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Kamera mit einer selbsttätig gesteuerten Blende
Die Erfindung betrifft eine Kamera mit einer selbsttätig gesteuerten, zweiteiligen Blende. Bei den bekannten Ausführungen derartiger Blenden hat sich, selbst bei Verwendung von hochwertigen Spitzenlagerungen, die relativ grosse Reibungskraft, die bei der Verstellung der Blendenlamellen überwunden werden muss, als nachteilig herausgestellt. Darüber hinaus sind derartige Lager stossempfindlich und teuer.
Zur Behebung dieser Nachteile werden erfindungsgemäss die Blendenlamellen mittels Spannbändern gelagert.
Vorteilhaft ist mindestens ein Ende jedes Spannbandes an einem in Richtung der Drehachse der Blendenlamellen federnden Haltebügel angeschlossen. Zweckmässig liegen die Stege der Haltebügel an zur Justierung dienenden Stützschrauben an.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weist jede Blendenlamelle eine starre Hohlachse auf, durch die ein an den beiden Enden der Hohlachse festgeklemmtes Spannband geführt ist.
Vorzugsweise beträgt das Verhältnis der freien Spannbandlänge jedes Spannbandes zum gegenseitigen Abstand derAnschluss-bzw. Anlagepunkte desoderderSpannbänder an jederBlendenlamelle 0, 16-0, 6 : 1.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung Ist jede Blendenlamellenachse durch Bohrungen, vorzugsweise zweier Stützbleche, geführt, deren Durchmesser den Durchmesser der Achse so weit übersteigen, dass in der Normallage keine Berührung zwischen Achse und dem oder den Stützblechen stattfindet.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die Spannbänder der Blendenlamellen an einem gemeinsamen Träger befestigt. Dieser gemeinsame Träger. kann mit besonderem Vorteil bei Blenden, die aus zwei Blendenlamellen bestehen, an denen die Steuermittel exzentrisch zu den Drehpunkten der Lamellen angreifen, um den Mittelpunkt der Verbindungsgeraden zwischen den beiden Drehpunkten verstellbar angeordnet sein.
Bei Anwendung der Erfindung ist eine weitgehend reibungsfreie Lagerung mit sehr geringem konstruktiven Aufwand erreichbar. Darüber hinaus bedarf die erfindungsgemässe Lagerung keiner Wartung und ist sehr unempfindlich gegen Stösse.
Ein besonders einfacher Einbau der Blende ist dann möglich, wenn die Blendenlamellen mittels der Spannbänder an einem gemeinsamen Träger angeschlossen sind. Hiebei besteht die Möglichkeit, durch Drehung des Trägers eine Anpassung an die grössten Öffnungsverhältnisse verschiedener Objektive zu erreichen.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung wiedergegeben. Es zeigen : Fig. l eine Kinokamera in Rückansicht, teilweise aufgebrochen, Fig. 2 einen Schnitt durch die Lagerung der Bicn- denlamellen in vergrösserter Darstellung, Fig. 3 eine Ansicht des Gegenstandes der Fig. 2 in Richtung des Pfeiles ni, Fig. 4 eine perspektivische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels und Fig. 5 die Spannbandbefestigung gemäss Fig. 4 in vergrösserter Darstellung.
In den Figuren sind das Kameragehäuse mit 1, die hebelförmigen Blendenlamellen mit 2,3 und die
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In jede der Blendenlamellen 2,3 ist fest eine Achse 10 bzw. 11 eingesetzt, die hohl ausgebildet ist.
Durch die Hohlachsen10, 11 ist je ein Spannband 12 geführt. Zur Halterung der freien Enden jedes Spannbandes 12 sind zwei in Richtung der Achse der Blendenlamellen federnde Haltebügel13, 14 vorgesehen, deren freie Stege 13c, 14c bei 13b, 14b derart gegenüber der Spannrichtung des Spannbandes 12 abgebogen sind, dass dieses entlang der abgebogenen Teile 13a, 14a der HaltebUgel 13, 14 anliegt. Die Spann-
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bänder 12 sind dann an den Enden der abgebogenen Teile 13a, 14a der Haltebügel 13, 14 angelötet. Zum Anschluss der Hohlachse 10,11 an den Spannbändern 12 sind die Enden 10a, lOb jeder Hohlachse, wie insbesondere in Fig. 2 dargestellt, so zusammengedrUckt, dass sie das Spannband festklemmen.
Dabeiist jedesSpannband 12 und jede Hohlachse z. B. 10 so bemessen, dass die freie Spannbandlänge zwischen dem Anschlusspunkt 10a und dem Anlagepunkt 13b am Haltebügel 13 bzw. dem Anschlusspunkt lOb und dem Anlagepunkt 14b am Haltebügel 14 zur Länge der Achse 10 je etwa 0, 37 : 1 beträgt. Dieses Verhältnis kann jedoch, ohne die Funktionssicherheit der Anordnung zu beeinträchtigen, auch bis 0, 16 : 1 verkleinert bzw. 0, 6 : 1 vergrössert werden.
Die Haltebügel 13, 14 sind an einem gemeinsamen Träger 15, der Ausnehmungen 19 zum Durchtritt - der Achsen 10, 11 bzw. der Spannbänder 12 aufweist, mittels Schrauben 16,17 angeschlossen. Die Stege 13c, 14c derHaltebügel 13,14 sind zusätzlich gegenüber dem Träger 15 mittels Schrauben 18 abgestützt.
