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Verfahren zur Herstellung von dielektrisch angepassten Isoliermaterialien und mit solchen Isoliermaterialien isoliertes
Vielleiterkabel
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daher die Verwendung von unwirtschaftlichen Kabelstrukturen nicht erforderlich ist. Ein weiterer Nach- teil bei der Verwendung von solchen polymeren Materialien ist auf die bestimmte Wirkung, welche der
Einschluss von Pigmenten auf die elektrischen Eigenschaften von solchen Polymeren zur Folge hat, zu- rückzuführen. So wurde festgestellt, dass ein Einschluss von nur 1 % eines Pigmentes-in einer Probe von
Polyäthylen mit einer Dielektrizitätskonstante von 2,28 eine Erhöhung der Dielektrizitätskonstante auf
2,35 verursacht.
Es wurde ferner festgestellt, dass die Beeinflussung der Dielektrizitätskonstante weder von einem Pigment zum andern konstant ist, noch unbedingt linear vom Grad der Pigmentation bzw. der
Menge des Pigmentes abhängt. Dadurch werden zwangsläufig gefärbte Materialien erhalten, die in elek- trischer Hinsicht fehlangepasst und daher für eine Niederfrequenzübertragung, bei der schon ein geringer
Grad von Fehlanpassung ein Übersprechen zur Folge hat, nicht geeignet sind, zumal die Fehlanpassung nur durch Verwendung von kostspieligen Anpassungskreisen an beiden Enden der Leitungen behoben wer- den könnte.
Es wurde gefunden, dass viele der üblicherweise verwendeten polymeren Isolierstoffe ausgezeichnete
Eigenschaften in elektrischer Hinsicht, wie eine niedrige Dielektrizitätskonstante, einen kleinen Ver- lustwinkel und einen hohen spezifischen Widerstand, aufweisen ; diese Eigenschaften werden zunächst durch eine Einwirkung von Wasser praktisch nicht beeinflusst. Ein Einschluss von auch nur sehr geringen
Mengen von Pigmenten in diese ansonst ausgezeichneten Isolierstoffe bzw. Isoliermaterialien hat aber zur Folge, dass die Eigenschaften dieser Stoffe bzw. Materialien in elektrischer Hinsicht durch ein Ein- dringen von Wasser stark verschlechtert werden.
So konnte festgestellt werden, dass bei Einschluss von nur
1 Gel.-% eines üblichen Pigmentes in Polyäthylen eine Mischung mit einer Dielektrizitätskonstante von
2,29 in trockenem Zustand und von 2, 32 nach Eintauchen in Wasser erhalten wird. Durch Eintauchen in
Wasser wurde überdies der Verlustwinkel von 0, 0001 auf 0,001 erhöht.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine elektrisch angepasste Serie von eine hohe Opazität auf- weisenden, farbigen Mischungen von Polymeren mit sehr guten dielektrischen Eigenschaften, die für eine Verwendung als Isoliermaterialien geeignet sind. Die betreffenden Mischungen sind dielektrisch weitestgehend angepasst, haben einen kleinen Verlustwinkel und einen hohen spezifischen Widerstand und zeigen bei Einwirkung von Wasser oder beim Eintauchen in Wasser keine bemerkenswerte Verschlechterung ihrer elektrischen Eigenschaften. Vom Standpunkt der Farbkennzeichnung aus können Sätze von Mischungen der hier in Betracht kommenden Art elf oder mehr Mischungen umfassen, von welchen jede ohne weiteres von den andern unterscheidbar ist.
Die Mischungen zeigen keine merkliche Änderung ihrer Farbe und keinen merklichen Farbverlust auf Grund chemischer Vorgänge oder durch Verlaufen bei ihrer Verwendung.
