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Fugendichtung mit in die Fuge eingekittetem Fugenband
Die Erfindung betrifft Fugendichtungen mit in die Fuge eingekittetem Fugenband, welches zur Verankerung der in der Fuge zwischen zwei starren, sich gegenseitig zueinander bewegenden Bauteilen eingestrichenen oder eingepresstenKittmasse dient ; werden durch Bewegung beider Bauteile Form und Dimmen-' sionen der zwischen diesen liegenden Fuge verändert, so können nicht armierte Kitte auseinanderreissen bzw. herausgequetscht werden bei mechanischen Beanspruchungen, wie sie bei Wasserbauten, Strassen usw. durch ein drittes Medium bedingt auftreten, kann der Kitt durch direkten Kontakt mit diesem Medium herausgepresst oder herausgewaschen werden.
Es sind zwar bereits Fugenbänder aus elastischem Material, wie z. B. aus Gummi, bekannt, die jedoch nicht in Kitt eingebettet sind.
So ist z. B. in der franz. Patentschrift Nr. 861. 124 ein rohrförmiges Gummiband mit seitlichen Verankerungsrippen zum Festklemmen in der zu dichtenden Fuge beschrieben ; durch diese rohrförmige Ausbildung des Fugenbandes wird zwar die Möglichkeit seiner Verformung verbessert, so dass bei Lageänderungen der anschliessenden Bauelemente in gewissen Grenzen das Fugenband seine Funktion erfüllen kann, bei Überschreitung dieses Masses klafft die Fuge jedoch auf, so dass das Band in die Fuge absinken kann und seinen Zweck verfehlt ; derartige Fugenbänder sind daher nur zur Abdichtung von in ihrer Lage praktisch unveränderlichen Bauelementen verwendbar.
Weiter sind, wie z. B. aus der brit. Patentschrift Nr. 715, 045, auch Fugenbänder bekannt, die dadurch einen Bestandteil der betreffenden Bauelemente bilden. dass sie bereits vor Herstellung derselben in die Gussform mit gewellten, als Haftorgane wirkenden Aussenflächen eingelegt werden ; diese Fugenbänder können daher nur bei an der Baustelle hergestellten und montierten Bauteilen verwendet werden, was jedoch bei der derzeit häufigen Bauweise aus vorfabrizierten Betonteilen einen erheblichen Nachteil bedeutet, da bei diesem Zusammenbau erst nach der Montage in die Fugen zwischen den einzelnen Bauelementen die Fugenbänder eingebracht werden ;
derartige Fugenbänder könnten bei üblichem Einsatz in das fertige Bauwerk ihren Zweck gar nicht erfüllen, da sie weder Abschlussflansch noch eine Kittverbindung besitzen.
Nach der Erfindung werden bei in die Fuge eingekitteten Fugenbändern die verschiedenen oben be- schriebenen Nachteile dadurch vermieden, dass das Fugenband elastisch ist und aus mindestens einem geschlitzen die Fuge nach aussen bündig abschliessenden Flansch, einem längs geschlitzten, an dem Flansch abgekehrten Ende geschlossenen Steg sowie aus an diesem beidseitig anschliessenden Rippen besteht und dass der Kitt Flansch, Steg und Verankerungsrippen mit beiden Bauelementen verbindet, wodurch die Fuge in jeder praktisch vorkommenden Lage gedichtet bleibt und mit sich ändernder Fugenlage der Stegschlitz seine Grösse ändert.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Fugendichtung bzw. des zugehörigen Bandes dargestellt. Es zeigen Fig. l, 2 und 3 eine vollständige Fugendichtung mit eingekittetem Fugenband im Querschnitt u. zw. in Normallage bzw. bei erweiterter Fuge sowie bei Absenkung des rechten Bauelementes ; Fig. 4,5 und 6 drei Varianten des Fugenbandes ; Fig. 7 und 8 ein Fugenband mit verzahnter Mittelfuge sowie den zugehörigen Spreizkeil ; Fig. 9 den unteren Teil eines Fugenbandes mit Verstärkungsauflage ; Fig. 10 ein Fugenband mit Labyrinthdichtung in der Mittelfuge ; und schliesslich Fig. 11 ein symmetrisch ausgebildetes Fugenband für breite, beiderseits beanspruchte Fugen.
