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Bildwerfer, insbesondere zur Projektion von Schriftzeichen
Die Erfindung betrifft Geräte mit einer optischen Einrichtung, die eine Mehrzahl von Bildern von in Reihen angeordneten verschiedenen Objekten auf ein und denselben Punkt einer Zeile zu projizieren gestattet und durch Zusammensetzen einer Mehrzahl solcher nebeneinander angeordneter Reihen eine Ausrichtung von Bildern in Zeilenform aus nicht ausgerichteten Objekten und umgekehrt erzielen lässt.
Der Gegenstand der Erfindung ist. insbesondere für die Ausführung von Empfängern verwendbar, die mit hoher Geschwindigkeit Schriftzeichen in Form von Textzeilen auf eine lichtempfindliche Unterlage oder einen Beobachtungsschirm projizieren, was vor allem bei Telegraphiesystemen, elektronischen Rechnern und Setzmaschinen zur Anwendung gelangen kann. Umgekehrt ist der Gegenstand der Erfindung anwendbar zum Lesen und für die Übertragung gedruckter Dokumente in kodierter Form durch gleichzeitige Projektion jedes der einzelnen eine Zeile bildenden Schriftzeichen auf mehrere Matrizen, von denen jede ein bestimmtes Schriftzeichen identifizieren lässt.
Fig. 1 veranschaulicht eine erste Ausführungsform der Erfindung.
Eine Matrixplatte 2 trägt die beispielsweise auf lichtundurchlässigem Grund stehenden transparenten (oder umgekehrt) Buchstaben des Alphabets, die in vertikalen Reihen alphabetisch derart angeordnet sind, dass jede waagrechte Reihe gleiche Buchstaben besitzt. Die Anzahl der Reihen entspricht derjenigen der Buchstaben, die in einer Schriftzeile auftreten können.
Vor der Matrixplatte 2 befindet sich in einem vorbestimmten Abstand ein Objektiv 4, dessen optische Achse genau senkrecht auf der Mitte der Matrixplatte 2 steht und durch die Mitte eines Buchstabens 5 einerseits und längs der Achse eines aus Glas bestehenden Blocks 6 anderseits verläuft.
Das Objektiv 4 bildet den Buchstaben 5 bei 5'auf der rückseitigen Stirnfläche 12 des eine Breite w besitzenden Glasblocks 6 ab. Die Stärke t des Glasblocks 6 ist proportional dem Abstand der waagrechten Buchstabenreihen untereinander, und die Öffnung des Objektivs ist durch diese Blockdicke t bestimmt. Die beiden sich gegenüberliegenden Stirnflächen 12und 12'müssen ebenso wie die beiden Hauptflächen 15 des Glasblocks 6 genau parallel und poliert sein. Demgegenüber spielen seine Seitenflächen 58 für die Wirkungsweise keine Rolle und können daher unbearbeitet sein.
Der in der optischen Achse liegenden quadratischen oder rechteckigen Elementenfläche 5 entspricht also ein Bild 5'auf der Stirnfläche 12 des Glasblocks 6 ; dieses Bild ist ein "N", da sich die zugehörige Elementenfläche 5 in der N-Reihe der Matrixplatte 2 befindet. Die durch die optische Achse 5-5'des Objektivs 4 und durch die Linie 7-5-9 verlaufende Horizontalebene liegt parallel zu den grossen Flächen 15 des Glasblocks 6 und schneidet die Matrixplat- te 2 in der Mitte der waagrechten Reihe der Buchstaben "N".
Wenn somit diese zentrale waagrechte Reihe der Buchstaben "N" der Matrixplatte 2 beleuchtet wird, erscheint auf der Stirnfläche 12 des Glasblocks 6 eine Zeile auf dem Kopf stehender "N". Die links vom Punkt 5 befindlichen Buchstaben der Matrix werden rechts von 5'projiziert und umgekehrt, und der Ab- stand dieser projizierten Buchstaben zueinander ist ihrem Abstand auf der Matrixplatte proportional.
