AT212766B - Zusatzmittel für Zement und Zementmischungen - Google Patents

Zusatzmittel für Zement und Zementmischungen

Info

Publication number
AT212766B
AT212766B AT725656A AT725656A AT212766B AT 212766 B AT212766 B AT 212766B AT 725656 A AT725656 A AT 725656A AT 725656 A AT725656 A AT 725656A AT 212766 B AT212766 B AT 212766B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
cement
tartaric acid
additive
sodium carbonate
resistance
Prior art date
Application number
AT725656A
Other languages
English (en)
Inventor
Jens Lauritz Jensen
Original Assignee
Jens Lauritz Jensen
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Jens Lauritz Jensen filed Critical Jens Lauritz Jensen
Priority to AT725656A priority Critical patent/AT212766B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT212766B publication Critical patent/AT212766B/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B40/00Processes, in general, for influencing or modifying the properties of mortars, concrete or artificial stone compositions, e.g. their setting or hardening ability
    • C04B40/0028Aspects relating to the mixing step of the mortar preparation
    • C04B40/0039Premixtures of ingredients
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B2103/00Function or property of ingredients for mortars, concrete or artificial stone
    • C04B2103/10Accelerators; Activators
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B2111/00Mortars, concrete or artificial stone or mixtures to prepare them, characterised by specific function, property or use
    • C04B2111/20Resistance against chemical, physical or biological attack

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Zusatzmittel für Zement und Zementmischungen 
Bei Zement enthaltenden Baumaterialien hat man in verschiedener Weise durch Zusätze die Eigenschaften der Zementmischungen zu verbessern versucht. So hat man   z. B.   durch Zusatz geringer Mengen von Oxysäuren und deren Verbindungen die Eigenschaften der hydraulischen Bindemittel zu verbessern versucht, um eine höhere Plastizität, oder bei geringerem Zusatz von Wasser ausserdem eine Verminderung des Porenvolumens, ein höheres spezifisches Gewicht, eine Herabsetzung des Schwindens, eine Erhöhung der Dichte und damit eine Erhöhung der ganzen Festigkeit zu erzielen. Dies ist wohl auch gelungen, gleichzeitig aber hat es sich gezeigt, dass dadurch die Abbindezeit wesentlich verzögert wird. 



   Es ist auch bekannt, durch Zusatz von verschiedenen Abbindebeschleunigern,   z. B.   einer Mischung   vonAlkalialuminat-und Alkalikarbonatlösung   mit einem spezifischen Gewicht von etwa 1, 1, ein rasches Abbinden, hohe Festigkeiten und erhöhte chemische Widerstandsfähigkeit hervorzurufen. Diese verbesserten Eigenschaften sind jedoch nicht von Dauer, da die Alkalireaktionen früher oder später das Bindemittel zerstören, wodurch die Festigkeit und chemische Widerstandsfähigkeit   z. B.   im Vergleich mit üblichem Beton wieder bedeutend herabgesetzt wird. Zur Vermeidung dieses Nachteiles wurde versucht, Oxysäure und ihre Verbindungen mit den erwähnten Abbindebeschleunigern kombiniert zu verwenden, wodurch die Abbindezeit verkürzt, die Anfangsfestigkeit gesteigert und die Klebekraft des Zementes erhöht werden konnte.

   Doch ist bisher die Lösung des Hauptproblems nicht gelungen, nämlich gleichzeitig mit den ge-   nanntenEigenschaften   eine dauernde Festigkeit gegen Abnutzung, Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse und gegen chemische Einflüsse hervorzubringen. Dies hängt damit zusammen, dass es bisher nicht gelungen ist,
1. unter den verschiedenen Oxysäure und ihren Verbindungen den Stoff zu finden, der sich für eine ideelle Kombination eignet,
2. unter den verschiedenen an   sich bekannten Abbindebeschleunigern die geeignete Gegenkomponente   zu finden,
3. die optimale Kombination zwischen diesen zwei Stoffen hervorzubringen und
4. die optimalen Mischungsverhältnisse zwischen diesen Kombinationen und den verschiedenen Zementmischungen herauszufinden. 



