<Desc/Clms Page number 1>
Schaltanordnung für die Elektroerosion
Die Erfindung betrifft eine Schaltanordnung für die Elektroerosion mit einem kapazitiven Speicher, dessen Aufladung aus einer Gleichspannungsquelle bis zur Entionisierung des Funkenspaltes verzögert ist durch Reihenschaltung der Stromquelle, einer Induktivität und eines Ventiles im Ladekreis. Bei dieser Schaltungsanordnung kennzeichnet sich die Erfindung dadurch, dass als Induktivität eine an sich bekannte gleichstromvormagnetisierte Drossel mit einem Kern aus Material mit hoher magnetischer Anfangsperme- abilität und plötzlicher Sättigung verwendet ist,. und dass die Vormagnetisierungswicklung Über eine Impedanz an einer regelbaren Gleichstromquelle liegt.
Zweckmässig ist es, wenn im Entladekreis des kapazitiven Speichers in an sich bekannter Weise ein Schalter angeordnet ist, und der Steuerkreis für diesen Schalter im Aufbau im wesentlichen dem Arbeitskreis entspricht.
Schaltungsanordnungen zur Herbeiführung von Funkenentladungen in Maschinen zur Durchführung einer auf der Elektroerosion beruhenden Bearbeitung sind in vielen Ausführungen bekannt.
So ist beispielsweise eine Schaltung bekannt geworden, gemäss welcher im Ladekreis des Kondensators eine Schaltrbhre liegt, welche nach dem Aufladen dieses Speichers abgeschaltet wird und während seiner Entladung und eines sich daran anschliessenden tionisierungsintervalls nichtleitend gehalten wird. Ein Verzögerungsnetzwerk dient dazu, um die Schalttöhre am Ende dieses Intervalls wieder in den leitenden Zustand zu versetzen. Bei dieser Schaltungsart liegt der. Funkenspalt gewöhnlich direkt über dem Kondensator und die Wiederholungsgeschwindigkeit der Funkenentladungen wird durch die Tätigkeit der Schaltung als Schwingungserzeuger bestimmt.
Die vorliegende Schaltung arbeitet mit einem periodisch betätigten Schalter, z. B. einem Ignitron, der über dem Funkenspalt und dem Kondensator in Serie liegt. Die Entladungsfrequenz wird dadurch bestimmt, dass dem Schalter ein Steuersignal angelegt wird. Die Wiederholungsgeschwindigkeit der Entladungen wird weder von der Spaltbreite noch von der Geschwindigkeit beeinflusst, mit welcher der Kondensator aufgeladen wird, wie dies für eine Schaltung gemäss vorhin genanntem früheren Vorschlag der Fall ist. In dieser Unabhängigkeit der vorliegenden Schaltung wird ein wesentlicher Fortschritt gegenüber dem Stand der Technik gesehen.
Um zu vermeiden, dass es bei Verwendung eines Ignitrons als Schalter hinsichtlich des Öffnens des Entladungskreises zum Versagen kommt, was möglich wäre, wenn Strom aus der Gleichspannungsquelle weiter durch den Kondensator in den Funkenspalt strömt, wird eine Vorrichtung angewendet, welche die Anlegung von Spannung der Energiequelle an den Kondensator über ein gegebenes Zeitintervall ab Einleitung jeder Kondensatorenentladung durchführt.
Gemäss vorliegender Erfindung enthält der Entladungskreis einen Zeitschalter, weil die Verzögerungeinrichtung magnetischer Art ist, indem ein sättigungsfähiger Kern eine Wicklung trägt, welche in Serie mit dem Schaltkreis liegt ; solche Kerne erfordern eine gewisse Zeit bis sie gesättigt sind. Demnach wird mit Beginn der Ladeperiode, der als mit dem Ende der Kondensatorentladung zusammenfallend aufgefasst werden kann, ein Verzögerungsinterva11 auftreten, das so lange währt, bis der magnetische Kern gesättigt ist, denn solange dies nicht der Fall ist, weist er eine hinreichend geringe Impedanz auf, um einen beträchtlichen Ladestrom durchzulassen.
