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Behälterverschluss
Die Erfindung bezieht sich auf einen Behälterverschluss, bei dem eine mit einer Öffnung versehene Behälterwand einen die Öffnung umgebenden mit ihr einstückigen Rand besitzt, der von der Behälterwand sich kegelig erweiternd nach aussen erstreckt und dann unter Bildung eines Bördelwulstes nach innen und unten zurückgebogen ist und auf dem ein eine Ausgusstttlle verschiebbar tragendes Mundstück, gegebenenfalls unter Zwischenlage einer Dichtung, befestigt ist, indem die äussere Wandung des im Querschnitt Uförmigen und den Öffnungsrand von oben übergreifenden Befestigungsrandes des Mundstückes auf dem ganzen Umfang einwärts gegen den konischen Hals des Öffnungsrandes angeformt ist,
wobei das Mundstück anschliessend an seinen im Querschnitt U-förmigen Bördelrand einen radial und im wesentlichen horizontal sich erstreckenden ringförmigen Steg aufweist, der in eine der Führung der Tülle bzw. der Aufnahme eines Verschlusses dienende Randpartie übergeht.
Die Erfindung betrifft eine vorteilhafte Ausgestaltung dieser bekannten Verschlusstype, u. zw. im wesentlichen dadurch, dass der Öffnungsrand mit genormtem, bei allen Behältern gleichem Durchmesser aus-
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pro Behälterlich bemessener Radialerstreckung ausgeführt ist, so dass trotz Beibehaltung der genormten Öffnung in der Behälterwand die Abmessung der Tüllen bzw. der Verschlüsse variierbar ist.
Die erfindungsgemässe Ausbildung des Behälterverschlusses reduziert für den Hersteller des Behälters die Arbeit sehr wesentlich, u. zw. auf die Ausbildung einer Öffnung von genormter Form und Grösse mit einem besonderen Öffnungsrand, und auf die einfache manuelle Anbringung von provisorischen Verschlusskappen, die als sogenannte Staubkappen dazu dienen, die Behälter während des Versandes zu der Abfüllanlage verschlossen zu halten. Die Staubkappen sind ebenfalls genormt. Da sie wiederholt verwendet werden können, werden sie vom Abfüller periodisch zurückgesandt, so dass die einzigen diesbezüglich auftretenden Kosten aus den Anschaffungskosten dieser Kappen zuzüglich eines von Zeit zu Zeit erforderlichen tellweisen Ersatzes bestehen.
Diese Staubkappen. sind äusserst billig ausgeführt, so dass die Kosten eines angemessenen Vorrats derselben nicht ins Gewicht fallen.
Wenn der Abfüller bereit ist, mit solchen genormten Öffnungen ausgebildete und mit Staubkappen versehene Behälter zu verwenden, werden sie auf die Abfülleinrichtung gestellt, die Staubkappen werden entfernt, die Behälter werden gefüllt, vorgewählte Verschlüsse werden von Hand auf die genormten Öffnungen in etwa der gleichen Weise aufgesetzt wie die Staubkappen, und ein Anpresswerkzeug wird in eine solche Stellung gebracht, dass der Verschluss schnell um die Öffnung herum angepresst wird. Der Befestigungsrand des Mundstückes jedes Verschlusses passt in der gleichen Weise in die Öffnung und nimmt das Anpresswerkzeug in der gleichen Weise auf, unabhängig von der Type oder Grösse der Kappe oder der Kappe und der Tülle, die zusammen mit dem Mundstück den Verschluss bilden.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 eine Teilansicht des oberen Teils eines erfindungsgemäss ausgestatteten Behälters, wobei ein Teil weggebrochen und im Schnitt gezeigt ist. Fig. 2 zeigt in einem Schnitt durch den Boden eines Behälters den ersten Schritt der Ausbildung der Standardöffnung darin. Fig. 3 zeigt in einer ähnlichen Darstellung die fertige Öffnung. Fig. 4 zeigt in Draufsicht einen Verschluss gemäss Fig. 1 vor Anbringung an der Behälterwand. Fig. 5 zeigt einen Vertikalschnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 4, in Pfeilrichtung gesehen. Fig. 6 zeigt den Verschluss nach den Fig. 4 und 5, von unten gesehen. Fig. 7 zeigt
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in einer teilweise geschnittenen Ansicht den Boden und den oberen Teil eines Behälters mit der von Hand an die genormte Öffnung angesetzten, zum Anpressen bereiten Verschluss nach Fig. 5.