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Die in Fig. 1 dargestellte Fugendichtung besitzt ein Fugenband mit einem geschlitzten Abschlussflansch 10, 11, an den ein gleichfalls längsgeschlitzter Steg 12,13 mit beiderseits angebrachten Rippen 14,15 anschliesst ; an der dem Abschlussflansch abgewandten Seite des Bandes sind beide Stegteile 12,13 durch den Schlauch 16 miteinander verbunden. Ein derartiges Fugenband wird nun zwischen starre Bauelement 18 und 19, z. B. aus Beton, eingefügt, um eine dazwischen eingepresste Kittmasse 17 zu verankern ; die Verankerungs- und Halterippen 14 und 15 weisen zusätzliche Nasen 9 auf, die die Verankerungswirkung im Kitt unterstützen. Bei relativen Bewegungen der Bauelemente 18 und 19, z.
B. durch thermische Einflüsse oder auch durch Absenkung einzelner Bauteile, wird die dazwischen befindliche Abdichtung des Kittes aufrecht erhalten ; um ein Auswaschen oder Auspressen des l (lites zu verhindern, werden beispielsweise Fugenbänder gemäss Fig. 1 verwendet.
Aus Fig. 2 geht die Lage der Bauteile, der Fuge, des Kittes und des Fugenbandes bei Auseinanderrücken der beiden Bauteile 18 und 19 hervor. Der Schlitz 20 der Mittelrippe 12, 13 hat sich verbreitert, und der Kitt17 hat sich am dem Verschlussteil abgewandten Ende etwas zurückgezogen. Eine auf den Ver- schlussteil10, 11 wirkende Kraft, beispielsweise in Form von Wasserdrüclten, kann die zwischen den Bauteilen 18 und 19 gebildete Fuge nicht durchbrechen, da die Verankerungs-und Halterippen 14,15 sowie der Verschlussteil 10, 11 ein Herausdrücken des Fugenbandes und damit des Kittes 17 verhüten.
In Fig. 3 ist die Form der Fuge mit dem Fugenband dargestellt, wie sie sich nach Absenken des einen Bauteils 18 ergibt. Dank des schlauchähnlich ausgebildeten Endes 16 der Mittelrippe 12 D 13 ist auch hier die Abdichtung sichergestellt.
Eine weitere Ausbildungsform eines Fugenbandes zeigt die Fig. 4. Dieses weist ein Reissband 26 auf, welches dazu dient, das Band bis nach der Montage zusammenzuhalten und ein Eindringen von Fremdkörpern in die Fuge während des Montagevorganges verhindert.
Um das Fugenband bezüglich Verschiebung der Bauteile bei annähernd gleicher Fugenbreite noch flexibler zu gestalten, kann die eine oder die andere Wand der geschlitzten Mittelrippe Längskammem aufweisen, wie dies beispielsweise Fig. 5 darstellt. Die eine der Wände 20 weist drei Längskammern 21, 22,23 auf, welche durch Rippen 24 und 25 voneinander getrennt sind.
Sind noch stärkere Schubbeanspruchungen des Fugenbandes zu erwarten, was vor allem bei gross dimensionierten Bauteilen der Fall sein dürfte, so wird ein Fugenband gemäss Fig. 6 benutzt. Dieses weist zwei mit Längskammern versehene Mittelrippenseiten auf, wobei die beiden Seiten am dem Verschlussteil abgekehrten Ende ebenfalls als gemeinsamer Verankerungsteil 30 ausgebildet sind. Dieser Teil 30 ist ein Hohlteil. Er weist einen Hohlraum 31 auf, in welchem zweckmässigerweise ein Verstärkungsorgan 32 am geordnet ist.