Weitere Merkmale der Erfindung werden an Hand der Zeichnung ersichtlich. Es zeigen : Fig. 1 eine
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
im wesentlichen rechteckigen Hystereseschleife bei Anwendung in einer Einrichtung, welche die Erfindung enthält.
Obgleich die Erfindung verschiedenartigen Modifikationen und andern Anordnungen und Konstruktionnen zugänglich ist, sind in der Zeichnung bestimmte bevorzugte Ausführungsformen dargestellt und werden im einzelnen beschrieben. Dadurch ist nicht beabsichtigt, die Erfindung auf die offenbarten Ausführungsformen zu begrenzen, sondern es werden alle Abwandlungen, Äquivalente und Ältemativausführun- gen erfasst, die in den Rahmen der Erfindung fallen, wie er in den Ansprüchen umrissen ist.
In Fig. 1 ist eine Funkenbearbeitungseinrichtung durch ein Schaltbild dargestellt, welches die beiden Autführungsformen der Erfindung veranschaulicht. Zunächst soll kurz auf einige Bestandteile der Schaltung Bezug genommen werden, so dass das Wesen der Einrichtung im weiteren Verlauf der Beschreibung leichter verständlich ist. Eine Gleichspannungshauptquelle 10 wird zum Laden eines Haupt-oder Funkenspeisekondensators 11 verwendet, der über einen Schalter 12 an das Werkstück W und das Elektrodenwerkzeug T angeschlossen ist. welche die Elektroden einer Strecke G bilden. Das Netzgerät 10 liefere eine konstante Spannung. Darstellungsgemäss übersetzt ein Transformator 13 auf eine Betriebsspeisespannung, die Dioden 14 liefern Zweiweggleichrichtung und die Drossel 15 und der Kondensator 16 glätten die gleichgerichtete Spannung.
Die Kapazität des Kondensators 16 beträgt ein Mehrfaches der Kapazität des Kondensators 11, so dass die Ausgangsspannung des Netzgerätes 10-in der Nähe seiner Nennspannung bleibt, wenn der Kondensator 11 geladen ist.
Wie für eine Erosionsbearbeitung zweckmässig, liefert der Kondensator 11 eine kurze, starke, in Abständen verlaufende, durch Überspannung eingeleitete Entladung an der Funkenstrecke G. Wenn das Werkstück gegen die Werkzeugelektrode positiv gehalten wird und die Funkenstrecke mit einem sich selbst wie- derherstellenden, ionisierbaren, dielektrischen Fluidum, wie z. B. Kerosen, überflutet wird, werden Teil- chen durch aufeinanderfolgende Funken aus dem Werkstück verdrängt. Um Kurzschluss-oder Unterbre-
EMI2.2
um die Funkenstreckenlänge aufrechtzuerhalten, wenn der Bearbeitungsvorgang fortschreitet.
In Fig. 1 ist ferner der Funkenauslöse-oder Steuerkreis dargestellt. Dieser hat ein Netzgerät 17. Ein Trigger- oder Auilsespeicherkondensator 18 besitzt einen Entladekreis, der eine Schaltvorrichtung 19 und den Auslöseweg des Leistungsschalters 12 aufweist. Die Schaltvorrichtung 19 wird periodisch von einer Quelle zeitlich gesteuerter Impulse 20 gezündet, die einen ganz niedrigen Leistungspegel haben können und für die die Spannungsabhaltevorrichtung nicht getrennt verwendet zu werden braucht.
In der Haupt-oder Funkenspeiseschaltung ist der Entladekreis im wesentlichen ein ionisierbarer Schalter, dem zum Entionisieren Zeit gegeben werden muss, bevor die Entladespannung wieder angelegt wird.