Fig. 8 zeigt, in einer ähnlichen Darstellung wie Fig. 7, das Ansetzen des Anpresswerkzeuges. Fig. 9 zeigt, in einer ähnlichen Darstellung wie Fig. 8, die Anordnung nach Durchführung des Anpressvorganges. Fig. 10 zeigt in grösserem Massstab und teilweise im Schnitt die fertige Anordnung nach Fig. 9 nach Entfernung des Anpresswerkzeuges. Fig. 11 zeigt in einem Vertikalschnitt die Anordnung nach den Fig. 1, 7, 9 und 10 mit abgenommener Verschlusskappe und ausgezogener Tülle. Fig. 12 zeigt in einer ähnlichen Darstellung wie Fig. 10 ein Mundstück von anderer Grösse und Form, das mit dem genormten Anpressrand versehen und an derselben genormten Öffnung angebracht ist.
Fig. 13 zeigt teils im Schnitt teils in Ansicht einen Teil der Anordnung nach Fig. 12 mit der in die Giessstellung umgesteckten vorstehenden Tülle. Die Fig. 14 und 15 sind den Fig. 12 und 13 ähnliche Darstellungen und zeigen die Anbringung einer anders geformten Tülle an dem Behälter durchAnbringung desgleichenAnpressringes an der gleichen genormten Behälterw andöffnung.
Die Fig. 16 und 17 zeigen im Schnitt ein Kunststoffmundstück und dessen Anbringung anderBehälterwand- öffnung. Fig. 18 zeigt in einer ähnlichen Darstellung wie Fig. 10 einen andern in der üblichen Weise angebrachten Verschluss. Fig. 19 zeigt einen Vertikalschnitt durch ein zweiteiliges Mundstück, das durch Verfalzen des gewindetragenden Halsstücl (s mit dem Befestigungselement gebildet wurde. Fig. 20 zeigt einen Schnitt durch den Anpressrand, der eine vorgeformte Dichtung enthält, welche einen Teil des Verschlusses bildet.
Die genormte Behälterwandöffnung und die Anbringung eines Verschlusses daran ist an Hand der Darstellung eines mit dichtem Boden versehenen Behälters erläutert. Die genormte Öffnung und der Verschluss können aber auch an andern als den hier dargestellten Stellen der sonst vollständig ausgebildeten Behälter angebracht werden.
In dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist ein Behälter 1 mit einem Boden2 versehen, an den ein Verschluss 3 und eine Öffnung in der Stirnwand 4 des Bodens angepresst wurde.
Die Ausbildung dieser Öffnung wird an Hand der Fig. 2 beschrieben, die zeigt, dass die Stirnwand des Bodens 4 mit einem aufrechtstehenden Hals 5 ausgebildet ist, der bei 6 einwärtsgebördelt ist und die Öffnung 7 umgibt. Diese Ausbildung wird durch den ersten von zwei mit Werkzeugen durchgeführten Ver- formungsvorgängen erzielt, die beider Herstellung der genormten Öffnung in dem Boden angewendet werden. Diese Verformung des Materials des Bodens kann gleichzeitig mit der Ausbildung der Flanschteile 8, 9 aus dem ebenen Blech erfolgen, aus dem der Boden hergestellt ist, oder getrennt davon.
Diese Flanschausbildung am Rand des Bodens bewirkt, dass die Stirnwand des Bodens4 gegenüber derden Kopf umgebenden Gargel 10 vertieft wird.
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lichen mit einem Werkzeug durchgeführten Verformungsvorgang, mit dem der die Öffnung 11 umgebende Hals bei 12 nach aussen aufgeweitet und dann an dem Wulst 13 dicht einwärts und abwärts umgebördelt wird, so dass er in einem Teil 14 endet, der an der Innenfläche des auswärts geneigten Teils 12 anliegt.
