AT217081B - Belüfteter Fahrzeugtunnel - Google Patents

Belüfteter Fahrzeugtunnel

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AT217081B
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AT
Austria
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tunnel
ducts
tubes
ventilated vehicle
transverse
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Application number
AT362460A
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English (en)
Inventor
Robert Dr Weynschenk
Original Assignee
Robert Dr Weynschenk
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Belüfteter Fahrzeugtunnel 
Die Erfindung bezieht sich auf einen belüfteten Fahrzeugtunnel, wie er insbesondere für den   Strassen-   verkehr in Betracht kommt. 



   Bei längeren   Strassentunnels   macht die Abfuhr der Abgase auch bei Ausbildung mit   verhältnismässig   
 EMI1.1 
 weder in der Decke der Tunnelröhre oder in der Decke und im Boden derselben vorgeschlagen worden. Die Anordnung aller   dieser Kanäle in der Tunnelröhre schmälert deren für   den Verkehr nutzbaren Lichtraum erheblich. Ist eine Mindestgrösse für diesen vorgegeben, so muss der Tunnelquerschnitt nur wegen der   Beltf-   tungseinrichtungen darüber hinaus wesentlich vergrössert werden.

   Dies verursacht eine erhebliche Erhöhung der Baukosten. u. zw. umso mehr, wenn ein Teil der Luftführungskanäle unter die Strassendecke verlegt ist ; dann muss diese zur Gänze als Decke ausgebildet und derart bemessen sein, dass ihre Tragfähigkeit den im   modernen Strassenverkehr vorkommenden Höchstbelastungen   gewachsen ist. Zu diesem wirtschaftlichen Nachteil kommt der noch schwerwiegendere, dass bei Beschädigungen oder Ausbesserungen der obere Abschluss der   Luftzuführungskanäle   und damit die Wirksamkeit der Belüftungsanlage gefährdet sein kann. 



   Die Erfindung schafft durch die Verwendung des beim Tunnelbau hergestellten Richtstollens als Luft- 
 EMI1.2 
 wirkungsvolle Abhilfe. 



   Die Erfindung gestattet eine besonders günstige Ausführung, indem die in Serien parallel zueinander angeordneten Querkanäle sowohl im Luftführungskanal als auch in den Tunnelröhren oberhalb des Bodens dieser   Tunnelquerschnitte   münden. 



   Weitere Einzelheiten der Erfindung sind an Hand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungmöglichkeiten beschrieben, wobei diese lediglich Beispiele für die Verwirklichbarkeit der Erfindung darstellen, ohne dass eine Einschränkung auf diese Beispiele erfolgen soll. 



   Die Fig.   1 - 3   sind Querschnitte, Fig. 4 stellt eine Draufsicht dar. 



   Erfindungsgemäss wird der beim Tunnelbau hergestellte Richtstollen 1 als Luftführungskanal für das Tunnelsystem verwendet, welches ausserhalb des Richtstollens 1 parallel zueinander   geführte Tunnelrah-   ren 2,3 aufweist. Die Böden dieser Tunnelröhren 2,3 liegen vorteilhaft tiefer als der Boden 1 des Richtstollens. Zur Verbindung des den Luftführungskanal bildenden Richtstollens 1 mit den Tunnelröhren 2, 3   dienenQuerkanäle   4, 5, welche in verhältnismässig geringen Abständen, beispielsweise von etwa 2 bis 3 m, parallel zueinander verlaufen und vom Stollen 1 unter einem Neigungswinkel 9 in der vorteilhaften   Grö-     ssenordnung   von etwa 200 nach abwärts verlaufen. 



   Diese Querkanäle 4,5 beginnen in den Seitenwänden des Luftführungskanals 1 reichlich oberhalb des Bodens desselben, um bei der Verwendung als   Frischluft- oder Absaugkanäle   den Bodenraum des Richtstollens 1 zum Absetzen von Schwebebestandteilen frei zu halten und insbesondere beim Einblasen von Luft durch dieQuerkanäle 4, 5 ein Mitführen mindestens der schwereren Bestandteile von Schwebestaub zu verhindern. Im Hinblick auf die verhältnismässig geringen Querschnitte der Querkanäle in der Grössenordnung von beispielsweise 0,4 mt ist die möglichste Freihaltung derselben von Bestandteilen, deren Absetzen innerhalb der Querkanäle zu befürchten ist, wichtig. Beim Ausführungsbeispiel sind die Querkanäle   4,5 etwa   in der Höhenmitte 6 des Richtstollens 1 an diesen angeschlossen. 



