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Laschenkette, insbesondere für Hubwerke von Wehrverschlüssen
Bei den bisherigen Laschen-bzw. Triebstockketten für die Hubwerke von Wehrverschlüssen od. dgl. sind nicht unbedeutende Zwischenräume zwischen den Laschen untereinander und zwischen den Laschen und Kettenbolzen vorhanden, so dass Wasser, Schwebstoffe, feiner Sand und sonstige Verunreinigungen in die Gelenke eindringen können. Es kommt daher zu Korrosionen zwischen Laschen und Bolzen, wodurch die Gelenkigkeit der Kette vermindert wird und schwere Verreibungen auftreten. Es ist zwar auch schon bekannt, Büchsen aus selbstschmierendem Material in die Laschen einzubauen, doch treten hiebei nach längerer Betriebsdauer die gleichen Schäden auf, und es hat sich gezeigt, dass Dauerschmiermittel unter den schweren Betriebsbedingungen nicht ausreichend sind.
Die durch Sprühen oder Anstreichen aufgebrachten Schmierfilme werden zufolge der auftretenden hohen Flächenpressungen zwischen den Laschen und Bolzen nach verhältnismässig kurzer Betriebszeit abgescheuert bzw. aufgebraucht.
Die Erfindung bezweckt die Beseitigung dieser Nachteile und besteht im wesentlichen darin, dass die Kettenbolzen in an sich bekannter Weise axiale sowie zu den Lagerstellen der Kettenlaschen führende ra- diale Bohrungen zur Druckschmierung aufweisen und die Lagerstellen sowohl an der Aussenseite der Aussen- laschen als auch zwischen den Laschen abgedichtet sind. Dadurch können die Kettengelenke jederzeit auf verhältnismässig einfache Weise mit Hilfe bekannter Fettpressen geschmiert werden, wobei zufolge der Druckschmierung stets das alte, verbrauchte Schmiermittel herausgepresst und durch neues Schmiermittel ersetzt wird.
Durch die Abdichtung wird nicht nur das Austreten des Schmiermittels aus den Lagerstellen, sondern auch das Eindringen von Wasser und Verunreinigungen in die Lagerstellen verhindert, so dass weder das Schmiermittel ausgewaschen werden kann, noch Verreibungen oder Korrosionsschäden auftreten können. Die erfindungsgemässe Laschenkette erreicht daher eine wesentlich längere Lebensdauer als die bekannten.
In weiterer Ausbildung der Erfindung sind an der Aussenseite der Aussenlaschen zum Lagerauge konzentrische Schutzringe angeschweisst, in denen je ein abnehmbarer, an seinem Aussenrand umgebördelter Verschlussdeckel eingepresst ist, der innenseitig einen den Kettenbolzen umschliessenden Dichtungsring aus Filz, Gummi od. dgl.. trägt. Dadurch wird eine gute äussere Abdichtung der Laschenpakete erreicht, ohne dass es erforderlich ist, die Stärke der Aussenlaschen zu erhöhen bzw. den Querschnitt im Bolzenbereich zu schwächen.
Innerhalb der Schutzringe können an sich bekannte, in Ringnuten der Kettenbolzen eingreifende, die Laschen zusammenhaltende Sprengringe untergebracht werden, die das Laschenpaket zusam- mendrücken und auf diese Weise zusätzlich dafür sorgen, dass kein Schmiermittel zwischen den Laschen austreten kann bzw. keine Fremdstoffe von aussen eindringen können. Die Schutzringe mit den zugehörigen Deckeln bewahren die Sprengringe auch vor Beschädigungen bzw. Klemmungen beim Umlauf über das Ketten-bzw. Triebstockritzel. Es ist zwar bereits bekannt, die Laschenpakete durch derartige Sprengringe zu fixieren, jedoch sind dabei die Sprengringe in Aussparungen der Aussenlaschen angeordnet.
Die Laschen müssen daher, soll keine erhöhte Flächenpressung auftreten, um die axiale Ausdehnung der Aussparungen stärker ausgeführt werden, womit das Kettengewicht und der Materialaufwand eine wesentliche Steigerung erfährt.
Zur Abdichtung der Lagerstellen bzw. Kettengelenke zwischen den Laschen sind Scheiben, vorzugweise aus rostfreiem Stahl, vorgesehen, die jeweils an der einen Lasche angeschweisst sind und in eine zum Lagerauge konzentrische Aussparung der andern Lasche eingreifen, so dass labyrinthartige Dichtungsverhältnisse zwischen den Laschen entstehen.
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Es kann zweckmässig sein, beim Abschmieren der Kette eine Klemmvorrichtung zu verwenden, die das Laschenpaket zusammenpresst, um das Entweichen von Druckfett zwischen den Laschen auf jeden Fall zu verhindern.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 den unteren Teil einer Laschenkette in Seitenansicht, Fig. 2 im Schnitt und Fig. 3 die äussere Abdichtung als Detail in grösserem Massstab.
Die beiden Stränge 1, 2 der Kette bestehen aus je zwei äusseren Laschen 3 und einer inneren Lasche 4. Mit 5 sind die Kettenbolzen und mit 6 die Endglieder der Kette bezeichnet. Die Kettenbolzen 5 weisen axiale Bohrungen 7 sowie zu den Lagerstellen führende radiale Bohrungen 8 auf. Die Axialbohrungen 7 sind stirnseitig erweitert und zur Aufnahme von Fettschmierköpfen 9 ausgebildet.
An der Aussenseite der Aussenlaschen 3 sind zum Lagerauge konzentrische Schutzringe 10 angeschweisst, in denen je ein abnehmbarer Verschlussdeckel 11, dessen Aussenrand 12 umgebördelt ist, eingepresst ist (Fig. 3). Der Schutzdeckel 11 trägt einen den Kettenbolzen 5 umschliessenden Dichtungsring 13 aus Filz, Gummi od. dgl. Innerhalb der Schutzringe 10 sind in Ringnuten 14 der Kettenbolzen eingreifende Sprengringe 15 untergebracht.
Zur Abdichtung zwischen den Laschen sind jeweils an den Aussenlaschen 3 angeschweisste Scheiben 16 aus rostfreiem Stahl od. dgl. vorgesehen, die in zum Lagerauge konzentrische Aussparungen der inneren La- schen 4 bzw. der Kettenendglieder 6 eingreifen und so eine Art Labyrinthdichtung ergeben.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Laschenkette, insbesondere für Hubwerke von Wehrverschlüssen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettenbolzen (5) in an sich bekannter Weise axiale (7) sowie zu den Lagerstellen der Kettenlaschen (3,4, 6) führende radiale Bohrungen (8) zur Druckschmierung aufweisen und die Lagerstellen sowohl an der Aussenseite der Aussenlaschen (3) als auch zwischen den Laschen abgedichtet sind.