AT217207B - Verfahren zur Herstellung von Rohrabzweigungen und Vorrichtung zur Ausübung desselben - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Rohrabzweigungen und Vorrichtung zur Ausübung desselben

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AT217207B
AT217207B AT321059A AT321059A AT217207B AT 217207 B AT217207 B AT 217207B AT 321059 A AT321059 A AT 321059A AT 321059 A AT321059 A AT 321059A AT 217207 B AT217207 B AT 217207B
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Hoechst Ag
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  Verfahren zur Herstellung von Rohrabzweigungen und
Vorrichtung zur Ausübung desselben 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Zur Ausübung des Verfahrens bedient man sich mit Vorteil einer Vorrichtung, die in den Fig.   1-3   in beispielsweisen Ausführungsformen dargestellt ist. Sie besteht im wesentlichen aus einer geteilten Form 2, deren Hohlraum dem Äusseren des Abzweigstückes entspricht, aus einem mehrteiligen Kern 3, der dem lichten Durchgang des Abzweigstückes entspricht, sowie aus einem oder mehreren   Druckstücke 4   und aus einer Heizeinrichtung 5. 



   Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung im   Längsschnitt,   der unmittelbar unter die Tei- 
 EMI2.1 
 verzweigung geeignet. Bei der Ausbildung der Form wurde die Verwendung in einem mit Bunden und losen Flanschen verbundenen Rohrleitungssystem berücksichtigt. Die linke Hälfte der Vorrichtung ist in Anwärmstellung, die rechte in Endstellung wiedergegeben. 



   Die Form 2 besteht in einem Gehäuse, dessen Hohlraum entsprechend dem Äusseren einer rechtwinkligen Rohrverzweigung ausgespart ist. Die Form ist in der Symmetrie-Ebene geteilt und mittels Schrauben, die durch die Lappen 10 gesteckt werden, verschraubbar. Der abzweigende Teil der Form enthält   zusätzlicheaussparungen zumformeneines   Bundes 12 und zum Einlegen eines losen Flansches 13. An der Stossstelle der Verzweigung ist eine weitere Verstärkung 14 ausgespart. Für die beiden koaxial liegenden Rohrteile ist die Form durchgehend entsprechend dem Durchmesser der   Verstärkung   ausgespart. 



   Der Kern 3 ist in den Ebenen längs den Verschneidungslinien 15 geteilt. Die Teile sind durch die Schraube 16 lösbar miteinander verbunden. Die Schraube 16 hält gleichzeitig die Deckplatte 17. An den horizontalen   Kernteilen   sind Spindeln 18 starr befestigt, sie weisen Bohrungen 19 auf, die sich im Kern fortsetzen. 



   Die Druckstücke 4 sind auf den Spindeln 18 verschiebbar angeordnet. Zur Verschiebung dienen die Speichenräder 20. Als Heizeinrichtung 5 ist ein Heissluftgerät vorgesehen ; es besteht aus einer mittels Brenner 21 beheizbaren Druckluftschlange 22, die mittels Leitungen 23 über die. Deckplatte 17 mit dem Hohlraum der Form verbunden ist. 



   In   der Fig. 1   bezeichnen weiter : 24 in der Form 2 geführte, verschiebbare Hülsen und   25Entlüftungs-   bohrungen. 



   Zur Herstellung einer rechtwinkligen Rohrverzweigung in einer Vorrichtung gemäss Fig. 1 legt man ein   Rohrstück.   1, das in der Rohrwandung mit einer Bohrung von der Weite des lichten Durchgangs der Abzweigung versehen ist, in die geöffnete Form 2. Nun schiebt man das mit Spindeln versehene Stück des Kernes 3 in das Rohr 1 und bringt die Wandöffnung des Rohres mit den   Durchdringungsebenen   15 zur Deckung. Nach Einlegen des Flansches In die Aussparung 13 und Isolieren der zylindrischen Innenfläche, z. B. durch einen Kitt, setzt man den abzweigenden Ast des Kernes und den Deckel 17 samt Heizeinrichtung 5 an, zieht die Hülsen 24 auf und lässt dabei die Entlüftungslöcher 25 frei. Die Form wird jetzt geschlossen und verschraubt, dann werden die Druckstücke 4 und die Räder 20 aufgesetzt. 



