<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Herstellung von Magnetkörpern
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
ren lässt sich eine dichteste Packung der ferromagnetischen Körner in der Pressform nicht erzielen, da, wie oben angegeben, die Körner sich in Richtung der Kraftlinien anordnen, was naturgemäss einer dichtesten Packung der Körner im Presswerkzeug entgegenwirkt. Durch diesen Umstand muss als weiterer Nach - teil noch in Kauf genommen werden, dass die verpressten Magnetkörper wegen Fehlens dichter Packung nicht die maximal erzielbare Festigkeit besitzen und dass, wenn noch eine Sinterung der Presskörper angeschlossen wird, die Schrumpfung beim Sintern so stark wird bzw. so stark schwankt, dass eine Fertigung der Magnetkörper im Rahmen der zulässigen Toleranzen nicht mehr möglich erscheint.
Um trotzdem zu Formkörpern mit brauchbaren Endabmessungen zu kommen, musste deshalb meist der Weg beschritten werden, die Formkörper auf Übermass herzustellen und mechanisch nachzubearbeiten, wodurch allerdings ein erheblicher Abfall entstand.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich nunmehr auf ein Verfahren zur Herstellung von Magneten aus ferromagnetischen Körpern hexagonaler Kristallstruktur durch Pressen auf trockenem Wege und gegebenenfalls Sintern, wobei die Körner durch Vormagnetisierung polarisiert werden und die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die gleichmässige Verteilung der Körner im Innenraum des Presswerkzeuges vor Beginn des Pressvorganges und vor dem Einschalten des gleichgerichteten Magnetfeldes durch eine das Abstossen der polarisierten Körner voneinander hervorrufende Erregung eines Wechselmagnetfeldes vorgenommen wird.
Durch Anwendung des Wechselmagnetfeldes beim Einfüllen des Rohstoffes in die Pressform ist nunmehr die vollkommen dichte Packung der Körner des ferromagnetischen Materials gewährleistet, wodurch einerseits die mechanische Festigkeit der gepressten Magnetkörper wesentlich erhöht ist gegen- über nach bekannten Verfahren hergestellten Magnetkörpern und bei einer anschliessenden Sinterung die Schrumpfung so gering bleibt bzw. so konstant ist, dass eine Fertigung im Rahmen der zulässigen Toleranzen-ermöglicht wird. Infolge der äusserst dichten Packung der ferromagnetischen Körner werden auch die Gütewerte der hergestellten Magnete bedeutend erhöht. Dabei ist auch durch die Anwendung des Gleichstrommagnetfeldes eine nahezu vollkommene Orientierung der ferromagnetischen Körner in der durch das Gleichstrommagnetfeld bestimmten Vorzugsrichtung gegeben.
Bei Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens können die ferromagnetischen Körner in Korngrössen von 1 bis 10 angewendet werden. Die ferromagnetischen Körner werden mechanisch, z. B. unter Verwendung von Druckluft, in langsamer Strömung durch ein Gleichstrommagnetfeld entsprechender Stärke gefördert und dabei in diesem Gleichstrommagnetfeld vormagnetisiert. Das auf diese Weise vorbereitete Pulver wird ohne oder mit Verwendung eines Bindemittels, z. B. Polyvinylalkohols, im magnetischen Feld zunächst granuliert und das aus einzelnen magnetisierten Körnern bestehende Granulat wird hierauf ih das Presswerkzeug gefüllt. Unter Einwirkung des magnetischen Wechselfeldes werden die nunmehr vormagnetisierten Körner des Granulates in so starkem Masse gerüttelt, dass dichtste Packung der Körner erzielt werden kann.
Das magnetische Wechselfeld kann impulsartig, aber auch kontinuierlich einwirken. Nachdem dichtste Packung erzielt wurde, wird ein Gleichstrommagnetfeld erzeugt. Bei der unter Wirkung des Gleichstrommagnetfeldes nunmehr erfolgenden Orientierung der Körner des Granulates wird die dichte Packung praktisch nicht mehr verändert.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Verfahrens wird nachfolgend beschrieben.
Ein Gemenge von 827o Eisenoxyd und 18% BaC03 wird in einer Kugelmühle 8 Stunden lang feucht gemahlen bzw. gemischt und sodann bei 1200 C geglüht. Das derart erhaltene trockene Bariumferrat wird In einer Vibrationsmühle 24 Stunden lang zerkleinert. Nach Kontrolle der Korngrösse werden die im Pulver befindlichen Kristallkörner durch Durchblasen durch ein Gleichstrommagnetfeld vormagnetisiert. Das mf diese Weise vorbereitete Pulver wird mit lle seines Gewichtes Polyvinylalkohol vermischt und nach einfüllen dieses Gemisches in den Innenraum des Presswerkzeuges wird der Magnetwicklung des Presswerkseuges'kurze Zeit Wechselstrom zugefuhrt.
Noch vor dem Abschalten des Wechselstrommagnetfeldes wird ier Magnetwicklung ein Gleichstrom gewünschter Grösse zugeführt und in dem von diesem Gleichstrom
EMI2.1
Magnetfeldvorgenommen. Die weitere Verarbeitung des Magnetkörpers erfolgt nach bekannten Verfahren.
Das erfindungsgemässe Verfahren besitzt im Vergleich zu bekannten Verfahren weiters den Vorteil, lass die die Herstellungsvorgänge verlängernde Befeuchtung und das Durchsieben durch ein feines Sieb entfallen.
Die körnerweise Vormagnetisierung des zur gewünschten Korngrösse gemahlenen Pulvers sowie die (ömerweise Orientierung in der Vorzugsrichtung gemäss dem Verfahren der Erfindung sichert die Erhöhung ler magnetischen Eigenschaften der fertigen Magnetkörper. Es wird auch die Annäherung des Gütefaktors ì X Oe an den BH max. Wert = 4, 4 x 106 bei betriebsmässiger Fertigung ermöglicht. Das Einbringen der Corner in die Form in dichtester Packung ermöglicht das Pressen der Magnetkörper auf die geforderten
<Desc/Clms Page number 3>
Endabmessungen und macht nachträgliche mechanische Bearbeitung der Magnetkörper zum grössten Teil überflüssig.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Magnetkörpern aus ferromagnetischen Körnern hexagonaler Kristallstruktur durch Pressen auf trockenem Wege und gegebenenfalls Sintern, wobei die Körner durch Vormagnetisierung polarisiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass die gleichmässige Verteilung der Körner im Innenraum des Presswerkzeuges vor Beginn des Pressvorganges und vor dem Einschalten des gleichgerichteten Magnetfeldes durch eine das Abstossen der polarisierten Körner voneinander hervorrufende Erregung eines Wechselmagnetfeldes vorgenommen wird.