Jede der Mischungen, die gemäss der Erfindung in den Sätzen verwendet werden kann, enthält als Grundbestandteil ein polymeres Material auf der Basis von Kohlenwasserstoffen, wie z. B. Polyäthylen, in fester oder verschäumter Form, wobei sowohl Materialien der üblichen niedrigen Dichte, wie sie durch Anwendung der gebräuchlichen Hochdrucktechnik erhalten werden können, als auch die in neuerer Zeit entwickelten Materialien von hoher Dichte, die durch Niederdruckverfahren mit Hilfe von ionischen Katalysatoren erhalten werden können, und ferner auch andere Materialien wie Polyisobutylen, Polypropylen, Polybuten-1, Polymere von 3-Methylbuten-1, 4-Methylpenten-1, 4, 4-Dimethylpenten-l, Do- deen-1, 3-methylpenten-l und auch Copolymere und Mischungen, die solche polymere Kohlenwasserstoffe enthalten, verwendet werden können.
Ferner ist in jeder dieser Mischungen bzw. Zusammensetzungen gemäss der Erfindung ein Pigmentstoff, im allgemeinen in einer Menge in der Grössenordnung von 1 Gew. -0/0 oder weniger, enthalten, der in den meisten Fällen neben Titandioxyd vorliegt, das eine verstärkende Wirkung hat und als Opazifiziermittel wirkt. Wenn in den einzelnen Mischungen Titandioxyd enthalten ist, u. zw. entweder als Grundpigment oder als Opazifiziermittel, dann liegt es im allgemeinen in einer Menge in der Grössenordnung von 1 Gew.-% oder weniger vor. Die Mischungen enthalten im allgemeinen ferner noch ein Antioxydationsmittel, das im Falle aller schwächer gefärbten bzw. heller gefärbten Mischungen zweckmässig ein nicht verfärbendes Material ist.
Es soll an dieser Stelle festgehalten werden, dass es bereits bekannt ist, den Aluminiummantel von elektrischen Kabeln mit einem auf schmelzflüssigem Wege erzeugten lückenlosen Überzug aus einem lösungsmittelfreien, zähen und zugfesten, unzersetzt schmelzenden Kunststoff, wie Polyamid, zu versehen. Die Herstellung kann dabei auf die Weise erfolgen, dass das mit dem Aluminiummantel umhüllte Kabel unter Vermeidung eines flüssigen Lösungsmittels für den Kunststoff durch ein Bad aus demgeschmolzenen Kunststoff hindurchgezogen wird, ähnlich wie z. B. ein Draht durch ein Verzinnungsbad.
Aus Gründen der Einfachheit wird die vorliegende Erfindung im Zusammenhang mit festen Poly- äthylenmischungen beschrieben ; die elektrischen Eigenschaften der zur Diskussion stehenden Materialien
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sind in erster Linie auf die Eigenschaften dieses besonderen polymeren Stoffes zurückzuführen. Die be- sondere Bedeutung der Erfindung beruht jedoch hauptsächlich auf der gleichmässigen Wirkung, die durch die besonderen, als Pigmente, als Opazifiziermittel und als Antioxydationsmittel zugesetzten Stoffe, sowohl was deren Art, als auch was deren Menge betrifft, bei dem Polymer hervorgerufen wird. Diese Gleichmässigkeit der Wirkung gilt für jedes der oben angeführten polymeren Materialien auf Kohlen- wasserstoffbasis, welchen diese Stoffe zugesetzt werden, in gleicher Weise. Aus diesem Grunde kann man z.
B. auf dem Niederfrequenzgebiet als Hauptbestandteil der genannten Materialien verschäumtes
Polyäthylen oder Polypropylen an Stelle von Polyäthylen verwenden, weil in diesem Verwendungsfall die besonderen Eigenschaften des gewählten Polymers besonders günstig sind. Gemäss der Erfindung kann Po- lyäthylen in einem solchen Falle in einem Verhältnis von 1 : 1 in bezug auf das Gewicht ersetzt werden, ohne dass ansonst eine Änderung hinsichtlich der Art oder der Menge der andern Komponenten der ein- zelnen Mischungen vorgenommen wird, da jede solche Änderung ausserhalb der im folgenden angegebe- nen Grenzen dielektrisch fehlangepasste Mischungen ergeben würde.