Dieses Verstärkungsorgan 32 dient nicht nur der Verstärkung des Verankerungsteil's 30, sondern gibt die Möglichkeit, beim Einpressen des Bandes in die Fuge die Einpressvorrichtungen durch den Schlitz 33 einzuführen und auf dem Verstärkungsorgan 32 zur Auflage zu bringen, womit die Kraftüber- tragung auf das Band in vorzüglicher Art wahrgenommen werden kann.
Bei Verwendung von austrocknenden Kitten oder Stoffen werden an Stelle der Halterippen Nockenrippen 34 angeordnet.
Wie aus Fig. 7 ersichtlich, sind die Seitenwände 35 und 36 gezahnt ausgebildet, so dass ein nach Fig. 8 geformter Spreizkeil 38 zum Spannen des Fugenbandes in die Mittelfuge 37 gepresst werden kann, wobei der Spreizteil 38 sich mit seinen Widerhaken. an den Haken der Mittelrippen1tlände 35,36 festsetzt.
Eine weitere Ausbildung eines Verstärkungsorganes zeigt Fig. 9, bei welcher der Verankerungs-und Halteteil40 der Mittelrippe 41 an seinem Ende einen rippenförmige Vorsprnng 42 trägt, an welchem ein, vorzugsweise metallisches, Verstärkungsorgan 43 angeordnet ist.
Um das Eindringen von Schmutz in die Mittelfuge'des Bandes zu erschweren, kann die geschlitzte Mittelrippe eine Labyrinthkonstruktion gemäss Fig. 10 aufweisen, bei welcher ein Verschlussteil einen Ausschnitt 70 und der gegenüberliegende eine in die Aussparung passende Scheidewand 71 aufweist. Diese Labyrinthanordnung kann auch in der Mittelrippe angeordnet werden.
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vermeiden, ist ein Fugenband gemäss Fig. 11 empfehlenswert. Dieses besteht aus zwei symmetrisch angeordneten, gleichachsigen Fugenbändern 72,73, z. B. gemäss Fig. l, welche eine in der Symmetrieebene liegende, als dünnwandiger Hohlkörper ausgebildete Verankerungsrippe 74 aufweisen. Durch diese Veran-
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dassder Kitt beidilatationen sich in unerwünschter Weise in die Fuge zurückzieht.
Die beschriebenen Fugenbänder sind aus Kunststoff oder einem andern gummielastischen Material.
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Das Band kann ein-oder mehrteilig sein, wobei beispielsweise die Verstärkungsorgane aus Metall bestehen können.
Es ist vorteilhaft, das Fugenband mit Kitt auszustreichen und das Band mit dem Kitt zusammen in die Fuge zu pressen. Auf diese Weise ist es möglich, das fertig vorbereitete Gebilde an Ort und Stelle mit einfachen Mitteln zu verlegen.
Es wird vorzugsweise ein Bitumen-Asbestfaserkitt oder mit Harzester und Palatinol weich gemachter und in Asbest gefüllter Kitt auf Zementbasis mit Zement und einem Schnellbinder, bestehend aus 1 Teil Bitumen-Emulsion, 1 Teil Sand und 1 Teil Schnellbinder verwendet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fugendichtung mit in die Fuge eingekittetem Fugenband, dadurch gekennzeichnet, dass das Fugenband elastisch ist und aus mindestens einem geschlitzten, die Fuge nach aussen bündig abschliessenden Flansch (10,11), einem längsgeschlitzten, am dem Flansch abgekehrten Ende geschlossenen Steg (12, 13) sowie aus an diesen beidseitig anschliessenden Rippen (14,15, 34) besteht und dass der Kitt (17) Flansch,
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