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Gasdruckregler.
Bei den bekannten Gasdruckroglern, gleichgiltig, ob dieselben Glockenregler (nasse Regler) oder Membranregler (Trockenregler) sind, erfolgt die Druckgebung durch Belastung der Glocke oder der Membrane mit Gewichten oder Flüssigkeiten. Die Bedienung bezw.
Druckgebung solcher Regler, welche oftmals weit voneinander entfernt sind, von einem Punkte aus, ist schwer durchführbar, in vielen Fällen überhaupt ausgeschlossen. Bei der Verwendung der bekannten automatisch druckgebenden Regulatoren (beispielsweise solcher mit Flüssigkeitsbelastung) tritt bei Überlastung derselben oft die Notwendigkeit ein, einen zweiten Regler mit. wirken zu lassen. Ein zweiter Regler kann aber mit einem automatisch druckgebenden Regler ohne Störung nur dann zusammenarbeiten, wenn der zweite Regler gleichzeitig mit dem automatisch druckgebendon den Druck vergrössert oder verringert, was bei den in Gebrauch stehendon Druckreglern mit grossen Schwierigkeiten verbunden ist.
Vorliegender Erfindung nach erfolgt die Belastung bezw. die Druckgebung des Druckreglers, der seiner Konstruktion nach sowohl ein trockener, als auch ein nasser sein kann, durch den Druck bozw. durch die Spannung irgendeines Gases, welches in dem die Glocke aufnehmenden Behälter eingeleitet wird und dessen Druck von dem Drucke des unter die Reglergiocko eintretenden Gases unabhängig ist.
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Druckregtors.
Fig. 3 zeigt die Anordnung der Regler in einem Rohrnetze. Der Druckregler besteht aus einem Gehäuse 1, in welches in'bekannter Weise die Gaszuleitung 2 einmündet, deren Einströmungsqucrschnitt durch die Anordnung eines beispielsweise in einem Bügel 3 vertikal geführten Konusses 10 oder dgl. dem Drucke entsprechend vergrössert oder verkleinert werden kann. Der Raum, in welchem sich die in eine Flüssigkeit ein-
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geschlossen ist.
Um die Glockenbewegung beobachten zu können, wird auf dem Deckel 5 zweck- mässig ein Schallzylinder 7 oder dgl. angeordnet. Das das Druckmittel zuführende Rohr 8 mündet entweder direkt in die Haube 5 ein oder dasselbe wird durch die im Gehäuse befindliche Flüssigkeit geführt und mündet oberhalb des Ftissigkeitsspiegels in die Haube.
Wird durch dieses Rohr Luft oder ein anderes Gas in die Haube eingedrückt, so lastot auf der Glocke ein Druck, welcher seiner Grösse nach dem Gewichte eines Wasserzylinders entspricht, welcher zur Ftächo die Fläche der Glocke bezw. die horizontale Projektion derselben und zur Höhe den in Wassersäulenhöhe gemessenen Druck des Gases hat, der an einem am Druckrohr 8 angeordneten Manometer 9 abgelesen werden kann.
Die Vorteile eines solchen Druckreglers ergeben sich besonders beim Zusammenarbeiten desselben mit einem automatisch druckgebenden Regler ; denn es kommt oft vor,
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der Stadt, gedruckt werden, welcher Anfangsdruck sowohl von der Rohrweite als auch von der Rohriänge und Gasmengo abhängig ist. Bei der Verwendung der bekannten, automatisch wirkenden Druckregler ist es notwendig, für jeden Rohrstrang, weicher von einem solchen Regler bedient wird, ein eigenes Rolbrnetz, abzusondern, da die automatisch wirkenden Regler sich sonst gegenseitig stören.