Im vorliegenden Zusammenhang sollen unter der Bezeichnung "Farbe" bzw. "Farben" nicht nur chromatische Farben, sondern auch Schwarz und Weiss und Zwischenfarben von diesen verstanden wer- den. Im Falle einer Anwendung für eine Farbkennzeichnung aufweisende Kabeladern wird im allge- meinen angenommen, dass es elf solcher Farben gibt, die leicht voneinander visuell unterschieden wer- den können, u. zw. in einem Ausmass, das für die meisten Anwendungszwecke ausreichend ist. Diese
Farben sind in der üblichen Ordnung ihrer Reihenfolge Blau, Orange, Grün, Braun, Schiefergrau, Weiss,
Rot, Schwarz, Gelb, Purpur und Gold.
Die den dielektrischen Verhältnissen angepassten Mischungen, die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bilden, bestehen aus Kombinationen von nur zwei poly- meren Materialien, von welchen jedes mit Hilfe von Pigmenten auf eine verschiedene Farbe der oben genannten Reihe gebracht ist, und aus Kombinationen von bis zu elf Materialien, von welchen jedes eine
Färbung entsprechend einer der Farben der oben angeführten Reihe aufweist.
Für die Herstellung von Kabeln, die durch Materialien der angeführten Art isolierte Kabeladern auf- weisen, und für andere Anwendungen, bei denen eine Farbkennzeichnung unter Verwendung dieser Ma- terialien erfolgt, muss selbstverständlich nicht eine maximale Anzahl von elf gefärbten Stoffen verwendet werden, da auch noch zusätzlich andere Mittel für eine unterscheidende Kennzeichnung zur Verfügung stehen. So ist z. B. in der Niederfrequenztechnik die Verwendung von Kabeln üblich, die nicht weniger als 2121 Kabelpaare enthalten, wobei nur die oben angeführten elf Farben für die Unterscheidung ver- wendet werden. In einem solchen Falle ist eine weitere Kennzeichnung dadurch möglich, dass man ver- drillte Aderpaare verwendet und die elf verschieden gefärbten isolierten Kabeladern in entsprechender
Weise anordnet.
In der Zeichnung ist in perspektivischer Ansicht ein Vielleiterkabel mit Farbkennzeichnung darge- stellt, für welches Mischungen gemäss der Erfindung verwendet werden.
Es handelt sich dabei um ein sechsundzwanzig Aderpaare enthaltendes Vielleiterkabel mit Farb- kennzeichnung der einzelnen Kabeladern, das einen äusseren Kabelmantel 1, z. B. aus Polyäthylen mit einem Gehalt an Russ und einem Antioxydationsmittel, und einen inneren Kabelmantel 2, z. B. aus Alu- minium, aufweist. Der innere Kabelmantel kann, wie dies dargestellt, glatt ausgebildet oder in Um- fangsrichtung geriefelt sein, um eine bessere Biegsamkeit des Kabels zu bewirken ; er dient als elektrische
Abschirmung und stellt einen kontinuierlichen Stromweg des Kabels für eine Erdung oder andere Zwecke dar. Ferner enthält dieses Kabel eine innere Wärmetrennschicht 3, die z.
B. aus einem zusammenge- setzten Schichtprodukt von Mylar (Polyesterharz auf der Basis von Äthylenglykol und Terephthalsäure) und Kautschuk bestehen kann, und metallische Leiter 4, die aus Kupfer mit einem Durchmesser von z. B.
0,5 mm oder darüber bestehen können und durch Isolierschichten 5 aus polymeren Materialien auf der
Grundlage von Kohlenwasserstoffen, die Pigmentstoffe und andere Zusätze gemäss der Erfindung enthal- ten, bedeckt sind. In einem Kabel mit sechsundzwanzig Aderpaaren, wie es in der Zeichnung dargestellt ist, ist es üblich, acht verschiedenfarbige Materialien zu verwenden, die aus der oben angeführten Farb- reihe ausgewählt sind, doch reicht auch die Anwendung von nur drei Farben aus.