   Die Erfindung betrifft ein Zusatzmittel für Zement und Zementmischungen, bestehend aus Alkalikarbonat und Weinsäure, zur Steigerung der Erhärtungsgeschwindigkeit, des Widerstandes gegen Abnutzung, der Wetterfestigkeit, des Bindevermögen, der Dichtigkeit und der Säurefestigkeit des Materials und besteht im wesentlichen darin, dass das Zusatzmittel aus ungefähr   851o   Natriumkarbonat und   15ago   Weinsäure, vorzugsweise aus   8 5, Illo   Natriumkarbonat und 14,   89ago   Weinsäure besteht. Durch das erfindungsgemässe Zusatzmittel werden die vorerwähnten Ziele erreicht.

   Nach jahrelangen Versuchsreihen hat es sich nämlich gezeigt, dass von den   grossen Mengen   organischer Oxysäure sowie deren Verbindungen und Derivaten Weinsäure der einzige der bisher bekannten Stoffe ist, der sich für ein solches Zusatzmittel wirklich eignet und ferner wurde ermittelt, dass unter den vielen an   sichbekanntenAbbindebeschleunigern   es einen gibt, der in Kombination mit Weinsäure ganz besondere Wirkungen hervorruft, nämlich Natriumkarbonat. 



  Da der alleinige Zusatz von Natriumkarbonat zu Zementmischungen einen schädlichen Einfluss auf die Eigenschaften des Betons ausübt und z.   B.   eine Verringerung der Festigkeit desselben zur Folge hat, ist dieser Stoff bisher wenig zu diesem Zwecke verwendet worden. Aber auch in Verbindung mit Weinsäure ist Natriumkarbonat bisher nicht in Erscheinung getreten, was wahrscheinlich damit zusammenhängt, dass nur ein ganz besonderes Mischungsverhältnis zwischen Weinsäure und Natriumkarbonat die Eigenschaft hat, die günstigen Wirkungen beider Stoffe auszulösen und die ungünstigen Eigenschaften dieser Stoffe einzeln 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 angewendet aufzuheben. Es hat sich dabei auch ergeben, dass es zur Erreichung des gewünschten Zieles nicht erforderlich ist, den pH-Wert der Mischung auf Null zu bringen.

   Durch geringe Abweichungen von dem gefundenen vorzugsweisen Verhältnis des Zusatzmittels von   14,     89*%) Weinsäure   und   85, 11% Natrium-   karbonat kann die Abbindezeit der Zementmischung stark beeinflusst werden, grössere Abweichungen im,
Verhältnis hingegen ergeben nachteilige Wirkungen. Überraschenderweise hat sich auch gezeigt, dass das erfindungsgemässe Zusatzmittel mit seinen erwähnten Anteilen an Weinsäure und Natriumkarbonat auch bei Zementmischungen mit mengenmässig stark verschiedenem Anteil an Zement seine überaus günstigen
Wirkungen ausüben kann, wodurch die ansonsten auftretenden Schwierigkeiten behoben erscheinen, das richtige Mischungsverhältnis zwischen dem Zusatzmittel und dem Zementinhalt des hydraulischen Binde- mittels zu finden.

   Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Mischungsverhältnis zwischen dem Zusatzmittel und dem Zementinhalt des hydraulischen Bindemittels auf die Eigenschaften desselben ohne Einfluss ist, aber ge- wisse Haupteigenschaften sind innerhalb gleich weiter Grenzen des   Mischungsverhältnisses   überraschend, wenn nur beachtet wird, dass die Anteile der erwähnten Stoffe des Zusatzmittels annähernd   lä%   bzw.   83%   betragen. Besonders bemerkenswert ist, dass   man auf diese Weise den Anteil von Weinsäure im Verhältnis   zum
Gesamtinhalt von Zement auf höhere Mengen als bisher mit günstiger Wirkung bringen kann.