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Spannung des Spannbandes eingestellt und die Lage der Blendenlamellen 2,3 axial justiert werden.
Am Träger 15 sind weiterhin mittels einer Schraube 20 zwei Stützbleche 21,22 befestigt. Diese weisen Bohrungen 23, 24 auf, die etwas grösser als der Durchmesser der Achsen 10,11 bemessen sind, so dass in der in Fig. 2 gezeigten Lage keine Berührung zwischen der Achse 10 bzw. 11 und den Wandungen der Stützbleche 21, 22 stattfindet. Die Stützbleche 21,22 verhindern jedoch ein seitliches Auslenken der Achsen 10,11 bei grösseren Erschütterungen, wie beispielsweise Stössen. Hiedurch wird erreicht, dass die Blendenlamellen stets parallel zueinander angeordnet sind und sich nicht berühren.
Der Träger 15 ist in eine Ausnehmung 25 einer kamera festen Zwischenplatte 26 eingesetzt. Die Flächen 25a, 25b und 25c, an denen die parallel zu den Achsen 10,11 verlaufenden Seitenkanten des Trägers 15 an der Ausnehmung anliegen, sind kreisabschnittförmig ausgebildet. Die Mittelpunkte dieser Kreisabschnitte fallen auf den Punkt 27 zusammen, der den Mittelpunkt der Verbindungsgeraden zwischen den durch die Spannbänder 12 bestimmten Drehachsen der Blendenlamellen 2, 3 bildet. Zur Festlegung dessomitgegenüber der Zwischenplatte 26 um den Punkt 27 verdrehbaren Trägers 15 sind in den Steg 26a zwei gekrümmte Schlitze 28,29 eingeschnitten, deren Krümmungsmittelpunkt wiederum im Punkt 27 liegt.
In den Schlitzen 28, 29 sind frei verschiebbar Gewindebuchsen 30 geführt, in die je eine Schraube
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eingeschraubt werden kann.ist, wird der Träger 15 gegenüber dem Steg 26a der Zwischenplatte 26 verspannt und dadurch festgelegt.
Die verstellbare Anordnung des Trägers 15 gegenüber der Zwischenplatte 26 gestattet nicht nur die Vornahme einer Feinjustierung beim Einbau, sondern ermöglicht darüber hinaus bei grösseren Verstel- wegen auch eine Anpassung der durch die Blendenlamellen begrenzten grössten Blendenöffnung an Objektive mit unterschiedlichen Öffnungsverhältnissen.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 4 sind an den einander gegenüberliegenden Seitenflächen jeder Blendenlamelle 61 bzw. 62 zwei in Richtung der Drehachse der Lamellen 61,62 federnde, unter Bildung von etwa parallel zu den Lamellen verlaufenden Stegen 40c, 41c, 42c und 43c abgekröpfte IIalte- bügel 40, 41 bzw. 42, 43 angenietet. Die vorderen Teile 40a, 41a, 42a und 43a der Stege sind unter Bildung abgerundeter Kanten bei 40b, 41b, 42b bzw. 43b um etwa 1200 abgebogen. Weiterhin sind ausden Stegen 40c - 43c der Haltebügel 40-43 Laschen 44, 45, 46 bzw. 47 herausgedrückt. An diesen Laschen ist je das eine Ende eines Spannbandes 48, 49, 50 bzw.. 51 angelötet. Die Spannbänder sind dann entlang der Stege 40c - 43c der Haltebügel 40 - 43 bis zu den du.
Tchdie Kanten 40b - 43b gebildeten Anlagepunkten geführt. Das andere Ende der Spannbänder 48 - 51 ist an Halreplättchen 52 - 55 befestigt, die in Ausnehmungen eines festen Trägers 56 einsetzbar sind. Dabei weisen die Halteplättchen, wie Fig. 5 zeigt, je eine ausgestanzte und abgebogene Zunge 57 auf, an denen je ein Spannband, z. B. 48, angelötet ist.
Durch die durch das Ausstanzen der Zungen gebildeten Ausnehmungen 58 und Ausnehmungen 59, 60 in den Blendenlamellen kann überprüft werden, ob die Spannbänder 48, 49 bzw. 50, 51 fluchten.
Auch bei dieser Ausführungsform ist, was sich mit Rücksicht auf die gewählte Art der Darstellung aus Fig. 4 nicht ohne weitqres ergibt, das Verhältnis der freien Spannbandlänge zwischen den Anlagepunkte 40b - 43b und den ebenfalls Anlagepunkte bildenden Kanten z. B. 57a der Zungen 57 zu den Abständen zwischendenAnlagepunkten40b, 41b bzw. 42b und 43b an den fest mit den Blendenlamellen 61 bzw. 62 verbundenen Haltebügeln 40-43 innerhalb des Bereiches von 0, 16 : 1 bis 0, 6 : 1 gewählt..
Der Träger 56 kann ebenfalls bei diesem Ausführungsbeispiel drehbar gegenüber kamerafesten Teilen angeordnet sein.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Insbesondere kann der Anschluss der Spannbänder an dem Träger, bzw. den Blendenlamellen auch in jeder beliebigen anderen Weise erfolgen. Ebenso kann der Träger der Spannbänder auch in anderer Weise verdrehbar oder verschiebbar angeordnet sein.