AT21718B - Schlämmvorrichtung für Ton, Erze u. dgl. - Google Patents
Schlämmvorrichtung für Ton, Erze u. dgl.Info
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Description
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Schlämmvorrichtung für Ton, Erze u. dgl.
Zur Abscheidung der unverwitterten Gesteinstrümmer und des Sandes aus dem Ton benutzt man in der Ton- und Kaolinschlämmerei mäanderartige Rinnen, in denen sich die Gesteinstrümmer und der Sand allmählich absetzen. Die Erfahrung hat jedoch gelehrt, dass das Absetzen der körnigen Bestandteile sehr unregelmässig erfolgt, indem die Körner sich bald rechts, bald links in der Rinne lagern, wodurch ein unregelmässiger Betrieb hervorgerufen wird ; denn bei jeder seitlichen Verengung des Rinnenquerschnittes entsteht eine Verengung des Laufbottes und demzufolge eine veränderte Geschwindigkeit der Tonmilch.
Die Ursache für das ungleichmässige Abscheiden der körnigen Aufsprengungen ist darin zu erblicken, dass für den Flüssigkeitsstrom auf dem langen Wege kein völlig ebenes Bett geschaffen werden kann. Dei der geringsten Neigung des Bettes nach rechts oder links wird der ganze Strom abgeleitet. Die einzelnen Teilchen des Stromes erhalten dadurch eine veränderte Richtung, weiche sie infolgo ihrer Trägheit beibehalten. Bildet sich nun
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annimmt. Dadurch nun, dass das Strombett sich allmählich verengt, erleidet das Absetzen des Schlämmrückstandes Unregelmässigkeiten, welche dazu führen, dass in dem angesetzten Schlämmrückstand noch Top vorhanden ist, während andererseits im Tonschlamm fein verteilter Sand zu finden ist.
Die mehr oder weniger schlangenförmige Bewegung des Stromes wind begünstigt durch die mäauderartige Gestalt der Rinnen. An den Kopfenden der Rinnen erfährt der Strom eine Ablenkung nach rückwärts. Die einzelnen Teilchen des Stromes erfahren eine mohr
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AnnehmeneinerschlangenfömigenRichtung.
In Schlämmrinnen, welche in Abschnitten einfach nur durch Einschaltung grubcn- artiger Vertiefungen unterbrochen sind, wird die Bewegungsgeschwindigkeit des Schlammes in den Rinnen nur unwesentlich beeinnusst, so dass auch hier ein gleichmässiges Ablagern derMineralteilchennichtstattfindet.
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Stromrichtung an den Enden hervorgerufen werden, zu beseitigen, werden der Erfindung gemäss die Gruben durch feste oder in der Hohe verstellbare Schützen, welche nicht bis
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Fig. 2 ist der Grundriss hiezu ; Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie ('-D der Fig. 2.
Die anderen Figuren finden weiterhin ihre Erklärung.
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in den Gruben b niedersinkt und unter den Schutzon durchtritt. Bei der Inbetriebsetzung der Aulage läuft die Tonmilch von der Schlämmaschine nach der Rinnenleitung, tritt @ei A ein und durchlauft zunächst die erste Rinno a. Hier breitet sich die Tonmilch zu einem
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Grube b in ihrem oberen Teile in zwei Hälften getrennt ist, welche unten miteinander in Verbindung stehen. Infolgedessen sinkt die Tonmilch in der ersten Hälfte der Grube all- mählich nieder, während dieselbe in der zweiten Grubenhälfte allmählich steigt.
Hiedurch wird erreicht, dass die hin und her schlängelnde Bewegung, welche der Strom gern in dem bisher üblichen Rinnensystem annimmt, aufgehoben wird, sobald die Tonmilch die Kopfgrube erreicht. Die Grube wirkt gewissermassen als Puffer, in welcher der Strom zur Ruhe kommt.
Da das Durchstossen der Tonmiich unterhalb der Schutze c sehr allmählich stattfindet, so erfolgt das Austreten der Tonmilch in die zweite Rinne sehr ruhig in einem gleichmässig dünnen Strom. In den folgenden Rinnen und Gruben vollzieht sich der gleiche Vorgang wie vorhin. Langsam durchfliesst jedesmal die Flüssigkeit die Grube b, wobei die Ge- schwindigkeit des Stromes jedesmal verlangsamt wird.
Die Ablagerung der abgeschiedenen Mineralteilchen erfolgt infolge der häufigen Vorlangsamung des Stromes durchaus gleichmässig in der ganzen Breite der einzelnen Rinnen. Der Querschnitt des Strombettes bleibt dadurch unverändert, was zur Folge hat, dass die Stromtiefe und die Stromgeschwindigkeit stets die gleiche ist.
Anstatt die Richtung des Stromes am Ende der Rinnen umzukehren, kann auch,
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wird dann nur die Schlämmrinne a in gewissen Längen unterbrochen, unter Einschaltung einer Grube b mit entsprechender Schütze f. Zum Reinigen und Ausspülen der Rinnen sind am Boden der Gruben b verschliessbare Löcher d vorgesehen, welche in eine gemeinsame Rinne c münden.
Zwecks leichterer Reinigung können die Gruben b durch tiefe Rinnen ersetzt werden, welche durch Trennwände in einzelne Gruben zerlegt werden. Fig. 4, 5 und 6 zeigen eine solche durch Trennwände S geteilte Rinne. Die Trennwände S bestehen aus Holz oder Metall und sind, wie Fig. 7 und 8 zeigen, von einem elastischen Schlauch umspannt, welcher nach dem Einsetzen der Trennwände in die Schlämmrinnen mit Luft oder Wasser aufgetrieben wird, so dass der Schlauch diese gegen die Wandungen der Rinnen abdichtet.
Soll die Rinne nun gereinigt werden, so wird der Schlauch entlüftet oder das Wasser aus ihm abgelassen. Die Stege werden aus der Schlämmrinne entfernt und der in den vertieften Rinnen abgelagerte Sand mit Wasser aus den Rinnen herausgespült.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schlamm Vorrichtung für Ton, Erz u. dgl. mit von grubenartigen Vertiefungen unterbrochenen Absetzrinnen, dadurch gekennzeichnet, dass die Gruben (b) durch feste oder in der Höhe verstellbare, nicht bis zum Boden reichende Schützen (c) quer durchgeteilt sind.
Claims (1)
- 2. Ausführungsform der durch Anspruch 1 geschützten Schlämmvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die grubenartigen Vertiefungen (b) durch ebenso tiefe Rinnen ersetzt werden, welche durch herausnehmbare, mittels elastischer Schläuche abgedichtete Zwischen- EMI2.3
Applications Claiming Priority (1)
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| AT21718T | 1904-09-05 |
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