Der Teil 14 erstreckt sich über einen wesentlichen Teil der Höhe des Halses, so dass nur wenig mehr als der abgerundete Teil 15 am unteren Rand des Halses 12 nicht durch eine Doppelung verstärkt ist. Dieser abgerundete Teil ist jedoch durch seine gekrümmte Form verstärkt.
Die Öffnung 11 ist so gross, dass sie die verschiedenartigsten Verschlüsse aufnehmen kann, bis zu den grössten, die für Behälter innerhalb des für die Erfindung vorgesehenen Grössenbereichs in Frage kommen.
Der diese Öffnung umgebende Rand, bestehend aus dem sich auswärts erweiternden Hals 12 mit seinem ge- doppelten Innenteil 14, hat eine solche Festigkeit und Form, dass durch einen einfachen Anpressvorgang der entsprechend geformte Befestigungsrand, der ohne weiteres an den verschiedenartigsten Mundstücken i ausgebildet werden kann, ausschliesslich von aussen an die Behälterwand angestaucht werden kann, nach- dem der Behälter fertiggestelltund gefülltwurde. Wie aus der nachstehenden Beschreibung hervorgeht, wird dieser die Öffnung umgebende Rand sehr leicht von dem Befestigungsrand des Mundstücks aufgenommen, indem man einfach den Befestigungsrand auf den Öffnungsrand aufsetzt.
Fig. 3 zeigt in der rechenhälfte eine auf den Rand 12, 13 und 14 aufgesetzte Staubkappe. DieseKap- pe ähnelt den bisher an Behältern verwendeten und besteht aus dünnem Blech oder Kunststoff und hat einen scheibenförmigen Oberteil 16, der von einem sich einwärts und abwärts erstreckenden Rand 17 umgeben ist. Dieser Rand ist genügend elastisch und kann entweder mit vertikalen Rillen oder in anderer Weise so ausgebildet sein, dass er einfach mit der Hand über den Wulst 13 eingerastet und in der gleichen Weise entfernt werden kann. Er bleibt jedoch während des Transports des Behìilters zum Abfüller und bis zur Ver- i wendung des Behälters an Ort und Stelle, deckt die Öffnung ab und verhindert Eintritt von Schmutz.
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Nach Entfernung der Staubkappe ist der Öffnungsrand zur Aufnahme des Verschlusses bereit. Dieser Verschluss kann bis auf den an dem Öffnungsrand angreifenden Befestigungsrand verschieden ausgebildet sein. Fig. 5 zeigt eine vorteilhafte Ausführungsform, die an einer Behälterwandöffnung angebracht werden kann. Diese Ausführungsform besitzt ein Mundstück 20, eine verschiebbar in der Mundstücköffnung sitzende Tülle 21, eine innere Verfälschungsschutzdichtung 22 und eine einteilige Schraubkappe 23, die über der Tülle und der inneren Dichtung angebracht ist, um die Tülle in der Öffnung festzuhalten und ein Lekken des Behälterinhalts zu verhindern.
Der Umfangsteil des Mundstückes 20 bildet den Befestigungsrand, der den Rand der Behälterwandöffnung aufnimmt. Dieser Befestigungsrand hat die Form einer nach unten offenen Rinne, die von einem auf- wärtsgerichteten Teil 24 des Mundstückes, einem ausw ärtsgebördelten Tell 25 und einem abwärtsgerichte- ten Randteil 26 gebildet ist. Innerhalb dieser nach unten offenen Rinne 27 sitzt am Grund derselben eine geeignete Dichtung 28. Die hier dargestellte Dichtung wurde in flüssigem Zustand eingebracht. Dies ist infolge ihrer Wirtschaftlichkeit und Einfachheit die bevorzugte Methode zur Anbringung der Dichtung.
Gemäss Fig. 7 ist dieser Befestigungsrand so ausgebildet, dass er, über den Öffnungsrand 12,13, 14 aufgesetzt, diesen in seiner Rinne aufnimmt. Es sitzt dann die Dichtung 28 (Fig. 5) auf dem oberen Rand des Wulstes 13 und kann durch den anschliessenden Anpressvorgang um diesen herum verformt werden. Dabei ist es wichtig, dass unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften alle Mundstücke mitdiesemBefestigungs- rand ausgebildet sind, der in dieser Weise auf den Rand der genormten Öffnung der Behälterwand aufgesetzt werden kann.