Die Trennschicht 3 aus
Mylar und Kautschuk hat in erster Linie den Zweck, eine Wärmeisolierung zu bewirken und zu verhindern, dass die Isolierschichten 5 die erhöhte Temperatur erreichen, auf welche die Hülle 1 während des Auspressens bzw. Spritzens gebracht wird. Es ist von besonderer Bedeutung, dass eine Wärmetrennschicht vorhanden ist, wenn die polymeren Materialien der Schichten 5 eine solche Beschaffenheit aufweisen, dass ihr Schmelzpunkt niedriger ist als die Auspresstemperatur bzw. Spritztemperatur der Hülle 1 oder nahe bei dieser Temperatur liegt.
Die für die Farbkennzeichnung dienenden elf Mischungen, die die maximale Anzahl der gemäss der
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Erfindung verwendeten, eine angepasste Reihe bildenden Mischungen darstellen, werden im folgenden in der allgemeinen Reihenfolge ihrer Verwendung im einzelnen näher beschrieben. Die Mengenangaben beziehen sich dabei auf Gewichtsprozente : Blau : Pigment : 0, 20 Phthalocyaninblau, wie z. B."Monastral Blue"der Firma E. I. du Pont de Nemours and Co., Inc., U. S. A.
Opazifiziermittel : 1, 00 Titandioxyd Antioxydationsmittel : 0, 05 Harz : Rest Orange : Pigment : 1,00 Bleichromat-Bleimolybdat-Orange (PbSO4. PbMoO4. PbCrO4), wie "Valencia Orange"
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:Antioxydationsmittel : 0,05 Harz : Rest Grün :
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: 0,Opazifiziermittel : 1, 00 Titandioxyd Antioxydationsmittel : 0, 05 Harz : Rest Braun : Pigment : l, 00 Bleichromat - Bleimoylbdat - Orange (PbSO4. PbMoO4, PbCrO4), wie "Valencia
Orange", 0,04 hochfarbiger Russ der Channel-Type (HCC), wie z. "Kosmos BB" der
Firma United Carbon Co., Inc., U. S. A.
Opazifiziermittel : 0,50 Titandioxyd Antioxydationsmittel : 0, 05 Harz : Rest Schieferfarben : Pigment : 0, 030 Russ der bei "Braun" angeführten Type Opazifiziermittel : 1, 00 Titandioxyd Antioxydationsmittel : 0, 05 Harz : Rest Weiss : Pigment : 1, 00 Titandioxyd Antioxydationsmittel : 0, 05 Harz : Rest Rot : Pigment : 1, 00 eines Rots von der Pyrazolon-Type, wie z. B."Elektra Red R-12S" der Firma Harmon
Colors, U. S. A.
Opazifiziermittel : 0,50 Titandioxyd Antioxydationsmittel : 0,05 Harz : Rest
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Schwarz :
Pigment : 0,40 Russ der unter "Braun" angeführten Type
Antioxydationsmittel : 0, 05
Harz : Rest Gelb :
Pigment : 0,70 eines Pigmentes von der Type bei der Benzidin mit Orthotoluid gekuppelt ist (OT), wie z. B. "X -2600 Yellow" der Firma Imperial Paper and Color Corp., U. S. A.
Opazifiziermittel : 1, 00 Titandioxyd
Antioxydationsmittel : 0, 05
Harz : Rest
Purpur :
Pigment : 0,10 eines Carbazolderivat-Violettpigments (vgl. z. B. USA-Patentschrift Nr. 2, 026, 092), wie"Resoform Brilliant Violet BLP"der Firma General Dyestuff Co. f U. S. A.
Opazifiziermittel : l, 00 Titandioxyd
Antioxydationsmittel: 0,05
Harz : Rest
Gold :
Pigment : 0,75 Aluminiumpulver, wie"Aluminium Powder 30 XD"der Firma Reynolds Metals Co., U. S. A.,
0,75 eines Gelbpigmentes der Benzidin-Type (OT), wie das unter "Gelb" beschriebene
Pigment, 0,30 Bleichromat-Bleimolybdat-Orange, wie es unter"Orange"beschrieb jn ist.