Für die andern waagrechten Buchstabenreihen als die Reihe 7-5-9 wirken die grossen Flächen 15 des Glasblocks 6 als Spiegel, und durch Bemessung ihres Abstands untereinander in Abhängigkeit von der Stärke t des Glasblocks 6 lassen sich die Buchstabcnbilder sämtlicher horizontaler Reihen auf der Stirnfläche 12
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ausrichten. Ist das Verhältnis Bild zu Objekt 1 : 1, so entspricht der gegenseitige Abstand der waagrechten Buchstabenreihen auf der Matrix der Stärke t des Glasblocks 6.
Wird beispielsweise die waagrechte Reihe der Buchstaben "0" der Matrixplatte beleuchtet, so werden die von ihr ausgehenden Strahlen durch Totalreflexion einmal an der oberen Hauptfläche des Glasblocks 6 reflektiert. Für von der"P"-Reihe ausgehende Strahlen finden solche Reflexionen zweimal statt, u. zw. eine an der oberen Hauptfläche und eine weitere an der unteren Hauptfläche des Glasblocks 6. Die Strahlen der"Q"-Reihe werden drei Reflexionen unterworfen usw. Hieraus folgt, dass die Bilder abwechselnd aufrecht und auf dem Kopfe stehen und dass, um Zeilen mit normal erscheinenden Buchstaben zu erhalten, die Buchstaben auf der Matrix abwechselnd aufrecht und auf dem Kopfe stehen müssen. Fig. l zeigt zwanzig solche Kolonnen mit den Buchstaben des Alphabets, wie die Kolonne 11-13 z. B. zeigt.
Das
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weise dargestellt, wie die Zeile "HIGH SPEED RECORDER" erhalten wird. Es sei angenommen, dass für jeden Buchstaben der Matrix hinter derselben jeweils eine einzelne Lichtquelle angeordnet ist, so dass insgesamt 20 x 26 = 520 Lichtquellen vorhanden sind. In Fig. 1 sind die für die Projektion der oben als Beispiel angegebenen Zeile zu beleuchtenden Buchstaben der Matrix eingezeichnet. Beispielsweise wirft der Buchstabe "I" der zweiten Kolonne der Matrix sein Bild nach fünf Reflexionen längs der Linie 10 an der Stelle 3 der Stirnfläche 12 des Glasblocks 6. Für den Buchstaben"G"finden sieben Reflexionen, filr"H" sechs Reflexionen usw., für den vorletzten Buchstaben "E" längs der Linie 8 neun Reflexionen und schliesslich für den letzten Buchstaben"R"vier Reflexionen statt.
Die Durchschüsse des Zeilenbildes auf der Stirnfläche 12 des Glasblocks 6 entsprechen denjenigen Kolonnen, in denen kein Buchstabe belichtet wird.
Selbstverständlich können die die Zeile bildenden Buchstaben gleichzeitig oder nacheinander belichtet werden. Es finden Totalreflexionen statt, solange der Winkel der auf die Hauptflächen 15 des Glasblocks 6 auftreffenden Strahlen den dem verwendeten Glas entsprechenden Grenzwert nicht unterschreitet und die Anzahl dieser Reflexionen wenig Einfluss auf die Lichtstärke ausübt. Die Anzahl der in einer einzigen Kolonne unterzubringenden Buchstaben lässt sich durch Verwendung von Gläsern mit grösserem Brechungsindex erhöhen.
Die Einrichtung der Fig. 1 kann als Bildwerfer, der die Bilder auf einer diffundierenden Fläche abbildet, oder zur Erzielung bleibender Bilder verwendet werden, die auf einer in der Nähe oder im Kontakt mit der Stirnfläche 12 befindlichen lichtempfindlichen photographischen. xerographischen oder sonstigen Fläche erzeugt werden.
Fig. 2 und 3 veranschaulichen, wie sich Zeilen grösserer Länge bei grösserer Buchstabenauswahlerhalten lassen.
Zwei Matrixplatten 2 und 30, von denen beispielsweise jede sechzig waagrechte Buchstabenreihei. besitzt, werden dazu benutzt, um einen Film 54 jeweils über ein Objektiv 4bzw. 32und einen Glasblock 6 bzw. 34 beiderseits optisch zu bedrucken. Die Kathodenstrahlröhren 16 und 36 dienen als Lichtquelle, die das Strahlenbündel derart richtet, um auf der Fläche des gewählten Buchstabens einen Leuchtfleck oder - punkt entsprechender Abmessungen zu bilden. Jede Matrix kann in mehrere Abschnitte 17, 19 und 21 unterteilt sein, die durch Wände 14 und 24 bzw. 42 und 44 voneinander getrennt sind und von denen jede zwanzig waagrechte Reihen mit zwanzig Buchstaben besitzt, die dem Reflektorblock 6 zugeordnet sind.
