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Einrichtung zur Aufzeichnung und Wiedergabe von Pilotsignalen od. dgl.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Aufzeichnung und Wiedergabe von Pilotsignalen od. dgl. unter Verwendung eines zwei-oder mehrspurigen Magnettongerätes, welches mindestens zwei, verschiedenen Aufzeichnungsspuren gegenüberliegende Köpfe zur Wiedergabe der Aufzeichnung, sowie mindestens einen Löschkopf aufweist, der einer einzigen Spur zugeordnet und in Laufrichtung des Tonträgers im Abstand vor dem zugehörigen Wiedergabekopf angeordnet ist.
Bei bekannten Einrichtungen zur Aufzeichnung und Wiedergabe von Pilotsignalen wurde ein eigener kombinierter Aufsprech- und Wiedergabekopf vorgesehen, dem zur Impulsaufzeichnung über einen Schalter eine Wechselspannung zugeführt wurde. Im allgemeinen wurde eine Wechselspannung von etwa 1000 Hz verwendet, die in einem entsprechenden Oszillator erzeugt worden ist. Die gleiche Anordnung war auch zur Wiedergabe verwendbar, wobei der Verstärkerausgang die Steuereinrichtung eines Diapositiv- oder Filmprojektors speiste.
Es lag an sich nahe, diese teure Einrichtung in der Weise abzuändern, dass die Pilotsignale einem Aufsprechkopf zugeführt werden, während die gleichzeitige Tonaufnahme durch den andern bzw. die übrigen Köpfe erfolgt. Diese Anordnung hat jedoch den Nachteil, dass in der ausserordentlich störempfindlichen Kopfzuleitung Schalter vorgesehen werden müssen, die im Interesse einer möglichst geringen Einstreuung in der direkten räumlichen Verbindung zwischen Kopf und Verstärker angeordnet werden müssen, welche Anordnung sich meist aus konstruktiven Gründen verbietet. Überdies wird durch den Schalter selbst die Einstreuung von Störungen erhöht.
Da eine Aufzeichnung der Pilotsignale unter Verwendung des Aufnahmeverstärkers ebenfalls verschiedene Nachteile sowie einen grossen schaltungstechnischen Aufwand zur Folge hat, ist eine Einrichtung zur Aufzeichnung von Pilotsignalen durch den im Gerät vorhandenen Aufnahmekopf bisher nicht bekanntgeworden.
Bei den am Markt befindlichen Diapositivprojektoren hat es sich gezeigt, dass die zur Ausführung eines vollen Schaltspieles erforderlichen Impulslängen sehr stark voneinander abweichen. Ausserdem können sich bei denselben Geräten infolge Temperaturänderungen und Spannungsschwankungen erhebliche Streuungen in der erforderlichen Impulsdauer ergeben.
Üblicherweise wird zum Aufzeichnen der Impulse mit einem einzigen Schalter der Signalstromkreis geschlossen und gleichzeitig auch der Diapositivprojektor weitergeschaltet. Die Impulsdauer wird daher der während des Aufnahmevorganges erforderlichen Schaltzeit des Projektors entsprechen.
Ist bei einer späteren automatisch gesteuerten Vorführung der Projektor noch kalt oder die Netzspannung abgesunken, so dass der Projektor eine vergrösserte Schaltdauer aufweist, so treten Störungen in der Weiterschaltung des Diapositivprojektors auf, da die Impulsdauer nicht zur Durchführung eines vollen Schaltspieles ausreicht. Diese Störungen treten in verstärktem Masse dann auf, wenn die Wiedergabe mit einem ändern Projektor erfolgt, der langsamer schaltet als der bei der Impulsaufzeichnung verwendete.
Durch die Erfindung wird nun ein Weg angegeben, durch welchen auf einfache Weise Impulse von einer Dauer aufgezeichnet werden, die für die Schaltung aller gebräuchlichen Projektoren in allen Betriebszuständen mit Sicherheit ausreicht. Dies wird dadurch erreicht, dass der Löschkopf zur Impulsaufzeichnung über eine willkürliche betätigbare Schalteinrichtung in an sich bekannter Weise mit einer niederfrequenten Wechselstromquelle verbindbar ist und dass während der Impulsaufzeichnung die Steuereinrichtung beispielsweise eines Diapositivprojektors über einen Verstärker mit einem mit dem genannten
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Löschkopf in gleicher Spur liegenden Wiedergabekopf verbunden ist,
so dass die Auslösung der Steuereinrichtung entsprechend der Laufzeit des Tonträgers zwischen Lösch- und Wiedergabekopf jeweils zeitlich verzögert erfolgt. Die Verzögerung beträgt je nach Gerät zwischen 1/4 und 1/2 sec. Die aufgezeichneten
Impulse sind genügend lang, um auch unter ungünstigen Bedingungen eine sichere und und störungsfreie Weiterschaltung des Projektors zu gewährleisten. Ein weiterer Vorteil der neuen Einrichtung ist die ausserordentlich einfache Schaltungsanordnung.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Steuereinrichtung und ein Schalter zur willkürlichen Aufzeichnung der Impulse zu einem selbständigen Zusatzapparat vereinigt, in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet und über einen Vielfachstecker mit dem-Magnettongerät verbindbar.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung ist ein insbesondere als Taster ausgebildeter Umschalter vorgesehen, durch welchen der Löschkopf wechselweise mit einer Stromquelle für Löschstrom, insbesondere mit einem Löschoszillator und einer niederfrequenten Wechselstromquelle verbindbar ist, so dass in den Impulslücken eine eventuelle ursprüngliche magnetische Aufzeichnung gelöscht ist und die Impulse der urpsrünglichen magnetischen Aufzeichnung überlagert sind.