Anschliessend an den aufwärtsgerichteten Teil 24 ist das Mundstück 20 mit einem ringförmigen Stegteil 30 (Fig. 7) ausgebildet, der mindestens so breit sein muss, dass der innere Amboss des Anpresswerkzeugs zwischen dem Teil 24 und dem Mantel der jeweils verwendeten Schraubkappe eingeführt werden kann. Im übrigen kann der Steg 30 verschieden breit sein, um das Anbringen von Mundstückes mit verschieden grossen Öffnungen an einer Behälterwandöffnung von genormter Grösse zu gestatten.
In der dargestellten Ausführungsform des Verschlusses hat das Mundstück 20 eine mit einem Gewinde versehene innere Seitenwand 31 (Fig. 5,7), die sich von dem Steg 30 aufwärts erstreckt und an ihrem oberen Ende in einem ein- wärtsgebördelten Wulst 32 endet, von dem aus sich ein abwärtsgebördelter Teil 33 erstreckt, der seiner- seits bei 34 einwärtsgebördelt ist und in einer kurzen aufwärtsgebördelten Hülse 35 endet.
Die Hülse 35 nimmt eine darin verschiebbare Tülle 21 auf und hat an ihrem oberen Ende einen auswärtsgebördelten Rand 36, der über der wulstartigen Rinne 34, welche zwischen dem Teil 33 und der Hülse 35 gebildet wird, zu liegen kommt und sie aufnimmt. An dem entgegengesetzten Ende ist die Tülle 21 bei 37 aufgeweitet. Die Tülle und das Mundstück bestehen aus Blech. Die Tülle kann von Hand aus in die Stellung nach Fig. 11 hochgezogen werden, in der sie eine lecksichere Dichtung bildet und zum Giessen starr festgehalten wird, selbst wenn die Tülle während des Ausgiessens des Behälters als Stütze für den Behälter verwendet wird.
Die innere Verfl1lschungsschutzdichtung 22 hat einen Hauptteil, der sich von innen satt gegen das obere Ende der Tülle 21 anlegt und nicht nur das Ende der Tülle abdichtet, sondern auch gewährleistet, dass ihr umgebördeltes oberes Ende 36 auf seinem von dem Mundstück gebildeten Sitz verbleibt. Dies ist wünschenswert, weil ein Teil des oberen Randes 36 der Tülle fehlt, u. zw. über der Zone, an der der Tüllenkörper V-förmig ausgeschnitten ist (Fig. 11), um das Ausgiessen zu erleichtern. Diese innere Dichtung verhindert daher, dass der Rand 36 radial eingedrückt wird und dadurch die Tülle durch die Hülse 35 herunterfällt.
Ausserhalb ihres Hauptteils 22 ist die innere Dichtung nach aufwärts, dann auswärts und dann wieder abwärts zu einem Rand 38 umgebördelt, dessen äussere Kante satt in dem abwärtsgebördelten Teil 33 des Mundstückes sitzt.
Die dargestellte einteilige Schraubkappe 23 hat einen abwärtsgebördelten Mantel 39, der mit einem Gewinde zum Aufschrauben auf die Aussenseite des mit einem Gewinde versehenen Halses 31 des Mundstückes ausgebildet ist und in einem Verstärkungswulst 40 endet. In der Schraubkappe 23 ist eine Dichtungsscheibe 41 vorgesehen, die über dem Wulst 32 des Mundstückes liegt und somit einen lecksicheren Verschluss gewährleistet, wenn die Schraubkappe 23 auf dem Mundstück in die Schliessstellung heruntergeschraubt worden ist.
Fig. 8 zeigt, wie das Mundstück zunächst mit dem Öffnungsrand in der Art wie in Fig. 7 vereinigt wird, wobei über der Anordnung einAnpresswerkzeug zur Durchführung des Anpressvorganges bereit ist. Das hier dargestellte Werkzeug ist ganz innen mit einem Organ in Form eines nach unten offenen Napfes 41 versehen, der zum Ansetzen des Werkzeuges an dem Befestigungsring des Mundstückes dient und einen Gegenhalter 42 bildet, der diesen Befestigungsrand gegen den Öffnungsrand niederhält. Der Gegenhalter 42
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bildet ferner einen inneren ringförmigen Amboss 43, der an der Innenfläche der mfii ärtsgerichteten Wand 24 des Befestigungsrandes angreift.
