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Entstaubungsanlage
Die Erfindung bezieht sich auf eine Entstaubungsanlage, insbesondere auf eine Anlage zum Entstauben von mit Staub oder anderen Verunreinigungen vermischter Luft oder von gasförmigen Medien bis zu einer Gas- oder Lufttemperatur von zirka 120 C.
In vielen Zweigen der Industrie ist es erforderlich, staubhältige Luft oder mit Staub verunreinigte Gase vor dem Austritt in das Freie zu reinigen oder zu entstauben. Bei den bisher bekannten Entstaubungsanlagen, insbesondere den Filtertuch-Entstaubern nach den gebräuchlichen Konstruktionen, ergibt sich hinsichtlich der Durchsaugleistung, bezogen auf die Filterfläche, ein sehr unterschiedlicher Effekt.
Bei einer solchen bekanntenEntstaubungsanlage ist es erforderlich, die Anlage kammerweise abzuschalten und die verunreinigten Filterschläuche zu reinigen.
Bei einer anderen bekannten derartigen Entstaubungsvorrichtung werden die Filterschläuche während des Betriebes durch das Einblasen von Luft mittels Düsen gereinigt, jedoch ergibt sich während des Reinigungsprozesses verständlicherweise eine Minderung der Absaugleistung im Ausmass der zusätzlichen Lufteinblasung.
Auch sind Entstaubungsanlagen bekannt, bei welchen die Filterschläuche durch Rüttel- oder Vibrationsvorrichtungen gereinigt werden, doch ergibt sich bei diesen Einrichtungen durch die bisherige Konstruktion der Nachteil, dass die Strömungsrichtung der angesaugten Staubluft entgegen der Fallrichtung des abgeschiedenen Staubes wirkt.
Bei dem Gegenstand der Erfindung handelt es sich um eine Vorrichtung zum Reinigen von staubführenden Gasen bzw. von staubhältiger Luft bis zu Temperaturen von zirka 120 C unter Verwendung von Filterschläuchen, wobei das wesentliche Kennzeichen der Erfindung darin besteht, dass die oben angeordnete Ansaugkammer einen schräg verlaufenden Boden aufweist und dadurch die Zuführung der staubhältigen Gase oder der staubhältigen Luft in die Filterschläuche von oben erfolgen kann, ohne dass Staubansammlungen vor dem Eintritt in die Filterschläuche erfolgen können. Es wird dadurch der sehr wesentliche Vorteil erreicht, dass die abgesonderten Staubteilchen leicht und ohne besonderen Widerstand in der natürlichen Fallrichtung durch die Luft- oder Gasströmung mitgenommen werden und innerhalb der Filterschläuche in die unten angeordnete Staubabfallkammer absinken.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung in schematischer Darstellung und in einem vertikalen Längsschnitt.
Mit 1 ist das Gehäuse der Entstaubungsanlage bezeichnet, das oben eine starre Ansaugkammer 2 mit schräg verlaufendem Boden 3 mit den Stutzen 4 für die Filterschläuche 5 und unten eine Staubkammer 6 mit einem Auslass in den Schneckentrog 7 mit der Schnecke 8 zum Abtransport des abgefallenen Staubes aufweist. Mit 9 sind die Deckel für Montagezwecke bezeichnet. Bei den Stutzen 10 kann der Gas- oder Luftstrom, der mit Staub od. dgl. verunreinigt ist, eintreten, wobei die Pfeile 11 diesen Gas- oder Luftstrom bei der Einmündung in die Filterschläuche 5 andeuten. Diese Filterschläuche 5 sind in der Mitte der Vorrichtung mittels Schlauchverbindungsstutzen 14 an einem Filterrahmen 15 angeschlossen, der an Ketten oder Seilen 16 im Gehäuse 1 frei hängt.
Der Filterrahmen 15 ist mit einem Gehäuse 17 fest verbunden, in dem eine nicht gezeichnete Unwucht z. B. durch Kugel- oder Rollenlager drehbar gelagert ist. Die Unwucht ist mittels einer elastischen Kupplung 18 mit einer Welle 19 gekuppelt, die mittels der zweiten elastischen Kupplung 20 mit der nicht schwingenden Welle 21 eines z. B. als Elektromotor ausgebildeten Antriebes 22 verbunden ist. Dieser Motor ist zweckmässig auf der Ansaugkammer 2 vorgesehen, und die Welle 19 sowie die elastische Kupplung 20 sind im Bereich der Staubluft bzw. der verunreinigten Gase durch ein Schutzrohr 24 geschützt.
Die Staubluft wird im Sinne der Pfeile 26 von oben nach unten durch die Filterschläuche 5 gesaugt und die von den Verunreinigungen befreite Luft oder die Gase treten im Sinne der Pfeile 27 in den Absaugkanal 28.
Der Staub oder die Verunreinigungen fallen im Sinne der Pfeile 30 in die Staubabfallkammer 6, wobei die unteren Enden der Filterschläuche 5 mittels Stutzen 31 an dem Zwischenboden 32 gehalten werden.
Die Schwingungen der Unwucht ergeben ein ununterbrochenes Abschütteln der Staubpartikeln von der Innenseite der Filterschläuche 5 und diese Vibrationsreinigung zusammen mit dem Luftstrom im
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Sinne der Richtung der Schwerkraft das Abfliessen der Verunreinigungen nach unten ohne Beeinträchtigung des Betriebes.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Reinigen von staubführenden Gasen oder staubhältiger Luft mittels Filterschläuchen, welche innerhalb eines mit einer Zuführungs- und Absaugleitung versehenen starren Gehäuses angeordnet und durch beispielsweise mittels Unwucht bewegte Rüttelvorrichtung in schwingende Bewegung versetzt sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) an seinem oberen Ende die Ansaugkammer (2) mit schräg verlaufendem Boden (3) trägt, wobei die Stutzen (4) für die Filterschläuche (5) zur Aufrechterhaltung der Mündungsebene der Schräge entsprechend verschieden lang sind.