Bereits 20-30 V reichen aus, um die Ionisierung aufrechtzuerhalten, aber nach der Entionisierung hat die Oberschlagspannung einen höheren Wert, der gewöhnlich in der Grössenordnung von 100 V oder weniger bei den maximalen zur Bearbeitungsgenanigkeit erwünschten ArbeitsfunkenstEeckenlängen liegt. Für hohe Leistungen wird die in dem Kondensator gespeicherte Energie vergrössert. Zu diesem Zweck Ist der Ladespannungspegel des Kondensators 11 zweckmässig hoch (die gespeicherte Energie ist dem Produkt der Speicherkapazität und dem Quadrat der Kondensatorspannung proportional), und der Entladungsschalter 12 wird benötigt, um die Funkenstrecke von der Kondensatorspannung während des Ladens zu isolieren.
Besondere Sorgfalt muss darauf verwendet werden, dass sich der Schalter 12 nach jeder Entladung entionisieren kann.
Der Schalter kann zweckmässig ein Quecksilberignitron oder ein Thyratron mit einer Zündelektrode 12a sein, welche als Steuetelektrode verwendet wird. Wie die Funkenstrecke selbst kann eine solche Röhre sehr hohe Spitzenströme führen, hat jedoch infolge ihres grossen Ionisierungsstromes während des Leitens einen sehr geringen Spannungsabfall. Die Spannung zwischen den Elektroden muss unter ihr Ionisierung%potential fallen, nachdem der Kondensator über einen Zeitraum entladen ist, der zur Entionisierung der Röhre ausreicht, so dass eine neue Ladeperiode beginnen kann.
Ein solcher Schalter hat eine sehr hohe Kurzschlussgeschwindigkeit, die zum Hindurchlassen von Spitzenströmen von Tausenden von Ampere ausnutzbar ist und bei der praktischen Durchführung der Erfindung für Wiederholungsgeschwindigkeiten von Tausenden von Perioden pro Sekunde.
Erfindungsgemäss ist ein nichtlinearer Magnetschalter 21 vorgesehen, dessen Hauptwicldung 22 in Reihe zwischen den positiven Pol 23 des Gleichstromnetzgerätes 10 und die als positiv bezeichnete Anschlussklemme 24 des Speicher kondensators 11 geschaltet ist. Eine Sekundär-oder VorspannunggwicMung 25
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
<Desc/Clms Page number 4>
Kondensator wird entladen. Die Spannung fällt schnell durch Null auf einen negativen Wert (d. h., an dem Punkt, wo die als positiv bezeichnete Elektrode des Kondensators gegen Erde negativ wird) am Punkt
EMI4.1
Zeitraumes A - B tritt Funkenentladung an der Strecke G auf und ist als Entladungsstromspitze oder-impuls in Fig. 2c dargestellt.
Bei erneuter Betrachtung vonFig.-Za steigt die Kondensatorspannung nicht sogleich wieder an, sondern erhöht sich sehr langsam über das wesentliche Zeitintervall B-C, welches der gewünschte und durch die Wirkung der Reaktanzvorrichtung 21 hergestellte Verzögerungszeitraum ist. Dann steigt in dem Zeitraum
EMI4.2
die----dern an dem Ladekreis verteilten Induktivität) und C die Speicherkapazität ist. Danach erhöht sich die Spannung in dem Zeitraum E-F mit sehr langsamer Geschwindigkeit. Dieser Teil der Spannungskurve ist dem Rückstellvorgang zugeordnet, wie noch erklärt wird. Nachdem die Spannung den Punkt F erreicht hat, wird der Schalterkern vollständig rückgestellt und kann zu jedem späteren Zeitpunkt gezündet werden.
Die Maximalspannung, welche F entspricht, ist grösser als die Spannung der Quelle 10 infolge der
EMI4.3
welcheist. Der Maximalwert von 8. 00 V der Kurve der Fig. 2a wird somit mit einer Spannung der Gleichspannungsquelle 10 von nur 250 V erhalten.