   Damit ist die Vorrichtung in den Zustand versetzt, der in   Fig. l mit"Anwärmstellung"bezeichnet   ist. Nach Ingangsetzung der Heizvorrichtung 5 strömt heisse Luft über die Anschlüsse 23 durch den Dekkel 17 in den freien Hohlraum der Form, umstreicht das Rohr und tritt durch die Öffnungen 25 aus. Auf diesem Wege versetzt die Luft das Rohr in einen plastisch-teigigen Zustand. Dieser Vorgang kann durch Vorwärmen der Form oder Unterstützung der Heizung von aussen beschleunigt werden. 



   Sobald das Rohr in der Form ausreichend erweicht ist, was an dem stark verminderten Widerstand beim Drehen am Rad 20 leicht festzustellen ist, schiebt man die Druckstücke 4 durch weiteres Drehen an den Speichenrädern 20 gegen den Kern 3. Dabei wird das Rohr 1 in den freien Raum der Form 2   ge-   presst und das Abzweigstück gebildet ; die Hülsen 24 schieben sich dabei ebenfalls weiter in die Form, bis schliesslich die "Endstellung" erreicht ist, die die rechte Hälfte der Fig. 1 darstellt. 



   Nach dem Abkühlen, dass man durch Besprühen der Form und Durchleiten von   Kühlflüssigkeit   durch den Kern 3 über Bohrungen 19 abkürzen kann, wird die Vorrichtung zerlegt und die Rohrverzweigung entnommen. Der Herstellungsvorgang dauert nicht länger als die Anbringung guter Nähte. Das Stück ist jedoch wesentlich stabiler und auch von Hilfskräften nach kurzzeitiger Übung zu fertigen. 



   An Stelle eines einzigen mit einer Wandöffnung versehenen Rohres 1 kann man auch zwei Rohrstücke   zur Herstellung derRohrverzweigung verwenden, dabei kann   auf das Anbringen der Wandöffnung verzichtet werden. Weiter kann man die Rohrenden vor Einlegen in die Form mit Bunden versehen ; in diesem Fall müssen die Hülsen 24 jedoch geteilt ausgeführt werden. 



   Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform der Vorrichtung, mit der die Rohrverzweigung aus zwei oder drei Rohrstücken 1 gepresst werden kann. Die Form 2 enthält nach Einlegen des Kernes 3 lediglich den die Ver-   stärkung   darstellenden Hohlraum und die Räume, die durch die nicht genau aufeinander passenden Zuschnitte der Rohrenden bedingt sind. Es ist nur ein Druckstück 4 vorgesehen. Die Heizung erfolgt mittels 

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 elektrischer Widerstandsheizung, mit der die ganze Form erhitzt wird ; zur Unterstützung der Beheizung kann über Leitungen 6 ein flüssiger oder   gasförmiger Wärmeträger   durch den Kern 3 geleitet werden. 



   An Stelle der Widerstandsheizung kann man jedoch auch Induktionsspulen als Heizeinrtchtung 5 anordnen. In diesem Falle wird die Wärme durch Induktion im Kern 3 erzeugt ; dazu ist es vorteilhaft, den mittleren Teil des Kernes aus ferromagnetischem Material zu fertigen,   z. B.   aus Stahl, und die Enden des Kernes aus einem nicht magnetischen Werkstoff, z. B. aus Kupfer. Man kann zur induktiven Erwärmung aber auch ohne weiteres die im übrigen aus nicht ferromagnetischem Material gefertigte Form im 
 EMI3.1 
 und die Hohlräume mit Kunststoff ausgefüllt. Durch Abstützen der beiden freien Enden der Verzweigung kann man unter Anwendung hiezu bekannter Werkzeuge, z. B. Zwingen, ein Austreten der Rohrstücke während des   Pressvorganges   vermeiden. 



