<Desc/Clms Page number 1>
Einrichtung zur gesteuerten Trocknung von einseitig bedruckten Textilwarenbahnen u. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur gesteuerten Trocknung von einseitig bedruckten Textilwarenbahnen u. dgl. jener bekannten Art, bei der ein oder mehrere Fühlelemente, wie Kontaktthermometer, elektrische Widerstandsmesser od. dgl. an der Warenbahn angreifen, welche für eine automatische Regelung des Trocknungsvorganges in Abhängigkeit von der Temperatur und bzw. oder vom Feuchtigkeitsgehalt der Warenbahn dienen, wobei die Warenbahn auf einer aus gut wärmeleitendem Material bestehenden Unterlage aufliegt, die auf ihrer ganzen von der Warenbahn bedeckten Länge durch unmittelbar darunter befindliche Heizkörper erhitzt wird.
Es ist eine derartige Anlage zur thermischen Behandlung von Textilwarenbahnen bekanntgeworden, bei der die Warenbahn über eine Reihe von voneinander gesonderten, mit einer Heizflüssigkeit gefüllten Kammern geführt wird, wobei auch eine thermostatgesteuerte elektrische Zusatzheizung vorhanden sein kann. Mit Heizflüssigkeit erfüllte Kammern eignen sich hiefür aber schlecht, weil sie eine grosse Wärmekapazität besitzen, so dass eine rasche Temperaturänderung, falls sie erforderlich ist, nicht mit ausreichender Schnelligkeit durchführbar ist.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur gesteuerten Trocknung von einseitig bedruckten Textilwarenbahnen der eingangs genannten Art, welche den vorerwähnten Nachteil nicht mehr aufweist, sich vielmehr durch eine sicher und rasch wirkende Einregelung auf den gewünschten Trocknungszustand sowie Einfachheit des Aufbaues und guten Wirkungsgrad auszeichnet.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die Unterlage ein an sich bekanntes, endloses, über Rollen geführtes Laufband ist, das aus dünnem Metallblech oder einem dünnen Metalldrahtgewebe besteht, und dass für die Heizung elektrische Widerstandsheizkörper vorgesehen sind.
Zur Veredelung von Textilwarenbahnen, z. B. zum Krumpfen von Trikotgeweben bzw. zur Hitze- und Druckbehandlung von imprägnierten Textilbahnen, hat man bereits vorgeschlagen, die Warenbahn zwischen den aufeinanderligenden Trumen zweier endloser Laufbänder hindurchzuführen, die entweder selbst aus elektrischem
Widerstandsmaterial bestehen oder in einer geschlossenen Kammer laufen, wobei das jeweils von der Warenbahn abliegende Trum durch elektrische Heizkörper aufgeheizt wird. Für die gesteuerte Trocknung von einseitig bedruckten Textilwaren- bahnen im eingangs genannten Sinne sind aber diese bekannten Anordnungen völlig ungeeignet.
Bei der erfindungsgemässen Einrichtung ist zweckmässig auch unter dem Leertrum des endlosen Bandes, mindestens aber unter einem Teil von dessen Länge, ein weiterer, durch die Fühlelemente gesteuerter Heizkörper angebracht.
Vorzugsweise ist für die Steuerung der Heizleistung der erwähnten Heizkörper ie ein Temperaturfühlelement sowohl beim Einlauf als auch beim Auslauf vorgesehen. Nach einer andern Bauart können für die Steuerung der Heizleistung, z. B. am Auslauf der Warenbahn, Fühlelemente zur Messung des Feuchtigkeitsgehaltes der Warenbahn vorgesehen sein, welche über zugeordnete elektrische Schaltorgane bei Unterschreitung bzw.
Überschreitung des Sollwertes die Heizleistung erhöhen bzw. reduzieren.
Bei diesem Verfahren ist es auch kaum vermeidbar, dass die Trockenwirkung zu spät einsetzt und dass gewisse Druckfarben, die im feuchten Zustand gegenüber atmosphärischen Einflüssen empfindlich sind, erheblich in ihrer Ausbeute verlieren. Wenn die Trocknung zu langsam ist, kann manchmal ein Nass-auf-Nass-Drucken und damit eine Verschmierung der Druckfarben eintreten.
In der Zeichnung sind als Beispiel dienende Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes schemaartig dargestellt, u. zw. zeigt die Fig. 1 ein Schaltbild einer Einrichtung mit zwei Kontaktthermometern und die Fig. 2 ein Schaltbild einer Einrichtung mit den Feuchtigkeitsgehalt der Warenbahn messenden Instrumenten.
In Fig. 1 läuft die Textilwarenbahn 1 vom Färbe- bzw. Druckwerk kommend über ein beheiztes Band 2. Das Band kann aus einer Metallfolie oder einem Metallgewebe bestehen, ist endlos und läuft wie ein Mitläufertuch über Rollen 3, zwischen welchen unterhalb des Bandes elektrische Heizkörper 4 und 5 angeordnet sind.
Die Heizkörper werden von einem Regeltrafo 10
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
damit auch die darüberlaufende Warenbahn.
Zwischen der Warenbahn 1 und dem Band 2 sind Kontaktthermometer 20 und 21 vorgesehen, welche an der meist unbedruckten Rückseite die Warenbahn 1 berühren und mittels der Leitungen 22 und 23 mit den Impulsgebern 24 und 25 verbunden sind. Die Impulsgeber sind über die Leitungen 26 und 27 mit den Relais 28 und 29 verbunden, welche die Schalter 30 und 31 betätigen.