Oberhalb des Napfes 41 sind mehrere Backen44 zweckmässig schwenkbar an dem Werkzeug montiert.
Diese Backen haben an der Aussenseite auswärtsgeneigte Flächen 45 und an ihren inneren unteren Enden einwärtsgerichtete Betätigungsvorsprtnge 46. Eine kreisförmige Betätigungsglocke 47 ist über den Bakken 44 so montiert, dass sie relativzu den Backen vertikal beweglich ist. Der untere Teil 48 dieser Glocke ist verstärkt und innen mit einer Schrägfläche 49 ausgebildet, deren Neigung etwas kleiner ist als die der Backenfläche 45. Beim Herunterdrücken der Glocke 47 werden daher die Backen 44 einwärtsgeschwenkt, so dass ihre Vorsprünge 46 an dem abwartsgebördelten äusseren Teil 26 des Befestigungsrandes angreifen.
Die Oberseite jes Vorsprunges 46 ist bei 50 entsprechend der Abwärtsneigung der Aussenfläche des Halses 12 abwärtsgeneigtund abgerundet. Wenn daher bei auf dem Befestigungsrandaufgesetztem Gegenhalter 41 die Glocke 47 abwärtsbewegt wird, werden die unteren Enden der Backen 44 einwärtsgeschwenkt und der Teil 26 des Mundstückes nicht nur einwärtsgebogen, sondern auch längs der Schräge des Halsteiles 12 etwas abwärtsgezogen. Gleichzeitig werden infolge der Anwesenheit des Ambosses 43 die Teile 26 und 24 sogegeneinanderbewegt, dass sie den verstärkten Öffnungsrand 12, 13, 14 dicht umgeben und gleichzeitig die Dichtung 28 zusammendrücken.
In Fig. 9 und in der vergrösserten Darstellung der Fig. 10 ist die so erhaltene Ausbildung dargestellt, wobei Fig. 9 auch das Werkzeug in der Endstellung zeigt. Der verstärkte und geneigte Öffnungsrand 12, 13, 14 wird in einer Kammer gehalten, deren MUndung jetzt zu klein ist, um einen Austritt des Öffnungsrandes aus der Kammer zu gestatten. Wie Fig. 10 zeigt, liegt diese MUndung zwischen dem unteren Ende 52 des abwärtsgerichteten Teils 26 und der gegenüberliegenden Wandung des aufwärtsgerichteten Teils 24 des Befestigungsrandes.
Auf diese Weise gewährleistet die Doppelungund Abwärtsneigung des Öffnungsrandes 12, 13, 14 nicht nur eine beträchtliche Verstärkung dieses Teils, so dass er ohne weiteres dem Anpressvorgang gewachsen ist, mit dem das Mundstück befestigt wird, sondern bildet auch eine Erweiterung, um die herum der Befestigungsring des Mundstückes so herumgebogenwerden kann, dass das Mundstück um die Öffnung herum festgehalten wird. Dies trifft selbst dann zu, wenn das Anpressen ohne Verwendung eines Gegenhalters ganz auf der Aussenseite des fertigen Behälters und je nach Wunsch mit einem einfachen Handwerkzeug oder einem pneumatischen Werkzeug durchgefUhrtwird. Ausserdem ist die Befestigung ebensowirksam und ebenso verschiebungssicher wie ein vor der Fertigstellung des Behälters in einer Presse durchgeführte Verfalzen.
EinAusführungsbeispiel der Anbringungeiner andernAusführungsform eines Verschlusses an einem Behälter ist in den Fig. 12 und 13 dargestellt. Hier besitzt der Verschluss eine andersartige Tülle, die einen wesentlich grösseren Durchmesser hat als die in den Fig. 1 und 4-11 dargestellte. Dagegen entsprechen der Öffnungsrand, der Befestigungsrand des Mundstückes und deren Befestigung aneinander in Form und Grösse genau den vorstehenden Ausführungsformen. Sie sind daher mit denselben Bezugszeichen versehen, und eine weitere Beschreibung ist überflüssig.