Die von den Abschnitten 17 und 21 herkommenden Buchstabenbildstrahlen werden mit denjenigen des mittleren Abschnitts 19 durch ein optisches System vereinigt, das aus Prismen 20 und 22 bzw. 38 und 40, Korrekturlinsen 23 und 25 und halbreflektierenden Spiegeln 26 und 28 bzw. 46 und 48 besteht.
Die Strahlenbahn in den Prismen 20,22 bzw. 38, 40 kann so bemessen werden, dass die Wegdifferenz der Strahlen der Abschnitte 17 oder 21 gegenüber denjenigen des Mittelabschnitts 19 kompensiert wird.
Der lichtempfindliche Film- oder papierstreifen 54 wird von einer Spule 52 auf eine weitere Spule 50 vorzugsweise fortlaufend bewegt ; seine Verschiebung kann jedoch auch mittels der Förderwalzen 55 und 57 intermettierend erfolgen.
Das auf der andern Seite des Film- oder Papierstreifens 54 vorgesehene, das Fassungsvermögen dieser Einrichtung verdoppelnde optische System ist zweckmässig ähnlich oder gleich dem zuvor beschriebenen angeordnet.
In Fig. 3 ist das System der Fig. 2 schaubildlich dargestellt. Wie im einzelnen zu sehen ist, sind erfindungsgemäss mehrere Objektive verwendet, um die Zahl der Buchstaben, die in einer Zeile untergegebracht werden können, und somit die Zeilenlänge zu vergrössern. In der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform sind für jede Matrix drei vertikale Bereiche 59,61 und 63 vorgesehen und an beiden Seiten jeweils drei Objektive zugeordnet. Somit sind also sechs Objektive 4,60, 62,32, 64 und 66 beispielsweise vorhanden.
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Fig. 4 bringt ein Blockschaltbild der für die Steuerung der Belichtung der Buchstaben für das Ausführungsbeispiels der Fig. 2 und 3 verwendeten Organe. Das Rechteck 86 stellt den Ausgangskreis eines Rech- ners oder magnetischen Registrierwerks oder eines sonstigen Speichers dar, der, gewöhnlich in kodierter Form, die Informationen enthält, die man zu einer Zeile zu übertragen wünscht. Das Rechteck 88 ist ein Verbindungsstromkreis und 76 ein Entschlüsseler, der die Buchstaben dekodiert. Die von ihm gelieferte Nachricht gelangt zu dem Umformer 72 und dem Stromkreis 74 für die vertikale Ablenkung des Strahlenbündels der Kathodenstrahlröhre 70. Entsprechend dem betreffenden Buchstaben wandert der Leuchtfleck 71 längseinerZeile (z.
B. 7-9 der Fig. 1) und bleibt in der Kolonne stehen, die durch den Kolonnenwahlstromkreis 78, den Umformer 80 und den Stromkreis 82 für die horizontale Ablenkung der Kathodenstrahlröhre
70 gewählt worden ist. Der Stromkreis 78 besitzt einen Zähler, der den Leuchtfleck von einer zur nächsten Kolonne ablenkt, so dass es nicht notwendig ist, eine vollständige Zeile vor ihrer Projektion zu registrieren. 84 ist eine Spannungsquelle und 90 ein Verzögerungsstromkreis, der über das Schaltelement 92 die Dauer des Leuchtfleckssteuert. Die Leuchtfleckdauer kann beispielsweise 100 Mikrosekunden betragen.
Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform der Einrichtung mit einer Lampe 114, die einem Steuerstromkreis 116 zugeordnet ist (Fig. 6), der in einer Schutzröhre enthalten ist. Für jeden Buchstaben der Matrix ist eine solche Lampe vorgesehen, die jeweils in einer Fassung 118 steckt. Zwar ist hiefür eine grosse Anzahl von Lampen notwendig, jedoch ist die Häufigkeit ihrer Verwendung ziemlich gering, und bei dieser Anordnung kann die Geschwindigkeit 500 Zeilen oder mehr pro Sekunde betragen. In dieser Schaltung stellt das Rechteck 100 die Informationsquelle und 102 eine Anschaltstufe dar, die die Koordinaten der zum Aufleuchten zu bringenden Lampe bestimmt und diese über die Schaltelemente 106 und
104 zum Ansprechen bringt.