Antioxydationsmittel : 0,05
Harz : Rest
In allen den angeführten Mischungen können die Mengen an Pigment und bzw. oder Opazifizier- mittel (Titandioxyd) um : ! : 10 % des angeführten Betrages abgeändert werden, ohne dass sich eine dielek- trische Fehlanpassung von mehr als etwa 2 % ergibt. Für einige besonders kritische Anwendungszwecke ist es am besten, wenn man die Mengen an diesen Komponenten innerhalb eines Bereiches von. : ! : 5 % hält, so dass maximale Schwankungen der Dielektrizitätskonstante in der Grösse von 1 % auftreten. Die Ver- wendung der angeführten Mengen in einem angepassten Satz von Mischungen bewirkt, dass die maximale Änderung der Dielektrizitätskonstante 0,7 % beträgt.
Das für die Herstellung der angeführten Mischungen verwendete Titandioxyd war das von der Firma
Titanium Pigment Corporation, U. S. A., unter der Bezeichnung"TitanoxRA"in den Handel gebrachte
Titandioxyd. Dieser Stoff ist ein mit Aluminium behandeltes Rutil, der den Bedingungen der U. S. Federal
Specification TT-T-425, Type II, entspricht. Jedes beliebige Titandioxyd dieser Type ist geeignet. Zu dieser Type gehören beliebige Arten von mit Aluminium behandeltem Rutil mit einer Teilchengrösse von etwa 400 Millimikron oder darunter.
Wie oben angegeben worden ist, war der verwendete Russ ein Russ der HCC-Type. Die durchschnittliche Teilchengrösse lag im Bereich von etwa 12 bis 20 Millimikron.
Hinsichtlich des für die Herstellung des Goldpigmentes verwendeten Aluminiums müssen keine besonderen Erfordernisse erfüllt sein und es ist jedes Aluminiumblättchenmaterial mit einer Teilchengrösse von 2 bis 50 Mikron oder Mischungen, die eine solche Teilchengrösse aufweisen, verwendbar.
Für die Herstellung des Rotpigmentes kann vom elektrischen Standpunkt aus ein beliebiges Pigment der Pyrazolon-Type verwendet werden. Einige dieser Pigmente aus dieser Gruppe haben jedoch eine grössere Brillanz der Färbung als andere und können daher vorzugsweise verwendet werden.
Wie bereits vorhin erwähnt worden ist, kann jedes beliebige Gelbpigment der Benzidin-Type (OT) verwendet werden.
Bei allen der angeführten Zusammensetzungen für die einzelnen Mischungen ist die Menge an Antioxydationsmittel, wie dies üblich ist, mit 0,05 Gew.-% festgelegt worden, doch kann diese Menge ohne weiteres innerhalb der Grenzen, die für eine Anwendung von Antioxydationsmitteln bekannt sind, ge- ändert werden. Im allgemeinen soll für die Zwecke der vorliegenden Erfindung die Menge an Antioxy-
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dationsmitteln innerhalb von 0, 025 und 0,2 Gel.-% von Mischung zu Mischung innerhalb eines ange- passten Satzes liegen, da eine grössere Änderung der Menge eine merkliche Abweichung bzw. Änderung der Dielektrizitätskonstante zur Folge haben kann.
Wenn das verwendete Antioxydationsmittel in Mengen von weniger als 0,025 % wirksam ist oder wenn es zweckmässig ist, 0,2 % übersteigende Mengen zu ver- , wenden und die charakteristischen Eigenschaften des Antioxydationsmittels so geartet sind, dass durch
Einverleiben bzw. Verwendung von solchen grösseren Mengen keine merkliche Wirkung hinsichtlich der elektrischen Eigenschaften der Materialien hervorgerufen wird, dann können solche kleinere oder grössere
Mengen verwendet werden, vorausgesetzt, dass die Mengen an Antioxydationsmittel in keiner von zwei
Mischungen einer Serie um mehr als etwa + 75 % voneinander abweichen.