Diese. Anordnung hat den Vorteil, dass die Impulsaufzeichnung auch auf einer ungelöschten Spur erfolgen kann. Die ursprünglichen Aufzeichnungen werden zwischen den Impulsen gelöscht, während die Impulse selbst den ursprünglichen Aufzeichnungen überlagert werden.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einiger Ausfilhrungsbeispiele und aus der zugehörigen Zeichnung, in welcher die Fig. 1-3 die Schaltschemata einiger Ausführungsformen zeigen. In Fig. l ist das Schaltschema eines zweispurigen Magnettongerätes gezeigt, wobei mit 1 und 2 die beiden Löschköpfe bezeichnet sind, deren Wicklungen la und 2a über Schalter 5 und 6 mit Hochfrequenzlöschoszillatoren 3 und 4 verbunden werden können. Der Schalter 6 ist als Umschaltei ausgebildet und verbindet in der gezeigten Stellung die Wicklung 2a des Löschkopfes 2a mit einem Taster 17, dessen zweiter Schaltkontakt über einen Kondensator 18 mit einer Wechselspannungsquelle 19 verbunden ist.
Bei der Wiedergabe werden die magnetischen Aufzeichnungen beider Spuren durch die Köpfe 7,8 abgetastet und in den zugehörigen Verstärkern 9 und 10 verstärkt. Die beiden Verstärker können in bekannter und nicht dargestellter Weise einzeln oder gemeinsam umschaltbar sein und auch als Aufnahmeverstärker dienen, wobei der Verstärkerausgang mit den Tonköpfen 7 und 8 verbunden wird.
In der dargestellten Betriebsstellung ist der Verstärker 9 mit einem Lautsprecher 11 verbunden. In der Ausgangsleitung des Verstärkers 10 ist ein Umschalter 13 vorgesehen, durch welchen der Verstärker 10 wechselweise an einen Lautsprecher 12 oder an ein Relais 14 angeschlossen werden kann. Im Stromkreis des Relais 14 ist ein Gleichrichter 15 vorgesehen, während parallel zur Relaiswicklung ein Glättungskondensator 16 angeordnet ist. Die Wirkungsweise der dargestellten Anordnung ist folgende :
Auf der Spur 20 des Tonbandes 21 sei beispielsweise eine Musikdarbietung aufgezeichnet, die als Untermalung für einen Diapositivvortrag dienen soll, wobei der Projektor durch das Tonband automatisch weitergeschaltet werden soll.
Zu diesem Zweck ist der Tonkopf 7 sowie der Verstärker 9 auf Wiedergabe geschaltet und der zugehörige Löschkopf 1 durch Öffnen des Schalters 5 vom Löschoszillator 3 getrennt. Der Löschkopf 2 ist durch den Umschalter 6 ebenfalls vom Oszillator 4 getrennt, steht jedoch über den Taster 17 mit der Wechselspannungsquelle 19 in Verbindung. Wird der Taster 17 geschlossen, so wird durch Löschkopf 2 auf der Spur 22 des Tonbandes 21 ein Wechselspannungsimpuls auf-
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(in der Zeichnungund nach Verstärkung im Verstärker 10 über den Umschalter 13 dem Relais 14 zugeführt, welches anspricht und den Schalter 23 schliesst, wodurch die Weiterschaltung des Diapositivprojektors eingeleitet wird.
Infolge der räumlichen Versetzung von Lösch- und Wiedergabekopf erfolgt die Auslösung des Relais gegenüber der Betätigung des Schalters 17 mit einer zeitlichen Verzögerung von zirka 1/4 bis 1/2 sec. Da erfahrungsgemäss der Taster 17 so lange betätigt wird, bis die Weiterschaltung des Projektors erfolgt, werden genügend lange Impulse aufgezeichnet, die auch unter ungünstigen Verhältnissen eine sichere Weiterschaltung des Projektors gewährleisten.
Ein weiterer Vorteil der neuen Anordnung ist, dass eine Umschaltung zwischen Impulsaufnahme und Wiedergabe nicht erforderlich ist, wodurch sich eine erhebliche Vereinfachung der Bedienung ergibt.