Die Beleuchtungslampen selbst sind in Form der Matrix 112 angeordnet. 120 ist die optische Einheit, 122 der lichtempfindliche Film und 124 die Vorrichtung für den Filmtransport.
Ein Zähler 108 steuert im geeigneten Moment die Lichtblitze über den Stromkreis 110.
Da eine Beleuchtungsdauer von einigen Mikrosekunden pro Buchstabe ausreichend ist und eine gesamte Zeile sich auf einmal projizieren lässt, liegt die Geschwindigkeitsbeschränkung in allererster Linie in der für die Verschiebung des Film von Zeile zu Zeile benötigten Zeit. Diese Beschränkung lässt sich durch die Anordnung gemäss Fig. 11 vermeiden. Dort sind die Buchstaben der Matrix in einem von der AblaufgeschwindigKeit des Films abhängigen Winkel angeordnet, und es sei angenommen, dass die Buchstaben nicht mehr Zeile für Zeile, sondern im gleichmässigen Rhythmus projiziert werden.
Wenn die Buchstaben wie beispielsweise auf der Matrix der Fig. l senkrecht angeordnet wären, wurde man bei gleichmässigem Ablauf des Films die Darstellung der Fig. 8 erhalten. In dieser Figur stellt die Entfernung d zwischen dem ersten und dem letzten Buchstaben einer Zeile den Ablaufweg des Films in derjenigen Zeit dar, die zwischen der Projektion des ersten Buchstabens"H"und der des letzten Buchstabens"G"verstreicht. Die Zeile würde daher unter einem Winkel gegenüber einem auf dem Filmrand errichteten Lot geneigt erscheinen.
Um die Buchstaben in gewöhnlicher Weise auszurichten, ordnet man die Buchstaben der Matrix derart an, dass ihre Projektion auf eine Zeile in der Darstellung der Fig. 10 erscheint. Die durch den Fuss jedes Buchstabens laufende Grundlinie ist gegenüber den reflektierenden Flächen des Glasblocks in einem Winkel a : geneigt. Der in Fig. 11 dargestellte Film 128 ist in einem neigbaren Rahmen 136 angeordnet, der um den Punkt 126 schwenken kann, der dort liegt, wo sich der erste Buchstabe einer beliebigen Zeile abbildet. Der dem Rahmen 136 gegebene Winkel ist also einstellbar und wird durch eine Schraube 138 in der jeweils gewünschten Stellung fixiert. Ein Zeiger 134 gestattet auf der Skala 132 die Ablesung des Winkels, der wie erklärt, durch die Abrollgeschwindigkeit des lichtempfindlichen Films 128 bestimmt ist.
Auf Grund dieser Anordnung erscheinen die Zeilen gemäss der Darstellung der Fig. 9 trotz der ständigen Bewegung der lichtempfindlichen Bahn.
Obwohl Buchstaben unterschiedlicher Breite verwendet werden könnten, werden vorzugsweise Buchstaben mit gleicher Satzbreite wie bei normalen Schreibmaschinen benutzt, so dass bei einer Projektion im regelmässigen Rhythmus der Film zwischen Buchstaben gleichen Abstands vorrückt und somit das Lot der Schriftzeile zum Filmrand gemäss Fig. 9 wiederherstellt.
Im Falle der Verwendung von Blitzlichtlampen oder vergleichbaren Mitteln zur Projektion der Buchstaben nimmt selbstverständlich der Winkel ex entsprechend der zwischen den Projektionen zweier aufeinanderfolgender Buchstaben verstrichenen Zeit ab, um schliesslich 0 zu erreichen, wenn sämtliche Buchstaben einer Zeile gleichzeitig projiziert werden.
Selbstverständlich können an Stelle der Blitzlampen oder eines Kathodenstrahloszillographen auch andere Vorrichtungen verwendet werden, die bestimmte Ausschnitte der Buchstabenmatrix zu beleuchten ge- statten, beispielsweise Verschlussvorrichtungen. Es sei insbesondere die in jeder Verschlusskolonne erfol-
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gende Verwendung von Führungsbahnen für einen Verschluss pro Kolonne erwähnt, wie dies in der franz.