   In bezug auf die Tunnelröhren 2,3 sind die Querkanäle 4, 5 derart angeordnet, dass ihre Achsen die Querschnitte der Tunnelröhren 2, 3 etwa in deren Mitte 7, 8 treffen, Die Querkanäle münden aber in diesem   Höhenbereich 7, 8   nicht in die   Tunnelröhren. sondem   sind durch lotrechte Kanäle   10, 11   in den Begrenzungen der Tunnelröhren bis knapp über deren Boden nach abwärts geführt und geben erst dort Aus- 

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   trittsöffnungen   für den zugeführten Frischluftstrom frei. Dies hat zur Folge, dass die an dem Boden der Tunnelröhren scharf umgelenkten   Luftströme   verwirbelt werden und damit eine   Mög1icbkeit, gute Vermi-   schung mit den sich insbesondere im Bodenbereich niederschlagenden Abgasen gewährleisten.

   An Stelle lotrechter Kanäle 10, 11 können in lotrechten Ebenen schräg nach abwärts verlaufende Kanäle vorgesehen sein, wobei sich die Querkanäle 3, 4 in zwei oder mehrere nach abwärts verlaufende Kanäle verzweigen können. 



   Zur vorteilhaften Bildung eigener Abzugskanäle 14, 15 sind über den   Fahrbahnräumen   der Tunnelröhren Zwischendecken 16, 17 mit Durchtrittsöffnungen 18 vorgesehen. Diese Durchtrittsöffnungen können in Form von Längsschlitzen, beispielsweise in der Länge von etwa 3 m und einer vorteilhaften Breite von   10-15 cm, ausgeführt sein.   Die Decke ist ihrer gesamten Länge nach von Serien derartiger Durchtrittsschlitze durchsetzt, wobei diese Schlitze vorteilhaft gegeneinander versetzt angeordnet sein können. 



   In Fig. l sind die Einrichtungen zur Zubringung und Verteilung der Frischluft und zur Abfuhr der mit der verbrauchten Frischluft vermischten Abgase bis zu den Abzugkanälen 14, 15 dargestellt. Zur Zubringung der Frischluft können geeignete   Lufteindruckeinrichtungen   vorgesehen sein. Die Abfuhr der Abgase kann aus den Abzugskanälendurch Sauganlagen oder kombinierte   Saug-und Druckanlagen   erfolgen, wobei an die in der Tunnellängsrichtung verlaufenden Abzugskanäle parallel, quer und schräg zu diesen, Abluftkanäle 21 angeordnet sein können, welche ins Freie munden. 



   Eine solche Abluftförderungsanlage mit einem einer Serie paralleler Kanäle zugehörigen, ins Freie führenden Abluftkanal 21 ist in Fig. 2 dargestellt. Aus dieser Darstellung ist die Zufuhr der Frischluft aus dem als Luftzuführungskanal dienenden Richtstollen 1 über die Querkanäle 4, 5 zu den Nutzräumen der Tunnelröhren 2, 3 ebenso zu entnehmen, wie der Abzug der mit den Abgasen vermischten verbrauchten Luft durch die Decken   16, 17 in dieAbzugskanäle 14, 15. Aus   dem   Abzugskanal 14 fühlt eiaQuerkanal22 und aus   dem Abzugskanal 15 ein Querkana123 zum Abluftkana121, in welchem ein Ventilator24 mit der dazugehörigen betriebsanlage 25 eingebaur ist.Der Abluftkanal21ist quer oderschräg zur Turmelrichtung in das freie Gelände herausgeführt und dort vorteilhaft mit einer Abdeckeinrichtung 26 ausgebildet.

   Die in der Darstellung eingetragenen Pfeile deuten den Weg der Frisch- und Abluft an. Die ins Freie führenden   Abluftkanä-   le 21 sind gegen die Horizontale, vorteilhaft in einem Winkel zwischen 30 und   40nach   aufwärts geführt und können einen gegen das Freie hin zunehmenden Querschnitt aufweisen. Bei einem Projekt eines etwa 15 km langen Tunnels sind 12 Abluftkanäle in Entfernungen von rund 1300 m voneinander vorgesehen, deren jeder ins Freie fahrt. 



   Fig. 3 zeigt eine   Möglichkeit, den Riehtstollen l   durch Anordnung einer   über seine ganze Länge durch-   gehenden   Längszwischenrand   19 in einen Frischluftzuführungskanal 20 und einen Abluftkanal 21 zu unterteilen. Die Anordnung der Frischluftzu führungskanäle 4,5 zu den   Tunnelröhren     2, 3 und   der   Abluftquerka-   näle 22, 23 aus diesen   zum Abluftsammelkanal   21 sind in der Zeichnung nur der Ansehaulichkeit halber in der vereinfachten schematischen Darstellung eingetragen, ohne dass diese Darstellung eine Vorwegnahme der günstigsten praktischen Anordnung sein soll. 



   Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf einen Ausschnitt der erfindungsgemässen Tunnelanlage. Die Tunnelröhren 2,   3   sind mit zweispurigen für jede Tunnelröhre in gleicher Richtung dienenden Fahrbahnen ausgestattet. Die Darstellung in Fig. 4 zeigt eine Querverbindung 27 der beiden Tunnelröhren mit einer mit diesen identischen Boden-und Deckenhöhe. Der durch eine solche Querverbindung geschaffene unterirdische Grossraum kann zum Einbau von Wänden 28 für Diensträume, zur Errichtung von Parkplätzen 29 od. dgl. ausgebildet sein.

   In der Zeichnung ist ein von einem Frischluftquerstollen 32   ausmündenden   Querkanal dargestellt, welcher über eine Ventilatoranlage 30 die Frischluft in den durch den Richtstollen 1 bildenden   Fdschluftzufuhrkanal eindrl1ckt,   von wo sie durch die   Querstollen   4, 5 in die   Tunnelröhren2. 3ge-   langt, wie dies aus dem oberen und unteren Teil der Zeichnung hervorgeht. Im Bereich der Querverbindung 27 des Dienstraumes 28 und der Parkplätze 29 sind verkürzte Querstollen 4, 5 zr Ftischluftzuführung vorgesehen.

   Die Zeichnung deutet die Querkanäle 22, 23 für die Abluft an, welche sich nach Durchströmen durch eine Ventilations'anlage 24 in einem Querkanal 21 treffen, die ins Freie geführt sind. 
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 zahlreichen Varianten verwirklicht werden. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Belüfteter Fahrzeugtunnel, gekennzeichnet durch die Verwendung des beim Tunnelbau hergestellten Richtstollens (1) als Luftssthrungskanal und von diesem zu den paarweise vorgesehenen Tunnelröhren (2,3) geführten Querkanälen (4, 5). <Desc/Clms Page number 3>
    2. Belüfteter Fahrzeugtunnel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die In Serien parallel zueinander angeordneten Querkanäle (4,5) sowohl im Luftführungskanal (1) als auch in den Tunnelröhren (2,3) oberhalb des Bodens dieser Tunnelquerschnitte (1, 2, 3) münden.
    3. Belüfteter Fahrzeugtunnel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen der vom Luftführungskanal (1) schwach geneigt, z. B. unter einem Winkel (9) von etwa 20 , nach abwärts ver- EMI3.1 selben treffen.
    4. Belüfteter Fahrzeugtunnel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Querkanäle (4, 5) in den Wandungen der Tunnelröhren (2, 3) durch in lotrechten Ebenen verlaufende Kanäle (10,11) ergänzt sind, die bis zu den knapp über den Böden der Tunnelröhren (2, 3) vorgesehenen Austrittsöffnungen (12, 13) reichen. EMI3.2 zeichnet, dass die Tunnelröhren (2, 3) zur Bildung eigener Abzugskanäle (14, 15) über den Fahrbahnräumen mit Durchtrittsöffnungen (18) aufweisenden Zwischendecken (16, 17) ausgestattet sind.
    6. Belüfteter Fahrzeugtunnel nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine im Richtstollen (1) vorgesehene Längszwischenwand (19) zur Bildung eines die Querkanäle (4, 5) versorgenden Frischluftzuführungskanals (20) und eines die Querkanäle (22, 23) aufnehmenden Abluftkanals (21) im Richtstollenql1erschnitt.
    7. Belüfteter Fahrzeugtunnel nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekend- zeichnet, dass mindestens die teils in der Tunnelrichtung, teils in senkrechter oder schräger Richtung quer zu dieser geführten Abluftkanäle (21) mit ein Absaugen bzw. Abdrücken der Abluft bewirkenden. Ventilator- stationen (24, 25) ausgestattet sind und an gelande-und distanzmässig geeigneten, mit Abdeckeinrichtungen (26) ausgestatteten Stellen ins Freie münden.
    8. Belüfteter Fahrzeugtunnel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die ins Freie mündenden Abluftkanäle (21) und gegebenenfalls Versorgungskanäle (32) für die Frischluftzufuhr zu den inder Tunnelrichtung verlaufenden Frischluftzuführungskanälen (20) mit einer Neigung in der Grössenordnung von 350 gegen das Freie ansteigen.
    9. Belüfteter Fahrzeugtunnel nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tunnelröhren (2, 3) an einzelnen Stellen des Tunnels durch etwa mit den Nutzhöhen der Tunnelröhren (2, 3) ausgeführte Querverbindungen (27) zu grösseren Räumen erweitert sind, in welchen Diensträume bildende Wände (28), Parkplätze (29) u. dgl. vorgesehen sein können.
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