In Fig. 2 ist eine andere Ausführungsform gezeigt, welche eine Aufzeichnung der Impulse wahlweise auf einer der beiden Spuren gestattet. Zu diesem Zweck sind die Schalter 25,26 zwischen den beiden Löschköpfen 1 und 2 und den zugehörigen Löschoszillatoren 3 und 4 als Umschalter ausgebildet, deren zweiter Pol mit den Kontakten eines weiteren Umschalters 33 verbunden ist, der mit einem entsprechenden Umschalter 34 in den Verbindungsleitungen zwischen den Köpfen 7 und 8 und den zugehörigen Ver- ; tärkem 9 uAd 10 mechanisch gekuppelt ist. Mit Hilfe der Schalter 33 und 34 kann entweder die erste oder
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die zweite Spur für die Impulsaufzeichnung herangezogen werden.
Die Impulse werden durch einen der beiden Köpfe 7 oder 8 abgetastet und über den Schalter 34 dem Verstärker 10 zugeführt, der mit einer
Steckbuchse 28 und über einen Schalter 32 mit einem Lautsprecher 12 verbunden ist.
Die Anordnung ist so getroffen, dass der Taster l ? mit einem Schutzwiderstand 27, das Relais 14 samt
Gleichrichter 15 und Kondensator 16 als vom Tonbandgerät trennbare Baueinheit ausgebildet ist. Die Ver- bindung erfolgt über einen Vielfachstecker 28-31, welcher bei Herstellung der Steckverbindung den Schal- ter 32 öffnet, so dass der Verstärker 10 vom Lautsprecher 12 getrennt und mit dem Relais 14 verbunden wird. Als Wechselspannungsquelle zur Impulsaufzeichnung wird eine Wicklung 35 des Netztransforma- tors 36 benützt.
In Fig. 3 ist eine Ausführungsvariante zur Anordnung nach Fig. l dargestellt.
Der Löschkreis 1, 5 und 3 für die erste Spur ist unverändert. Im zweiten Kreis ist zwischen der lösch- kopfwicklung 2a und dem löschoszillator ein Schalter 39 vorgesehen. Parallel zu diesem liegt ein Um- schalter 43, welcher durch ein Relais 40 gesteuert ist und die Löschkopfwicklnng bei stromlosem Relais 40 mit dem Oszillator 4, bei stromführende Relais mit einer Wechselspannungsquelle 19 verbindet. Das Re- lais 40 wird durch eine Stromquelle 41 gespeist und durch einen Taster 42 gesteuert. Die Anordnung hat den Vorteil, dass die Impulsaufzeichnung auch auf einer ungelöschten Spur erfolgen kann, was insbeson- dere bei Korrekturen der Impulsaufzeichnung wertvoll ist. Zur Impulswiedergabe wird der Schalter 49 ge- öffnet.
In Fig. 3 ist schematisch ein Tonband 44 mit Viertelspuraufzeichaung dargestellt, wobei der Spur 45 die Impulsspur 46 zugeordnet ist. Beim zweiten Durchlauf erfolgt die Aufzeichnung der Impulse auf Spur 47 während Spur 48 die akustische Darbietung aufnimmt.
Bei den beschriebenen Beispielen kann selbstverständlich gleichzeitig mit der Impulsaufzeichnung eine
Tonaufzeichnung auf die zweite Spur aufgenommen werden. In diesem Fall wird der Verstärker 9 auf Aufnahme umgeschaltet und speist den entsprechenden Tonkopf.
Die Erfindung ist nicht auf die Steuerung von Diapositivpro jektoren beschränkt. Es können z. B. auch Filmprojektoren so gesteuert werden, dass der Film und das Tonband synchron ablaufen. Es ist auch möglich, durch die Impulse bestimmte lichttechnische oder akustische Effekte auszulösen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Aufzeichnung und Wiedergabe von Pilotsignalen od. dgl. unter Verwendung eines zwei-oder mehrspurigen Magnettongerätes, welches mindestens zwei, verschiedenen Aufzeichnungsspuren gegenüberliegende Köpfe zur Wiedergabe der Aufzeichnung, sowie mindestens einen Löschkopf aufweist, der einer einzigen Spur zugeordnet und in Laufrichtung des Tonträgers im Abstand vor dem zugehörigen Wiedergabekopf angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
dass der Löschkopf zur Impulsaufzeichnung über eine willkürlich betätigbare Schalteinrichtung in an sich bekannter Weise mit einer niederfrequenten Wechselstromquelle verbindbar ist und dass während der Impulsaufzeichnung die Steuereinrichtung beispielsweise eines Diapositivprojektors über einen Verstärker mit einem mit dem genannten Löschkopf in gleicher Spur liegenden Wiedergabekopf verbunden ist, so dass die Auslösung der Steuereinrichtung entsprechend der Laufzeit des Tonträgers zwischen Lösch-und Wiedergabekopf jeweils zeitlich verzögert erfolgt.