Falls irgendeine Rückableitung durch den Gleichrichter 30 erfolgt, sucht sich die Spannung an dem Kondensator 11 in geringem Masse gegen den Wert bei F zu vermindern, bis wieder bei dem Punkt A gezündet wird. Man erkennt, dass trotz der Impulssteilheit, die sehr hohen Resonanzfrequenzen entspricht, die in erwünschter Weise in dem Entladungskreis und in zulässiger Weise in dem Ladekreis enthalten sind, keine kritische Zündzeit vorhanden ist, solange das Triggersignal nicht an das Ignitron 12 angelegt wird, bis die Spannungskurve der Fig. 2a den Punkt F oder einen nahegelegenen Punkt erreicht hat, was der negativen Sättigung oder Rückstellbedingung des Schalterkernes in Fig. 3 entspricht.
Der Wert des Querflusses (-A ( über den Pegel (-0 hinaus hängt von dem Ableitungsstrom von dem Kondensator 11 zurück zu dem Netzgerät 10 und dem Wert der Vormagnetisierung ab und ist nicht kritisch. Obgleich die Kondensatorentladung den Fluss schnell auf den Punkt B bringt, erfordert der Wechsel des Kemflusses von dem Punkt B das Volt-Sekunden-Produkt, für welches der Kern entwickelt ist. Während dieses Zeitraumes B-C tritt eine Spannung, die gleich der algebraischen Differenz zwischen der Speisespannung (in diesem Fall 250 V) und der Kondensatormomentanspannung (in der Höhe von-400 V) ist, zwischen den Enden der Wicklung 22 auf, wobei aber nur ein sehr kleiner Magnetisierungsstrom fliesst.
Während der Punkt 24 negativ gehalten wird, haben das Ignitron 12 und die Funkenstrecke G weitgehend Zeit, um sich vollständig zu entionisieren und für den nächsten positiven Funkenüberschlag vorbereitet zu sein.
Die sehr schnelle Spannungsumkehr in dem Entladekreis kann nicht nur ionisierte Entladung löschen, sondern die im Punkt B in Fig. 2a gezeigte negative Spannung kann an der Anode des Ignitrons 12 auftreten, bevor sie eine Gelegenheit zur Entionis1erung hatte. Unter einer solchen Bedingung, und solche Be-
EMI4.4
von 2 kHz oder mehr auftreten, kann eine zerstörende Rückzündung in dem Ignitron infolge des Vorhandenseins der Reaktanz 32 mit dem sättigungsfähigen Rück-oder Abhaltekem in dem Entladekreis erfolgen.
Der Kern der Entladungsreakta. nz 32. der in einer Richtung durch den Fluss des Entladungsstromes gesättigt wird, wird durch die Umkehrspannung rückgestellt Dieser Magnetisierungsstrom als Ableitungoder Sickerstrom dmch das Ignitron hindurch ist zu niedrig, um das Ignitron in einem ionisierte Zustand zu halten. Die daraus resultierende Verzögerung der Anlegung der vollen entgegengesetzten Spannung an das Ignitron gewährleistet seine Entionisierung. Es wird bemerkt, dass die Abfang- oder Abhaltewirkung der sättigungsfähigen Ladekreisreaktanz 21 das Aufrechterhalten der hohen negativen Spannung während des Zeitraumes B-C unterstützt, so dass ein hohes Volt-Sekunden-Produkt zum Rückstellen des Kernesder Entladungsreaktanz 32 verfügbar ist.
Kritische Konstruktionsanforderungen hinsichtlich der Reaktanz 32 werden somit vermieden, und es können Wicklungen mit verhältnismässig geringer Induktivität verwendet werden, so dass der Nutzeffekt der Anwendung der Induktivität 32 darin besteht, die Wiederholungsgeschwindigkeit, mit der ein bestimmtes Ignitron betrieben werden kann, zu vergrössern und nicht zu ver- kleiner- .
