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Schaltung für ein Mehrfach-Übertragungssystem mit zeitlicher
Vervielfachung
EMI1.1
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Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass bei einer Schaltung für ein Mehrfach-Übertragungssystem mit zeitlicher Vervielfachung, bei welchem die am Ausgang des Senders auftretenden Kanalimpulse abwech- selnd einen positiven und negativen Wertannehmenundbei welchem die Impulsquellen beider Polaritäten in zwei Gruppen über Sperrelemente mit Gleichrichterwirkungparallel geschaltet sind, auf der Senderseite die beiden Gruppen der parallel geschalteten Impulsquellen entgegengesetzter Polarität fiber eine Widerstands- oder Drosselspulengabel gekoppelt sind.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung soll an Hand der Zeichnung näher beschrieben und erklärt werden. In Fig. 2 ist ein Beispiel der erfindungsgemässen Schaltung mit einer Widerstandsgabel gezeigt, während in Fig. 3,4 und 5 die zeitlichen Verläufe einzelner Signale dargestellt sind, welche das Wesen der
Erfindung näher erklären.
Die Impulsfolge ist zufällig und demgemäss muss bei der erfindungsgemässen Schaltung eine Gabel ver- wendet werden, welche auch die Gleichstromkomponente überträgt. Dieser Bedingung genügt entweder die
Widerstandsgabel, die in Fig. 3 gezeigt ist, oder eine Gabel mit Drosselspulen.
Die in der erfindungsgemässen Schaltung verwendete Widerstandsgabel ist, ihrem Wesen nach, eine
Wheatstonesche Brücke, deren zwei Widerstände R und R, einen festen Wert besitzen. Im Fall der sym- metrischen Gabel sind diese Widerstände einander gleich. Die übrigen Widerstände bestehen aus der Strek- ke V und aus dem zugehörigen Abgleichglied, das in Fig. 2 als ein Widerstand R veranschaulicht ist. Die parallel geschalteten Impulsquellen 1, 2, 3 einer Polarität sind in einer Brückendiagonale geschaltet, wäh- rend die Impulsquellenl', 2 " 3'der entgegengesetzten Polarität sich in der zweiten Diagonale der Brücke befinden.
Im Falle der Drosselspulengabel ist an Stelle der Widerstände R und R eine Drosselspule mit sym- metrischer Wicklung geschaltet.
Wenn die Leitung V abgeglichen ist, erfolgt zwischen den Brückendiagonalen keine Übertragung. Die
Dämpfung einer solchen Gabel beträgt 0, 7 N (was bedeutet, dass die Ausgangsspannung gerade einer Hälfte der Eingangsspannung gleich ist). Die Widerstands-bzw. Drosselspulengabel ermöglicht also die Quellen von zwei verschiedenen Polaritäten einander zu verbinden, ohne dass dabei etwaige Beeinflussung dieser Quellen stattfindet.
Zwecks Erfüllung der eben besprochenen Bedingung erweist es sich als zweckmässig, die Polarität der aufeinander folgenden Impulse abwechselnd positiv und negativ zu wählen, wie dies in Fig. 3 veranschaulicht ist. Die Vorteile einer derartigen Anordnung sind aus den Diagrammen in Fig. 4 und 5 klar zu erkennen. Fig. 3 zeigt ein ideales Signal, das aus einer Impulsfolge besteht, in welcher die ungeraden Impulse eine positive und die'geraden Impulse eine negative Polarität besitzen. Das Signal kann in diesem Falle als ein nie zu erreichendes Ideal betrachtet werden, weil in den Stellen, in denen sich die einzelnen Kanäle im Zustande 0 befinden (in Fig. 4 sind es die Kanäle 3, 8, 9), nimmt auch der Signalverlauf den Wert . 0 an. Ein solcher Zustand besitzt ein genaues Optimum.
Ist die Breite der Impulse im Vergleich mit dem idealen Zustand verkleinert, vermindert sich auch der energetische Inhalt der Impulse, wodurch die Reichweite der Einrichtung ungünstig beeinflusst wird. Wenn dagegen die Breite der Impulse vergrössert wird, sinkt der Impuls in den Lücken nicht auf Null, wodurch das Nebensprechen zwischen einzelnen Kanälen entsteht. In Wirklichkeit findet sogar in dem gezeichneten idealen Fall das Nebensprechen statt, da die Auswertungszeit des empfangenen Impulses nicht unendlich kurz gemacht werden kann und demgemäss das Integral der Signalspannung während der Auswertungszeit nicht verschwindet.
In Fig. 4 ist das Signal in einem üblichen System mit bloss einer Polarität gezeichnet. Damit das Zustandekommen des Nebensprechens so deutlich wie möglich erklärt werden kann, ist ein Fall betrachtet, in welchem die Basis der Impulse breiter ist, als es dem Intervall zwischen den Impulsen entspricht. In diesem Falle findet während der Lücke das Nebensprechen seitens der benachbarten Kanalimpulse statt. Dieses Erscheinung tritt also bei den Kanälen ein, die den Zustand 0 übertragen. In Fig. 5 ist das Nebensprechen mit dem Buchstaben p bezeichnet.
Fig. 5 zeigt schliesslich das Signal in einem System mit abwechselnd positiver und negativer Polarität. Es ist ersichtlich, dass das Nebensprechen der ungeraden (positiven) Kanäle einen negativen Wert annimmt und umgekehrt. In diesem Falle stellt das Nebensprechen nicht nur keinen Nachteil dar, sondern es bringt gewisse Vorteile mit sich, da es nämlich die beiden möglichen Zustände des Kanals zu unterscheiden hilft. Dadurch wird das Auflösungsvermögen der Einrichtung vergrössert. Diese an sich bekannte Eigenschaft, die theoretisch verarbeitet wurde und in der Telegraphie mit Stromkommutierung Verwendung findet, wurde bisher in den Mehrfach-Impulssystemen nicht ausgenutzt.
Bei den Systemen, die zur Erzeugung der Impulse ein Drehstromsystem verwenden, kann vorteilhaft zur Erzeugung der Impulse einer Polarität die Dreieckschaltung des Netzes benutzt weiden, während die
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Sternschaltung zur Erzeugung der Impulse der entgegengesetzten Polarität verwendet wird. Dadurch kann ohne Schwierigkeiten die Zahl der Kanäle von 6 auf 12 vergrössert werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schaltung für ein Mehrfach-Übertragungssystem mit zeitlicher Vervielfachung, bei welche-n die am Ausgang des Senders auftretenden Kanalimpulse abwechselnd positive und negative Polarität annehmen (d. h. die Polarität der hinsichtlich der zeitlichen Folge ungeraden und geraden Impulse ist entgegengesetzt) und bei welchem die Impulsquellen beider Polaritäten in zwei Gruppen über Sperrelemente mit Gleichrichterwirkung parallel geschaltet sind, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Senderseite die beiden Gruppen der parallel geschalteten Impulsquellen entgegengesetzter Polarität über eine Widerstandsoder Drosselspulengabel gekoppelt sind.