AT212975B - Verfahren zur Herstellung von durch Gefriertrocknung konservierten Organpräparaten mit erhöhter physiologischer Wirksamkeit - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von durch Gefriertrocknung konservierten Organpräparaten mit erhöhter physiologischer Wirksamkeit

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AT212975B AT605858A AT605858A AT212975B AT 212975 B AT212975 B AT 212975B AT 605858 A AT605858 A AT 605858A AT 605858 A AT605858 A AT 605858A AT 212975 B AT212975 B AT 212975B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von durch Gefriertrocknung konservierten
Organpräparaten mit erhöhter physiologischer Wirksamkeit 
In neuerer Zeit werden Organpräparate therapeutisch verwendet, die unter grösstmöglicher Schonung des Zellgefüges mit Hilfe der Gefriertrocknung konserviert worden sind. Zur Arbeitsweise der Gefriertrocknung gehört es bekanntlich, die   lebendfrisch entnommenen   Organteile sofort möglichst rasch tiefzukühlen und dann bei Temperaturen, die zumindest unterhalb des Gefrierpunktes liegen, das Wasser abzusublimieren. 



   Aus der Patentschrift Nr. 208997 geht hervor, dass sich die physiologische Wirksamkeit gefriergetrockneter Zellen dadurch steigern lässt, dass man die Frischorgane vor der Gefriertrocknung ungefähr 15 - 30 Minuten auf Temperaturen von 25 bis   850C   erhitzt. 



   Die Weiterentwicklung dieser Versuche führte zu der überraschenden Feststellung, dass die physiologische Wirksamkeit von Organpräparaten auch dann zunimmt, wenn die Frischorgane vor der Gefriertrocknung nicht nur ungefähr   15-30 Minuten,   sondern auch über einen längeren Zeitraum hinweg, nämlich   10-120   Minuten, auf Temperaturen von 25 bis   850C   gehalten werden. Die Dauer der Tempera-   turvorbehandlung   der Frischorgane wird dabei innerhalb der Grenzen von 10 bis 120 Minuten umso kürzer gewählt, je höher die innerhalb der Grenzen von 25 bis   850C   eingestellte Vorbehandlungstemperatur liegt. 



   Durch das nachstehend angeführte Beispiel wird die Wirkungssteigerung vorbehandelter Gewebe veranschaulicht, ohne den Umfang der Erfindung zu beschränken :
Steigerung der physiologischen Wirksamkeit von Ovargewebe durch Wärmevorbehandlung. 



   I. Testung der Wirkungserhöhung. 



   Testobjekt für diese Untersuchung waren Mäuse, denen operativ beide Eierstöcke entfernt wurden und die sich somit in einem   Hormon- (Östrogen) -Mangelzustand   befanden. Dieser Östrogenmangel ist an den Zellformen des Vaginalepithels im mikroskopischen Ausstrichpräparat abzulesen. Das Auftreten sogenannter Schollen ist dabei ein Mass für den Grad der Wiederherstellung des normalen Zustandes. Zur Testung der Wirksamkeit vorbehandelter Präparate wurde eine Gruppe   ovariektomierter Mäuse   mit unbehandelten Zellen, eine andere mit auf untenstehende Weise vorbehandelten Zellen gespritzt und die durchschnittliche Schollenzahl beider Gruppen über einen Monat hinweg verglichen.

   Die Wirkungssteigerung oder der Wirkungsabfall ist in der beigefügten Tabelle dargestellt bzw. in Prozent der mittleren Schollenzahl der Kontrolltiere ausgedrückt. 



   II. Durchführung der Vorbehandlung der Zellen. 



   Die Organe (Ovar) werden unter sterilen Kautelen aus dem frisch getöteten Versuchstier,   z. B.   



  Schwein, entnommen, mit der Schere fein zerkleinert und dann (für Versuchszwecke) in zwei Teile geteilt. Der eine Teil wurde in sterile und dicht verschlossene   Kölbchen   oder Gläschen gefüllt und in diesen durch Eintauchen in ein Kohlensäure-Aceton-Bad eingefroren. Die Gefriertrocknung wurde   bei -250C   durchgeführt. Dann wurden abgewogene Mengen der Zellpräparate wie üblich in Ringerlösung suspendiert und den Kontrollieren (ovariektomierten Mäusen) intramuskulär injiziert. Der andere Teil wurde ebenfalls in sterile und dicht verschlossene Kölbchen oder Gläschen gefüllt und in diesen 15 Minuten lang auf +60 C erhitzt (oder, wie in der Tabelle angegeben, für eine andere Zeitdauer auf eine andere Temperatur), indem das Kölbchen in ein Wasserbad der angegebenen Temperatur eingetaucht wurde.

   Anschlie- ssend wurden die Kölbchen in einem Bad fliessenden Leitungswassers auf etwa   +10 C   abgekühlt, wozu etwa zwei Minuten benötigt wurden. Unmittelbar danach erfolgte das Einfrieren des Präparates durch Eintauchen der Kölbchen in ein Kohlensäure-Aceton-Bad. Die Gefriertrocknung des Präparates wurde bei-25 C 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 durchgeführt. Dann wurden abgewogene Mengen der Zellpräparate wie üblich in Ringerlösung suspendiert und den Versuchstieren (ovariektomierten Mäusen) intramuskulär injiziert. 



