AT219149B - Verfahren zum Anbringen von Fluoreszenzschichten - Google Patents
Verfahren zum Anbringen von FluoreszenzschichtenInfo
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Description
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Verfahren zum Anbringen von Fluoreszenzschichten
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Überziehen von Glashüllen elektrischer Gasentladungslampen mit einer Fluoreszenzschicht und damit auch auf elektrische Gasentladungslampen, die durch dieses Verfahren hergestellt sind. Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf die Anbringung einer Fluoreszenzschicht auf der Innenwand von Fluoreszenzlampen mit einer Toroldhülle.
Zum Bedecken der Innenseite einer Glashülle einer Fluoreszenzlampe, insbesondere mit Toroidgestalt, wurde vorher seit langem ein Verfahren benutzt, bei dem eine Fluoreszenzsubstanz in einem Bindemittel, das durch Lösung von Nitrozellulose in einem Azetatester, z. B. Butylazetat, hergestellt wurde, suspendiert und aus der Suspension auf die Hülle abgesetzt wurde, worauf die Schicht mit einer Lösung oder einer Suspension von Borsäure bedeckt und einer Wärmebehandlung unterworfen wurde. Bei diesem Verfahren kann eine vorzügliche Bindung zwischen der Leuchtschicht und der Innenwand der Glashülle erzielt werden, aber dieses Verfahren hat den Nachteil, dass die Fluoreszenzlampe während des Gebrauches sich leicht schwärzt.
Ein anderes bekanntes Verfahren besteht aus einem Überziehen der Innenseite der Glashülle mit einer Schicht aus der Suspension eines Leuchtstoffes, der mit einem organischen Bindemittel und mit einem Fliessmittel gemischt ist, welches Fliessmittel, nachdem die angebrachte Schicht gut getrocknet worden ist, durch eine Wärmebehandlung geschmolzen wird. Die erforderlichen Eigenschaften eines solchen Fliessmittels sind folgende : An erster Stelle muss der Schmelzpunkt zwischen 6000 C und 9000 C liegen, da es kein organisches Bindemittel gibt, das bei einer Temperatur unterhalb 6000 C vollständig weggebrannt werden kann. Es bleibt dann Kohlenstoff in und auf der Leuchtschicht zurück, so dass die Glasröhre Flecken aufweist. Ein Fliessmittel, das erst oberhalb einer Temperatur von 9000 C schmilzt, ist nicht anwendbar, da die Glasröhre bei dieser Temperatur gefährdet wird.
An zweiter Stelle soll das Fliessmittel ein hohes
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aufweisen, da sonst ein Teil der Ultraviolettstrahlung durch das Fliessmittel und nicht durch den Leuchtstoff absorbiert wird, so dass die Lichtausbeute der Entladungslampe verringert wird. An dritter Stelle soll das Fliessmittel chemisch stabil sein und während des Gebrauchs der Entladungsröhre keine Änderungen aufweisen. Materialien, welche diesen Bedingungen teilweise genügen, sind Zinkborat und Kadmiumborat, aber diese haben eine Absorption in dem Ultraviolettbereich. Ausserdem haben diese Borate Schmelzpunkte, die etwas höher liegen als gewünscht ist.
Das erfindungsgemässe Verfahren zum Anbringen einer Leuchtschicht auf der Glashülle einer elektri- schen Gasentladungslampe benutzt eine Suspension des Leuchtstoffes in einem geeigneten Medium, die in die Lampe eingeführt und darauf zum grössten Teil entfernt wird, wobei eine dünne an der Glashülle haf-
EMI1.2
Bindemittel für den Leuchtstoff wirksam ist.