Patentschrift Nt. 1. 107. 540 beschrieben ist.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung werden als Verschlüsse vorzugsweise Lochkarten verwendet (Fig. 7). Diese Lochkarten 186 werden flächig gegen die Matrixplatte, vorzugsweise an deren dem Objektiv zugewandten Seite angelegt und sind mit den zu projizierenden Buchstaben entsprechenden Lochungen 184 ausgestattet. Durch Verwendung dieser Lochkarten und einer gegebenenfalls mit einem mechanischen Verschluss kombinierten gemeinsamen Beleuchtung der Matrix, z. B. mittels einer Bogenlampe, lässt sich eine gesamte Zeile auf einmal projizieren. Die Lochungen der Karten sind gemäss den Koordinaten 183 und 185 der Buchstaben der Matrix angeordnet.
Ein beachtlicher Vorteil der beschriebenen Vorrichtung gemäss der Erfindung besteht in der Möglichlichkeit, die eine Zeile entsprechend ihrer Ankunft in einem Speicher setzenden Signale zu registrieren und gleichzeitig und am Ende des Empfangs einer vollständigen Zeilesamtliche den Matrizen zugeordnetenLicht- quellen, u. zw. jeweils einepro Kolonne. in Betrieb zusetzen. Hieraus folgt, dass die Zeit, während der diese Belichtungsorgane betätigt bleiben können, der Dauer der Registrierung der folgenden Zeile entspricht.
Beispielsweise bei mit hoher Telegraphiegeschwindigkeitarbeitenden Telegraphenapparaten, bei denen die Übertragungsgeschwindigkeit in der Grössenordnung von 100 Buchstaben pro Sekunde liegt und die für die Zeilen gewählte Länge 25 Buchstaben entspricht, beträgt die zulässige Belichtungszeit 250 Millisekunden.
Diese Belichtungszeit ist genügend lang, um verhältnismässig langsam ansprechende lichtempfindliche Bahnen, wie z. B. das xerographische Verfahren oder durch Wärmeeinwirlmng sich entwickelnde Filme zu verwenden.
Die erfindungsgemäss vorgeschlagene Einrichtung ist auch umgekehrt verwendbar für die Umwandlung gedruckter Texte in kodierte Signale. Fig. 22 stellt in einer der Fig. 1 ähnlichen Ausführungsform eine solche Anwendung gemäss der Erfindung dar. Der Wandler besitz : eine Matrixplatte 200, die sämtliche identifizierbare, in Reihen angeordnete und beispielsweise auf lichtundurchlässigem Grund stehende transparente Buchstaben enthält. Zwischen dieser Matrixplatte 200 und einem Glasblock 204 ist ähnlich der Anordnung der Fig. l ein Objektiv 202 vorgesehen. In dem in Fig. 12 dargestellten Ausführungsbeispiel soll die Zeile."HIGH SPEED READER" gelesen werden.
Das Objektiv 202 kehrt das auf der Stirnfläche 236 des Glasblocks 204 stehende Bild der Zeile um, und durch die beiden reflektierenden Flächen 238 des Glasblocks 204 werden solche Bilder in einer Mehrzahl auf die Fläche der Matrixplatte 200 projiziert. Die Zeile wird auf die Achse x-y ohne Reflexion und auf die waagrechten Reihen 205 und 207, m denen sie auf dem Kopf steht, nach einer Reflexion usw. projiziert. Die am äussersten Rande der Matrixplatte 200 liegenden Zeilen 201 und 203 (Fig. 12) werden durch Strahlen projiziert, die im Innern des Glasblocks 204 dreizehn Reflexionen unterworfen worden sind. Die projizierten Zeilen stehen somit abwechselnd aufrecht und auf dem Kopfe. Die so erzeugten Zeilenbilder werden mit Gen auf der Matrixplatte 200 angeordneten
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fizierung auf die Ziffern 0-9 beschränkt ist.
Der Schirm 201 (Fig. 13, 15, 16) ist somit nur mit Ziffernmatrizen versehen.