   Bisher war die Meinung vorherrschend, dass Alkoholsäuren und ihre Verbindungen und Derivate in Verbindung mit bekannten Abbindebeschleunigern vorteilhaft nur in ganz geringen Mengen verwendet werden sollen, während Mengen über   o   vom Zementinhalt bereits nachteilig wirken. Im Gegensatz zu diesen bisherigen Ergebnissen der Forschung wird mit dem   erfindungsgemässenZusatzmittel folgender Zusammensetzung eine   optimale Wirkung in allen relevanten Beziehungen erreicht :
100 kg Zement
40 kg Natriumkarbonat
7 kg   Weinsäure,   was also einem Weinsäuregehalt von 7% des Zementinhaltes entspricht. Das Bindemittel dieser Zusam- mensetzung erhärtet schnell und weist ausserordentlich   grosseFestigkeit   gegen Abnutzung und gegen allge- meine chemische Einflüsse sowie eine unübertroffene Dichtigkeit auf.

   Es hat sich aber weiter gezeigt, dass solche Mischungen auch andere Wirkungen hervorrufen, die mit den bekannten hydraulischen Binde- mitteln nicht erzielbar waren. So kann ein solches Bindemittel zur Ausbesserung von Altbeton verwendet werden. Es ist bekannt, dass man es bisher für unmöglich hielt, z. B. Betonwege oder Flugplätze mit einer neuen Betonschicht auf der alten auszubessern. Mit dem angegebenen Bindemittel als Bindeschicht zwi- schen Altbeton und Neubeton kann dieses nun erreicht werden. Weiters kann die Mischung als Oberflä- chenmittel auf die Innenseite von Betonölbehältern zum Dichtmachen mit bestem Erfolg verwendet wer- den. Es ist bekannt, dass es bisher nicht möglich war, Beton gegen Öl dicht zu machen. Überdies hat es sich aber gezeigt, dass die Mischung einen Schutz für den Beton gegen   betonschädliche   Chemikalien dar- stellt.

   Ferner ist es bekannt, dass man bisher gegen Torfruss in Schornsteinen keinen tatsächlichen Schutz hatte. Mit der obengenannten Mischung im Inneren des Schornsteins versehen, kann dieser vollkommen sicher gegen Torfruss geschützt werden. Ausserdem kann mit der beschriebenen Mischung ein von Torfruss angegriffener Schornstein behandelt werden, wodurch es möglich ist, den Torfruss wirkungslos zu machen, was bisher mit einer Zementmischung nicht erreicht wurde. 



   Schliesslich hat es sich gezeigt, dass es mit der beschriebenen Mischung möglich ist, eine Betonober- fläche unter Wasser vollkommen dicht zu machen. Dies gilt auch für Meerwasser. Es ist wohl keine Neu- heit, dass eine Zementmischung unter Wasser abbinden kann. Das Neue liegt aber darin, dass man nicht nur ein Abbinden unter Wasser, sondern auch ein Dichtmachen durch die Mischung ermöglicht. 



   Wenn die genannte Mischung in optimaler Weise die beschriebenen Wirkungen in sich vereinigt, be- deutet es nicht, dass andere Kombinationen zwischen dem Zusatzmittel und dem Zementinhalt des hy- draulischen Bindemittels nicht erfolgreich verwendet werden können. So kann auch die nachstehend an- geführte Zusammensetzung der Mischung gewählt werden und man erzielt mit ihr sehr gute Eigenschaften, wie insbesondere Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse und gegen Schwefelsäure der Atmosphäre von   Industriestätten ;    0 30 kg Sand
20,21 kg Zement
4, 08 kg Natriumkarbonat und
0, 71 kg Weinsäure. 



