AT221277B - Organische optische Aufheller enthaltende, im wesentlichen aus Polyamiden bestehende Massen - Google Patents

Organische optische Aufheller enthaltende, im wesentlichen aus Polyamiden bestehende Massen

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  Organische optische Aufheller enthaltende, im wesentlichen aus
Polyamiden bestehende Massen   Es ist bekannt, dass synthetische Polyamide unter dem Einfluss von Wärme, Licht, Luft und Wasser nach kurzer Zeit vergilben und in ihren mechanischen Eigenschaften ungünstig verändert werden. Das ist ein ernster Nachteil, der die Verwendbarkeit von Polyamiden für viele Zwecke, beispielsweise als Grundstoffe für Textilien, stark beeinträchtigt. 



  Zur Vermeidung dieses Nachteils hat man schon empfohlen, den Polyamiden im Verlaufe ihrer Herstellung organische optische Aufheller zuzumischen. Doch erzielt man mit solchen Zusätzen allein keine voll befriedigenden Ergebnisse, denn die optischen Aufheller sind nur während einer beschränkten Zeitdauer in der Lage, die unerwünschten Veränderungen der Polyamide zu überdecken. Auch ein wiederholtes Aufbringen von frischen optischen Aufhellern auf die fertigen Gebilde aus Polyamiden mit Hilfe von Behandlungsbädern, wie es auf dem Textilgebiet üblich ist, vermag keine wirksame Abhilfe zu schaffen. 



  Man hat daher weiterhin schon versucht, Polyamide durch Vermischen mit phosphoriger Säure und 2-Mercaptobenzimidazol zu stabilisieren. Diese Zusätze bewirken zwar eine Verringerung der Vergilbungsneigung, jedoch verschlechtern sich die mechanischen Eigenschaften der so stabilisierenden Polyamide, insbesondere unter dem Einfluss heisser Behandlungsbäder, sehr bald. 



  Es wurde nun gefunden, dass organische optische Aufheller enthaltende, im wesentlichen aus Polyamiden bestehende Massen, die 0, 0005 - 0, 005 Gew. -% an Titan-III-salzen und 0, l-0, 5 Gew.-% an unterphosphoriger Säure, phosphoriger Säure, Unterdiphosphorsäure oder Salzen, beispielsweise Alkaliund Erdalkalimetallsalzen, dieser Säuren, bezogen auf das Gewicht der Polyamide, enthalten, gegen unerwünschte Veränderungen sowohl ihrer optischen als auch ihrer mechanischen Eigenschaften hervorragend beständig sind. 



  Die Natur des Anions in den Titan-Il-salzen hat auf die Stabilität der Mischungen nach der Erfindung keinen merklichen Einfluss. Jedoch erweisen sich wasserlösliche Titan-III-salze, wie Titan-UI-chlorid - hexahydrat, Titan - III - acetat - hexahydrat. Titan - III - hexachloro - triammoniumtrihydrat [TiCl. (NH). 3 H, 0] und Titan-III-sulfat-hexahydrat bei der Herstellung der erfindungsgemässen Massen als vorteilhaft, da sie sich in gelöster Form rasch verteilen. 



  Die neuen Massen bestehen im wesentlichen aus Polyamiden. Als Beispiele für Polyamide, die einzeln oder in Mischung vorliegen können, seien genannt : Kondensate von Diaminen, wie Butylendiamin, Pentamethylendiamin und Hexamethylendiamin, mit Dicarbonsäuren, wie Pimelinsäure, Korksäure, Sebacinsäure und Heptadecandicarbonsäure, Polykondensate von Aminocarbonsäuren, wie e-Aminocapronsäure, w-Aminoundecansäure oder den entsprechenden Lactamen, Polykondensate von Gemischen mehrerer der genannten Ausgangsstoffe, Polyurethane aus Hexamethylendiisocyanat und Butandiol oder andern Diisocyanaten und Diolen und Polyharnstoffe, beispielsweise solche aus Toluylen-2, 4-diisocyanat und Hexamethylendiamin.

   In untergeordneten Mengen, d. h. in solchen Mengen, die den Charakter der Polyamide im wesentlichen unverändert lassen, können in den Massen auch andere Polymerisate und bzw. oder Polykondensate, wie Polyester aus Phthalsäure und Trimethylolpropan, vorhanden sein. 



  Ausserdem enthalten die Massen für das Aufhellen von Kunststoffen gebräuchliche organische optische Aufheller, beispielsweise Derivate des Cumarins, o-Oxybenzophenons, Benzthiazols, Benzimidazol,   

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 macher u. dgl. enthalten. Von besonderem technischem Interesse sind solche Mischungen nach der Erfindung, die einen Gehalt an anorganischen Weisspigmenten, wie Titandioxyd, Zinkoxyd, Zirkondioxyd. 



  Bariumsulfat, Cerdioxyd und basischem Bleicarbonat haben. 



   Zur Herstellung der erfindungsgemässen Massen kann man sich üblicher Verfahren bedienen. So lassen sich die fertigen Polyamide mit den andern Bestandteilen vermischen, verkneten und zusammenschmelzen. Mit gleich gutem Erfolg kann man aber auch die noch nicht zu Polyamiden kondensierten Monomeren mit den übrigen Komponenten vermengen und die gewünschten Massen dann durch Kondensation fertigstellen. 