Die Anordnung von Reglern mit Gasdruckbelastung ermöglicht es, eine bequeme und automatische Druckregolung auch dann allgemein durchführen zu können, wenn zwei oder mehrere Rohrstränge vom Werke aus in ein gemeinsames Rohrnetz fuhren. Zu diesem Zwecke wird in dem einen Rohrstrang ein automatisch wirkender Regler (Hauptregler) eingebaut, während in die anderen Rohrstränge Regler eingebaut werden, deren Belastung durch Gasdruck erfolgt, welcher dem Ausgange des Hauptreglers entnommen wird. Eine derartige Anordnung ist in einer beispielsweisen Ausführungsform in Fig. 3 der Zeichnung schematisch dargestellt.
Das Rohrnetz einer Stadt wird vom Gaswerk aus beispielsweise durch drei Haupt- rohrstränge 11, 12, 13 mit Gas gespeist. In den Rohrstrang 11 sei ein automatisch wirkender Druckregier A (Hauptregler), in die Rohrstränge 12, 13 je ein Druckregler mit Gasdruckbelastung Bund C (Hilfsregler) eingebaut, welche durch Absperrschieber 14, 15 ausser Betrieb gesetzt werden können. Ist der Regler A allein in Betrieb und die Schieber 14, 15 geschlossen, so wird in den Stunden starker Gasabgabe vor den Schiebern 14, 15 an den Manometern ein Minimalgasdruck, z.
B. 35 mm, sich zeigen, während der Hauptregler A, z. U. einen Anfangsdruck von 65 mm gibt ; ein Zeichen, dass durch die Rohrstrang 12, 13 kein Gas in die Stadt strömt.
Sollen die Rohrstränge 12, 13 ebenfalls Gas in die Stadt senden, so ist es notwendig, durch die Regler B und C Gas unter einem höheren Druck als 35 mm abzugeben, doch müssen, soll der Hauptregler, welcher automatisch den Druck regelt, richtig und ohne Störung funktionieren, die Regler Bund C sich mit der Druckgebung ganz nach dem Hauptregler A richten, d. h. den Druck wachsen lassen, wenn der Hauptregler mehr Druck gibt und den Druck verringern, wenn derselbe weniger Druck gibt. Dies wird durch Regler mit Gasdruckbelastung erreicht, deren Druckgebung durch ein Rohr 8 erfolgt, welches, wie in Fig. 3 dargestellt, angeordnet ist.
Es ist also nur notwendig, dass das
Rohr 8, welches das Druckmittel für den Druckregler zuführt, an das Gasrohr unmittelbar an dessen Austrittsstelle aus dem automatisch druckgebenden Regler angeschlossen wird.
Man hat es dann in der Hand, den Druck der IIilfsregler B, C mit dem des Hauptreglers A gleichzustellen oder denselben um einen bestimmten Betrag zu erhöhen oder zu
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Glocke vor Schliessung der Haube noch mit Gewichten, weiche 10. mm Druck geben, mehr heiastet. So ! I in einem anderen Fall der Druck der Hilfsregler kleiner sein als der des Hauptreglers, so wird der Auftrieb der Glocke um die Differenz vergrössert.
Bei Verwendung solcher Gasdruckregler wird die Druckgebung bei ausgebreiteten Gasantagen, welche bisher nur mit komplizierten Vorrichtungen durchführbar war, sehr einfach gestaltet, da die Regler von jedem beliebigen Punkt aus bedient werden können, zu welchem Zwecke es nur notwendig ist, das vom Regler ausgehende Druckrohr 8 über
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Gasdruckregler, bei welchem die Reglerglocke unter dem Drucke gespannten Gases steht, weiches sich in dem zwischen der Roglerglocke und einem dieselbe umgebenden Hch.
Utcr vorhandenen Raum benndet, dadurch gekennzeichnet, dass an einen solchen Raum oder an mehrere solche Räume eine von einem beliebigen Orte ausgehende Leitung (8) angeschlossen ist, durch welche die Rcglerglocke unter einen beliebigen, vom Drucke des unter die Reglerglocke einströmenden Gases unabhängigen Druck gestellt werden kann, zum Zweclie, den Gasdruck innerhalb beliebiger Grenzen den jeweiligen Erfordernissen entsprechend ändern zu können.