Die Schalter sind über die Leitung 32 mit dem
Stromnetz verbunden und leiten den Strom, je nach Stellung der Schalter, über die Leitung 33 oder 34 dem Servomotor 35 zu. Der Servomotor ist über den Leiter 36 mit dem Stromnetz verbunden und dreht sich je nach Stellung der Schalter 30 und 31 im Links- oder Rechtsdrehsinn und verstellt hiebei den Regeltrafo 10, welcher die Heizleistung durch Vergrösserung und Verminderung der Sekundärspannung regelt.
Ist die Temperatur der Warenbahn bzw. des Bandes 2 zu gering, z. B. unter 40 C, so spricht das Kontaktthermometer 20 an und setzt den Impulsgeber 24 in Tätigkeit, welcher über das Relais 28 den Schalter 30 schliesst und so über den Servomotor für eine bestimmte Zeit in Tätigkeit setzt, so dass die Heizleistung um einen bestimmten Betrag erhöht wird. Die Grösse dieser Erhöhung kann durch Einstellung an sich bekannter Regelglieder im Impulsgeber, welche die Dauer des Impulses beeinflussen, beliebig gewählt werden.
Ist die zugeführte Heizleistung zu gross und damit die Temperatur der Warenbahn 1 und des Bandes 2 im Bereich des Kontaktthermometers 21 zu hoch, z. B. über 45 C, angestiegen, so spricht dieses an und bringt den Impulsgeber 25 in Tätigkeit, der über das Relais 29 den Servomotor 35 in umgekehrtem Sinne anschaltet und so die Heizleistung erniedrigt. Für Einstellung des Masses dieser Erniedrigung gilt das oben Gesagte sinngemäss.
Durch die Impulsgeber 24 und 25 wird der Regelstromkreis jeweils nur kurzzeitig eingeschaltet, so dass die Verstellung des Regeltrafos 10 stets nur im geringen Masse erfolgt und ieder Schaltimpuls nur eine geringe Änderung der Heizleistung hervorruft.
Man kann an der Warenbahn 1 ein einziges Kontaktthermometer vorsehen und dieses im mittleren Bereich zwischen den Rollen 3 anordnen, über das bei zu hohen Temperaturen der Schalter 31 und bei zu tiefen Temperaturen der Schalter 30 geschlossen wird. Die Regelung der Heizleistung erfolgt sinngemäss, wie beschrieben.
Soll ausser der Temperatur auch der Feuchtigkeitsgehalt der Warenbahn gemessen werden, so wird diese Kontrolleinrichtung vorzugsweise im Bereich nach der Heizeinrichtung angeordnet. Auch diese Kontrolleinrichtung kann über einen Impulsgeber, wie beschrieben, auf den Steuerstromkreis einwirken und auf die Heizleistung regelnd wirken.
In manchen Fällen genügt es, nur den Feuchtigkeitsgehalt der Warenbahn zu messen. Eine solche Ausführungsform zeigt die Fig. 2. Die Warenbahn 1 bewegt sich mit dem endlosen Band 2, welches über Rollen 3 läuft und mittels der Heizkörper 4 und 5 beheizt wird. Der Heizstromkreis wird vom Regeltrafo 10 mit elektrischem Strom versorgt. Zur Steuerung des Regelstromkreises dient die Messeinrichtung 40 für den Feuchtigkeitsgehalt der Warenbahn, welche über die Leitungen 41 und 42 mit den beiderseits der Warenbahn liegenden Kontaktrollen 43 und 44 in Verbindung steht, zwischen denen der Durchgangswiderstand oder die dielektrische Wertigkeit und damit der Feuchtigkeitsgehalt der Warenbahn gemessen wird.
Die Messeinrichtung 40 steuert über die Leitungen 45 und 46 die Impulsgeber 24 und 25, welche wie oben beschrieben, über die Relais 29, 30 die Schalter 30 und 31 wechselweise einschalten und so über den Servomotor 35 und den Regeltrafo 10 die Heizleistung regeln.
Wenn das endlose Band 2 aus einer Metallfolie oder einem Metallgewebe od. dgl. besteht, das selbst einen elektrischen Widerstand darstellt, können die Leitungen 11 und 12 auch direkt an die Rollen 3 mittels Schleifkontakten angeschlossen werden und das Band 2 selbst unter Anwendung einer ungefährlichen entsprechend niederen Spannung vom Strom durchflossen sein.
Die Beheizung der Ware durch einen flächenhaften und mitbewegten Heizkörper hat den Vorteil eines guten Wärmeüberganges und einer völlig gleichmässigen Wärmeverteilung über die ganze Fläche der Warenbahn.
Die Einrichtung kann für alle Maschinen und Anlagen Verwendung finden, wo Warenbahnen zu beheizen sind. Sie lässt sich ebenso für andere Wärmebehandlungen einsetzen, wie z. B. zum Polymerisieren von kunstharzhaltigen Druckfarben und Appreturmassen sowie zum Reduzieren von Farbstoffen beim Kontinue-FärbeVerfahren oder nach dem sogenannten ZweiPhasen-Druckverfahren.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.