Da die Öffnung in der Behälterwand und der sie umgebende Rand eine genormte Grösse haben, während die Öffnung des Mundstückes und dessen aufw ärtsgerichteter Hals 55 einen wesentlich grösseren Durch-
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muss das Mundstück einen Teil haben, der diesen Unterschied ausgleicht. Dieser besteht aus dem Ringsteg 56, der in diesem Fall viel schmäler ist als der Steg 30 der vorherigen Ausführungsform Das Vorhan- densein eines solchen Steges in dieser Stellung ermöglichtes dann, dass die Durchmesser der Tülle und des Mundstückhalses in einem beträchtlichen Bereich variiert werden können, bis zu dem grössten von einem Abfüller normalerweise vorgeschriebenen Mundstückhalsdurchmesser.
In dem vorliegenden Fall erstreckt sich der gewindetragende Hals55 bis zu einer Umbördelung 57 und von dort abwärts zu einem Sitze 58 für eine Dichtung, der in einer aufwärtsgerichteten Lippe 59 endet, welche das Festhalten der Dichtung 60 unterstützt. Diese Dichtung wird vorzugsweise auf den für sie vorgesehenen Sitz aufgegossen. In diesem Fall ist die Tülle 61 umsteckbar ausgebildet und kann während des Versandes innerhalb des Behälters angeordnet und später herausgenommen und in der in Fig. 13 dargestellten Giessstellung eingesetzt werden. Um in beiden Stellungen einen dichten Abschluss zu ergeben, ist die Tülle an ihrem unteren Ende mit einem im Querschnitt im wesentlichen S-förmigen Rand versehen. Sie
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der Versandstellung in dem Behälter befindet.
Ferner besitzt die Tülle einen abwärtsgebördelten Endteil 63, der in der Giessstellung der Tülle an der Dichtung 60 angreift. Nach dem Aufhängen der Tülle in dem Behälter wird ein lecksicherer Abschluss dadurch geschaffen, dass die Schraubkappe 64 lecksicher auf den im Durchmesser kleineren Fortsatz 65 des Tlillenkörpers aufgesetzt wird.
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In der Schliessstellungwird an dem Hals 55 ein Gewindering 66 befestigt, der eine abwärtsgebördelte Lippe 67 hat und eine Abschlussscheibe 68 über dem Ende der Tülle festhält. Diese Abschlussscheibe 68 hat einen Randteil 69, der die Tülle gegen die Dichtung niederhält, während die Lippe 67 des Ringes die Scheibe 68 gegen die Tülle niederhält.
Wenn die Tülle in der in Fig. 13 gezeigten Giessstellung angeordnet ist, wird die Scheibe 68 natür- lich abgenommen. Der Ring 66 dient dann zum dichten Anhalten der Tülle an ihrem Sitz infolge der An- lage der Lippe 67 an dem Tüllenrand.
Die Anbringung einer andersartigen Tülle an derselben genormten Öffnung ist in den Fig. 14 und 15 dargestellt. Der Öffnungsrand und der Befestigungsrand des Mundstückes sind wieder genau wie vorstehend beschrieben ausgebildetund daher mit denselben Bezugszeichen versehen. Hier trennt ein Ringsteg 70 entsprechender Breite den Befestigungsrand von dem gewindetragenden Hals 71 des Mundstückes. Die Breite des Steges 70 ist wieder so gewählt, dass das gewünschte Mundstück auf die genormte Öffnung passt.
Der gewindetragende Hals 71 ist an seinem oberen Ende bei 72 umgebördelt und endet in einem um- gebogenen Teil 73. Hier ist keine Dichtung erforderlich, weil während des Versandes der Wulst 74 am oberen Ende des Tüllenkörpers 75 in dem umgebogenen Teil 73 zur Anlage kommt und über den gewindetragenden Hals 71 des Mundstückes eine komplette Schraubkappe 76 aufgeschraubt wird. Diese Kappe trägt eine vollständige scheibenförmige Dichtungsauskleidung 77, die sich auf den oberen Rand des Wulstes 72 des Mundstückes auflegt und den erforderlichen lecksicheren Abschluss gewährleistet.