   Es muss nur darauf geachtet werden, dass auch so mageren Mischungen das Mischungsverhältnis des
Zusatzmittels im angegebenen Verhältnis annähernd (15 : 85) gehalten wird.. 



   Das Zusatzmittel kann als Trockenpulver zum Zement gesetzt werden, kann aber auch in Anmache- wasser gelöst werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Zusatzmittel für Zement und Zementmischungen, bestehend aus Alkalikarbonat und Weinsäure, zur Steigerung der Erhärtungsgeschwindigkeit, des Widerstandes gegen Abnutzung, der Wetterfestigkeit, des Bindevermögens, der Dichtigkeit und der Säurefestigkeit des Materials, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzmittel aus ungefähr 85o Natriumkarbonat und 15'10 Weinsäure, vorzugsweise aus 85,11% Natriumkarbonat und 14, 89% Weinsäure besteht.
AT725656A 1956-12-04 1956-12-04 Zusatzmittel für Zement und Zementmischungen AT212766B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT725656A AT212766B (de) 1956-12-04 1956-12-04 Zusatzmittel für Zement und Zementmischungen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT725656A AT212766B (de) 1956-12-04 1956-12-04 Zusatzmittel für Zement und Zementmischungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT212766B true AT212766B (de) 1961-01-10

Family

ID=3594208

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT725656A AT212766B (de) 1956-12-04 1956-12-04 Zusatzmittel für Zement und Zementmischungen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT212766B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH633500A5 (de) Verfahren zur herstellung von beton mit hoher widerstandsfaehigkeit gegen korrosion sowie zement und zusatzmittel.
DE2326647B2 (de) Baustoffmischung
DE3209488A1 (de) Baumaterial und daraus hergestelltes element
AT212766B (de) Zusatzmittel für Zement und Zementmischungen
EP0196602A2 (de) Putz-System
DE3544189A1 (de) Zement-zusammensetzung
DE2630799C3 (de) Zusatzmittel für Mörtel und Beton
DE3245068A1 (de) Bitumenemulsion-asphaltgemische mit mischbindestoff
CH675716A5 (de)
AT524579A4 (de) Verfahren zum Bereitstellen einer vorgefertigten Trockenmischung zum Herstellen von Holzbeton
DE2507010C3 (de) Cyclopropantetracarbonsäure und deren Alkali-, Ammonium- und Erdalkalisalze in hydraulischen Zusammensetzungen
DE2449211B2 (de) Mischung zur Herstellung eines zementgebundenen Baustoffs und seine Verwendung
DE2342595A1 (de) Bodenhaertungsmittel
DE1671172B1 (de) Wandverputz,insbesondere Kratzputz
DE1646504C (de) Baustoffmischung zur Herstellung von be wehrten Halbrahmen Tragkonstruktionen für Bungalows, Kiemgaragen, Kioske u dgl Kleinbauwerke
AT160840B (de) Aus Sand und Bitumen bestehender Mörtel für die Errichtung von Mauerwerk.
DE1211097B (de) Sulfatbestaendiger, schnellbindender Spritzmoertel und Verfahren zu seiner Herstellung
DE4017623C2 (de)
DE646108C (de) Mauerstein, insbesondere fuer Hochbauzwecke
AT230804B (de) Damm mit einem vorzugsweise vertikalen Kern
AT140573B (de) Verfahren zur Herstellung eines hydraulisch wirkenden Bindemittels in Pulverform (Mörtelbasis).
AT155145B (de) Verfahren zur Verbesserung von hydraulischen Bindemitteln, Mörtel und Beton.
DE2807570A1 (de) Zusatzmittel fuer moertel und beton
DE2160271C3 (de) Treibmittel für wässrige, hydraulische Bindemittel enthaltende Mischungen, insbesondere für Einpreßmörtel
DE2055120A1 (en) Sprayable concrete compsn - having controlled setting rate and/or shrinkage