   In jedem Falle erhält man Produkte, die eine vorzügliche Widerstandsfähigkeit gegen die zerstörenden Einflüsse von Wärme, Licht, Luft und Wasser aufweisen. Sie eignen sich hervorragend für alle Zwekke, die eine hohe Beständigkeit gegen Alterung, insbesondere die damit verbundene Abnahme des Weissgrades und der Reissfestigkeit, erfordern. Beispielsweise kann man aus ihnen herstellen : Gewebe und Folien, die selbst nach zahlreichen Waschvorgängen weder vergilben noch vergrauen, weiterhin Maschinenteile und Armaturen, die auch langdauernde Einwirkung von Licht und höheren Temperaturen ohne nachteilige Veränderungen überstehen. 



   Die in den Beispielen genannten Teile und Prozente sind, soweit nicht anders angegeben, Gewichtseinheiten. 



     Beispiel l :   100 Teile Polycaprolactam wurden mit 3, 5 Teilen Zinkoxyd, 0,2 Teilen Dinatriumhydrogenphosphit-pentahydrat,   0, 01   Teilen eines organischen optischen Aufhellers der Formel 
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 und 0, 006 Teilen einer   15% igen wässerigen Titan-III-chloridlosung   in einem   Rlihrfltigelmischer   30 Sekunden vermengt. Die Mischung wurde in einem zweiwelligen Scheibenkneter bei 250 - 2600C innerhalb 30 Sekunden geschmolzen und homogenisiert. 



   Aus der so gewonnenen Masse wurden Spritzgussteile (Musterplättchen, Reissstäbe) hergestellt. Ein Teil der Fertigfabrikate wurde 10 Tage lang bei   800C   in einer Waschlauge gelagert, die   a,   1% eines handelsüblichen perborathaltigen Waschmittels und   0, 50/0   Kernseife enthielt. Die Zugfestigkeit nach DIN 53 371 betrug bei dem in der Lauge gelagerten Material noch   90 - 950/0   derjenigen des frischen Materials. Der Weissgrad war praktisch unverändert. 



   Bei einer wie oben angegebenen, aber ohne Zusatz von Titan-III-chlorid hergestellten Masse dagegen sank unter denselben Bedingungen die Zugfestigkeit auf   ze   ab, während der Weissgrad um 2% abnahm. 



   Eine weder Titansalz noch Phosphit, sonst aber die obengenannten Bestandteile enthaltende Masse war nach der Laugenbehandlung stark vergilbt. 



   Beispiel 2 : Ein Gemisch aus 100 Teilen Hexamethylendiamin-sebacat, 0, 3 Teilen Titandioxyd, 
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 igeracetatlösung. 0, 008 Teilen 4,   4'-Bis- [2-chlor-4- (15-hydroxy-1, 4, 7, 10, 13-pentoxa-pentadecyl)-l, 3, 5-tri-     azyl- (6) j-diaminostilben-2, 2-sulfonsaurem Natrium. 0, 002   Teilen 2, 2'-Dioxy-4, 4'-dimethoxy-benzophenon und 100 Teilen Wasser erhitzt man unter Rühren und Durchmischen 6 Stunden lang im Autoklaven auf 200-210 C, wobei man unter einem Druck von 18 atü das Wasser abdestilliert. Anschliessend ent- 

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 spannt man allmählich und steigert die Temperatur dabei auf   270 C.   Nach einer Stunde presst man die entstandene Schmelze durch eine Spinndüse in Wasser.

   Man erhält eine weissgefärbte Polysebacinsäurehexamethylendiamin-Faser mit einer Helligkeit, die um 20 bis   24%-gemessen   mit dem Photometer "Elrepho"der Firma Zeiss,   Oberkochen - besser   ist als eine Faser aus dem gleichen Polyamid, die nur 0, 3% Titandioxyd, nicht aber die weiteren, oben genannten Zusätze enthält.

   Nach achttägiger Belichtung mit einer 1000   W-Ultrarot-und   einer 1500 W-UV-Lampe oder dreimonatiger Bewitterung oder nach   zehnstündiger Aufbewahrung   bei 50 C in 5%iger wässeriger Sodalösung verliert das   erfindungsgemässe   Material nur 1 - 2% seiner Helligkeit und Reissfestigkeit, während die nur Weisspigment enthaltende Faser unter denselben Bedingungen   10 - 30%   ihrer Helligkeit und Reissfestigkeit   einbeisst.   



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Organische optische Aufheller enthaltende, im wesentlichen aus Polyamiden bestehende Massen, gekennzeichnet durch einen Gehalt von 0. 0005 bis 0, 005   Gew.-%   an Titan-III-salzen und 0, 1 bis   0, 5 Gew.-%   an unterphosphoriger Säure, phosphoriger Säure, Unterdiphosphorsäure oder Salzen dieser Säuren, bezogen auf das Gewicht der Polyamide.

Claims (1)

  1. 2. Massen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen zusätzlichen Gehalt an anorganischen Weisspigmenten.
AT207661A 1960-03-31 1961-03-13 Organische optische Aufheller enthaltende, im wesentlichen aus Polyamiden bestehende Massen AT221277B (de)

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