<Desc/Clms Page number 5>
Während des Zeitraumes C-D-E, nachdem der Kern 26 der Vorrichtung 21 in positiver Richtung gesättigt worden ist, wird dem Ladestroms us sehr geringe Impedanz entgegengesetzt, so dass die Kondensatorspannung schnell ansteigt, wie in Fig. 2a gezeigt ist. Wenn sich der Kondensator 11 seiner maximalen Ladung nähert, nimmt der Ladestrom ab. Fig. 2b veranschaulicht den Stromimpuls, der sich aus dem niedrigen Magnetisierungsstrompegel bei C ansteigend auf einen Maximalwert D und dann wieder abfallend auf einen niedrigen Wert zum Zeitpunkt E ergibt. Fig. 2b stellt keinen Massstab dar, da der Strompegel bei D das Mehrfache von dem Strompegel bei C betragen kann.
Während dieses Zeitraumes wird die negative oder entgegenwirkende Erregung, die von der Spannungsquelle 27 in derVormagnetisierungswicklung 25 entsteht, von der Erregung übertroffen, die von dem
EMI5.1
defluss in der Nähe des Punktes E der Fig. überwiegt und dass nach einem Volt-Sekunden-Verzögerungs- zeitraum E-F der Kernfluss wiederum schnell von einem positiven auf einen negativen Sättigungspegel wechselt.
Zum weiteren Eindringen in die Theorie der Arbeitsweise ist die Beziehung der Ladestrom- und Vormagnetisierungsstromerregungskomponenten für den Kern 26 in Fig. 3 graphisch dargestellt. Eine gestrichelt gezeichnete senkrechte Achse liefert einen Bezug für die ersichtliche primäre Erregung, die zur Erzielung der beobachteten Wirkungen erforderlich ist.
Unter diesem ersten Gesichtspunkt liegt die primäre Nullerregung (Op) links von der Hystereseschleife. An dem Punkt E mit Bezug auf die gestrichelte primär betrachtete Achse reicht die primäre Amperewindungserregung nicht aus, um zu verhindern, dass der Kern in die entgegengesetzte Sättigung zurück- kehrt. Dies ist naturgemäss durch die konstant aufrechterhaltene Vormagnetisierung des Kernes bedingt.
Somit erhöht sich die Kondensatorspannung weiter mit langsamer Geschwindigkeit von E auf F in Fig. 2a zu dem Zeitpunkt, zu dem die Nutzvormagnetisierung den Kern zurückstellt.
Die in Fig. 3 dargestellte induktive Komponente der Reaktanz 21 bewirkt die geringe Zunahme des Flusses, da die Erregung über den Schleifensättigungspegel hinaus zunimmt. Sie trägt somit dazu bei, dass die unterkritische Dämpfung eine Rolle bei der endgültigen Ladung des Kondensators 11 auf eine Spannung spielt, die viel grösser als die Spannung der Gleichspannungsquelle 10 ist.
Es wird bemerkt, dass die Gleichrichtervorrichtung 30 auslöst, was sonst eine kritische Zeitsteuerbedingung für das an die Steuerelektrode 17 des Ignitrons 12 angelegte Signal sein könnte. Eine oszillatorsche Umkehrschwingung der an dem Kondensator 11 gespeicherten Spannung wird verhindert. Die Indukti-
EMI5.2
und -entladekreisen zugeordnetspannung verursacht, wird auf diese Weise vorteilhaft ausgenutzt. Wirkungsmässig wird die Schwingungenergie des Ladekreises aufgefangen und die Schwingungsenergie des Entladekreises erneut aufgefangen, und die Entladung der hohen Kondensatorspannung zurück in die Quelle 10 wird verhindert.