In der in Fig. 15 gezeigten Giessstellung ist diese Tülle aufwärtsgerichtet. Sie hat einen mit einem Gewinde versehenen erweiterten unteren Teil 78, der mit dem von dem Mundstückhals 71 gebildeten Innengewinde verschraubt ist. Am oberen Ende des Gewindes 78 ist die Tülle mit einer scharf einspringenden Schulter 79 versehen. Bei ganz in das Mundstück hineingeschraubter Tülle liegt diese Schulter von unten dicht an dem umgebogenen Teil 73 des Mundstückes an. Diese Anlage gewährleistetwährenddesgiessens einen genügend lecksicheren Abschluss, ohne dass eine Dichtung erforderlich ist.
Ein einstückig aus Kunststoff, beispielsweise Polyäthylen bestehendes Mundstück ist in Fig. 16 gezeigt, wogegen Fig. 17 seine Befestigung an einer genormten Öffnung darstellt. Der Körper 80 dieses Mundstückes istvon beträchtlicher Dicke und seine Aussenfläche ist mit einem Gewinde 81 zur Aufnahme einer geeigneten Kappe oder eines Ringes 82 versehen. Die Innenwand 83 und das obere Ende 84 dieses Mundstückes sind so ausgebildet, dass sie eine passend ausgebildete Tülle aufnehmen können, die entweder verschiebbar oder umsteckbar sein kann.
In dieser Ausführungsform erstreckt sich ein Ringsteg 85 von dem Körper 80 zu einem Befestigungsrand, der einen aufwärtsgerichteten Teil 86, einen umgebogenen Teil 87 und einen abwärtsgekrümmten Teil 88 besitzt. Diese Teile 86, 87 und 88 stimmen bis auf die wegen der Materialunterschiede zwischen Kunststoff und Metall vorgesehenen, andern Toleranzen so genau wie möglich mit den Elementen 24,25 und 26 des vorstehend beschriebenen Befestigungsringes überein. Dieser Befestigungsring kann daher auf den Befestigungsring 12, 13, 14 der genormten Öffnung aufgesetzt werden. Zur wirksamen Befestigung des Befestigungsrandes an dem Öffnungsrand verwendet man jedoch vorzugsweise einen darüberliegenden Metallring. Dieser eine nach unten offene Rinne bildende Ring hat einen äusseren Teil 89, einen oberen Teil 90 und einen inneren Teil 91.
Fig. 17 zeigt, dass dieser Ring über dem Kunststoffteil 86, 87,88 liegt und an ihn angepresst ist und diesen Kunststoffteil dicht an den genormten Öffnungsrand anpresst.
Eine etwas andere Form des Mundstückes ist in Fig. 18 dargestellt. Diese kann bei einem kleineren Behälter verwendet werden oder bei einem Behälter, der nur eine seichtere Vertiefung zwischen der Gargel 92 und der Stirnwand 93 der Böden hat. Wenn in einem solchen Fall eine Öffnung von beträchtlicher Grösse erwünscht ist, der vollständige Verschluss einschliesslich der Schraubkappe 94 aber in einer Ebene mit der Gargel oder unter dem Niveau der Gargel 92 liegen soll, wird dem Mundstück ein weiteres Element hinzugefügt. Dieses Element hat die Form eines HUlsenteils 95, der sich von dem genormten Befestigungsrand 24, 25, 26 ein beträchtliches Stück abwärts erstreckt. Somit liegt ein Teil des Mundstückes innerhalb des Behälters.
Wie in den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen verbindet jedoch ein Steg 96 den Teil 95 mit dem gewindetragenden Hals 97 des Mundstückes, so dass der Durchmesser des Mundstückes jeden gewünschtenwert bis zu dem durch die genormte Öffnungsweite bestimmten Maximum haben kann. Es muss nämlich darauf hingewiesen werden, dass auch bei dieser Form dieselbe genormte Öff-
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dargestellten Ausführungsfonnen.