   Fig. 3 gibt eine weitere   Ausführungsform   der Vorrichtung wieder. Das Druckstück 4 und das Rohr sind während des Pressvorganges in der Form 2 geführt. Die zur Plastifizierung erforderliche Wärme wird in einer Heizeinrichtung 5 erzeugt, die als Widerstandsheizung ausgebildet und im Kern 3 untergebracht ist. 



  Die stromzuführung erfolgt durch einen Ast der Verzweigung,   z. B.   mittels Kabel 9. Zur Verschiebung   desDruckstückes4   dient eine Stange   7, die   mit einer hydraulischen oder pneumatischen, auf den Sockel 8 aufgesetzten Presse verbunden ist. 



    PATENTANSPRÜCHE ;    
1. Verfahren zur Herstellung von Rohrabzweigungen aus thermoplastischen Kunststoffen mittels eines   Preys- un   Schweissvorganges, dadurch gekennzeichnet, dass in eine Form entweder ein Rohr mit einer der lichten Weite der Abzweigung entsprechenden   Wandöffnung   an der Abzweigstelle oder mehrere stumpf aneinander stossende Rohre mit einem Kern versehen eingelegt und im Bereich der zu bildenden Abzweitung bis zur Plastifizierung erwärmt werden, worauf durch Druck auf mindestens ein freies Rohrende die dem Abzweigstück entsprechenden Ausnehmungen in der Form infolge Stauchung der Rohrwand ausgefüllt werden.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine geteilte Form (2), derenHohlraum demherzustellendenAbzweigstück entspricht, und einem mehrteiligen Kern (3). der dem lichten Durchgang des Abzweigstückes entspricht, sowie mindestens einem Druckstück (4), welches entweder entlang einer am Kern (3) befestigten Spindel (18) oder an der Forminnenwand geführt ist und mittels einer Spindelmutter (20) oder einer hydraulisch oder pneumatisch betätigten Kolbenstange (7) auf eines der Enden des in die Form eingelegten Kunststoffrohres drückbar ist und eine Heizeinrichtung (5), durch welche die Form und bzw. oder der Kern ganz oder teilweise beheizbar sind.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Form und im Kern Heiz- und bzw. oder Kühlkanäle, angeordnet sind, wobei zur Aufheizung ein Heissluftgenerator (22) angeschlossen ist.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, dass als Heizeinrichtung (5) Induktionsspulen oder Widerstandsheizkörper auf der Form und bzw. oder im Kern angeordnet sind, wobei die Form EMI3.2 hen.
    5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in dem abzweigenden Ast der Form (2) eine zusätzliche Aussparung zum Einlegen eines losen Flansches (13), der hinter dem Bund (12) zu liegen kommt, angebracht ist.
AT321059A 1958-04-30 1959-04-28 Verfahren zur Herstellung von Rohrabzweigungen und Vorrichtung zur Ausübung desselben AT217207B (de)

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AT321059A AT217207B (de) 1958-04-30 1959-04-28 Verfahren zur Herstellung von Rohrabzweigungen und Vorrichtung zur Ausübung desselben

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AT (1) AT217207B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2935514A1 (de) * 1979-09-03 1981-04-09 Ernst Dr. 6250 Limburg Schnabel Verfahren zum herstellen eines mit polytetrafluoraethylen ausgekleideten hohlkoerpers und nach diesem verfahren hergestellter hohlkoerper

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2935514A1 (de) * 1979-09-03 1981-04-09 Ernst Dr. 6250 Limburg Schnabel Verfahren zum herstellen eines mit polytetrafluoraethylen ausgekleideten hohlkoerpers und nach diesem verfahren hergestellter hohlkoerper

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