Im allgemeinen ist es, insbesondere bei Verwendung der lichter gefärbten Farbmischungen, wie
Orange, Weiss, Gelb und Gold, zweckmässig, ein sich nicht verfärbendes Antioxydationsmittel zu ver- wenden. Antioxydationsmittel, die sich nicht verfärben und einen wirksamen Schutz bei polymeren Ma- terialien auf der Grundlage von Kohlenwasserstoffen gegen eine Zersetzung durch thermische Oxydation bewirken, sind an sich gut bekannt. Derartige Mittel sind meist Stoffe der Phenoltype. Ein übliches, sich nicht verfärbendes Antioxydaiionsmittel, das in Polyäthylenmischungen verwendet wird, ist 4, 4'-Thiobis- (6-tert. Butyl-m-cresol), das unter dem Handelsnamen"Santowhite crystals"durch die Firma Monsanto
Chemical Co., U. S. A., erhältlich ist.
Wie sich aus dem breiten Bereich, in welchem das Antioxyda- tionsmittel der Mischung einverleibt werden kann, ergibt, hat dieser Stoff hinsichtlich der elektrischen
Eigenschaften des Harzes eine etwas geringere Wirkung als die Pigmentstoffe. Es ist daher zulässig, wenn dies erwünscht ist, in einer angepassten Reihe verschiedene Antioxydationsmittel zu verwenden. Es be- stehen auch keine Bedenken gegen die Verwendung eines sich verfärbenden Antioxydationsmittels, wie z. B. eines im Handel erhältlichen Materials von der Type sekundärer Amine, in den dunkler gefärbten
Mischungen, wie Blau, Grün, Braun, Schwarz und Purpur.
Das besondere, als Grundmaterial verwendete Harz, das bei der Herstellung der oben erwähnten
Mischungen verwendet wurde, war ein Polyäthylen von hohem Molekulargewicht und geringer Dichte.
Wie jedoch oben ausgeführt worden ist, wurden die Zusatzstoffe für das Harz sowohl hinsichtlich ihrer
Art, als auch hinsichtlich ihrer Menge ausgewählt, um eine gleichmässige Wirkung auf die dielektrischen und die andern elektrischen Eigenschaften des als Grundmaterial verwendeten Harzes ohne Rücksicht auf die Qualität des besonderen, verwendeten Harzes hervorzurufen. Ein Ersatz des Polyäthylens durch ein anderes polymeres Material auf der Grundlage von Kohlenwasserstoffen ergibt Materialien mit verschie- denen elektrischen Charakteristiken, die von dem jeweils als Ersatz verwendeten Material abhängen, je- doch von Material zu Material innerhalb einer Reihe gleichförmig sind. Geeignete Verfahren zur Her- stellung der oben angeführten Materialien sind den auf diesem Gebiet arbeitenden Fachleuten bekannt.
Um jedoch das Verständnis der vorliegenden Erfindung zu erleichtern, wird im folgenden kurz über die 'Laboratoriumsmethoden berichtet, die für die Herstellung von Mischungen der in Frage stehenden elf
Materialien gewöhnlich angewendet werden.
200 g Polyäthylen der oben angeführten Art und in Form von Würfeln einer Grösse von 3, 1 mm bis 6,4 mm wurden in eine Laboratoriumsmühle mit Walzen von 152 x 304 mm, die auf einer Temperatur von etwa 120 C gehalten waren, eingebracht und dann wurde durch Zusammenbringen bzw. Einander- nähern der Walzen ein schmales Walzband hergestellt. Dann wurden alle Zusatzstoffe, einschliesslich der
Pigmente, des Opazifiziermittels und des Antioxydationsmittels auf das Walzband aufgebracht u. zw. jeder dieser Bestandteile in Mengen, die zehnmal grösser waren als die in dem Endprodukt gewünschten Mengen. Die Materialien wurden in der Mühle durch Falten und Kneten auf übliche Weise während eines
Zeitraumes von etwa 5 bis 10 Minuten gründlich miteinander vermischt.