Die durch die vorerwähnte Formel angedeuteten Borate haben praktisch keine Absorption in dem Ultraviolettbereich und weisen Schmelzpunkte auf, die, in Abhängigkeit von dem Verhältnis zwischen m und n, zwischen etwa 7500 C und 10000 C liegen. Wenn m gewählt wird, wie vorstehend angegeben ist,
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zwischen 0. 2 und 0, 8, überschreitet der Schmelzpunkt nicht den Wert von etwa 9000 C. Der niedrigste Schmelzpunkt wird erzielt bei einem Wert von m = 0, 7. Dies ist aus der Zeichnung ersichtlich, in der die Schmelzpunkte in GradCelsius als Ordinate und das Verhältnis zwischen CaO und BaO als Abszisse aufgetragen sind. Der Bereich zwischen den gestrichelten Linien ist der Bereich, auf den sich die vorliegende Erfindung bezieht. Der niedrigste Schmelzpunkt bei einem Wert von m = 0, 7 beträgt etwa 7500 C.
Durch Mischungvon reinem CaCOBaCC und HBO in dem gewünschten Verhältnis und durch Heizungin einem elektrischen Ofen bei einer Temperatur zwischen 6500 C und 8000 C während zwei Stunden lassen sich die Borate leicht herstellen.
Die mit dem Leuchtstoff zu mischende Boratmenge in der Suspension liegt vorzugsweise zwischen 3 und 15 Gew. -0/0 des Leuchtstoffes. Unterhalb 3 % ist die Haftung nicht ganz ausreichend und es ist nicht notwendig, mehr als 15 % zu verwenden. Da jedoch Ultraviolettstrahlung nicht absorbiert wird, ist der verwendete Prozentsatz nicht besonders kritisch.
Der Leuchtstoff wird, wie vorstehend erwähnt, mit den Boraten vermischt auf der Innenseite der Glashülle und durch Erwärmung damit verbunden.
Ein weiteres Bindemittel, wie z. B. Nitrozellulose, kann in der Suspension vorgesehen werden.
Die Verbindung zwischen der Leuchtschicht und dem Glas ist besonders stark, so dass die überzogene Glasröhre einer weiteren Wärmebehandlung, z. B. zum Biegen der Röhre zum Erzielen der gewünschten Gestalt, z. B. Toroidgestalt, unterworfen werden kann, ohne dass die Schicht Neigung zum Abblättern zeigt.
Da die Schmelzpunkte der Borate zwischen 7500 C und 10000 C liegen, brauchen keine Schwierigkeiten befürchtet zu werden, wenn auch ein organisches Bindemittel, wie z. B. Nitrozellulose, benutzt wird, da diese Temperaturen ausreichen, um dieses Bindemittel nahezu vollkommen wegbrennen zu lassen. Bei diesen Temperaturen wird das Glas, auf dem die Schicht angebracht wird, nicht beschädigt. Es tritt ausserdem keine Bildung von Flecken oder Schwärzung während des Gebrauchs der Lampe auf.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Anbringen einer Fluoreszenzschicht auf der, insbesondere toroidförmige Glashülle elektrischer Gasentladungslampen, wobei eine Suspension eines Leuchtstoffes in einem geeigneten Mittel in die Lampe eingeführt und der grösste Teil der Suspension aus der Lampe entfernt wird, wobei eine dünne an der Glashülle haftende Schicht der Suspension zurückbleibt, worauf die Lampe getrocknet und erwärmt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Suspension ein Borat der Zusammensetzung :
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2B203enthält, wobei m + n = 1 und 0, 2 m : : 0, 8, welches Borat nach Trocknen und Erwärmen der Lampe als Bindemittel für den Leuchtstoff wirksam ist.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Borat verwendet wird, in dem m = 0, 7 ist.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Suspensionsmittel ein organischer Stoff, z. B. Butyl-Azetat, verwendet wird.4. Verfahren nach Anspruch l, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Suspension ausserdem Nitrozellulose als ein Bindemittel enthält, das während der Erwärmung der Lampe nahezu vollkommen entfernt wird.5. Verfahren nach Anspruch l, 2,3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Erwärmung bei einer Temperatur zwischen 7500 C und 9000 C erfolgt.6. Verfahren nach Anspruch l, 2 3. 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Suspension 3 - 15 Grew.-% des Leuchtstoffes an Borat enthält.
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