AT216069B - Verkleidete Steuerelektroden zur Feldsteuerung in ölgefüllten Hochspannungsapparaten, insbesondere an der Mündung des unter Öl angeordneten Teils von Kondensator-Durchführungen - Google Patents
Verkleidete Steuerelektroden zur Feldsteuerung in ölgefüllten Hochspannungsapparaten, insbesondere an der Mündung des unter Öl angeordneten Teils von Kondensator-DurchführungenInfo
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Verkleidete Steuerelektroden zur Feldsteuerung in ölgefüllten Hochspannungsapparaten, insbesondere an der Mündung des unter Öl angeordneten Teils von Kondensator-Durchführungen
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gerung jederzeit in Betrieb genommen werden kann. Zur Verkleidung der naturgemäss sphärisch gewölbten Elektrodenoberfläche eignen sich als trockenes Isoliermaterial dank ihrem homogenen Aufbau vor allem härtende Giessharze, beispielsweise die unter der Handelsbezeichnung Araldit bekannten Epoxydharze.
Erfahrungsgemäss gelingt es jedoch nicht, starre Metallkörper mit einer dünnen Giessharzschicht so zu umgiessen, dass die Schicht auf der gesamten Oberfläche haftet und unter Erwärmung nicht reisst. Die bis anhin mit Weichpapierverkleidung verwendeten, gedrückten oder gegossenen Elektroden eignen sich daher für Giessharzverkleidung nicht, es muss vielmehr eine elastische und kompressible Elektrode gefunden werden, auf der sich der Giessharzmantel bei geringer mechanischer Beanspruchung zusammenziehen und ausdehnen kann, ohne sich von der leitenden Oberfläche abzulösen. Elektroden mit diesen Eigenschaften lassen sich bekanntlich aus mehr oder weniger leitend gemachten Stoffen aufbauen, die in ihrem Innern luft-oder gasgefüllte Hohlräume enthalten. Als solche Stoffe eignen sich beispielsweise halbleitende Schaum- oder Faserstoffe.
Bei vollständig aus diesen Stoffen hergestellten Elektroden erfordert jedoch der kontaktsichere Anschluss der notwendigen leitenden Potentialverbindung an der Oberfläche oder im Innern der halbleitenden Stoffe aus bekannten Gründen erheblichen Aufwand. Ferner lassen sich Körper aus diesen wenig formbeständigen Stoffen in der Giessform, zumindest bei allseitiger Umgiessung, nur schlecht zentrieren und erfordern daher eine, wenigstens für die vorstehend beschriebene Anwendung, unerwünscht dicke Giessharzverkleidung.
Elektroden, bei denen die halbleitenden Stoffe nur als Überzug über einen leitenden Kern vorgesehen sind, gestatten wohl einen kontaktsicher verlöteten oder geschweissten Anschluss der leitenden Potentialverbindung, die Masshaltigkeit solcher Überzüge ist aber für Giessharzverkleidungen von nur einigen Millimetern Wandstärke ungenügend.
Erfindungsgemäss können die aufgezeigten Nachteile dadurch beseitigt werden, dass als Elektrode ein unter geringer mechanischer Beanspruchung verformbarer leitender Käfig aus dünnem Metalldraht verwendet wird, der auf einem elastischen und kompressiblen, elektrisch nicht beanspruchten Kern von geeigneter Formgebung aufgebracht ist. Als Werkstoff für den Kern eignet sich beispielsweise Presskork oder ein wärmebeständiger, härtbarer Schaumstoff, der auf Form bearbeitet, gepresst oder gegossen wird. Für die meist torusförmigen Elektroden liefert eine einlagige Ringwicklung aus 1 mm starkem Kupferdraht den leitenden Käfig. Die Ringwicklung hat den Vorteil, dass sie mit bekannten Ringwickelmaschinen satt anliegend auf den Kern aufgebracht werden kann.
Der Drahtabstand der Wicklung wird dabei so gross gewählt, dass die durch die Wicklung zu erzeugende Äquipotentialfläche durch die einzelnen Windungen genügend angenähert ist. Damit wird gleichzeitig erreicht, dass die Giessharzverkleidung jeden einzelnen Draht fast vollständig umfasst und daher nie eine Ablösung der Verkleidung infolge ungenügender Haftung stattfinden kann. Zur Befestigung sowie als Potentialverbindung im Betrieb dienen geeignete Metallarmaturen, z. B. ringförmige Blechflanschen, die vor dem Giessen auf die Drahtelektrode aufgelötet werden und später aus der Verkleidung herausragen.
Damit durch diese Armaturen keine Unterbrechungen und damit Schwachstellen in der Verkleidung geschaffen werden, wird der Kern an diesen Stellen vor dem Aufbringen der Drahtelektrode mit Aussparungen versehen, derart, dass das Giessharz durch den Käfig unter den aufgesetzten Armaturen hindurchgeführt wird. Die Befestigungsarmaturen können gleichzeitig zur genauen Zentrierung in der Giessform herangezogen werden.
Der Erfindungsgedanke sei an Hand der Fig. 1 und 2 näher erläutert. Fig. 1 stellt einen Schnitt durch die fertig verkleidete Steuerelektrode, Fig. 2 die Ansicht des Kernes mit aufgebrachter Käfigelektrode dar. 1 ist der Kern aus Kork oder Schaumstoff, 2 die Elektrode, 3 die Giessharzumhüllung und 4 dieBe-
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elektrode 2 um die Befestigungsarmatur 4 herumgeführt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Torusförmige, verkleidete Steuerelektrode zur Feldsteuerung in ölgefüllten Hochspannungsapparaten, insbesondere an der Mündung des unter Öl angeordneten Teils von Kondensatordurchführungen, dadurch gekennzeichnet, dass als Elektrode ein unter geringer mechanischer Beanspruchung verformbarer, leitender Käfig aus dünnem Metalldraht 2) benützt wird, der auf einen elastischen und kompressiblen, elektrisch nicht beanspruchten Kern (1) von geeigneter Formgebung aufgebracht und dessen Oberfläche mit einem dünnwandigen Mantel (3) aus härtbarem Giessharz verkleidet ist.
Claims (1)
- 2. Steuerelektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der leitende Käfig aus einer Ringwicklung besteht, deren Drahtabstand so gross gewählt wird, dass die zu erzeugende Äquipotentialfläche durch die einzelnen Windungen genügend angenähert ist (Fig. 2).3. Steuerelektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (1) aus Presskork oder einem härtbaren Schaumstoff hergestellt ist. <Desc/Clms Page number 3>4. Steuerelektrode nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an geeigneter Stelle starre Metallteile (4) auf den Drähten (2) aufgelötet sind, die derart geformt sind, dass sie nach dem Gie- ssen der Verkleidung aus dieser herausragen und während des Giessvorganges zur Zentrierung der Elektrode in der Giessform und im Betrieb als Befestigung und Potentialverbindung herangezogen werden können.5. Steuerelektrode nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (1) an jenen Stellen, wo Metallteile (4) auf den Drähten (2) aufgelötet sind, mit Aussparungen (5) versehen ist, die beim Giessen der Verkleidung mit Giessharz gefüllt werden, derart, dass der Giessharzmantel nicht unterbrochen ist. EMI3.1
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| CH216069X | 1959-10-23 |
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