Dann wurden die beiden Walzen voneinander getrennt, wobei ein kontinuierliches Band mit einer gleichmässigen Dicke von etwa 1, 25 mm und einer Breite von etwa 28 cm erhalten wurde und das Band wurde entnommen und in Quadrate mit einer Seitenlänge von etwa 50 mm zerschnitten.
Unter Verwendung der oben angeführten Masterbatche wurden auf die erforderliche Weise Endmischungen hergestellt, wobei als Ausgangsmaterial 300 - 400 g Polyäthylen und eine berechnete Menge jeder Mastermischung in Abhängigkeit von der in dem Endprodukt vorgesehenen Konzentration verwendet wurde.
Die Endmaterialien bzw. Endmischungen wurden dann für die weitere Verwendung in die Form von Würfeln übergeführt. Wenn eine Verwendung dieser Mischungen als Isoliermaterialien vorgesehen war, dann wurden die in Würfelform vorliegenden Mischungen in eine Auspressvorrichtung der 2-Inch-Royle- Type eingebracht und- um einen Kupferleiter mit der Drahtstärke 0,5 mm in einer Wandstärke von 0,125 bis 0,14 mm ausgepresst.
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Die auf diese Weise hergestellten Materialien weisen eine Dielektrizitätskonstante von 2, 30. 1 0, 02 und einen Verlustwinkel von 0, 0002 0, 00015 auf. Nach Eintauchen in Wasser über einen Zeitraum von
2 Wochen blieb die Dielektrizitätskonstante der Materialien innerhalb des angeführten Bereiches und der
Verlustwinkel war auf ein Maximum von 0,0006 gestiegen. Die Mischungen färbten alle nicht ab und i zeigten keine merkliche Farbverminderung, wenn sie mit einem weissen Tuch, das mit Benzol im- prägniert war, nach einer Lagerzeit von etwa 2 Wochen gerieben werden. Die auf diese Weise erhaltenen
Materialien weisen alle eine grosse Opazität auf und die Leiter sind im Tageslicht unter einer Schicht einer der angeführten Mischungen mit einer Dicke von 0,125 bis 0,15 mm nicht zu erkennen.
Jedes der in den angeführten Mischungen enthaltenen Pigmente konnte in allen Fällen in dem als ) Grundmaterial dienenden Harz leicht dispergiert werden, wobei die für die Herstellung erforderliche Zeit
10 Minuten niemals überschritt.
Die vorliegende Erfindung ist vor allem im Zusammenhang mit eine Farbkennzeichnung aufweisen- den Vielleiterkabeln für eine Niederfrequenzübertragung besprochen worden, doch kommen auch andere
Anwendungszwecke in Betracht. Gemäss der Erfindung können bloss zwei der oben angeführten Mischungen oder auch alle elf Mischungen verwendet werden. Wenn weniger als elf Mischungen verwendet werden, dann soll festgehalten werden, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die angeführte Reihenfolge be- schränkt ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung einer Serie von dielektrisch angepassten Isoliermaterialien, die auf
Grund verschiedener. Färbung leicht voneinander unterscheidbar sind, insbesondere zur Isolierung der ein- zelnen Leiter von Fernmeldekabeln, dadurch gekennzeichnet, dass für denselben Anwendungsfall gleichen polymeren Kohlenwasserstoffen folgende Stoffe beigemischt werden :
0, 20. 10 lu Phthalocyaninblau, 1, 00 : : 10 o Titandioxyd ;
1, 00 : 10 % Bleichromat-Bleimoybdat-Orange, 0, 30. ¯ 10 % Titandioxyd ;
0, 20 + 10 go Phthalocyaningrün, 0, 40 : 10 % X-2600Yellow, 1, 00. 110 /o Titandioxyd ;
1,00¯10 % Bleichromat-Bleimolybdat-Orange, 0,04¯ 10 % Russ, 0, 50. + 10 % Titandioxyd ;
0, 03 jet 10 % Russ, 1,00¯10% Titandioxyd; l, 00 ¯ 10% Titandioxyd; l, 00 : t 10 % eines Rotpigmentes der Pyrazolontype, 0, 50 110 Je Titandioxyd ; 0, 40 : t 1Ci % Russ ;
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