Jeder eine Matrize enthaltenden Elementarfläche 209 des Schirms 201 der Fig. 15 ist eine Photozelle zugeordnet, die diejenige Lichtmenge anzeigen lässt, die auf diese Matrize auffällt. Hinter jedem Elementarfeld 209 ist eine Kappe 216 angeordnet, um zu vermeiden, dass Streulicht von einer Matrize auf die andere übertragen wird. In Fig. 13 und 14 ist mit 206 das zu lesende Dokument angedeutet. Dieses kann entweder Zeile für Zeile oder fortlaufend durch Treibrolle 208 an der Stirnfläche 236 des Glasblocks 204 vorbeigezogen werden, in deren Nähe es durch eine Führung 210 gehalten wird. Als Belichtungsoigane können Projektoren 212 und 214 verwendet werden. Es sei beispielsweise angenommen, dass die zu lesende Zeile 234. 567. 890 lautet.
Wie bereits erwähnt, erzeugt diese Zeile elf abwechselnd aufrecht und auf dem Kopf stehende Bilder, wie in Fig. 16 dargestellt ist, und es erfolgt ein vollständiges Erlöschen des auf die Matrixplatte fallenden Lichts nur bei denjenigen Photozellen, die hinter den Matrizen angeordnet s-*, ld, die die in Fig. 15 schraffierten Felder einnehmen. Die somit kein Licht empfangenden Fotozellen geben über die Stromkreise 220 auf einen Kodierer 222 und gegebenenfalls einen Speicher 224 ein Signal, wobei der benutzte Kode beispielsweise binärer Art sein kann.
Die Identifizierung der Buchstaben der Zeile kann durch fortlaufende Verschiebung des zu lesenden Dokuments 206 erfolgen, in welchem Falle die Photozellen unwirksam gemacht werden bis auf den Augenblick, in dem sich eine Zelle genau in Ablesestellung befindet, wobei entsprechend den Abmessungen der Buchstaben eine gewisse Toleranz möglich ist, die gleichzeitig ein gewisses Mass an schlechter Zeilenausrichtung zulässt.
Die der Fig. 13 ähnliche Fig. 17 zeigt, wie die Lesekapazität durch gleichzeitige Verwendung von drei jeweils fünfundzwanzig Matrizen enthaltenden Matrixplatten 226,228 und 230 erhöht werden kann.
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Durch Benutzung halbdu. rchlässiger Spiegel 234und 232 wird die zu identifizierende Zeile gleichzeitig auf diese drei Matrixplatten projiziert.
Fig. 18 veranschaulicht eine weitere Ausführungsform der Matrizen der Fig. 15. In diesem Falle erfolgt der Vergleich nicht für einen vollständigen Buchstaben, sondern nur Bruchteile desselben. Jeder Buchstabe wird also mit Buchstabenteilen verglichen, und es ist daher möglich, diejenigen Buchstabenteile anzuzeigen, die in dem Satzbild des zu identifizierenden Buchstabens jeweils auftreten. Die durch die Photozellen einer Reihe der Matrixplatte aufgenommenen Informationen werden hiebei an einen in Fig. 14 durch den Kasten 218 dargestellten Identifizierstromkreis übertragen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Bildwerfer, insbesondere zur Projektion von Schriftzeichen, bei dem einer Mehrzahl von in benachbarten Reihen angeordneten Bildstellen optisch zeilenförmig angeordnete zugehörige Bildstellen entsprechen, u. zw. jede derselben für die Gesamtheit der Bildstellen der zugeordneter, Reihe, dadurch gekennzeichnet, dass die Ebene (2) der Bildstellenreihen (z.
B. 11-13) und die Ebene (12) der Zeile die konjugierten Ebenen eines zwischen den beiden Ebenen angeordneten Objektivs (4) sind und ferner zwischen der Ebene der Zeile und dem Objektiv parallel zu dessen optischer Achse (5-5'), vorzugsweise in gleichem Abstand zu ihr, zwei einander parallele reflektierende Flächen in einem von der Entfernung zwischen in den Reihen aufeinanderfolgenden Bildstellen abhängigen Abstand zueinander vorgesehen sind und so auf Grund der möglichen vielfachen Reflexionen an diesen beiden Flächen einem an einer der Bildstellen der Zeile vorhandenen Bild optisch eine eine Vielzahl von Bildern umfassende Bildstellenreihe entspricht.