Es ist wesentlich, dass eine kurzzeitige Fehlfunktion des Entladungskreises nicht verhindern darf, dass der Ladekreis in konstanter Bereitschaft bleibt, während der Fehler beseitigt wird. Im Hinblick auf die Möglichkeit, dass die Funkenstrecke G kurzgeschlossen werden und während der normalen Entladungsperiode bleiben kann, sind dann Bedingungen vorhanden, wenn der Entladungsschalter 12 tatsächlich die einzige Belastung parallel zu dem Kondensator ist (mit der Ausnahme der verteilten Stromkreisinduktivität). Dies verhindert nicht ihre Entionisieruiig und Wiederöffnung des Entladekreises, so dass der Kondensator 11 sich wieder aufladen kann und sich der Kern 26 nach jeder Betätigung des Schalters 12 rückstellen kann.
Wenn aus einem Grunde die Steuerelektrode 12a des Ignitrons 12 nicht in erfolgreicher Weise den leitenden Zustand einleitet, wie wenn die Funkenstreckenlange zu gross ist, um das Zünden bei der Kondensatorspannung zu ermöglichen, bleibt der Kondensator 11 geladen. Unter diesen Bedingungen bleibt der Kern 26 in seine rilckgestellten Zustand, da die Quelle 10 eine GleichsttomqueUe ist. Immer dann, wenn der fehlerhafteFunkenstreckenzustand beseitigt ist, setzen die Entl. adungs- und Wiederladungsperio- den ohne die Notwendigkeit eines Eingriffes wieder ein.
Bisher ist auf die Anwendung der Erfindung in derFunkenspeisescha1tung Bezug genommen worden, in der die hohen Speiseleistungen besonders schwierige Schaltprobleme bieten. Auch der Trigger- oder Steuerkreis für das Ignitron 12 enthält mit Vorteil die Erfindung, wie ausserdem in Fig. 1 gezeigt ist. Auf diese Weise ist die Ignitron- oder Zündelektrode 12a des Ignitrons 12 mit einer positiven Impulsspannuäg mit Bezug auf den Quecksilbersumpf oder Kathode des Ignitrons versehen, um den leitfähigen Zustand einzuleiten.
Dieser positive Energieimpuls wird vorteilhaft durch die plötzliche Entladung des Triggerkondensators 18 geliefert, wobei eine Schaltvorrichtung, wie ein Thyratron 19, zusätzlich zu dem Zünd-
<Desc/Clms Page number 6>
elektroden-Quecksilbersumpfteil des Ignitrons 12 in Reihe parallel zu dem Kondensator 18 als sein Entladekreis geschaltet sind. Dieser Entladekreis kann wahlweise einen Widerstand 33 enthalten, der in Reihe mit der Ignitronzündelektrode liegt, um den Zündelektrodenstrom auf einen sicheren Wert in Übereinstimmung mit der Zündgeschwindigkeit zu begrenzen.
EMI6.1
Erfindungnutzt. Der Schalter 34 hat in diesem Falle ebenfalls einen sättigungsfähigen Kern 35 der Bauart mit einer im wesentlichen rechteckigen Hystereseschleife.
Seine Haupt-oder Primärwicklung 36 ist zwischen die Gleichstromquelle 17 und den Kondensator 18 geschaltet. Eine Sekundärwicklung 37 auf dem Kern der Vorrichtung 34 liefert eine konstanteVormagnetisi6rung und ist an ihre eigene Gleichstromquelle 38 über eine Begrenzungsimpedanz geschaltet, die zweckmässig aus einer Induktivität 39 und einem Widerstand 40 in der Weise besteht, die für den Sekundärkreis der Induktivität 21 dargestellt ist. In Reihe mit der Primärwicklung 36 der Vorrichtung 34 ist eine Diode 41 geschaltet, die in diesem Falle als ein Thyratron dargestellt ist, dessen Steuerelektrode mit seiner Anode verbunden ist, um Strom in der Flussrichtung von der positiven Klemme der Gleichstromquelle 17 zu der ungeerdeten Elektrode 42 des Kondensators 18 hindurchzulassen.