Anstatt eines einstückigen Mundstückes kann auch ein mehrteiliges Mundstück verwendet werden, wenn dies erwünscht ist. Eine solche Ausführungsform ist in Fig. 19 dargestellt. Hier sind der genormte
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Ringsteg 30 und das untere Ende des gewindetragenden Halses 31a am inneren Ende des Steges 30 bei 30a miteinander verfalzt. Diese Ausbildung gestattet ebenfalls das normale Anpressen des Befestigungsrandes gegen den Öffnungsrand. Ferner kann diese Ausführung ebenfalls von dem Ver4chlusshersteller hergestellt und von dem Abfüller an der Aussenseite des Behälters angebracht werden.
Fig. 20 zeigt den genormten Befestigungsring. Der einzige Unterschied gegenüber den vorstehenden Ausführungsbeispielen besteht hier darin, dass eine vorgeformte Dichtung 28a am Grund der Rinne 27 In einer solchen Stellung befestigt wird, dass sie um das obere Ende des Öffnungsrandes herum entsprechend deformiert wird, sobald das Mundstück um die Behälterwandöffnung umgebördelt wird.
Die Erfindung besteht nicht nur in der speziellen Abbildung des Öffnungsrandes, der Ausbildung des Mundstückes mit dem Befestigungsrand zum Angriff an dem Öffnungsrand und der Kombination von Öff- nungs- und Befettigungsrand, sondern ermöglicht darüber hinaus eine neue Verpackungsmethode. Sie beseitigt die alte Methode, nach welcher der Hersteller der Behälter die Venchlüsse anbrachte, deren Verschluss organ zum Abfüllen gewöhnlich durch Abschrauben abgenommen werden und zum Versand wieder geschlossen werden musste. Die neue Verpackungsmethode ermöglicht ein sofortiges Füllen und gestattet ein sofortiges Verschliessen durch einen einzigen Anpressvorgang.
Ferner braucht der AbfüUer erst beim Füllen der Behälter zu entscheiden, welche Verschlussart oder-grosse er verwenden will. Innerhalb des normal abnehmbaren Bereiches kann er den Verschluss an jedem Behälter anbringen, den er gerade vorrätig hat, sofern dieser nur die genormte Öffnung und den genormten Öffnungsrand. aufweist. Somit erleichter und verbessert die Erfindung allgemein die Verpackung von strömuizgsfähigen Medien In Behäl- tern.
In den meisten Fällen sind die VerschlUsse mit Ttillen dargestellt worden. E : können aber uch Mund-
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oder einem andern geeigneten Organ getragen wird, das an einer genormten Öffnung, wie sie vorstehend beschrieben und in den Zeichnungen dargestellt ist, angebracht werden kann. Ferner kann der Fachmann im Rahmen des Erfindungsgedankens und des Umfanges der Erfindung weitere Abänderungen und Varianten vorsehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Behälterverschluss, bei dem eine mit einer Öffnung versehene Behälterwand einen die Öffnung umgebenden mit ihr einstückigen Rand besitzt, der von der Behälterwand sich kegelig erweiternd nach aussen erstreckt und dann unter Bildung eines Bördelwulstes nach innen und unten zurtickgebogen ist und auf dem ein eineAusgusstülle verschiebbar tragendes Mundstück, gegebenenfalls unterZwischenlage einer Dichtung, befestigt ist, indem die äussere Wandung des im Querschnitt U-förmigen und den Öffnungsrand von oben übergreifendenBefestigungsrandesdesMundstückesaufdemganzenUmfangeinwärtsgegendenkonischen Hals des Öffnungsrandes angeformt ist,
wobei das Mundstück anschliessend an seinen im Querschnitt U-förmigen Bördelrand einen radial und im wesentlichen horizontal sich erstreckenden ringförmigen Steg aufweist, der in eine der Führung der Tülle bzw. der Aufnahme eines Verschlusses dienende Randpartie übergeht, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungsrand mit genormtem, bei allen Behältern gleichem Durchmesser ausgebildet ist und der ringförmige Steg (30, 70, 85) des Mundstückes (20) mit pro Behälter bzw. Behälterkategorie unterschiedlich bemessener Radialerstreckung ausgeführt ist, so dass trotz Beibehaltung der
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