekannt, die jedoch den Nachteil haben, dass Rissbildungen, also Zerstörungen der Innenauskleidung beim Anschmiegen des Beutels an den Gefässmantel oft nicht zu vermeiden sind. Auch konnte dabei nicht erreicht werden, dass die zwischen Gefässmantel und Innenauskleidung befindliche Luft beim Füllen völlig entweicht. Um ein Entweichen der Luft zu ermöglichen, sind dann Durchbrechungen im Mantel vorgesehen, was aber wiederum in anderer Hinsicht mit auf der Hand liegenden Nachteilen verbunden ist. Es sind weiter auch Verfahren bekannt, bei denen zur Innenauskleidung eine Folie Verwendung findet, die durch Verformung an die Behälterwand angepasst wird ; damit können jedoch nur verhältnismässig flache Behälter ausgekleidet werden, da bei tieferen Behältern die Folie reissen würde.
Das erfindungsgemässe Verfahren vermeidet nicht nur alle die vorerwähnten Nachteile, sondern ermöglicht auch eine einfache und billige Herstellung derartiger Behälter, die für eine Massproduktion besonders vorteilhaft ist. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass der Rand des vorzugsweise aus Hartpolyvinylchlorid bestehenden Beutels erwärmt und nach aussen umgebogen wird, der so vorgeformte Beutel in den Mantelteil des Behälters eingeführt und der Deckel, der Mantelteil und der dazwischenliegende Beutelrand durch Umbördeln miteinander verbunden werden und dass anschliessend der Behälter erwärmt und in bekannter Weise pneumatisch, z.
B. durch Einblasen erwärmter Luft durch eine Öffnung im Deckel, der Beutel an die Behälterinnenwand angepasst wird, wonach die Verbindung des Behälterbodens mit dem Mantelteil erfolgt.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung erläutert, welche in den Fig. l und 2 einen als Wegwerfflasche ausgebildeten Behälter in zwei Herstellungsphasen zeigt. Die Fig. 3 und 4 stellen einen Dom im
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ansicht der Fig. l.
Der in Fig. l im Schnitt dargestellte Behälter besteht aus einem z. B. aus Karton bestehenden zylindrischen Mantel 1, einem in diesem eingesetzten, sich an die Innenwand des Körpers 1 anschmiegenden Beutel 2 aus thermoplastischem Kunststoff, einem den oberen Rand des Beutels mit dem Körper 1 verbindenden und den Behälter abschliessenden Deckel 3 mit einer Öffnung 4 sowie dem Boden 5. Der Beutel 2 besteht vorteilhafterweise aus Hartpolyvinylchlorid, während der Deckel 3 bzw. der Boden 5 aus Blech bestehen.
Zur Herstellung des Beutels 2 werden zwei übereinanderliegende Folienbahnen aus Hartpolyvinylchlorid durch wenigstens annähernd die Form eines einseitig offenen gleichschenkeligen Trapezes aufweisende Elektroden zusammengeschweisst und längs der Schweissnaht ausgeschnitten. Dadurch entsteht der in Fig. 2 dargestellte Beutel, in welcher Figur die punktierten Linien die Schweissnaht darstellen. Die Länge Z, entspricht dem halDen Umfange, die Länge Z, dem inneren Durchmesser und die Höhe H des Trapezes annähernd der Höhe des Mantelteiles 1.
Dieser flache Beutel 2 wird nun über einen Dorn 6 gestülpt,
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der eine keilförmig zur Basisfläche sich erweiternde Gestalt mit kreisrunder Basisfläche aufweist. Über diesen an der Basis auf zirka 80 erwärmten Dorn 6 wird der Beutel 2 gezogen, wobei sich der Beutelrand erwärmt und plastisch wird. Der über die Kernbasis vorstehende Randteil 7 wird nach aussen zum Umbör- deln abgebogen, wie in Fig. 3 und 4 schematisch angedeutet. Hierauf wird der Beutel 2 vom Dom abge- zogen und mit der am Boden vorhandenen Kante nach unten in den Mantelteil l eingesetzt, so dass-wie aus der Fig. 5 hervorgeht-der Rand 7 über die obere Kante des Mantels 1 vorsteht.
Nunmehr wird der Deckel 3 aufgesetzt und der Deckel- und der dazwischenliegende Beutelrand zu- sammen um die Mantelkante gebördelt. Nach diesem Arbeitsschritt wird der Behälter ohne Boden noch- mals erwärmt und auf einen mit Luftschlitze versehenen Untersatz gesetzt, wonach durch die Deckel- öffnung warme Pressluft in den Beutel eingeführt wird. Dadurch dehnt sich der Beutel aus, presst die Luft aus dem mit dem Mantel gebildeten Zwischenraum nach aussen und der Beutel schmiegt sich infolge der durch die Erwärmung eingetretenen Plastizität an die Innenwand des Behälters an, wobei auch der Boden des Beutels dem Durchmesser des Behälters angepasst wird. Hierauf wird der Boden 5 eingesetzt und z. B. umgebördelt.
Statt durch Einführen von Pressluft in den Beutel kann der letztere auch durch Einwirkung eines Vakuums von aussen geformt werden. Die Verwendung eines Vakuums hat gegenüber der Verwendung von Pressluft den Vorteil, dass dabei gleichzeitig eine Kontrolle über den Zustand des Beutels, d. h. ob er fehlerfrei ist, erreicht wird.
Die keilförmige Form des Beutels 2 nach seiner Entfernung vom Dorn 6 erlaubt ein knickfreies Einführen des Beutels in den Mantelteil l, so dass dabei jegliche Beschädigung der Folie vermieden wird.
Die im Deckel 3 vorgeseheneöffnung 4 ist zur Aufnahme eines Zapfens oder Ausgusses bestimmt, die beide auch aus einem Kunststoff bestehen können.