   Tabelle 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Vorbehandlung <SEP> des <SEP> zu <SEP> Zahl <SEP> d. <SEP> Tiere <SEP> Zahl <SEP> d. <SEP> Schollen <SEP> Veränderung <SEP> der <SEP> Wirksamkeit <SEP> des
<tb> injizierenden <SEP> Gewebes <SEP> den <SEP> Versuchstieren <SEP> injizierten <SEP> vorbehandelten <SEP> Organmaterials <SEP> gegen-
<tb> über <SEP> der <SEP> Wirksamkeit <SEP> des <SEP> den <SEP> Kontrolltieren <SEP> injizierten <SEP> nicht <SEP> vorbehandelten <SEP> Organmaterials
<tb> Temp. <SEP> Zeit
<tb> oc <SEP> Min.
<tb> 



  Injektion <SEP> regelrecht
<tb> gefriergetrockneten, <SEP> 2 <SEP> 10, <SEP> 4
<tb> nicht <SEP> vorbehandelten
<tb> Ovars <SEP> in <SEP> die <SEP> Kontroll-4'7, <SEP> 7 <SEP> 
<tb> tiere
<tb> 30 <SEP> 30 <SEP> + <SEP> 67
<tb> 37 <SEP> 30 <SEP> 3 <SEP> 23,5 <SEP> + <SEP> 172 <SEP> + <SEP> 206 <SEP> 
<tb> 37 <SEP> 120 <SEP> + <SEP> 270 <SEP> 
<tb> 60 <SEP> 15 <SEP> 3 <SEP> 27,6 <SEP> + <SEP> 260 <SEP> 
<tb> 60 <SEP> 30 <SEP> + <SEP> 280 <SEP> 
<tb> 80 <SEP> 10 <SEP> 8 <SEP> 25,1 <SEP> +240
<tb> 80 <SEP> 30 <SEP> + <SEP> 112 <SEP> 
<tb> 
 
Aus dieser Tabelle geht hervor, dass bei   300C   innerhalb 30 Minuten schon ein positiver Effekt von 67% erreicht wird.

   Ferner zeigt diese Tabelle, dass bei   370C   innerhalb 30 Minuten eine Steigerung von 172% (bzw.   206ale)   erreicht wird, während man bei der gleichen Temperatur von   370C   innerhalb 120 Minuten eine Steigerung von 270% erzielt. Dies deutet darauf hin, dass in der Nähe der unteren Temperaturgrenze die Steigerung der physiologischen Wirksamkeit höher ausfällt, wenn man die Wärmevorbehandlung auf längere Zeiten, wie im vorliegenden Fall auf 120 Minuten, ausdehnt. Anderseits zeigt eine Vergleiclisreihe, dass bei   800C   in 10 Minuten eine Wirkungssteigerung von 240% erreicht wird, in 30 Minuten dagegen eine Wirkungssteigerung von 112%.

   Dies weist darauf hin, dass die thermische Vorbehandlung des Organmaterials vor der Tiefgefrierung umso kürzer sein muss, je höher die gewählte Temperatur ist, und umso länger, je niedriger die Temperatur ist. 



   Die nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten, durch Gefriertrocknung konservierten und zerkleinerten Organpräparate stellen Trockenpulver dar, die nach Suspendierung in Ringerlösung oder physiologischer Kochsalzlösung dem Patienten injiziert werden können und die sich in vielfältiger Weise als therapeutisch wirksam erwiesen haben. So zeigen die aus Ovar gewonnenen Präparate eine hohe therapeutische Wirksamkeit gegen ovarielle Insuffizienz, Beschwerden der Übergangsjahre, Infantilismus und endokrin bedingte Depressionen. 



   Durch die erfindungsgemässe Wirkungssteigerung lässt sich die Ausbeute bei der Herstellung von therapeutisch wertvollen Zellpräparaten ganz bedeutend steigern, denn man kann bei jeder einzelnen Applikation am Patienten die Dosierung entsprechend niedriger wählen. 



   Diese Ausbeutesteigerung erlaubt es, aus einer angegebenen Zahl von Spendertieren einen vermehr- 
 EMI2.2 
 wahl und ärztliche Untersuchung der Spendertiere sowie auf die operative Gewinnung der einzelnen Organe.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von durch Gefriertrocknung konservierten Organpräparaten mit erhöhter physiologischer Wirksamkeit, dadurch gekennzeichnet, dass man die Frischorgane vor der Gefriertrocknung ungefähr 10 - 120 Minuten auf Temperaturen von 25 bis 850C erwärmt.
    2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man die Dauer der Temperaturvorbehandlung der Frischorgane innerhalb der Grenze von 10 bis 120 Minuten umso kürzer wählt, je höher die innerhalb der Grenze von 25 und 850C eingestellte Temperatur liegt.
AT605858A 1957-12-19 1957-12-19 Verfahren zur Herstellung von durch Gefriertrocknung konservierten Organpräparaten mit erhöhter physiologischer Wirksamkeit AT212975B (de)

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