Die Quelle der bei 20 dargestellten Triggerimpulse kann zweckmässig irgendein üblicher Impulsgenerator geringer Leistung sein. Darstellungsgemäss ist die Quelle mittels eines Übertragers 44 induktiv gekoppelt, so dass die Impulse zwischen dem Gitter und der Kathode des Thyratrons 19 auftreten. Ein Kondensator 45 in der Gitterleitung und ein Widerstand 46 zwischen dem Gitter und der Kathode unterstützen die Schaffung eines stabilen und zuverlässigen Stromkreises, um das Gitter kurzzeitig gegen die Kathode positiv oder wenigstens ausreichend weniger negativ zu machen, um zu bewirken, dass die Röhre bei Einführung eines Impulses zündet.
Der Triggerabhaltekreis arbeitet in derselben Weise, wie im Zusammenhang mit der Funkenspeiseschaltung beschrieben ist. Gewöhnlich zeigen sich bei dem Triggerkreis wenige : Probleme als bei dem Funkenkreis im Hinblick auf die konstanter oder vorausbestimmbarere Art der Belastung und der auftretenden kleineren Ströme, obgleich in manchen Fällen das Quecksilber des Ignitrons 12 von der Spitze der Zündelektrode weggeblasen werden kann, wodurch eine Unterbrechung des Triggerkreises entsteht. Wenn die Zeitsteuerung des Entladeschaltvorganges genau und zuverlässig aufrechterhalten wird, so dass es an oder in der Nähe des Punktes F erfolgt, kann die Diode 41 aus dem Stromkreis weggelassen werden.
Eine gewisse Unterstützung bei der Rückstellung des Reaktanzkernes wird durch das Fliessen von Strom von dem Kondensator zurück zu der Quelle realisiert (falls der Ladekreis weniger als kritisch gedämpft ist). Jedoch wird die Vorrichtung 21 so geschaltet, dass sie diesen Rückstrom schnell leitet und den Kondensator zurück in die Quelle entladet, falls nicht der Entladungsschalter zu dem Zeitpunkt schliesst, zu dem der Kern rückgestellt wird.
Es wird bemerkt, dass die übliche fachmännisch Geschicklichkeit beim Wählen der Kernabmessun- gen und der Windungen der sättigungsfähigen Kernvorrichtungen 21 und 34 darauf gelenkt werden kann, die Zeit zutreffend zu ermitteln, die zum Laden und Entladen der Kondensatoren 11 und 18 verfügbar ist.
Falls keineZeit zum Rückstellen zugelassen werden sollte, dann wirkt naturgemäss der Schalter 21 oder 34 lediglich als eine einfache lineare oder nahezu lineare kleine Induktivität und zieht keinen Vorteil aus dem angenähert senkrechten Teil der Magnetisierungskurve zwischen den negativen und positiven Sättigungspegeln. Da Synchronisierung des Schalters zwecks genauer Arbeitsweise am Punkt F wegen der Gleichrichter 30 und 41 ganz unnötig ist, bleibt jedoch die Schaltung praktisch für einen weiteren Bereich von Betriebsbedingungen innerhalb der Grenzen von bereits verfügbaren Schaltungselementen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schaltanordnung für die Elektroerosion mit einem kapazitiven Speicher, dessen Aufladung aus einer Gleichspannungsquelle bis zur Entionisierung des Funkenspaltes verzögert ist durch Reihenschaltung der Stromquelle, einer Induktivität und eines Ventiles im Ladekreis, dadurch gekennzeichnet, dass als Induktivität eine an sich bekannte gleichstromvormagnetisierte Drossel (21) mit einem Kern aus Material mit hoher magnetischer Anfangspermeabilität und plötzlicher Sättigung verwendet ist, und dass die Vormagnetisierungswicklung (25) über eine Impedanz (28,29) an einer regelbaren GleichstromqueIIeliegt.
EMI6.2